Rezension “Winter des Wahnsinns” (Eiskalte Thriller) von Veit Etzold – Knaur Taschenbuch

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 112 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 2. Edition (3. Mai 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426527685
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426527689
  • D: 8,00 Euro

Inhalt:

HP Lovecraft, der »schwarze Prinz« und eine Wahrheit, der man besser nicht zu nahe kommt:
»Winter des Wahnsinns« ist ein eiskalter Thriller von Bestseller-Autor Veit Etzold.

Ist es Zufall, der Professor Charles Ward in einer alten Buchhandlung zu einem gebrauchten Reiseführer greifen lässt, der mit seltsamen Notizen kommentiert wurde? Als Fan von HP Lovecraft ist der Professor sofort Feuer und Flamme für die Geister-Geschichte, die die Notizen erzählen:
Auf einem mysteriösen Berg in Schottland soll der Geist des für seine Grausamkeit bekannten »schwarzen Prinzen« umgehen – und wenn man den Berg exakt am 21.12. aufsuche, so würde der Geist des Prinzen Einblick in kosmische Geheimnisse gewähren, die kein Mensch zuvor erfahren hat.
Doch als Professor Ward versucht, mehr über den Mann herauszufinden, der die Notizen verfasst hat, öffnet er damit dem wahren Horror die Tür zu seinem Leben …

Manche Geister lässt man besser ruhen: Mit »Winter des Wahnsinns« hat Veit Etzold (Clara-Vidalis-Thriller) einen echten Horror-Thriller geschrieben, der nicht nur Fans von HP Lovecraft begeistern wird.

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Der Autor:

Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften.

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Rezension:

Auch Veit Etzold hat sich an den „Eiskalten Thrillern“ aus dem Droemer Knaur Verlag beteiligt. Wer jedoch wie gewohnt einen psychologisch verzwickten, Gänsehaut entwickelnden Thriller erwartet, wird leider enttäuscht.


In „Winter des Wahnsinns“ bewegt sich der Autor eher in Richtung Horror und auch hier möchte ich mein Veto einlegen. Ich bin mir bezüglich der Zuordnung dieser Story nicht schlüssig. Wirklich gegruselt habe ich mich eigentlich nicht.

Diese Geschichte enthält eine Vielzahl an mystischen, dunklen Elementen, die sich mit der schottischen Geschichte verbinden. Viele Passagen waren durchaus interessant und haben mich immer wieder zum Weiterlesen motoviert. Die Grundidee gepaart mit alten Artefakten und verborgenen Flüchen hat durchaus Potential. Das Ende wurde von Veit Etzold dann recht gut gestaltet und eine Erklärung für die mysteriösen Vorgänge geliefert.

Dennoch ist bei mir der Funke nicht wirklich übergesprungen. Das nötige Quäntchen Spannung ging nach einem vielversprechenden Anfang leider verloren.

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Rezension “Mörderfinder – Die Spur der Mädchen” von Arno Strobel – FISCHER Taschenbuch

  • Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 3. Edition (24. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3596700515
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596700516
  • D: 15,99 Euro

Inhalt:

Max Bischoff, begnadeter Fallanalytiker, kennt das Böse von Angesicht zu Angesicht –
Der neue Psycho-Thriller von Nr. 1-Bestseller-Autor Arno Strobel

Seine Zeit beim KK 11 in Düsseldorf ist Geschichte. Jetzt fängt Fallanalytiker Max Bischoff an der Polizeihochschule in Köln neu an. Bildet die aus, die so gut werden wollen wie er. Aber die Fälle finden ihn trotzdem.

Als ihn der Vater der seit sechs Jahren verschwundenen Leni Benz um Hilfe bittet, will Max sofort ablehnen. Aber er merkt, dass er es nicht kann. Zu viele Fragen sind ungeklärt im Fall der Grundschülerin, die auf dem Schulweg verschwand und nie mehr gesehen wurde.

Doch wieso taucht jetzt Lenis Ranzen wieder auf, steht an seinem Platz in ihrem Elternhaus, als sei nichts geschehen? Wie kann das sein, nach all der Zeit? Und vor allem: Weshalb gibt es so viele Parallelen zu einem aktuellen Fall? Max begibt sich auf die Spur des Täters …

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Der Autor:

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

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Rezension:

Max Bischoff ist wieder da. Der Auftakt dieser neuen Reihe verspricht mit Band 1 bereits Hochspannung.

