Rezension “Offline – Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.” von Arno Strobel – FISCHER Taschenbuch

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2. (25. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596703948
  • ISBN-13: 978-3596703944
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.
Der neue Psycho-Thriller von Bestseller-Autor Arno Strobel

Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.

Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen …

»Bei Arno Strobels Thrillern brauchen Sie kein Lesezeichen, man kann sie sowieso nicht aus der Hand legen. Packend und nervenzerreißend!« Sebastian Fitzek

Quelle: Amazon

Der Autor:

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Quelle: Amazon

Rezension:

Uns ist gar nicht wirklich bewusst, wie sehr wir von unserer modernen Technik in Abhängigkeit geraten sind. Ohne Handy, PC oder Internet fühlen wir uns hilflos und ganz ehrlich, viele Dinge lassen sich offline kaum noch lösen.
Es beginnt für unsere Kinder bereits in der Schulzeit. Die Vorschriften besagen, dass der Vertretungsplan abends noch einmal per Internet abgeglichen werden muss. Wer am nächsten Tagen nicht die vollständigen Unterlagen parat hat, bekommt einen Eintrag oder schlechte Noten.

Arno Strobel hat diesen Aspekt unseres Lebens perfekt aufgegriffen. Hinzu kommt ein einsam gelegenes und eingeschneites Hotel hoch oben in den Bergen, abgeschnitten von jeglicher Zivilisation und Hilfe. Was verbergen die einzelnen Teilnehmer dieser speziellen Detox-Tour?

Der Einstieg ist mysteriös und unheimlich, man muss einfach weiterlesen. Das Setting ist toll gewählt und ich weiß nicht, ob ich zukünftig eine Reise in ein Berghotel ohne Gruselfaktor antreten kann.
Die Charaktere sind breit gefächert und undurchschaubar. Manch einer wächst über sich selbst hinaus, andere wiederum zeigen ihre dunkle Seite. Jeder scheint verdächtig.

Dieser Abenteuerausflug wird zum echten Gänsehautschocker. Was den Opfern angetan wird, möchte man sich nicht in seinen Alpträumen vorstellen. Atmosphärisch, unheimlich und spannend, so hat mich Arno Strobel mit dieser Story absolut in seinen Bann gezogen.

Wer nach dem Lesen von “Offline” gut schlafen möchte, sollte diesen Thriller lieber in einem Rutsch lesen, sonst wird dies schwierig.

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Rezension “Die Frau des Zoodirektors” – Eine Geschichte aus dem Krieg von Diane Ackerman – Heyne Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (31. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Christine Naegele
  • ISBN-10: 3453270827
  • ISBN-13: 978-3453270824
  • Originaltitel: The Zookeeper’s Wife
  • D: 19,99 Euro

Inhalt:

Eine wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg

Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Als Jan und Antonina Żabiński, der Zoodirektor und seine Frau, mitansehen, wie die Nazis in Polen einmarschieren, ist ihr Entsetzen groß. Die jüdische Bevölkerung wird im Warschauer Ghetto zusammengepfercht. Zeitgleich beginnen die Nazis den Zoo für ihre Zwecke zu nutzen, um ausgestorbene Tierarten rückzuzüchten. Als die Nazis den brachliegenden Zoo verlassen, nutzen die Żabińskis die Situation und schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen verstecken. Sie retten ihnen damit das Leben.

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Die Autorin:

Diane Ackerman, geboren am 7. Oktober 1948 in Waukegan, Illinois, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin. In Bezug auf ihre Bücher über Naturgeschichte lässt sich ihr Stil am besten beschreiben als eine Mischung von Dichtung, Erzählung und Populärwissenschaft. Sie unterrichtete an verschiedenen Universitäten einschließlich der Columbia University und der Cornell University. Ihre Essays erscheinen regelmäßig in angesehenen Zeitschriften.

Quelle: Amazon

Rezension:

Diane Ackerman versetzt uns mit ihrer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte nach Polen zur Zeit des 2. Weltkrieges. Das Setting selbst ist ungewöhnlich, denn wir begeben uns in einen Zoo. Die geschilderten Ereignisse beruhen größtenteils auf den Tagebuchaufzeichnungen von Antonia Zabinski, einer mutigen Frau, die sich trotz aller Gefahren dem nazistischen Regime entgegenstellte und viele Menschenleben rettete.

Antonia und Jan führen gemeinsam den Zoo von Warschau. Mit dem Einzug der Deutschen in Polen ändert sich ihr Leben radikal. Jan verhilft Juden aus dem Warschauer Ghetto zu Flucht und versteckt diese in seiner Villa im Zoo. Antonia kümmert sich um die versteckten Juden und trägt gleichzeitig die Verantwortung für ihren kleinen Sohn.

