Rezension: “Heaven’s End – Wen die Geister lieben (Heaven’s End-Trilogie)” von Kim Kestner – FISCHER KJB

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1. (24. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737341346
  • ISBN-13: 978-3737341349
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • D: 17,00 Euro

Inhalt:

Wo der Himmel endet, beginnt die Welt der Geister
In Heaven’s End, einem kleinen schottischen Küstenort, lebt die 15-jährige Jojo mit ihrer Familie – der lebenden und der toten. Denn Jojo kann Geister sehen und wohnt mit einer ganzen Horde verrückter Vorfahren unter einem Dach. Von ihrer besonderen Fähigkeit aber darf niemand etwas wissen. Erst recht nicht Zack, der Schulschwarm, dessen funkelnde Augen Jojo blöderweise ganz kribbelig machen. Doch im idyllischen Heaven’s End gehen auf einmal unheimliche Dinge vor sich. Wie lange kann Jojo ihr Geheimnis noch wahren? Und was lauert jenseits der Welt der Lebenden?

Endlos spannend, himmlisch romantisch, teuflisch gut – der grandiose Auftakt einer packenden Ghostfantasy-Trilogie!

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Kim Kestner ist Jugendbuchautorin und schreibt phantastisch-romantische Romane, die Herz und Verstand berühren. Die außergewöhnlichen Themen und die geschickt versponnene Handlung lieben ihre Leser dabei besonders. Der erste Teil der Zeitrausch-Trilogie wurde sicher auch deshalb mit dem Lovelybooks-Leserpreis ausgezeichnet.
Zuvor studierte Kim Kestner visuelle Kommunikation und leitete eine Marketingagentur. Mit dem Schreiben begann sie erst 2010 – irgendwann zwischen dem Windelwechseln ihrer Zwillinge und der Sanierung ihres Hauses. Mittlerweile tragen die Zwillinge Jeans und das Haus ein Dach, unter dem die Familie samt Dackel namens Socke und einem Terrier, der glaubt >Pfui-aus< zu heißen, in der Nähe von Hamburg lebt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wenn ihr Schottland mit seinen Mythen und Legenden, Fantasy und Spannung, mit einer Prise Romantik mögt, dann empfehle ich Euch eine Reise nach Heaven`s End.

Kim Kestner hat einen warmen, flüssigen und locker, leicht zu lesenden Schreibstil. Ihre Charaktere sind vielschichtig und charismatisch. Die Thematik selbst hat mich sofort eingenommen.

Wie wäre es, wenn wir mit unseren verstorbenen Verwandten weiter in Kontakt, diese als Geisterwesen für immer an unserer Seite bleiben könnten? Sicher nicht der Traum von jedem, doch äußerst faszinierend.

Jojo kann die Geister ihrer verstorbenen Verwandten sehen. Mehrere leben sogar bei ihr zu Hause. Das führt natürlich zu einigen turbulenten Szenen und wer glaubt heute noch an Geister!

Jojo ist wunderbar. Ebenso Kate, Benny und Zack. Mit ihnen möchte man gern durch dick und dünn gehen. Alle haben ihre Besonderheiten und sind mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Abenteuerlich und humorvoll bewegen wir uns durch Jojos Welt.

Detailreich, fantasievoll und auch ein wenig düster, darf man sich hier auf eine spannende, warmherzige Geschichte vor einer traumhaften Kulisse freuen. Der fiese Cliffhanger am Ende durfte natürlich auch nicht fehlen und erschwert mir das Warten auf den zweiten Teil noch mehr.

“Heaven´s End – Wen die Geister lieben” ist nicht nur für Zwölfjährige ein absoluter Lesespaß.

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Rezension “Abgeschlagen – Ein Paul-Hersfeld-Thriller” von Michael Tsokos – Knaur Taschenbuch

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 3 (1. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426524384
  • ISBN-13: 978-3426524381
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Der neue True-Crime-Thriller von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und SPIEGEL-Bestseller-Autor Michael Tsokos ist der Auftakt einer neuen True-Crime-Reihe um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, bekannt aus »Abgeschnitten« von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Prof. Schneider, bei der Obduktion einer zerstückelten Frauenleiche überraschend schnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Auch der Sektionsassistent wirkt ungewöhnlich nervös und fahrig. Und tatsächlich taucht kurz darauf das blutverschmierte Mordwerkzeug in einer Kieler Parkanlage auf: eine kunstvoll verzierte Machete. Von den Medien wird Schneider sofort als rechtsmedizinisches Genie gefeiert, sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint reine Formsache. Doch dann gesteht der Hausmeister des Instituts Herzfeld, dass er die Machete schon einmal gesehen hat und dass die tote Frau für ihn keine Unbekannte ist …

»Paul Herzfeld ist zurück! Fesselnd. Packend. Faszinierend. Eine rechtsmedizinische Achterbahnfahrt. Die Vorgeschichte von ‘Abgeschnitten’ mit einem noch höheren True-Crime-Faktor.« Sebastian Fitzek

»Abgeschlagen« basiert auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners.

