Rezension “Gott wohnt im Wedding” von Regina Scheer – Penguin Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (25. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3328600167
  • ISBN-13: 978-3328600169
  • D: 24,00 Euro

Inhalt:

Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

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Die Autorin:

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972–1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Für ihren ersten Roman «Machandel» erhielt sie 2014 den Mara-Cassens-Preis.

Quelle: Amazon

Rezension:

Regina Scheer erzählt mit „Gott wohnt im Wedding“ eine recht außergewöhnliche Geschichte. Hier verweben sich Schicksale, Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Wir erleben mit den Erinnerungen einen Teil deutscher Geschichte und treffen auf Menschen unterschiedlichster Herkunft. Zwischen ihnen knüpft sich ein Band, wegweisend für die Zukunft. Zentraler Punkt des Romans ist das Haus im Wedding. Hier finden die Enden der einzelnen Schicksalsstränge zueinander.

Die Autorin würdigt nicht nur die jüdische Vergangenheit Berlins. Ihr geht es auch um die Schicksale der Roma und Sinti Familien, deren Verfolgung und Ausgrenzung nicht mit dem Zweiten Weltkrieg endete. Auch heute herrschen gegen diese Bevölkerungsgruppen massive Vorurteile.

Die dargestellte Gruppendynamik zwischen den einzelnen Bewohnern des Hauses ist sehr gut gezeichnet. Sie zeigt die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen auf.

Leos Erinnerungen an seine Zeit in Berlin während des Krieges und an den Naziterror sind gut aufgearbeitet und man merkt den Zeilen eine gründliche Recherchearbeit an.

Die Idee, das Haus selbst zu Wort kommen zu lassen ist interessant, tat dem Buch aber nicht gut. Die Ausführungen sind mir zu oberflächlich und ohne tiefer gehende Aussagekraft.

Das Buch ist vielschichtig, wirkt aber zwischendurch recht konstruiert. Auf kleinstem Raum werden Informationen zu einer Vielzahl an Themen aufgegriffen und zu geballt dargestellt. Die Geschichte wird mit historischen Fakten und Schicksalen überladen. Man verliert dadurch den Blick auf das Wesentliche.

Die Themenvielfalt und wechselnde Perspektiven überfordern den Durchschnittsleser. Man muss sehr konzentriert lesen, um die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen nicht aus den Augen zu verlieren. Da hilft das Personenregister am Ende des Buches nur bedingt.

Der Schreistil basiert auf einer Mischung aus Roman und Sachbuch, als wäre sich Regina Scheer nicht sicher gewesen, wie sie ihre Geschichte an den Leser bringen möchte.

Der sachliche Tonfall des Romans lässt eine Nähe zu den Protagonisten kaum zu. Leider blieb ich auch aufgrund der Vielzahl an handelnden Personen und Nebenfiguren sowie deren fehlender Tiefe zu distanziert und fühlte mich als stiller Beobachter oft nicht angesprochen.

„Gott wohnt im Wedding“ ist trotz meiner Kritik ein interessanter Gesellschaftsroman, der versucht uns unsere Zeitgeschichte näher zu bringen, aktuelle politische Themen aufgreift und zum Nachdenken anregen sollte.

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Badebuch-Sonntag mit Edition Wannenbuch – “Ketchup, Kult und Kino-Küsse” von Dirk M. Schumacher

Die Tage werden kürzer und kälter. Da ist doch ein gemütlicher Sonntagabend in der Badewanne bei Kerzenschein und duftendem Schaumbad genau das richtige, um zu entspannen. Doch irgendwie ist es auch langweilig, stundenlang einfach nur im warmen Wasser zu liegen. Manch einer nimmt sein Buch mit, doch ich hätte vor jedem Wasserspritzer Angst, der den Weg auf die Papierseiten nimmt und von Entspannung wäre da nicht mehr die Rede.

Doch es gibt ja Abhilfe. Erinnert Ihr euch noch an die Gummibücher für Kleinkinder? Diese kleinen, handlichen, quadratischen Bücher in die wir und später auch unsere Kinder hineinbeißen durften, die jede Wasserschlacht und Sabberanfälle aushielten?

Seit ein paar Jahren können wir bei Edition Wannenbuch diese Bücher auch für Erwachsene kaufen. Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen mehr gesetzt. Ob Liebesroman, Krimi oder Thriller oder eben auch ein Kreuzworträtsel. Die Vielfalt ist unerschöpflich. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Da unser Haus bereits einige dieser Wannenbücher beherbergt und ein weiteres seinen Weg von der Frankfurter Buchmesse mit zu mir nach Hause fand, kam mir die Idee, für die nächsten Wochen einen Badebuch-Sonntag einzuführen. Sonntags stelle ich Euch ab sofort immer ein Buch aus der Edition Wannenbuch vor.