Die Zeiten sind hart und es ist nicht leicht, für alle die Verantwortung zu tragen.
Auch der Zoo ist vor Bombardierungen nicht gefeit und die Menschen leiden unter der Lebensmittelknappheit. Immer von Entdeckung oder Verrat bedroht, müssen Jan und Antonia hilflos zusehen, wie die Nazis im Zoo Jagden veranstalten und die wehrlosen Tiere zum Spaß niederschießen.

Hier beginnt auch meine Kritik am Buch. Die Autorin schweift von der eigentlichen Handlung zu sehr ab und verliert sich in Beschreibungen der Tierpflege, deren Aufzucht und dem Tod der Zootiere. All dies ist natürlich interessant und auch traurig, doch rückt der Focus des Lesers vom ursprünglichen Thema des Naziterrors, der Judenverfolgung, deren Rettung und der gezeigten Zivilcourage ab. Trotz der bedrückenden Ereignisse sind mit die Schilderungen der Autorin oftmals zu idyllisch und verklärt.

Der Schreibstil von Diane Ackerman hat es mir zudem schwer gemacht, eine Verbindung zu ihren Protagonisten aufzubauen. Ihr Tonfall bleibt distanziert und ähnelt dem Charakter eines Sachbuches. An anderer Stelle werden die Ausführungen fast poetisch, was ich als konträr empfand. Etwas mehr Wärme und Einfühlungsvermögen an den richtigen Stellen, hätten dem Roman gut getan.

Nichtsdestotrotz war es eine interessante und wichtige Lektüre für mich, die mir weitere Einblicke in die Geschichte des Holocaust gegeben hat. Es zeigt, wie wichtig der Mut des Einzelnen war und heute noch ist, um für andere Menschen einzutreten. Wie bedeutend kleine Gesten und Handlungen sein können.

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“Lebensgroß: Tiere des Waldes (Nature Zoom)” von Holger Haag (Autor), Manfred Rohrbeck (Illustrator) – Coppenrath Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (19. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649630680
  • ISBN-13: 978-3649630685
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • D: 20,00 Euro

Der Coppenrath Verlag überrascht immer wieder mit kreativen Ideen und wundervoll gestalteten Büchern, die nicht nur Kinder begeistern. Der Verlag schafft eine funktionierende Symbiose zwischen Kinderbuch und einem Buch für diejenigen, die nie wirklich erwachsen geworden sind und den Entdeckungsdrang in sich bewahrt haben.

So auch mit diesem liebevoll und detailliert entworfenen Buch über unsere heimischen Tiere. Ob Wolf, Reh oder Braunbär, die großformatigen Abbildungen wirken lebensecht und die Tiere scheinen zum greifen nah. Die hochwertige Ausführung vermittelt den Eindruck ihrer wahren Größe.

Zusätzliches Wissen über Lebensraum, Nahrung und Körperbau z. B. Pfotenabdrücke helfen den kleinen Entdeckern, die Tiere kennenzulernen und besser zu verstehen.

Ich habe das Buch selbst noch nicht im Regal stehen. Doch nachdem mir der Coppenrath Verlag die Informationen und Fotos zu “Lebensgroß – Tiere des Waldes” zur Verfügung gestellt hatte, war ich direkt schockverliebt. Ich musste Euch dieses wundervolle Werk einfach vorstellen.
Bei mir ist es direkt ganz oben auf meine Wunschliste gewandert. Mal sehen, ob der Weihnachtsmann diese liest…

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Rezension “Herbstbunt: Wer nur alt wird, aber nicht klüger, ist schön blöd” von Thomas Gottschalk – Heyne Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (2. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453207068
  • ISBN-13: 978-3453207066
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

Forever young?
Immer lief alles glatt in seinem Leben. Warum sollte sich daran etwas ändern, bloß weil Thomas Gottschalk eines Tages 60 wurde? Für die Figur gibt’s die Mayr-Kur, und Workouts gibt’s für die Fitness. Doch in der zweiten Hälfte der Sechziger wird es unerwartet rumpelig: Der Oberschenkelmuskel gibt den Geist auf; das Haus brennt ab; und nach über 40 Jahren Ehe ist das Zusammenbleiben plötzlich nicht mehr selbstverständlich…
Thomas Gottschalk erzählt vom Älterwerden – nachdenklich, mit viel Humor und großer Offenheit. Seine Botschaft? Optimistisch!