Dieses Mal hat Max Bischoff es mit verschwundenen Kindern und Kindesmissbrauch zu tun. Der Kriminalist ist so tief in im verankert, dass er gar nicht anders kann, als diesen Fall zu übernehmen. Dabei bewegt er sich an der Grenze der erlaubten Polizeiarbeit. Bleiben ihm doch als privaten Ermittler Wege offen, die er sonst nicht hätte beschreiten können.

Kein leichtes Thema, mit dem uns der Autor hier konfrontiert. Arno Strobel hat dies jedoch sehr gut umgesetzt und einen spannenden Fall mit einigen Wendungen vorgelegt. Gewohnt geschickt konstruiert, hält er von Beginn an das Spannungslevel hoch.

Arno Strobel versteht es gekonnt, immer wieder Zweifel an den gewonnenen Erkenntnissen zu säen. Der Fall ist sehr komplex und der Beginn für die aktuellen Ereignisse reicht viele Jahre zurück in die Vergangenheit.

Max Bischoff brilliert auch hier mit seinem analytischen und empathischen Verstand. Sich in die Gedankenwelt eines Verbrechers hineinzuversetzen und dabei nicht selbst verloren zu gehen, ist faszinierend. Als Leser dürfen wir dies hautnah miterleben. Dabei ist Max Bischoff nicht frei von Selbstzweifeln. Dies bringt ihn uns auf persönlicher Ebene sehr nah.

Dieser Thriller endet in einem durchdachten Showdown, bei dem zwar der Täter gestellt und das Verbrechen gelöst wird, wir jedoch auch mit ein wenig Wehmut zurück bleiben.

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Rezension “Augen ohne Licht: Thriller (Eiskalte Thriller)” von S. K. Tremayne – Knaur Taschenbuch

  • Taschenbuch : 96 Seiten
  • Herausgeber : Knaur TB; 1. Edition (3. Mai 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • übersetzt von : Susanne Wallbaum
  • ISBN-10 : 3426527669
  • ISBN-13 : 978-3426527665
  • D: 8,00 Euro

Inhalt:

Vom Schlimmsten, was in einer Nacht passieren kann – ein Kurz-Thriller von S. K. Tremayne, dem britischen Star-Autor der “Eisigen Schwestern” und der “Stimme”

Eine Frau erwacht in einem vollkommen dunklen, stillen Raum. Es ist ihr unmöglich festzustellen, wo sie ist. Da keinerlei Licht an ihre Augen dringt und ihre Ohren nicht das geringste Geräusch wahrnehmen, fragt sie sich in ihrer Panik, ob sie erblindet oder plötzlich taub ist. Ganz langsam aber kann sie winzige Unterschiede in der Finsternis erkennen; winzige Lichtmengen scheinen sich manchmal in den Raum zu verirren. Sie weiß jetzt, sie muss weg von diesem schrecklichen Ort. Aber wer hat sie dort hingebracht? Wer hält sie gefangen? Und warum?

S.K. Tremayne schrieb diesen spannenden Kurz-Thriller exklusiv für seine deutschen Fans.

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Der Autor:

S.K. Tremayne wurde in Devon geboren und lebt heute in London. Sein ursprünglicher Beruf als Reisejournalist bringt es mit sich, dass er die Schauplätze seiner Romane bestens kennt. Ihm gefällt es dort, wo normale Orte plötzlich bedrohlich werden – und wo das Unheimliche ins Leben normaler Menschen tritt. Sein erster Thriller Eisige Schwestern wurde sofort zum Bestseller. Heute werden seine Bücher in dreißig Sprachen übersetzt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Erwachen in völliger Dunkelheit, in einem fremden Zimmer eingesperrt. Eine grauenhafte Vorstellung für mich. Doch genau das passiert unserer Protagonistin.

Es beginnt eine Art Escape Room Spiel. Immer wieder tauchen Verdachtsmomente auf. Sie fühlt sich verhöhnt und verspottet. Schon am Ende ihrer Kräfte, hilft ihr nur der Gedanke an ihre Tochter. Für sie muss sie stark sein und einen Ausweg finden.

Ein psychologisch starkes Büchlein aus der Serie „Eiskalte Thriller“ ist mir da in die Hände gefallen. S. K. Tremayne gehört zu meinen Lieblingsautoren. Und auch mit diesem Kurzthriller erleben wir das absolute Gänsehautfeeling. Es sind die Gedanken und Ängste, die wir gemeinsam mit der Ich-Person erleben, die ein inneres Grauen verursachen. Die Hilflosigkeit, das Ohnmachtsgefühl sind sehr präsent. Es ist, als würden ihre Empfindungen direkt unter unsere Haut kriechen.