Entdecken Sie auch die anderen True-Crime-Thriller von Michael Tsokos:
»Abgeschnitten«, verfasst zusammen mit SPIEGEL-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek, sowie die Fred Abel-Reihe »Zerschunden«, »Zersetzt« und »Zerbrochen« zusammen mit Andreas Gößling.

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Der Autor:

Michael Tsokos, geboren 1967 in Kiel, ist Professor für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Seit 2016 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Seit 2014 ist er zudem Ärztlicher Leiter der ersten Berliner Gewaltschutzambulanz in Berlin-Moabit.

Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und regelmäßig als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für das BKA bei der Identifizierung der Opfer von Terrorangriffen und Massenkatastrophen.

Michael Tsokos ist mit seinen Büchern regelmäßig in den Bestsellerlisten Sachbuch und Belletristik anzutreffen.

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Rezension:

Wir erleben in „Abgeschlagen“ den jungen Paul Herzfeld in seinen Anfängen als Assistenzarzt. Schon zu dieser Zeit besitzt er ein untrügliches Gespür für Zusammenhänge und kleinste Details.

Sein Chef, Prof. Schneider, ist bereits zu Beginn der Handlung unsympathisch und seine Handlungen erscheinen recht suspekt.

Für den Leser verhärtet sich rasch ein Verdacht, wer hinter den Verbrechen steckt. In „Abgeschlagen“ geht es nicht direkt um die Tätersuche, vielmehr um das warum, die Spurensuche und die Aufklärung.

Ein Gänsehautfaktor ist immer wieder, dass wir als Leser wissen, dass allen Fällen wahre Begebenheiten zu Grunde liegen und Menschen wirklich zu derartigen Handlungen fähig sind.

Vielschichtige Figuren in einer spannenden Story fesseln den Leser an die Zeilen. Geschickt eingewobene Perspektivwechsel sorgen für Abwechslung. Packend und emotional wird mit Paul Herzfeld ermittelt und gebangt. Für den liebenswerten Ermittler wird es dieses Mal sehr persönlich.

Ein hoher Spannungsbogen endet final in einem Showdown, der das Adrenalin noch einmal ansteigen lässt.

Wer sich an einen Thriller von Michael Tsokos herantraut, muss vorweg verinnerlichen, dass hier sehr viel Detailwissen aus der Rechtsmedizin verarbeitet wird. Die Taten und Obduktionen werden recht anschaulich beschrieben und sind daher nicht für jeden Leser geeignet.

Witzig fand ich, dass Sebastian Fitzek in diesem Thriller einen besonderen Auftritt bekommt. Nicht persönlich, aber in Form seines Kinderbuches „Pupsy und Stinky“.
Dieser Einschub erfolgt nebenbei und Unwissenden fällt er vielleicht gar nicht auf. Mir gefiel diese Geste sehr.

Für mich ist „Abgeschlagen“ der perfekte Auftakt zu einer neuen True-Crime-Reihe.

Da das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger endet, warte ich nun ungeduldig auf die Fortsetzung.

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Rezension “Schlachtenlärm in Vertikow” von Frank Friedrichs – DichtFest Verlag

  • Broschiert: 306 Seiten
  • Verlag: DichtFest; Auflage: 1 (1. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946937225
  • ISBN-13: 978-3946937227
  • D: 10,90 Euro

Inhalt:

Der dritte Vertikow-Krimi von Frank Friedrichs, der dritte Fall für Peer Wesendonk.
Auf einem historischen Schlachtfeld wird die Leiche eines jungen Soldaten gefunden – mit Armbanduhr und Turnschuhen. Nicht genug damit; der Tote ist der Ex-Freund von Peers Ärztin. Und von Peers Orgelschülerin! Hat eine von ihnen einen Mord aus Eifersucht begangen?
Wieder einmal sind Peers Ermittlungkünste gefragt – nein, eigentlich gerade nicht. Hauptkommissar Drewermann verbietet ihm, sich in den Fall einzumischen. Was Peer natürlich nicht davon abhält …

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Der Autor:

1969 wurde Frank Friedrichs in Hamburg geboren und ist bis zu seinem 38. Lebensjahr nicht weit von dort weggekommen. Seine Kindheit und Jugend hat er zwar streng genommen in Schleswig-Holstein verlebt – aber nur einen Steinwurf von der Hamburger Stadtgrenze entfernt. Wenn er so gut hätte werfen können.