»Ich im Kampf gegen die Vergreisung. Das ist meine letzte große Herausforderung. Ich werde sie bewältigen – top, die Wette gilt!« Thomas Gottschalk

Quelle: Amazon

Der Autor:

Thomas Gottschalk wurde am 18. Mai 1950 in Bamberg geboren. Er startete seine Karriere beim Bayerischen Rundfunk. Mit der Sendung »Na sowas!« gelang ihm der Durchbruch im Abendprogramm des ZDF. 1987 übernahm er das Unterhaltungs-Flaggschiff »Wetten, dass..?« und moderierte bis 2011 151 Sendungen. Gottschalk ist seit 1976 mit Thea verheiratet. Er hat zwei Söhne und zwei Enkel und lebt in Süddeutschland und den Vereinigten Staaten.

Quelle: Amazon

Rezension:

Thomas Gottschalk zählt zu den Ikonen der deutschen Fernsehgeschichte. Dabei wird meistens außen vorgelassen, dass er ebenso erfolgreich und leidenschaftlich im Rundfunk tätig ist. Seine außergewöhnliche Karriere wäre in dieser Art heute wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Ich war auf sein biografisches Buch sehr gespannt, bin ich doch mit der öffentlichen Person, Thomas Gottschalk, in gewissem Sinne aufgewachsen.

Wer jetzt jedoch eine reißerische Privatstory, prominente Schlammschlachten oder ähnliches erwartet, ist hier fehl am Platz. Thomas Gottschalk nimmt uns mit auf eine Reise durch die vergangenen Jahrzehnte und lässt uns an seiner Gedankenwelt teilhaben. Ich empfinde die Art, wie er dieses Buch aufgebaut und geschrieben hat, wohltuend. Er ist offen und ehrlich, zumindest soweit, wie er sich selbst nicht schadet, wie er mehrmals betont. Wir erleben mit ihm Stationen, die ihn geprägt haben und dürfen an Erinnerungen teilhaben, die ihm wichtig sind.

Viele Gedanken, konnte ich nachempfinden. Auch meine Kinder werden gewisse Dinge oder Erlebnisse, die mir sehr viel bedeuten und mich an eine unbekümmerte Kindheit erinnern, gar nicht oder nur noch wage nachvollziehen können, da sie diese nie mehr so erleben werden. Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert, wobei leider auch Vieles, was für uns, unsere Eltern oder Großeltern wichtig war bzw. noch ist, für unsere Kinder einfach nicht mehr greifbar ist.

Mit 69 Jahren blickt Thomas Gottschalk auf ein turbulentes Leben zurück. Seine Privatsphäre hat er immer geschützt, was ich an ihm über die Jahre hinweg geschätzt habe. Zwischen den Zeilen fühlt man den Familienmenschen in ihm und wie wichtig ihm dieser Mittelpunkt in seinem Leben ist.

Er musste sich gegen Anfeindungen wehren, den Herausforderungen, die die Digitalisierung auch der Fernsehbranche brachte stellen, Verluste ertragen und lernen, dass das Leben immer wieder Überraschungen bereit hält. Auch er ist nicht gefeit vor Eitelkeiten oder den Zipperlein des Älterwerdens. Dabei hören die Wünsche und Träume, die es sich noch zu erfüllen gilt, nicht auf.
Es geht hier nicht um den Talkmaster, der uns vom Podium sein lächelndes Gesicht zeigt, sondern den Mann Thomas Gottschalk, mit allen Ecken und Kanten, die ein jeder von uns mit sich führt.

Ich habe diesen Ausflug sehr genossen. Mal nachdenklich, manchmal ein wenig wehmütig, aber eben auch in seinem gewohnt lockeren Tonfall, bringt er uns den Menschen hinter dem Namen Thomas Gottschalk näher. Witzige Anekdoten, in denen er es versteht, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, gehen einher mit kritischen, teils ein wenig bissigen Anmerkungen zum Weltgeschehen oder Begebenheiten seines Alltags.

Für mich hat dieses Buch die Sympathie, die ich für Thomas Gottschalk empfinde, bestärkt. Danke für diese interessanten Einblicke.

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Rezension “Die Schwestern vom Ku’damm: Wunderbare Zeiten” – (Die 50er-Jahre-Trilogie, Band 2) – von Brigitte Riebe – Wunderlich Verlag (Rowohlt Verlag)

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 1. (17. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805203349
  • ISBN-13: 978-3805203340
  • D: 19,95 Euro

Inhalt:

Aufbruch, Petticoats und Rock ‘n’ Roll – drei Schwestern und ihr Kaufhaus am Ku’damm in turbulenten Zeiten.
Teil 2 der packenden 50er-Jahre-Trilogie von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe.