Mit dem Ende überrascht der Autor und lässt diese Geschichte sehr nah an jeden Einzelnen herankommen.

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Rezension “Ein letzter erster Augenblick” von Holly Miller – Blanvalet Verlag

  • Broschiert : 496 Seiten
  • Herausgeber : Blanvalet Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (17. Mai 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • übersetzt von: Astrid Finke
  • ISBN-10 : 3764507330
  • ISBN-13 : 978-3764507336
  • Originaltitel : The Sight of You
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Würdest du dich für die große Liebe entscheiden, wenn du wüsstest, wie sie endet?

Seit seiner Kindheit lebt Joel als Einzelgänger, der niemanden in sein Herz lässt. Nicht weil er das will – sondern weil er muss. Denn Joel hat Träume. Träume, die ihm die Zukunft der Personen zeigen, die er liebt. Oft weiß er schon Tage, Monate oder sogar Jahre im Voraus, was den Menschen um ihn herum passieren wird. Doch erzählen kann er es niemandem.
Callie träumt schon immer von den schönsten Orten dieser Welt, doch nach dem Tod ihrer besten Freundin lebt die junge Frau zurückgezogen und nimmt an den aufregenden Momenten des Lebens stets nur als stille Beobachterin teil. Das alles soll sich verändern, als sie Joel trifft und sich die beiden unsterblich ineinander verlieben.
Bis Joel von Callies Zukunft träumt …

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Die Autorin:

Holly Miller ist im englischen Bedfordshire geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Studium arbeitete sie unter anderem als Marketingleiterin, Redakteurin und Werbetexterin, ihre wahre Leidenschaft galt aber schon immer dem Schreiben von Geschichten. Die Autorin lebt mit ihrem Partner und ihrem Hund in Norfolk. »Ein letzter erster Augenblick« ist ihr erster Roman.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wer nach einer gefühlvollen und berührenden Liebesgeschichte sucht, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

“Ein letzter erster Augenblick” lebt durch die Gefühlsphären, in die wir beim Lesen gleiten. Dabei ist die Geschichte eher ruhig, mit kleinen mystisch anmutenden Elementen. Das Ende ist absehbar, traurig schön und doch genauso, wie es sein sollte.
Holly Miller hat mich mit ihrem flüssig, warmen Schreibstil absolut überzeugen können.,

Callie und Joel haben beide keine leichte Vorgeschichte und scheinen nicht bereit für eine Beziehung. Dennoch passen sie wunderbar zusammen und können sich der gegenseitigen Anziehung nicht entziehen. Jedoch wird rasch klar, so sehr sie sich lieben, um glücklich zu werden, müssen sie einander loslassen. Haben sie dennoch die Chance auf eine glückliche Zukunft?

Holly Miller lässt uns eine Liebe erleben, die tief berührt. Es ist eine Geschichte vom Suchen, Finden und Loslassen. Wer dieses Buch liest, sollte unbedingt eine Packung Taschentücher in der Nähe haben.

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Rezension “Fräulein Gold: Der Himmel über der Stadt (Die Hebamme von Berlin, Band 3)” von Anne Stern – Rowohlt Verlag

  • Broschiert : 480 Seiten
  • Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch; 2. Edition (21. April 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • ISBN-10 : 3499004313
  • ISBN-13 : 978-3499004315
  • D: 16,00 Euro

Inhalt:

Band 3 der Erfolgsserie um die Berliner Hebamme Hulda Gold – packend und bewegend

Berlin, 1924. Hulda Gold arbeitet in der neuen Frauenklinik in Berlin-Mitte und versorgt dort die Frauen und ihre Neugeborenen. Die Geburtshilfe ist modern, Berlin am medizinischen Puls der Zeit. Doch es kommt zu einem tragischen Todesfall: Eine junge Schwangere stirbt bei einer Operation, die ausgerechnet der ehrgeizige Chef-Gynäkologe Egon Breitenstein durchführt.
Zufällig stößt Hulda auf Ungereimtheiten, die einen üblen Verdacht keimen lassen. Die Mauer des Schweigens, die sich in der Klinik aufbaut, ist für die Hebamme aber kaum zu durchdringen. Ein Dickicht aus Ehrgeiz und falschen Ambitionen umgibt die Ärzte, die bereit sind, ihr männliches Imperium zu verteidigen – wenn nötig, bis zum Äußersten.