Mit 25 zog es ihn dann wieder in die Großstadt – um lange zu studieren (Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, ein bisschen Psychologie, Alte Geschichte und Archäologie), ein Vokalensemble zu gründen, als Journalist und Arzthelfer zu arbeiten und den Mann fürs Leben kennenzulernen.

2007 hat er dann endlich seinen Bestimmungsort gefunden: ein winziges Dorf in Mecklenburg. Und weiß seitdem, dass die Hamburger nicht einmal erahnen können, wie viel Himmel es um sie herum gibt …

Natur, Landleben, Idylle – das fließt auch immer wieder in seine Bücher ein.
Vor allem seine Krimi-Reihe widmet sich diesem Thema. Sie spielt in einem fiktiven Dorf in West-Mecklenburg, nicht weit von seinem eigenen Wohnort. Und sie fängt jede Menge Mecklenburg ein: Natur, Landleben, Idylle … und den typisch mecklenburgischen Menschenschlag, der es einem Ermittler nicht immer leicht macht, an Informationen zu kommen – vor allem, wenn der Ermittler der eigene Nachbar ist …
Viele Infos zur Krimireihe, zu Vertikow, seinen Bauten und der Umgebung gibt es unter www.vertikow.de

Quelle: Amazon

Rezension:

Peer Wesendonk ist wieder auf Ermittlertour.


Natürlich gibt es auch einen Toten und die Umstände geben Rätsel auf. Für Peer ist dieser Fall sehr speziell, ist doch der Tote der Exfreund seiner Ärztin sowie seiner Orgelschülerin. Beide Frauen hätten ein Motiv, doch wären sie wirklich dazu in der Lage, einen Mord zu begehen? Wird Peer dieses Mal seine Ermittlungen objektiv abschließen können?

Die ländliche Idylle trügt und wieder einmal lüftet Peer die Schleier des schönen Scheins.
Auch die Familie des Toten scheint einige Geheimnisse zu hüten. Jedoch versucht die Polizei Peers Ermittlungen zu unterbinden. Ihm wird förmlich verboten, sich einzumischen. Doch Peer lässt sich davon nicht abschrecken.

Ich verspreche Euch, es wird wieder turbulent.

Wer die Krimis von Frank Friedrichs bereits kennt, darf sich wieder auf witzige Dialoge sowie seinen hintergründigen Humor freuen.

Ich liebe die schrulligen, markanten Charaktere, die Frank Friedrichs für Vertikow entworfen hat. Ein wenig überspitzt und doch so real, versprechen die neuesten Ereignisse in dem kleinen Ort Spannung bis zum Schluss.

Als Leser lebt man förmlich in Vertikow und wird zu einem Teil dieser Gemeinde.

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Leseabend mit Felix Leibrock zu seinem Buch “Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne”


Ich habe ja vor Kurzem das neue Buch von Felix Leibrock „Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne“, erschienen im Europa Verlag, vorgestellt. Hier kommt ihr zu meiner Rezension https://zwiebelchens-plauderecke.de/2019/07/18/rezension-nur-im-dunkeln-leuchten-dir-sterne-von-felix-leibrock-europa-verlag/.

Nun lud mich der Autor zu seiner Lesung in die Thalia Buchhandlung nach Jena ein. Gern bin ich dieser Einladung gefolgt.

Schon zu Beginn ergab sich eine Besonderheit. Felix Leibrock wurde erstmals durch seine Frau, Kathrin Leibrock, im Namen der Thalia begrüßt. Trotz Aufregung meisterte sie diesen Part souverän und herzlich.

Was mich erwartete, war ein abwechslungsreicher und informativer Abend.
Wie gewohnt las Felix Leibrock weniger aus seinem Roman, denn das Erleben der Geschichte und das eigene Leseerlebnis sollten uns ja erhalten bleiben. Vielmehr begab er sich auf eine sehr persönliche Ebene mit seinem Publikum.