Heute strengen wir dabei unsere Gehirnzellen an. Das könnt Ihr zu Zweit oder ganz für Euch allein genießen. Ich habe da ein tolles Film-Quiz mitgebracht.

Wie gut kennt Ihr Passagen und Details aus Kultfilmen? Überraschender Weise habe ich viele Antworten gewusst oder eben gut erraten. So macht das Baden noch mehr Spaß. Ihr könnt Euch die Fragen gegenseitig vorlesen oder sie selbst erkunden. Je nach Lust und Laune.

Lasst das Buch eine Weile liegen und nehmt es dann wieder zur Hand. Verblüffend, wie schnell wir Faktenwissen wieder vergessen.

Wer keine Badewanne besitzt, kann es sich mit dem Partner auch unter einer kuscheligen Decke gemütlich machen und einen lustigen Quizabend auf der Couch oder im Bett verbringen.

  • Taschenbuch: 8 Seiten
  • Verlag: Edition Wannenbuch – Das wasserfeste Buch (wannenbuch.de); Auflage: 1. (20. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3947409052
  • ISBN-13: 978-3947409051
  • D: 4,99 Euro

Informationen zum Autor:

Dirk M. Schumacher (* 10. Juni 1975) ist seit über 20 Jahren im Radio zu hören. In seiner Wahlheimat München arbeitet er hauptberuflich als Redakteur, Sprecher und Systemischer Business Coach. Erste Schritte im Berufsleben machte er als Moderator bei RSA-Radio in Kempten. Im Laufe der Jahre war er u.a. in der TV-Produktion Grundy UFA als Produktionsassistent und Aufnahmeleiter von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und “Hinter Gittern – der Frauenknast” tätig. Seit 2013 arbeitet er als Redakteur und Sprecher beim Bayerischen Rundfunk. Davor war er langjähriger Moderator bei Radio Gong 96,3 in München. Ausgleichend zum häufig sehr stressigen Medien-Business fand er im Yoga eine für ihn wichtige Entspannungstechnik. Als leidenschaftlicher Komponist veröffentlicht Dirk M. Schumacher regelmäßig Entspannungsmusik und steuert zu anderen Musikprojekten seine Ideen bei.
Sein erstes Buch “Buddhas baden besser” gewann den Publikumspreis 2016 auf der Frankfurter Buchmesse.

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Rezension “Die Zigarette danach” von Antoine Laurain – Atlantik Verlag

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Atlantik (7. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Sina de Malafosse
  • ISBN-10: 3455650465
  • ISBN-13: 978-3455650464
  • D: 16,00 Euro

Inhalt:

Wie weit würde ein Raucher gehen, um eine Zigarette genießen zu können? Für Fabrice Valantine, erfolgreicher Headhunter, ist die Antwort klar: weit, sehr weit. Als in seinem Unternehmen ein Rauchverbot in Kraft tritt, lässt er sich von seiner Frau überreden, einen Hypnotiseur aufzusuchen, der ihn von seinem Laster heilen soll. Die Behandlung ist ein voller Erfolg: Fabrice vergeht jede Lust am Rauchen. Doch als Fabrice die versprochene Beförderung nicht erhält, wird er rückfällig. Zu seinem großen Entsetzen bleibt jede Wirkung aus: Die Zigarette schmeckt nicht mehr. Fabrice ist verzweifelt – bis er durch einen Zufall entdeckt, dass die Lust am Rauchen zurückkehrt, wenn er einen Menschen umgebracht hat …

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Der Autor:

Antoine Laurain arbeitete als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler in Paris. Er ist in Frankreich ein gefeierter Bestsellerautor. Mit “Liebe mit zwei Unbekannten” (Atlantik Verlag, 2015) gelang ihm der internationale Durchbruch. Auch sein Roman “Der Hut des Präsidenten” (Atlantik Verlag, 2016) war weltweit ein Erfolg.
Im September 2017 ist seit neuestes Werk “Die Melodie meines Lebens” (Atlantik Verlag) erschienen.

Quelle: Amazon

Rezension:

Jedes Buch, jede Geschichte von Antoine Laurain ist anders. Dieser Autor ist facettenreich und immer wieder für eine Überraschung gut.

Die vergangenen Bücher von Antoine Laurain waren geprägt von seinem französischen Charme, liebevoll und gingen ans Herz. Dieses hier ist vollkommen anders. Wir erleben den Autor in einer Höchstform von schwarzem Humor. Bitterböse und zynisch blickt sein Protagonist auf die Welt.