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Die Autorin:

Anne Stern wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik promovierte sie in deutscher Literaturwissenschaft und arbeitete als Lehrerin und in der Lehrerbildung. Sie hat als Selfpublisherin bereits erfolgreich historische Saga-Stoffe veröffentlicht.

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Rezension:

Hulda Gold ist eine sehr eigene Persönlichkeit. Unkonventionell, mutig und sehr fortschrittlich ist sie eine Hebamme, auf die sich die Frauen immer verlassen können. Ein wenig spröde wirkt Hulda. Doch für mich verbirgt sie so nur ihre Unsicherheit im Umgang mit den Menschen in ihrem privaten Umfeld. Hulda trägt ihr Herz am rechten Fleck, steht immer für andere ein. Nur in ihrem eigenen Leben hat sie noch nicht den richtigen Platz für sich gefunden.

Dies ist bereits der dritte Teil rund um Hulda Gold. Es war wieder spannend, zu beobachten, wie sich Hulda verändert. Nebenbei erfahren wir sehr viele interessante Fakten zur Entwicklung und dem Fortschritt der Medizin.

Gerade durch ihre Arbeit als Hebamme, sind für Hulda die sozialen Unterschiede ständig präsent. Hinzu kommen die Arroganz und Ignoranz der Götter in Weiß, für die sie nur die kleine Hebamme ist. Die Rolle der Frauen in der Medizin befindet noch ganz am Anfang.
Sich unbesehen unterzuordnen ist für Hulda keine Alternative. Doch gerade durch ihr unerschrockenes Eingreifen, selbst wenn sie sich dadurch selbst schadet, rettet Hula am Ende Leben.

Neben Hulda erfahren wir endlich auch ein wenig mehr über Frau Wunderlich und Bert. Beide sind mir sehr ans Herz gewachsen. Huldas Beziehung zu Kommissar North dagegen steht immer mehr auf der Kippe, obwohl die romantische Leserseele hier immer noch auf eine Wendung hofft. Auch zu Karl North gibt es spannende Neuigkeiten.

Kriminalistisch plätschert die Handlung dieses Mal etwas vor sich hin. Weniger spannend ist der dritte Teil aber nicht. Bildhaft und vor allem sehr lebendig nimmt uns Anne Stern mit in das Berlin der 1920er Jahre. Das Flair dieser Epoche wird von der Autorin wunderbar eingefangen. Allerdings nimmt der Antisemitismus bereits immer mehr zu und auch Hulda muss sich immer öfter gegen Anfeindungen wehren.

Mir gefallen die Studien der unterschiedlichen Charaktere und die damit verbundenen Erzählstränge sehr. Der Blick auf das Leben in den Goldenen Zwanzigern ist interessant und Anne Stern hat zwei weitere liebenswerte Personen lebendig werden lassen, von denen wir hoffentlich noch mehr lesen werden.

Ich freue mich bereits auf die versprochene Fortsetzung.

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Rezension “Drei Morde für die MörderMitzi: Alpenkrimi” von Isabella Archan – Emons Verlag

  • Taschenbuch : 336 Seiten
  • Herausgeber : Emons Verlag (27. Mai 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • ISBN-10 : 3740811099
  • ISBN-13 : 978-3740811099
  • D: 13,00 Euro

Inhalt:

Ein Kriminalroman aus dem Herzen der Alpen: herrlich schräg und umwerfend tödlich. Mitzi hat einen Draht zu merkwürdigen Menschen. Die neue Freundschaft zu dem Mann, der vor nicht allzu langer Zeit als naiver Enkeltrickbetrüger entlarvt wurde, hat sie nun allerdings selbst hinter Gitter gebracht. Denn der Mann ist inzwischen mausetot, erschlagen – und Mitzis Fingerabdrücke waren am Tatort. Als es ihr gelingt, aus der U-Haft freizukommen, beginnt für Mitzi und ihre Freundin Inspektorin Agnes Kirschnagel eine atemlose Suche nach dem wahren Täter, die sie quer durchs Alpenland führt. Doch der Gesuchte bleibt nicht tatenlos, aus dem Mord wird eine Mordserie, und auch Mitzi schwebt in höchster Gefahr.

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Die Autorin:

Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen.