Berlin, 1952: Man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku’damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der dunklen Zeit des Krieges nur eins: das Leben in vollen Zügen genießen. In den Wirtschaftswunderjahren laufen die Geschäfte ohnehin bestens, das Kaufhaus Thalheim bietet die neueste Mode an. Petticoats und Nylonstrümpfe, dazu feine Kollektionen aus Italien. So träumt Silvie ihren eigenen Traum: als Rundfunkredakteurin beim RIAS Karriere zu machen.
Doch seit ihr Zwillingsbruder aus dem Krieg heimgekehrt ist, hat sich die Dynamik in der Familie verändert. Oskar soll das Unternehmens leiten, gibt sich aber lieber dem Rausch durchfeierter Nächte hin. Als dann auch noch ein verhasster Konkurrent die Geschäfte torpediert und den Thalheims alles zu nehmen droht, wird Silvie klar, dass sie Verantwortung für das Kaufhaus und ihre Familie übernehmen muss…

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 2018 erschien der Auftakt ihrer großen 50er-Jahre-Trilogie über drei Schwestern und ihr Kaufhaus am Ku’damm: “Jahre des Aufbaus” dreht sich um die älteste Thalheim-Tochter Rike. Band 2, “Wunderbare Zeiten”, erzählt die Geschichte der mittleren Schwester Silvie. Der dritte Teil, “Tage der Hoffnung”, widmet sich Nesthäkchen Florentine. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Quelle: Amazon

Rezension:

Nach “Jahre des Aufbaus” war ich schon sehr gespannt, wie es mit der Familie Thalheim und ihrem Modehaus in Berlin weitergeht. Ich mochte die Entwicklung, die die Familie Thalheim während des Krieges und der Zeit danach nahm.
“Wunderbare Zeiten” fügt sich nahtlos an das Geschehen an.

Die Dynamik der Geschwister ist spannend und erlebt im zweiten Teil dramatische Wendungen.
Dieses Mal dreht sich alles um Silvie. Silvie hat sich vom Modekaufhaus Thalheim ein wenig abgenabelt und arbeitet mit Herzblut beim Radiosender RIAS. Ihre Sendung “Stimmen” ist beliebt und sie versucht durch ihre Arbeit an Veränderungen mitzuwirken. Sie ist der Bauchmensch der Familie. Wo Rike nach gründlicher Überlegung rein nach dem Verstand agiert, handelt Silvie nach ihrem Gefühl, einfach intuitiv. Dabei trifft sie nicht immer die richtigen Entscheidungen für sich selbst. Doch sie ist immer für ihre Familie da, verzichtet hierfür zum Teil auch auf eigene Träume und hat ein feines Gespür für das menschliche Naturell. Es fällt ihr schwer, für sich Hilfe zu beanspruchen und niemand weiß um ihre Sehnsüchte.

“…Kein Mann, Kein Haus. Kein Kind…”

Dieses Mantra verfolgt Silvie über einen sehr langen Zeitraum. Gleichzeitig treiben sie ihre Sorgen um ihren Zwillingsbruder zur Verzweiflung. Oskar ist zwar wieder da, doch seine Seele hat arg gelitten. Als er in die Fänge von Brahms gerät, bedeutet dies eine Gefahr für die gesamte Familie.

Nebenbei haben sich die Thalheims sowie Freunde und Verwandte mit den politischen Entwicklungen zwischen Ost und West auseinanderzusetzen. Wir erleben das Weltgeschehen dieser Zeit hautnah mit. Der Aufschwung der Wirtschaft ist spürbar, die Film- und Musikwelt sowie Modestil und das Lebensgefühl der 50er Jahre nehmen uns mit auf eine interessante Zeitreise.

Anfangs musste ich mir den ein oder anderen Charakter wieder neu ins Gedächtnis rufen, doch dann war ich wieder mitten drin in der Familien- und Geschäftswelt der Thalheims.

Im dritten Teil drehen sich die Ereignisse dann um die jüngste Schwester, Florentine. Nach ihren bisherigen Eskapaden bin ich gespannt, wohin sie ihr Weg führen wird.

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Rezension “Es wird Zeit” von Ildikó von Kürthy – Wunderlich Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 4. (20. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • illustriert von Peter Pichler
  • ISBN-10: 3805200439
  • ISBN-13: 978-3805200431
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

«Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht.
«Es wird Zeit» ist eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verlorengehen kann.

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Die Autorin:

Ildikó von Kürthy ist Rheinländerin, Mutter von zwei Söhnen, Journalistin und Kolumnistin bei der Brigitte. Sie lebt mit ihrem Mann und den Kindern in Hamburg, und besonders an Karneval hat sie schlimme Sehnsucht nach ihrer alten Heimat. Ildikó von Kürthys Romane wurden mehr als sechs Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Sie ist eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen, ihr erster Roman «Mondscheintarif» wurde fürs Kino verfilmt, und auch ihre Sachbücher, «Unter dem Herzen», «Neuland» und «Hilde» waren allesamt Bestseller.