Nach einer erfolgreichen Hypnosesitzung schmecken Fabrice Zigaretten nicht mehr. War dies nicht auch das Ziel? Irgendwie schon, doch er vermisst den Genusseffekt. Fabrice würde für den Genuss einer Zigarette alles tun und damit meine ich wirklich ALLES.

Hier beginnt eine skurrile und mörderische Geschichte. Doch so ganz kann der Autor seine poetische Ader nicht ad acta legen. Daher erleben wir die Gedankenspiele seines Protagonisten in einer ungewöhnlich tragischen und doch recht blumigen Art. Es ist eine humorige und freche Erzählung in Stil der Satire, die uns Antoine Laurain präsentiert. Anfangs stellenweise ein wenig langatmig, nehmen die Ereignisse aber an Fahrt auf und zeigen den Ideenreichtum des Autors.

Vom Stil her ist „Die Zigarette danach“ mit keinem seiner von mir bisher gelesenen Bücher vergleichbar. Es war interessant, einmal eine völlig neue Seite des Autors kennenlernen zu dürfen.

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Rezension: “The Chain – Durchbrichst du die Kette, stirbt dein Kind” von Adrian McKinty – Knaur Taschenbuch

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 2 (2. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von  Anke Kreutzer und Dr. Eberhard Kreutzer 
  • ISBN-10: 3426524856
  • ISBN-13: 978-3426524855
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Ein Thriller, der mit unseren schlimmsten Ängsten spielt, bis zum letzten Atemzug: Stell dir vor, sie kidnappen dein Kind, um es zurückzubekommen, musst auch du ein Kind entführen …

Was als ganz normaler Tag begann, wird zum Albtraum für die alleinerziehende Rachel, als ihre 13-jährige Tochter auf dem Weg zur Schule verschwindet. Die einzige Spur: Das Handy des Mädchens wird an der Bushaltestelle gefunden. Tatsächlich erhält Rachel kurz darauf einen Anruf von der Entführerin. Die Frau am Hörer – ebenfalls Mutter eines entführten Kindes –, gibt sich als Kylies Kidnapperin zu erkennen. Sie ist Teil des perfiden Netzwerks »The Chain«. Und sie hat Rachel auserwählt, die Kette der Kindes-Entführungen weiterzuführen: Wenn Rachel ihr Kind lebend wiedersehen will, muss sie nicht nur binnen weniger Stunden das Lösegeld auftreiben – sie muss ihrerseits ein Kind entführen und dessen Eltern dazu bringen, dasselbe zu tun. Die Kette muss weitergehen …

Höllischer Nervenkitzel aus den USA vom preisgekrönten Autor Adrian McKinty.

»›The Chain‹ gehört in die Liga der Weltklasse-Thriller à la ›Gone Girl‹ und ›Das Schweigen der Lämmer‹.«
Don Winslow

Quelle: Amazon

Der Autor:

I was born and grew up in Carrickfergus, Northern Ireland. I studied law at Warwick University and philosophy at Oxford University. In the early 90’s I emigrated to New York City where I worked at various odd jobs with varying degrees of legality until 2001 when I moved to Denver, Colorado to become a high school English teacher. In 2008 I emigrated again, this time to Melbourne, Australia with my wife and kids.

Dead I Well May Be, my first crime novel, which features Michael Forsythe, won the ALA award and was shortlisted for the 2004 Steel Dagger Award.

The Cold Cold Ground, the first book in my Sean Duffy series, won the 2013 Spinetingler Award.

I Hear The Sirens In The Street (Sean Duffy#2) won the 2014 Barry Award.

In The Morning I’ll Be Gone (Sean Duffy#3) won the 2014 Ned Kelly Award.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wie weit würdet Ihr gehen, um Euer Kind zu retten und zu beschützen?

Ich glaube, diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Würde sich eines meiner Kinder in Gefahr befinden, täte ich alles, um es zu retten. Mit Abstand ist es leicht, logisch und rational zu agieren.
Doch wenn man sich in einer Situation, wie die Eltern in „The Chain“ befindet, reagiert man eher impulsiv und muss feststellen, jeder Mensch ist zu Taten fähig, die seiner eigenen Natur und seinem Verständnis für Ethik widersprechen.

Am Ende geht es nur darum, das Liebste, was man hat zu retten. Es ist auf den ersten Blick erschreckend und doch absolut realitätsnah.

Ich gebe zu, die Situation wird ein wenig überspitzt dargestellt und die Charaktere entbehren kaum eines Klischees. Auch wenn der Autor bei der Ausarbeitung seiner Protagonisten die erwünschte Tiefe vermissen lässt, hat er mich absolut fesseln können. Er hat mit meinen Mutterinstinkten gespielt und mich emotional voll erwischt.