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Rezension:

Wer Mitzi bereits kennt, darf sich auf noch turbulentere Abenteuer freuen.
Wer von Mitzi bisher nichts gehört hat, sollte dies schleunigst nachholen. Ihr habt dabei sogar den Vorteil gleich alle drei Bände rund um Mitzi und Agnes hintereinander weg lesen zu können, denn seit heute gibt den dritten Band „Drei Morde für die MörderMitzi” überall im Handel zu kaufen.

Dieses Mal trifft es unser kleines Unikum wirklich hart. Einerseits muss Mitzi einen schmerzlichen Verlust verarbeiten, steht aber gleichzeitig unter dem Verdacht, gleich drei Morde begangenen zu haben. Irgendwie zieht sie das Unheil und eigenartige Mitmenschen an wie ein Magnet. Nur gut, dass Mitzi sich nicht so rasch in die Ecke drängen lässt und mit Agnes eine wahre Freundin hinter ihr steht. Mitzi versteht es hervorragend, immer wieder in verfahrene und gefährliche Situationen zu geraten. Bei diesen Fällen müssen wir sogar um ihr Leben bangen.

Mitzi und Agnes bilden ein herrliches Ermittlerduo voller Gegensätze. Mitzi, die Quasselstrippe, quasselt sich um Kopf und Kragen bzw. bringt die Verbrecher mit dieser liebevoll naiven Art total durcheinander. Agnes ist die Besonnene, die die losen Fäden aufsammelt und Ordnung ins Chaos bringt.

Überraschende Wendungen, originelle Ideen, schwarzer, aber auch tiefsinniger Humor und rasante Szenen, ließen mich nur so durch die Seiten fliegen. Ein besonderer Lichtblick bildet für mich Mitzis Pflichtverteidiger, Jakob Sparroder. Der Name ist nicht zufällig und mir hat dieser kauzige, aber durchaus kompetente Menschenkenner sehr gefallen.

Bei Isabella Archan läuft mein Kopfkino auf Hochtouren. So bildgewaltig, wie die einzelnen Szenen vor meinen Augen auftauchten, mochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und fieberte dem Fortgang der Ermittlungen entgegen.

Es war ein Vergnügen, mit Mitzi und Agnes auf Verbrecherjagd zu gehen. Nach einem ruhigen Beginn, bleibt man nach der letzten Seite atemlos zurück. Der Showdown hat es noch einmal in sich.
Ich habe mehrmals um Mitzis Leben gefürchtet. Aber auch Agnes verändert sich. Bei ihr bin ich auf die kommenden Entwicklungen gespannt.

Isabella, es wird doch hoffentlich noch weitere mörderische Fälle rund um und mit Mitzi geben, oder?

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Rezension “Kaltes Land: Ein Fall für Sabine Yao (Eiskalte Thriller)” von Michael Tsokos – Knaur TB

  • Taschenbuch : 112 Seiten
  • Herausgeber : Knaur TB; 2. Edition (3. Mai 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • ISBN-10 : 3426527650
  • ISBN-13 : 978-3426527658
  • D: 8,00 Euro

Inhalt:

Auftritt Sabine Yao: ein authentischer und knallharter Kurz-Thriller von Rechtsmediziner und Bestseller-Autor Michael Tsokos

Berlin, Treptowers, BKA-Einheit „Extremdelikte“: Ein Anruf reißt Rechtsmedizinerin Sabine Yao jäh aus ihrem Arbeitsalltag im Sektionssaal. Ihre seit Tagen verschollene Tante wurde im Umland von Kiel tot aufgefunden. Die Kollegen in der Kieler Rechtsmedizin, darunter auch Yaos ehemaliger Lebenspartner, gehen von einem unnatürlichen Tod aus. Yaos Chef, Professor Paul Herzfeld, führt einige Telefonate mit der Kieler Staatsanwaltschaft, um ihr sehr unbürokratisch Akteneinsicht in den Todesfall zu gewähren. Noch am selben Abend reist die Berliner Rechtsmedizinerin zu ihrer Familie nach Kiel. Ausgerechnet ihre introvertierte, allein lebende Tante Johanna soll ermordet worden sein? Und während Yao erkennt, wie wenig sie doch von ihrer Tante wusste, schließt sich um sie ein Kreis gnadenloser Gewalt …

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Der Autor:

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher sind allesamt Bestseller. Einige seiner True-Crime-Thriller und Sachbücher wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung erfolgreich verfilmt. Weitere TV-Produktionen sind in Arbeit.