Mit Witz und einem großen Erzähltalent führte uns Felix Leibrock an seinen Protagonisten Stalter heran. Mal nachdenklich, mal humorvoll und mit einer Fülle an interessantem Faktenwissen, näherten wir uns der Geschichte an.
Alle Besucher der Lesung erhielten spannende Hintergrundinformation zur Entstehung der Buchidee und den persönlichen Parallelen zu den eigenen Lebenserfahrungen des Autors.

Als Ehrengast hatte sich Felix Leibrock mit Imkerprofi Max Reschke einen guten Freund an seine Seite geholt.

Kann man das Leben und die Struktur eines Bienenstocks mit unserem Gesellschaftssystem vergleichen? In gewisser Hinsicht schon und bei genauerem Nachdenken, sind uns diese Tiere in einigen Bereichen des Zusammenlebens weit voraus.

Welche Ähnlichkeiten sich zwischen unserem gesellschaftlichen Leben und dem Aufbau eines Bienenstocks ergeben, ließ mich schmunzeln, gab mir aber auch viele Denkanstöße mit auf den Weg.

Lieber Felix, vielen Dank für diesen schönen und gelungenen Leseabend sowie die tolle Widmung für mein Buchexemplar.

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Rezension “Das Verschwinden des Josef Mengele” von Olivier Guez – Buch Aufbau Verlag – Hörbuch Der Audio Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag GmbH (10. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Nicola Denis
  • ISBN-10: 9783351037284
  • ISBN-13: 978-3351037284
  • ASIN: 3351037287
  • Originaltitel: La disparition de Josef Mengele
  • D: 20,00 Euro
  • Audio CD
  • Verlag: Der Audio Verlag (31. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3742407562
  • ISBN-13: 978-3742407566
  • D: 12,99 Euro

Inhalt:

Auf den Spuren des Bösen – der Sensationsbestseller aus Frankreich

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

“Olivier Guez schuf mit diesem bekannten Verfahren eine phantastische neue Romanform.“
Frédéric Beigbeder in Le Figaro magazine

Quelle: Amazon

Der Autor:

Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, schreibt als Journalist u.a. für die F.A.Z., Le Monde und die New York Times. Sein Roman »Das Verschwinden des Josef Mengele« wurde in Frankreich zur Sensation, stand auf der Shortlist des Prix Goncourt und war Gewinner des Prix Renaudot.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ärzte im Dritten Reich, Humanmediziner, die entgegen der Berufung dieses Berufes handelten. Wie kann es sein, dass Menschen, die sich dem Helfen und Heilen verpflichtet haben, die uns bekannten Verbrechen an Menschen vollbringen konnten? Was muss passieren, damit das Gewissen und die Ethik verloren gehen und Grausamkeiten selbst vor Kindern nicht Halt machen? Einer von Ihnen war Josef Mengele.

War es die Faszination der Forschung, die jede menschliche Regung gegenüber den Opfern versiegen lies? Wir werden es nie erfahren. Josef Mengele wurde für seine Taten nie zur Verantwortung gezogen. Er musste nie Rede und Antwort stehen.

Josef Mengele gelang die Flucht in ein Land, in dem die Diktatur Kriegsverbrechern wie ihm, Absolution erteilte und ein neues Heim bot. Argentinien, ein Land, in dem Menschen wie Josef Mengele neu beginnen konnten und ihren Ideologien weiter nachgehen durften. Gestützt von der Familie, anderen Gleichgesinnten und einem fundamentierten finanziellen Polster war es ihm möglich, sich ein neues Leben aufzubauen.

Das Verschwinden des Josef Mengele ist ein Tatsachenroman mit fiktiven Elementen. Fiktiv, wenn es um die Gedanken- und Gefühlswelt des geflüchteten Josef Mengele geht. Dieser Mann zeigte nie Reue, fühlte sich lediglich missverstanden und zu Unrecht verfolgt.

Ich kann nur hoffen, dass ihm die Geister der Vergangenheit und die stetige Angst, entdeckt zu werden, wirklich den Schlaf raubten, seine Seele auf eine ganz eigene Art belasteten. Ich wünsche mir, dass dieses Leben ihm keine Erfüllung brachte.

Oliver Guez zeigt auf, wie Tätern des Dritten Reiches die Flucht nach Südamerika gelang, wie sie in einem Land wie Argentinien frei und von der Diktatur geschützt leben durften. Er zeigt, welch großes NS-Netzwerk auch noch viele Jahre nach dem Ende des Krieges seine Fäden spinnen konnte. Welche Verbrechen in diesem Land verborgen vor der Welt weiter begangen wurden. Erschreckend, wenn man sich all diese Tatsachen noch einmal verinnerlicht.