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Rezension:

Ildikó von Kürthy hat viele Seiten und zeigt beim Schreiben immer wieder neue Facetten. Ihr unvergleichlicher Humor gepaart mit Tiefgang und Intelligenz verspricht jedes Mal Unterhaltung pur.

In „Es wird Zeit“ stellt sie uns die Fragen: „Was erwarten wir vom Leben? Haben wir es geschafft, unseren Träumen Flügel zu verleihen? Wie schaut unsere Zukunft aus?“

Es kostet sehr viel Mut, loszulassen und einen Neuanfang zu wagen. Aber auch Verzeihen und das Festhalten von schönen Erinnerungen, das Positive im Leben erkennen, gehören dazu.

Judith ist auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, der Gegenwart und einer neuen Zukunft. Aus festen Schemata auszubrechen liegt ihr eigentlich nicht. Doch das Leben nimmt darauf keine Rücksicht und Judith muss entscheiden, wohin sie ihr Weg führen wird, was sie wirklich möchte. Es geht um Geheimnisse, Freundschaften, Familie, Verluste und die Liebe zum Leben.

Ich liebe die ironischen Einschübe von Ildikó von Kürthy. Diese sind oftmals so etwas von wahr und treffen meist genau auf den Punkt. Dabei bleibt sie sensibel, tiefgründig und vor allem ehrlich. Irgendwo finden wir uns in dieser Geschichte alles selbst ein bisschen wieder.

Es ist ein Buch zum Lachen, Lieben und Weinen. Die Autorin spricht uns aus dem Herzen und hat es wieder einmal geschafft, mich wunderbar zu unterhalten.

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Rezension ” Die goldenen Wölfe” (Bd. 1) von Roshani Chokshi – Arctis Verlag

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG (23. August 2019) Sprache: Deutsch
übersetzt von: Hanna CH. Fliedner und Jennifer Thomas
ISBN-10: 3038800260
ISBN-13: 978-3038800262
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
D: 19,00 Euro

Inhalt:

Ein Team aus talentierten Schatzjägern begibt sich zur Zeit der Pariser Weltausstellung 1889 auf die Suche nach einem überaus kostbaren Artefakt. Und was sie finden werden, dürfte die Welt verändern …

Der New York Times-Bestseller von Roshani Chokshi ist laut ‘Booklist’ eine »faszinierende Welt voller Kraft und Magie«.

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Die Autorin:

Roshani Chokshi, geboren 1991, stand mit der Kinderbuchreihe Aru Sha und ihren Fantasy-Romanen The Star Touched Queen und A Crown Of Wishes auf der New York Times-Bestsellerliste. Auf ihren sozialen Kanälen erreicht sie seither eine große Fangemeinde. Chokshi hat indische und philippinische Wurzeln, ist verheiratet und lebt in Georgia.

Quelle: Amazon

Rezension:

Cover und Klappentext haben mich unheimlich neugierig auf die Geschichte von „Die goldenen Wölfe“ werden lassen. Der Beginn dieser Trilogie beherbergt einen Genremix, der mich von Beginn an fesseln konnte. Dabei mag ich nicht einmal alle vorkommenden Stilrichtungen. Jedoch hat es die Autorin perfekt verstanden, diese in sich so zu verweben, dass ich richtig viel Spaß hatte.

Vielschichtige und sehr gut entworfene Charaktere haben mich durch die Handlung begleitet. Ich habe mit ihnen gelacht und gebangt, gehofft, mich verliebt und Tränen vergossen.

Wir bewegen uns in einem alternativen Paris des Jahres 1889. Hier gibt es Magie und unvorstellbare Schätze. Neid, Missgunst und Intrigen pflastern den Weg unserer Helden. Aber auch der Wert von Freundschaft und Zusammenhalt bildet einen wichtigen Grundpfeiler der Geschichte.

Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick hin scheint. Diese Welt ist gefährlich und vereint Elemente der Geschichte, der Gegenwart, Fantay und Mystik miteinander. Auch das Abenteurergen ala Indiana Jones wird bedient. Unsere Helden jagen alten Artefakten und Mythen nach. Ganz nebenbei gilt es die Welt bzw. Menschheit zu retten.