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Rezension:

Im Droemer Knaur Verlag sind vor Kurzem sechs Short-Reads erscheinen. Drei dieser spannenden Thriller möchte ich Euch in den kommenden Wochen vorstellen und beginnen werde ich mit „Kaltes Land“ von Michael Tsokos.

Ein Thriller auf gerade einmal 110 Seiten, kann das funktionieren? Ich bin das Wagnis eingegangen, wobei ich sagen muss, mit einem Autor wie Michael Tsokos fiel mir dies nicht schwer.

Wer die Fred-Abel-Reihe kennt, ist mit Sabine Yao bereits vertraut. Sie steht dieses Mal im Focus. Dieser Fall ist persönlich und trifft die Rechtsmedizinerin hart. Der Thriller kann problemlos auch ohne irgendwelche Vorkenntnisse gelesen werden.

Die Geschichte legt von Beginn an ein recht hohes Tempo vor und lässt an Spannung nichts von einem Thriller mit normaler Länge vermissen. Mit dem Hintergrund, dass die Begebenheiten auf wahren Ereignissen basieren, ist das Gänsehautgefühl präsent.

Gemein ist der Cliffhanger am Schluss. Hier lässt Michael Tsokos unser Gedankenrad weiterlaufen und auf eine Fortsetzung hoffen.

Die Idee der Short-Reads ist toll. Kleine Lesehäppchen für zwischendurch, bei denen man auch bei knapper Zeit einmal der Wirklichkeit entfliehen kann. Die Aufmachung der einzelnen Cover ist toll und jedes Büchlein ein kleiner Hingucker. Das kommt bei der Abbildung der Bücher gar nicht so rüber. Einziger Wehmutstropfen ist der recht stattliche Preis von 8,00 Euro.

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Rezension “Der erste letzte Tag: Kein Thriller” von Sebastian Fitzek – Droemer HC

  • Broschiert : 272 Seiten
  • Herausgeber : Droemer HC; 2. Edition (28. April 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • ISBN-10 : 3426283867
  • ISBN-13 : 978-3426283868
  • D: 16,00 Euro

Inhalt:

Ein ungleiches Paar.
Eine schicksalhafte Mitfahrgelegenheit.
Ein Selbstversuch der besonderen Art.
WAS GESCHIEHT, WENN ZWEI MENSCHEN EINEN TAG VERBRINGEN, ALS WÄRE ES IHR LETZTER?

Ein Roadtrip voller Komik, Dramatik und unvorhersehbarer Abzweigungen von Deutschlands Bestsellerautor Nr. 1 Sebastian Fitzek – mit zwei skurrilen, ans Herz gehenden Hauptfiguren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich – mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!

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Der Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt „Die Therapie” (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in sechsunddreißig Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt.
Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

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Rezension:

Sebastian Fitzek beweist mit diesem speziellen Roadtrip seine Vielseitigkeit. Dass er nicht nur spannende Psychothriller schreiben kann, hat er mit seinen Kinderbüchern bereits gezeigt.

Livius und Lea könnten verschiedener nicht sein. Livius, der verklemmte, biedere Lehrer und Lea, das junge flippige Mädchen aus gutem Hause, scheinen auf den ersten Blick wie Feuer und Wasser. Der erste Eindruck kann bekanntlich täuschen und so entdecken die beiden auf ihrer unfreiwilligen, gemeinsamen Fahrt mehr Gemeinsamkeiten als gedacht. Aus der anfänglichen Ablehnung wird Zuneigung.

“Der erste letzte Tag” hat mich lachen, weinen und frustriert aufstöhnen lassen. Die Szenen sind herrlich überspitzt, die Thematik lässt nicht kalt und hat mich mehr als einmal zum Grübeln gebracht.
Man möchte zwischendurch gern eingreifen, erlebt witzige Episoden oder sitzt weinend vor den Buchseiten. Dramatische Begegnungen und herzerwärmende Szenen wechseln sich ab. Wir begegnen skurrilen Personen, erleben tiefgründige Gespräche und bekommen einen besonderen Blick auf die Welt.

In diesem Buch steckt so viel Lebensfreude, dass ich dem grauen Alltag gemeinsam mit Livius und Lea kurzzeitig entfliehen konnte. Das Ende ist typisch für Sebastian Fitzek. Wenn Du glaubst, an dieser Stelle endet die Geschichte, zaubert er eine Überraschung hervor, die auch ich so nicht erwartet hätte.