Das Hörbuch wird grandios von Burghart Klaussner als Sprecher getragen. Er transportiert die Worte von Oliver Guez beeindruckend und intensiv zum Hörer.

Ein Thema, mit dem wir uns auch heute noch intensiv auseinandersetzen sollten und müssen.

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Rezension “Das schöne Leben und der schnelle Tod” von Michael Wildenhain – FISCHER Sauerländer

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1. (13. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737356211
  • ISBN-13: 978-3737356213
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Zwei Jungs. Ein Mädchen. Und nur ein Weg: Rache

Am Ende der Sommerferien zieht Gabor, Mathegenie und Gamer, mit seiner Mutter in eine neue Stadt. In der Brennpunkt-Schule gibt ein Junge den Ton an: Mozart, aus reichem Hause stammend, der eine Gruppe Klassenkameraden wie eine Leibgarde um sich versammelt. Mozarts Erzrivale ist der bleich geschminkte Luzius. Und dann ist da noch die elfenhaft schöne Fee. Sie weiß, warum Mozart und Luzius sich bekriegen. Es geht um ein Mädchen, ein heimlich gedrehtes Video, um Erpressung. Was noch niemand weiß: Es geht um Rache.
Das hier ist kein Computerspiel. Es ist das Leben.

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Der Autor:

Michael Wildenhain ist Autor von Romanen und Theaterstücken sowie von Kinder- und Jugendbüchern, über die er gern persönlich mit Schülern ins Gespräch kommt. Er arbeitet darüber hinaus als Fußballtrainer für Jugendliche. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet und für den Leipziger Buchpreis 2015 und den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert. Michael Wildenhain wurde 1958 geboren und lebt in Berlin.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich lese sehr gern Jugendbücher und es gibt auf dem Buchmarkt sehr viele Jugendromane, die mit Tiefgang und großem Unterhaltungswert aufwarten.

Michael Wildenhain versprach mit „Das schöne Leben und er schnelle Tod“ ein ebensolches literarisches Werk vorzulegen. Der Klappentext hatte mich aufgrund des Settings und der Thematik sofort angesprochen, und ich ging mit großen Erwartungen an dieses Leseerlebnis. Doch was blieb nach den letzten Zeilen übrig?

Nicht viel. Ich habe mich ehrlich gesagt, durch die Seiten gequält.

Die Charaktere blieben farblos und berührten mit emotional nur wenig. Die Interaktionen zwischen den Personen bleiben gefühllos, kalt. Das, was die Geschichte ausgemacht hätte, wird nur oberflächlich angeritzt und verläuft so im Nirgendwo.

Die Handlung selbst entbehrt jeglicher Glaubwürdigkeit und wirkt wie ein buntes, nicht zusammengehörendes Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stilen und Themengruppen. Wollte der Autor zu viel auf zu kleinem Raum? Für mich wurde eine gute und solide Grundidee verschwendet und Michael Wildenhain hat es verpasst, diese umzusetzen.

Ich habe schon verstanden, worauf der Autor hinauswollte, doch hat er es mit diesem Buch nicht geschafft, seine Botschaft zu transportieren.

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Rezension “Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung (Die Geheimnisse von Oaksend-Reihe, Band 1)” von Andrea Martin – cbj Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: Originalausgabe (25. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570176134
  • ISBN-13: 978-3570176139
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • D: 13,00 Euro

Inhalt:

Robin & Melvin – zwei Freunde wie Monsterspucke und Hortensiensaft

Robin kann es nicht fassen, als eines Nachts Melvin vor ihm steht. Ein echtes Monster, mitten in seinem Zimmer! Und er selbst hat es gerufen! Als angehendes Schutzmonster (Warmblut, Europäisch-Langhaar, Blue Tabby) ist es Melvins Aufgabe, seinen Schützling vor Unheil jeder Art zu bewahren. Und das hat Robin auch dringend nötig. Nur was, wenn die bekannte Welt plötzlich aus den Fugen gerät? Mit seinem Hatchpatch, einer Art magischem Expresstunnel, schafft es Melvin, seinen Freund zunächst in Sicherheit zu bringen. Doch Melvin ist nicht das einzige Monster in Oaksend und nicht alle Monster kommen in guter Absicht …

Oaksend ist ein magischer Ort. Unweit der kleinen Stadt, beim alten Druidenstein, gibt es laut einer Sage eine Verbindung zwischen der Menschenwelt und der Mentora, der Welt der Monster. Robin ahnt davon nichts, bis er eines Tages aus Versehen einen Notruf absetzt und damit das Tor öffnet zu einem Kosmos erstaunlicher Kreaturen und dunkler Geheimnisse, wie er sie bislang nur aus seinen Träumen kannte.