Anfangs konfrontiert uns die Autorin, Roshani Chokshi, mit sehr vielen unterschiedlichen Personen und Gruppierungen. Es hat eine Weile gedauert, bis sich mir die Zusammenhänge vollständige erschlossen haben und ich die Charaktere entsprechend zuordnen konnte. Dies ist auch mein einziger kleiner Kritikpunkt, da sich hier doch der ein oder andere Leser verlieren könnte. Doch mit der Zeit lichtet sich das anfängliche zu geballt wirkende Informationsknäul und wir Leser dürfen in eine magische Geschichte eintauchen.

Das Buch wartet mit vielen Überraschungen und unerwarteten Wendungen auf. Auch ohne den Cliffhanger am Ende, würde ich am liebsten gleich mit dem Lesen des zweiten Teils fortfahren.

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Rezension “Hearts on Fire – Marie” von Friedrich Kalpenstein – Montlake Romance

  • Taschenbuch: 301 Seiten
  • Verlag: Montlake Romance (17. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 2919804693
  • ISBN-13: 978-2919804696
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Im vierten Teil der Reihe heißt es: Frauenpower für die Männer der Wache 21.

Die Montlake Romance-Reihe mit den Top-Autoren Johanna Danninger, Frieda Lamberti, Greta Milán, Friedrich Kalpenstein und Emily Bold geht weiter. Jeder der fünf Bände wurde von einem der Autoren geschrieben.

Retten – Bergen – Löschen – Schützen!

Für Marie gute Gründe, um ihrer Passion zu folgen und den Kochlöffel gegen Feuerwehrhelm und Atemschutzmaske zu tauschen. Als die gelernte Köchin nach ihrer Ausbildung zur Feuerwehrfrau auf die Münchener Wache 21 versetzt wird, ahnt sie noch nicht, dass sie vor Herausforderungen gestellt wird, auf die sie während ihrer Ausbildung nicht vorbereitet wurde. Von den meisten Kollegen wird Marie als erste Frau der Wache mit offenen Armen empfangen. Doch Wachleiter Schiller zeigt sich nicht glücklich darüber, dass ausgerechnet während seiner Amtszeit eine Frau Einzug in die Männerdomäne hält. Als sich Marie auch noch in ihren Kollegen Simon verliebt, ist Schiller nicht die einzige Hürde, die sich ihr in den Weg stellt.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising bei München geboren und lebt heute in der Nähe von Freising im Ampertal. Im Jahr 2007 verfasste er seine erste Kurzgeschichte unter dem Titel »Träum’ mir einen Freund«. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch mit sieben Kurzgeschichten als E-Book. Weitere Kinderbücher folgten.
Seine schriftstellerische Motivation veränderte sich bald und seinen Kinderbüchern folgten humorvolle Romane für Erwachsene. Darin erzählt Kalpenstein schwungvoll und witzig von Situationen, die jeder kennt – vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags eben, denn die besten Geschichten schreibt das Leben.
Der erste Roman »Ich bin Single, Kalimera« erschien 2013 als E-Book im Selbstverlag und wurde im März 2015 von Amazon Publishing in einer neuen Version aufgelegt. Daraufhin folgten die Romane aus der Herbert-Reihe »Wie Champagner«, »Männerferien«, »Alpengriller« und »Gipfelträumer«.
Ebenso erschienen sind die Romane »Das Leben ist kein Zweizeiler« und »Sie haben Ihr Ziel erreicht« und »Gruppentherapie«.
Für den Roman »Gruppentherapie« hat Friedrich Kalpenstein eine interessante Symbiose zwischen Roman und Musik geschaffen. So gibt es erstmals für die Leser zu den Texten im Buch die passende Musik, um in die Partywelt auf Mallorca eintauchen zu können. Friedrich Kalpenstein selbst hat die fünf Titel geschrieben und komponiert. Da lag es nahe, dass er selbst seinem Romanhelden Ben Valdern die Stimme gab.

Quelle: Amazon

Rezension:

Im vierten Teil rund um die Mannschaft der Feuerwache 21 knistert es gewaltig. Das liegt aber nicht allein an den zu bekämpfenden Brandherden.

Erstmals hat es ein weibliches Wesen geschafft, sich in die Männerdomäne hineinzuwagen. Nicht alle sind begeistert und Marie muss einige Fallstricke überwinden, um sich zu behaupten.

Gerade Wachleiter Schiller ist noch vom alten Schlag und in seiner Sichtweise recht angestaubt. Frauen gehören für ihn hinter den Herd, jedoch nicht auf eine Feuerwache. Wird es Marie gelingen, sich durchzusetzen?