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Rezension “Wie Träume im Sommerwind” von Katharina Herzog – Rowohlt Verlag

  • Broschiert : 352 Seiten
  • Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (18. Mai 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • ISBN-10 : 3499275252
  • ISBN-13 : 978-3499275258
  • D: 12,99 Euro

Inhalt:

Von der Ostsee nach Südengland – eine große Liebe und ein Geheimnis, das zwischen zwei Schwestern steht.

Es ist ein bezaubernder Ort – der Rosenhof auf Usedom, der sich seit Generationen im Besitz der Familie Jung befindet. Anders als ihre Schwester hat es Emilia auf der Ostseeinsel nach der Schule aber nicht mehr ausgehalten, und sie ist nach Paris gegangen.
Doch dann hat Clara einen schweren Autounfall und bittet ausgerechnet sie, sich um ihre beiden Kinder zu kümmern. Emilia ist mit dieser Aufgabe vollkommen überfordert. Außerdem steht die Rosengärtnerei kurz vor der Insolvenz. Als sie herausfindet, dass ihre Schwester nach Kent reisen wollte, um dort nach Wegen zu suchen, den Familienbetrieb zu retten, fliegt sie zusammen mit Claras bestem Freund Josh und ihrer rebellischen 13jährigen Nichte Lizzy ins Land der Rosen. Ihre Reise führt die drei vom berühmten Sissinghurst Garden über die Domstadt Canterbury bis zu dem kleinen Küstendorf St. Margaret´s at Cliffe.
Emilia stößt dabei nicht nur auf eine verschollen geglaubte Rose, sondern auch auf die Geschichte einer großen, verbotenen Liebe. Und auch lange vergessene Gefühle für Josh erwachten erneut …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Katharina Herzog ist die deutsche Autorin für Liebesromane mit Fernweh-Garantie. Sie liebt es, ihre Leser an Sehnsuchtsorte wie Amrum, die Amalfiküste, Juist und New York zu entführen und diese Schauplätze auch selbst zu bereisen. Mit ihren Romanen schrieb sie sich nicht nur in die Herzen ihrer Leser, sondern eroberte auch die Bestsellerlisten. Katharina Herzog lebt mit ihrer Familie, Pferd und Hund bei München und plant schon ihre nächste Reise.  

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Rezension:

Rosen sind für uns ein Symbol für Liebe und Romantik. Sie bilden in Katharina Herzogs neuem Roman eine wundervolle Kulisse.

Ein Unglück bringt verborgene Geheimnisse, alte Sehnsüchte und Wahrheiten ans Licht. Clara und Emilia scheinen wie Feuer und Wasser. Dennoch besteht zwischen den Schwestern auch über die Jahre und eine räumliche Entfernung hinweg eine enge Bindung. Claras Unfall lässt alte Wunden aufbrechen.

Die Frauen der Familie sind in “Wie Träume im Sommerwind” sehr präsent. Die Männer bildeten für mich eher das schmückende Beiwerk.

Ich mag Bücher, die mich zu einem neuen Hobby inspirieren oder Nachforschungen zu verschiedenen Themen verleiten. So fand ich die Passagen über Düfte und Emilias Begabung richtig spannend. Ich hätte mir jedoch noch ausführlichere und intensivere Einblicke gewünscht.

Das Schicksal von Clara hat mich sehr berührt.
Die bittersüße Liebesgeschichte, die Clara umgibt und an der wir teilhaben dürfen, hat mir besonders gefallen. Dagegen fehlte mir bei Emilia und Josh eine gewisse Tiefe. Ich blieb ihrer Beziehung gegenüber distanzierter.

Während der Handlung hat man immer das Gefühl, als würde ein leichter Rosenduft im Raum schweben. Die zwei Zeitebenen verschmelzen gut miteinander und lassen sich prima nachvollziehen. So kommt man Stück für Stück der Vergangenheit auf die Spur und kann die Fäden in der Gegenwart aufgreifen.

“Wie Träume im Sommerwind” ist ein sommerlich leichter Roman für romantische Lesestunden.