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Die Autorin:

Andrea Martin hatte schon als Kind den Verdacht, dass hinter den Dingen viel mehr steckt, als allgemein behauptet wird. Sie wuchs in den USA, Österreich und Deutschland auf. Nach einer Ausbildung zur Grafikerin gründete sie 1995 eine Fachagentur für Medizin und Kommunikation, wo sie als Art-Direktorin, Grafikerin und Illustratorin arbeitet und Marketingstrategien für Kunden aus der Medizin- und Pharmabranche entwickelt. »Die Geheimnisse von Oaksend« ist ihr fantastisches Debüt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich habe zwei neue Freunde gefunden. Der eine ist ein kleiner Junge, der viel mutiger ist, als er selbst bisher angenommen hat. Der andere ist knuddelig wie ein Plüschtier, absolut liebenswert und hat den Namen Monster gar nicht verdient. Aber halt, Melvin ist ja ein Schutzmonster. Ich bin zwar schon erwachsen, doch ein Schutzmonster wie Melvin hätte ich auch gern an meiner Seite.

Robins Großvater ist die einzige Familie, die Robin noch hat. Der kleine Junge sehnt sich nach Liebe und Zärtlichkeit. Sein Großvater ist ein verbitterter, trauriger Mann, der Angst vor Nähe und tieferen Gefühlen hat. So versorgt er seinen Enkel zwar, lässt ihn aber emotional verhungern. Dabei bemerkt er auch nicht, dass sich Robin zu einem Außenseiter entwickelt und keine Freunde hat.

Als eines Tages Melvin in Robins Leben tritt verändert sich schlagartig alles. Die beiden finden auf wundersame Weise zueinander und verstehen sich vom ersten Tag an. Sie passen gegenseitig aufeinander auf, helfen sich gegenseitig aus der Patsche und stehen füreinander ein.

Die Bewohner von Oaksend sind teilweise skurril und nicht immer das, was sie nach außen hin scheinen. Meine beiden Freunde haben einige Geheimnisse zu lüften und knifflige Situationen zu überstehen. Lasst Euch überraschen.

Dieses Buch ist fantasievoll, sensibel, witzig und steckt voller Abenteuer. Der Schreibstil ist dem empfohlenen Lesealter angepasst, sehr flüssig und dennoch nicht ohne Anspruch. Ich finde es toll, wenn auch Kinderbücher komplexer gestaltet sind und die jüngeren Leser im Denken gefordert werden. Wir älteren Leser dürfen noch einmal Kind sein und es in vollen Zügen genießen.

Warmherzig und voller Abenteuer ist “Die Monsterprüfung” ein absolutes Wohlfühlbuch und der perfekte Auftakt für eine neue Kinderbuchreihe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Rezension “Eine Liebe, in Gedanken” von Kristine Bilkau – Luchterhand Literturverlag

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag; Auflage: Originalausgabe (12. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783630875187
  • ISBN-13: 978-3630875187
  • ASIN: 3630875181
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

“Eine Liebe, in Gedanken” erzählt von Liebe und Lebenslügen, von den Hoffnungen und Träumen der im Krieg geborenen Generation, vom Gefühl des Aufbruchs und Umbruchs der Sechziger Jahre. Kristine Bilkau hält uns einen Spiegel vor: Wie viel Intensität, Risiko und Schmerz lassen wir zu, wenn es um unsere Gefühle und Beziehungen geht?

Hamburg, 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander gemacht. Sie teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen die Welt kennenlernen, anders leben und lieben als ihre Eltern. Edgar ergreift die Chance, für eine Außenhandelsfirma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Nach einem Jahr der Vertröstungen löst Toni die Verlobung. Sie will nicht mehr warten und hoffen, sondern endlich weiterleben.

Tonis und Edgars Leben entwickeln sich auseinander, doch der Trennungsschmerz zieht sich wie ein roter Faden durch beide Biographien. Toni lebt in dem Konflikt zwischen ihren Idealen von Freiheit und Unabhängigkeit und dem Wunsch, sich zu binden, um Edgar zu vergessen. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei? Wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Quelle: Amazon

Rezension:

Der Tod der Mutter wirft  ihre Tochter aus der Bahn. Beim Vorbereiten der Trauerfeier kommen erste Erinnerungen hoch. Die Auflösung der Wohnung ist ein harter Schnitt. Erinnerungen mischen sich mit Schuldgefühlen und Bedauern. Fragen, die für immer unbeantwortet bleiben.