Dann ist da noch Maries Kollege Simon, der gleich von der ersten Minute an die Schmetterlinge in ihrem Bauch flattern lässt. Sein Verhalten ihr gegenüber gibt Rätsel auf. Mal ist er warm und liebevoll, dann lässt er Marie abblitzen. Eine Liebe im Geheimen kann nicht gut gehen und ist für Marie keine Option.
Heidi, Maries Freundin, ist mit ihren Tipps auch nicht gerade hilfreich, sorgt dafür aber für manch heitere Situation.
Schafft es Simon, am Ende doch noch zu seinen Gefühlen und zu Marie zu stehen?

Neben allerhand zwischenmenschlichen Verwirrungen, erleben wir auch den turbulenten Alltag auf einer Feuerwache mit. Es gibt lustige, nachdenklich stimmende und im wahrsten Sinne des Wortes feurige Einsätze zu überstehen.

“Hearts on Fire – Marie” ist gefühlvoll, authentisch, witzig und einem gewissen Prickeln zwischen den Zeilen, das man direkt spüren kann.
Ich hatte riesigen Spaß mit Marie, Heidi, Simon und all den anderen. Irgendwie hat jeder einzelne Charakter seine Besonderheiten und ist mir rasch ans Herz gewachsen.

Wer die Männer der Feuerwache 21 noch nicht kennt, sollte dies rasch nachholen. Vincent, Erik und Jonah haben bereits ihre eigene Geschichte bekommen, die von Leo folgt bald.
Aber auch von Bärli würde ich gern mehr lesen. Da könnten doch gut noch einige Geschichten folgen…

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Rezension: “Heaven’s End – Wen die Geister lieben (Heaven’s End-Trilogie)” von Kim Kestner – FISCHER KJB

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1. (24. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737341346
  • ISBN-13: 978-3737341349
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • D: 17,00 Euro

Inhalt:

Wo der Himmel endet, beginnt die Welt der Geister
In Heaven’s End, einem kleinen schottischen Küstenort, lebt die 15-jährige Jojo mit ihrer Familie – der lebenden und der toten. Denn Jojo kann Geister sehen und wohnt mit einer ganzen Horde verrückter Vorfahren unter einem Dach. Von ihrer besonderen Fähigkeit aber darf niemand etwas wissen. Erst recht nicht Zack, der Schulschwarm, dessen funkelnde Augen Jojo blöderweise ganz kribbelig machen. Doch im idyllischen Heaven’s End gehen auf einmal unheimliche Dinge vor sich. Wie lange kann Jojo ihr Geheimnis noch wahren? Und was lauert jenseits der Welt der Lebenden?

Endlos spannend, himmlisch romantisch, teuflisch gut – der grandiose Auftakt einer packenden Ghostfantasy-Trilogie!

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Kim Kestner ist Jugendbuchautorin und schreibt phantastisch-romantische Romane, die Herz und Verstand berühren. Die außergewöhnlichen Themen und die geschickt versponnene Handlung lieben ihre Leser dabei besonders. Der erste Teil der Zeitrausch-Trilogie wurde sicher auch deshalb mit dem Lovelybooks-Leserpreis ausgezeichnet.
Zuvor studierte Kim Kestner visuelle Kommunikation und leitete eine Marketingagentur. Mit dem Schreiben begann sie erst 2010 – irgendwann zwischen dem Windelwechseln ihrer Zwillinge und der Sanierung ihres Hauses. Mittlerweile tragen die Zwillinge Jeans und das Haus ein Dach, unter dem die Familie samt Dackel namens Socke und einem Terrier, der glaubt >Pfui-aus< zu heißen, in der Nähe von Hamburg lebt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wenn ihr Schottland mit seinen Mythen und Legenden, Fantasy und Spannung, mit einer Prise Romantik mögt, dann empfehle ich Euch eine Reise nach Heaven`s End.

Kim Kestner hat einen warmen, flüssigen und locker, leicht zu lesenden Schreibstil. Ihre Charaktere sind vielschichtig und charismatisch. Die Thematik selbst hat mich sofort eingenommen.

Wie wäre es, wenn wir mit unseren verstorbenen Verwandten weiter in Kontakt, diese als Geisterwesen für immer an unserer Seite bleiben könnten? Sicher nicht der Traum von jedem, doch äußerst faszinierend.

Jojo kann die Geister ihrer verstorbenen Verwandten sehen. Mehrere leben sogar bei ihr zu Hause. Das führt natürlich zu einigen turbulenten Szenen und wer glaubt heute noch an Geister!

Jojo ist wunderbar. Ebenso Kate, Benny und Zack. Mit ihnen möchte man gern durch dick und dünn gehen. Alle haben ihre Besonderheiten und sind mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Abenteuerlich und humorvoll bewegen wir uns durch Jojos Welt.

Detailreich, fantasievoll und auch ein wenig düster, darf man sich hier auf eine spannende, warmherzige Geschichte vor einer traumhaften Kulisse freuen. Der fiese Cliffhanger am Ende durfte natürlich auch nicht fehlen und erschwert mir das Warten auf den zweiten Teil noch mehr.