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Rezension “Der Trotzkopf” von Emmy von Rhoden – Hörbuch gelesen von Heike Makatsch – cbj Audio – Nostalgie für Kinder

  • Herausgeber : cbj audio; Gekürzte Lesung Edition (19. Oktober 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Illustration: Max Meinzold
  • Sprecherin: Heike Makatsch
  • ISBN-10 : 3837152685
  • ISBN-13 : 978-3837152685
  • Lesealter : 10 Jahre und älter
  • D: 11,69 Euro

Inhalt:

Turbulente Internatsabenteuer, Streiche, Mädchenfreundschaften und die erste große Liebe

Ein Klassiker der „Backfisch-Literatur“, der Generation für Generation weitergegeben wird: Der „Trotzkopf“, die ungestüme und freche Ilse, wird vom elterlichen Hof ins Internat geschickt. Hier soll sie, die bisher eher wild aufgewachsen ist, standesgemäß erzogen werden. Nach ersten Eingewöhnungsschwierigkeiten findet Ilse schnell enge Freundinnen, mit welchen sie Streiche schmiedet, aber auch die traurigen Seiten des Lebens kennenlernt. Die großen Gefühle und die Natürlichkeit des „Trotzkopfs“ begeistern bis heute ungebrochen.

Gekürzte Lesung mit Heike Makatsch
5 CDs, 5h 45min

Quelle: Amazon

Die Autorin / Sprecherin:

Emmy von Rhoden (1829-1885) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb zahlreiche Erzählungen, die im „Familienbuch des österreichischen Lloyd” und in der Berliner Zeitschrift „Victoria” veröffentlicht wurden. Ihr Roman „Der Trotzkopf. Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen” wurde wenige Wochen nach ihrem Tod veröffentlicht und ein riesiger Erfolg, der bis heute anhält. Er gehörte als sog. „Backfisch-Roman“ über Generationen hinweg zur Standard-Lektüre heranwachsender Mädchen. Aufgrund des Erfolgs verfasste Emmy von Rhodens Tochter Else Wildhagen zwei Fortsetzungen: „Aus Trotzkopfs Brautzeit” und „Aus Trotzkopfs Ehe”. Die niederländische Schriftstellerin Suze la Chapelle-Roobol (1855-1923) beendete den Trotzkopf-Zyklus schließlich mit dem Band „Trotzkopf als Großmutter”. 

Heike Makatsch, geboren 1971 in Düsseldorf, hat sich 1996 mit ›Männerpension‹ als Film- und Theaterschauspielerin etabliert. Sie wurde u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis, dem Bambi und der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Die Mutter dreier Töchter lebt in Berlin.

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Rezension:

„Der Trotzkopf“ zählt zu einem meiner liebsten Jugendbücher. Hier bündeln sich viele Kindheitserinnerungen und ich gerate in nostalgische Schwärmereien. Dabei kam ich das erste Mal mit der Buchreihe rund um Ilse mit einer alten Ausgabe des Buches „Trotzkopf als Großmutter“ in Berührung. Fasziniert hat mich damals, dass dieses Buch eines der wenigen aus den Kindheitstagen meiner Oma war, die liebevolle Aufmachung und natürlich die Herausforderung das Buch in Slytherin zu lesen.

Jetzt hat der cbj Verlag eine nostalgische Hörbuchreihe ins Leben gerufen, die hoffentlich noch um weitere Hörbücher erweitert wird. „Anne auf Green Gables“ habe ich auf dem Blog bereits vorgestellt. Mit „Der Trotzkopf“ wartet ein neues wunderbares Hörerlebnis auf Euch. Die von Emmy von Rhoden geschriebene Geschichte ist ein Klassiker der „Backfisch-Literatur“.

Von Heike Makatsch wunderbar und facettenreich gelesen, fand ich mich mitten im Geschehen wieder. Dabei lief vor meinen Augen ein Film ab und ich sah die Szenen aus der gleichnamigen Weihnachtsserie (Ja, so alt bin ich schon…) regelrecht vor mir. Besonders die Intonierung von Nellie hat es mir hier angetan. Die Klangfarbe wurde perfekt getroffen. Sie war schon immer meine Lieblingsfigur.

„Der Trotzkopf“ ist auf eine gewisse Art zeitlos. Ungestüm, lebensfroh und doch nicht befreit von den traurigen Seiten des Lebens, sind wir mit Ilse unterwegs. Trotzphasen durchleben wir alle irgendwann einmal und später mit unseren Kindern noch einmal. Die Gefühlswelt eines jungen Mädchens wird in greifbare Bilder gepackt und kann auch heute noch begeistern.

Die Klangfarbe und Sprache in der das Buch 1885 geschrieben wurde, blieb bei dieser Neuauflage als Hörbuch erhalten und sichert so ein wundervolles Hörerlebnis.

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