Wir finden zwischen den Zeilen immer wieder einen Teil von uns selbst. Parallelen zu unseren eigenen Emotionen und Beweggründen.

Philosophisch, liebevoll und bildhaft treten wir ein in das Leben zweier Frauen. Die Liebe zwischen Mutter und Tochter ist wie ein zarter Hauch, der den Leser ständig umweht.

Dabei bleibt Kristine Bilkausprachlich wieder recht spartanisch. Es sind die leisen Töne, mit denen die Autorin virtuos spielt und die richtigen Seiten in uns zum klingen bringt.

Die Autorin erzählt zwei Geschichten parallel.

In der Hauptgeschichte geht es um Trauerbewältigung. Dieser Part ist ihr sehr gut gelungen und sie konnte mich in der Gefühlswelt der trauernden Tochter, mit all ihren Gefühlen und Gedanken sehr gut verankern.

Dagegen ist zwar die Lebensgeschichte von Toni und Edgar interessant, führt sie uns doch in eine Zeit des Aufbruchs, von Neuanfängen und Veränderungen. Das Gesellschaftsbild ist bildhaft gezeichnet. Dennoch bleibt die Liebe zwischen den beiden recht blass. Die Liebesbriefe und Dialoge entbehren der für mich wichtigen Gefühlstiefe. Ihre Handlungen sind zu vorsichtig und passen nicht zu zwei jungen Leuten in dieser Zeit. Es ist, als würden sie sich nicht wirklich gestatten zu leben.
Viele aufgeworfene Fragen finden im Laufe der Handlung leider keine Antworten.

Für mich musste sich “Eine Liebe, in Gedanken” an dem besonderen Debüt von Kristin Bilkau „Die Glücklichen”messen lassen, welches mich sehr beeindruckte.

Leider hat der neue Roman meine diesbezüglichen Erwartungen nicht ganz erfüllen können.

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Rezension “Katergericht” von Heike Wolpert – Gmeiner Verlag

  • Taschenbuch: 279 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (10. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839225396
  • ISBN-13: 978-3839225394
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

Zwei Todesfälle in zwei Tagen. Suizid oder Mord? Die Toten, ein verurteilter Mörder und sein Anwalt, hatten schon von Berufs wegen nicht nur Freunde. Bei den Ermittlungen kommt Kommissar Flott immer wieder sein Kater in die Quere. Die neugierige Spürnase hat ihre ganz eigenen Methoden und Motive, Nachforschungen anzustellen: Keiner schöpft Verdacht, wenn Kater Socke Gespräche belauscht oder sich in fremden Wohnungen umsieht. So ist er seinem Besitzer oft einen Schritt voraus.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Heike Wolpert, geboren 1966 in Bad Mergentheim, lebt und arbeitet seit 1990 in Hannover. Abwechslung vom Alltag als Businessanalystin in einer großen Landesbank findet sie im Schreiben von Krimis. Dann taucht sie ein in die aufregende Welt des tierischen Schnüfflers Kater Socke, der nun bereits in seinem dritten Fall ermittelt. Kater Socke gibt es übrigens tatsächlich, seit 2011 lebt er bei der Autorin und sorgt, in seiner typisch kätzischen Art, für immer neue, tierisch spannende Krimi-Ideen.

Quelle: Amazon

Rezension:

Der Mord an einem gerade entlassenen Häftling gibt Kommissar Peter Flott Rätsel auf. Hinzu kommt kurz darauf der als Selbstmord getarnte Mord an dessen ehemaligem Strafverteidiger Stefan Zweibold. Die Fäden laufen bei dem Kleinkriminellen Kai Krüger zusammen, der bisher nur durch gewaltlose Verbrechen auffiel. Doch welches Motiv hätte dieser, um gleich zwei Morde zu begehen?

Die Ermittlungen verlaufen vorerst ins Leere und der gemeinsame Urlaub von Peter Flott und Chris steht auf der Kippe.

Kater Socke, der sonst seinem Kommissar gern einmal unter die Arme greift, ist auch abgelenkt. Ihm macht das Verschwinden seiner Freundin Mimi zu schaffen. Hier muss die „Katzenpolizei“ ran.