“Heaven´s End – Wen die Geister lieben” ist nicht nur für Zwölfjährige ein absoluter Lesespaß.

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Rezension “Abgeschlagen – Ein Paul-Hersfeld-Thriller” von Michael Tsokos – Knaur Taschenbuch

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 3 (1. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426524384
  • ISBN-13: 978-3426524381
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Der neue True-Crime-Thriller von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und SPIEGEL-Bestseller-Autor Michael Tsokos ist der Auftakt einer neuen True-Crime-Reihe um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, bekannt aus »Abgeschnitten« von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Prof. Schneider, bei der Obduktion einer zerstückelten Frauenleiche überraschend schnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Auch der Sektionsassistent wirkt ungewöhnlich nervös und fahrig. Und tatsächlich taucht kurz darauf das blutverschmierte Mordwerkzeug in einer Kieler Parkanlage auf: eine kunstvoll verzierte Machete. Von den Medien wird Schneider sofort als rechtsmedizinisches Genie gefeiert, sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint reine Formsache. Doch dann gesteht der Hausmeister des Instituts Herzfeld, dass er die Machete schon einmal gesehen hat und dass die tote Frau für ihn keine Unbekannte ist …

»Paul Herzfeld ist zurück! Fesselnd. Packend. Faszinierend. Eine rechtsmedizinische Achterbahnfahrt. Die Vorgeschichte von ‘Abgeschnitten’ mit einem noch höheren True-Crime-Faktor.« Sebastian Fitzek

»Abgeschlagen« basiert auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners.

Entdecken Sie auch die anderen True-Crime-Thriller von Michael Tsokos:
»Abgeschnitten«, verfasst zusammen mit SPIEGEL-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek, sowie die Fred Abel-Reihe »Zerschunden«, »Zersetzt« und »Zerbrochen« zusammen mit Andreas Gößling.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Michael Tsokos, geboren 1967 in Kiel, ist Professor für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Seit 2016 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Seit 2014 ist er zudem Ärztlicher Leiter der ersten Berliner Gewaltschutzambulanz in Berlin-Moabit.

Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und regelmäßig als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für das BKA bei der Identifizierung der Opfer von Terrorangriffen und Massenkatastrophen.

Michael Tsokos ist mit seinen Büchern regelmäßig in den Bestsellerlisten Sachbuch und Belletristik anzutreffen.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wir erleben in „Abgeschlagen“ den jungen Paul Herzfeld in seinen Anfängen als Assistenzarzt. Schon zu dieser Zeit besitzt er ein untrügliches Gespür für Zusammenhänge und kleinste Details.

Sein Chef, Prof. Schneider, ist bereits zu Beginn der Handlung unsympathisch und seine Handlungen erscheinen recht suspekt.

Für den Leser verhärtet sich rasch ein Verdacht, wer hinter den Verbrechen steckt. In „Abgeschlagen“ geht es nicht direkt um die Tätersuche, vielmehr um das warum, die Spurensuche und die Aufklärung.

Ein Gänsehautfaktor ist immer wieder, dass wir als Leser wissen, dass allen Fällen wahre Begebenheiten zu Grunde liegen und Menschen wirklich zu derartigen Handlungen fähig sind.

Vielschichtige Figuren in einer spannenden Story fesseln den Leser an die Zeilen. Geschickt eingewobene Perspektivwechsel sorgen für Abwechslung. Packend und emotional wird mit Paul Herzfeld ermittelt und gebangt. Für den liebenswerten Ermittler wird es dieses Mal sehr persönlich.

Ein hoher Spannungsbogen endet final in einem Showdown, der das Adrenalin noch einmal ansteigen lässt.

Wer sich an einen Thriller von Michael Tsokos herantraut, muss vorweg verinnerlichen, dass hier sehr viel Detailwissen aus der Rechtsmedizin verarbeitet wird. Die Taten und Obduktionen werden recht anschaulich beschrieben und sind daher nicht für jeden Leser geeignet.

Witzig fand ich, dass Sebastian Fitzek in diesem Thriller einen besonderen Auftritt bekommt. Nicht persönlich, aber in Form seines Kinderbuches „Pupsy und Stinky“.
Dieser Einschub erfolgt nebenbei und Unwissenden fällt er vielleicht gar nicht auf. Mir gefiel diese Geste sehr.

Für mich ist „Abgeschlagen“ der perfekte Auftakt zu einer neuen True-Crime-Reihe.

Da das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger endet, warte ich nun ungeduldig auf die Fortsetzung.

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