Auf den ersten Blick haben beide Fälle nichts miteinander gemein. Doch rasch kristallisiert sich heraus, dass hier wohl doch ein Zusammenhang besteht. Kater Socke mischt sich in die Ermittlungen ein und taucht auch schon einmal an einem menschlichen Tatort auf. Am Ende ist er allen einen Schritt voraus.

Heike Wolpert hat einen wunderbaren Cosy-Krimi mit sehr prägnanten Protagonisten erschaffen. Die tierischen und menschlichen Ermittler haben alle ihre Eigenheiten, Ecken und Kanten, so wie im richtigen Leben.

Wir treffen als Leser auf ein amüsantes Zusammenspiel von Mensch und Katze.

Aus eigener Sicht kann ich sagen, dass sich der 4. Teil dieser Krimireihe sehr gut auch als Einzelbuch – ohne Kenntnis der vorherigen Bände – lesen lässt. Ich wünsche gute Unterhaltung.

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Rezension “Die Lieferung” von Andreas Winkelmann – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 3. (18. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499275171
  • ISBN-13: 978-3499275173
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Der neue Thriller von Bestsellerautor Andreas Winkelmann: Seit Wochen hat Viola das Gefühl, verfolgt zu werden. Es ist, als klebe ein Schatten an ihr – immer, wenn sie sich umdreht, ist er verschwunden. Bildet sie sich das nur ein? 
Ihre Freundin ist die einzige, die ihr glaubt. Doch dann meldet sie sich plötzlich nicht mehr. 
Viola bleibt jetzt abends lieber zu Hause. Zum Glück gibt es ja Netflix und den Lieferdienst. 
Die Pizza, die er bringt, wird für immer unangetastet bleiben…
Der Hamburger Polizeikommissar Jens Kerner hat einen merkwürdigen Fall auf dem Tisch: Eine bleiche, verstörte und vollkommen unterernährte Frau wurde in den Harburger Bergen aufgegriffen. Als er sie verhören will, stirbt sie. Gemeinsam mit seiner Kollegin Rebecca kommt er einem Täter auf die Spur, der so perfide ist, dass es alle Vorstellungen übersteigt. Als die beiden begreifen, mit wem sie es da zu tun haben, ist es schon fast zu spät…

Quelle: Amazon

Der Autor:

Andreas Winkelmann wurde im Dezember 1968 in Niedersachsen geboren. Er arbeitete als Soldat, Sportlehrer, freier Redakteur und Taxifahrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er veröffentlicht beim Rowohlt Verlag und ist einer der erfolgreichsten deutschen Thriller-Autoren, seine Bücher werden in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in einem einsamen Haus am Waldrand in der Nähe von Bremen, und wenn er nicht in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge, wandert am Polarkreis oder fischt und jagd mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. Mehr über Andreas Winkelmann erfahren Sie auf: www.andreaswinkelmann.com

Quelle: Amazon

Rezension:

Andreas Winkelmann ist mit “Die Lieferung” erneut ein solider und spannender Thriller gelungen. Schon auf den ersten Seiten wird der Spannungsbogen enorm hochgehalten. Er flaut zwar anschließend ein wenig ab, doch wer auch Wert auf die Interaktionen der Protagonisten legt, ist hier gut aufgehoben. Unerwartete Wendungen halten den Leser fest und erhöhen die unheimlich anmutende Atmosphäre.

Jens und Rebecca sind ein tolles Team, die sich perfekt ergänzen. Nicht immer beachten sie die Vorschriften und schlagen unkonventionelle Wege ein. Wunderbar ausgearbeitete Charaktere, die man sofort mag und mit denen die Ermittlungen Spaß machen.

Dabei ist der zu lösende Fall weniger blutlastig. Andreas Winkelmann bewegt sich gekonnt auf der psychologischen Ebene, um so eine beklemmend düstere Atmosphäre zu erzeugen. Er verwendet unsere Urängste und erzeugt so das absolute Gänsehautfeeling.

Die Ereignisse werden aus drei Perspektiven beleuchtet. Denen der Opfer, des Täters und der Ermittler. So erfährt man mehr über die Gedanken- und Gefühlswelt der Beteiligten. Der Spannungsbogen bewegt sich hierdurch stetig. Gerade der Blick in die Vergangenheit des Täters und die daraus entstandenen Auswirkungen für die Gegenwart, fand ich interessant.

Wer am Schluss noch das Verlangen nach einem Lieferservice hat, der muss starke Nerven besitzen. Denn wer weiß, wer wirklich an der Tür klingelt…

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