Dieser Thriller spielt mit unseren schlimmsten Ängsten und zeigt, wie manipulativ wir sind. Aber auch, welche Stärke und Willenskraft wir in Ausnahmesituationen entwickeln können.

Erinnert Ihr euch an die Kettenbriefe aus der Schulzeit? So ähnlich funktioniert auch die „Kette“, nur wesentlich raffinierter und gefährlicher.

Die „Kette“ ist ein ausgeklügeltes System, basierend auf den Aktivitäten der Menschen in sämtlichen sozialen Netzwerken und der Macht der psychologischen Beeinflussung. Angst ist ein entscheidender Faktor in diesem perfiden Spiel.

Es endet nicht mit der Rückkehr der Kinder. Die seelische und emotionale Belastung der Beteiligten wirkt sich auf deren weiteres Leben aus. Die Erlebnisse sind zerstörerisch. Psychologisch gravierend ist, niemand darf über seine Erlebnisse mit Unbeteiligten sprechen ohne sich und andere zu gefährden. Die Last, die Ihnen auferlegt wird, wirkt wie eine weitere Kette, mit der sie für immer gefesselt sind.

Adrian McKinty ist ein Psychothriller gelungen, der trotz kleiner Schwächen, den Leser bis zur letzten Seite fesselt.

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Rezension “Die geheime Drachenschule – Der Drache mit den silbernen Hörnern” von Emily Skye – Baumhaus Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Baumhaus; Auflage: 3. Aufl. 2019 (29. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustration: Pascal Nöldner
  • ISBN-10: 3833905816
  • ISBN-13: 978-3833905810
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 – 11 Jahre
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Henry ist überglücklich. Nach den Startschwierigkeiten auf Sieben Feuer hat er endlich seinen eigenen Drachen gefunden und ein magisches Band zu ihm geknüpft. Auch wenn die Ausbildung zum Drachenreiter kein Zuckerschlecken ist, sind er und Phönix ein eingespieltes Team. Doch plötzlich hört Henry noch eine andere Stimme in seinem Kopf: Ein fremder Drache bittet ihn um Hilfe. Er ist in einem Verlies eingesperrt, aus dem er ohne ihn nicht entkommen kann. Was hat es damit auf sich? Und können Henry und seine Freunde den Drachen befreien?

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Hinter dem Pseudonym Emily Skye verbirgt sich das Lektorat vom Baumhaus Verlag. Gemeinsam haben sie sich DIE GEHEIME DRACHENSCHULE ausgedacht und beschlossen, einmal selbst in die Rolle von Autor/innen zu schlüpfen. Nach Band 1 schreiben sie nun hoch motiviert an der Fortsetzung.

Quelle: Amazon

Rezension:

Henry und seine Freunde haben ihre ersten Abenteuer hinter sich und ein festes Band zu ihren Drachen geknüpft. Da entdecken sie eine neue Herausforderung. Drachenball. Die hier beim Training gewonnenen Fertigkeiten werden den Kindern später noch einmal enorm weiterhelfen. Ein wenig hat mich Drachenball ja an Quidditch aus Harry Potter erinnert.

Wer denkt, dass nach den letzten Ereignissen Ruhe auf Sieben Feuer eingekehrt ist, liegt falsch. Die Herausforderungen nehmen zu und es wird erneut spannend. Henry hat seltsame Träume und schnell wird den Freunden klar, es gibt einen weiteren Drachen in Not. Doch ist dieser gut oder böse?

Diese neue Geschichte ist wieder enorm spannend und natürlich mit vielen magischen und witzigen Elementen gespickt. Man kann lachen, ist fasziniert von der Magie, möchte am Schluss gern auch so einen Drachen als Freund und knabbert vor lauter Spannung an den Fingernägeln. Die Geschichte ist für Kinder ab 9 Jahren geeignet, begeistert aber Erwachsene ebenso.

Auch optisch ist dieses Buch erneut wundervoll aufgearbeitet. Der Einband spricht für sich und der Text wird stetig durch tolle Illustrationen aufgewertet. Wer noch ein wenig mehr über Drachen wissen möchte, findet im Buch wieder eine ganze Doppelseite zur Drachenheilkunde.

Ich mochte mich von Sieben Feuer, den Drachenreitern und ihren Drachen gar nicht trennen und hoffe auf einen Band drei.


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Rezension: “Worüber wir schweigen” von Michaela Kastel – Emons Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag (17. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3740806435
  • ISBN-13: 978-3740806439
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

Abgründige Charaktere, ein unverhofftes Wiedersehen und ein Schweigen, das tief in die Vergangenheit führt.

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat. Nun kehrt sie unerwartet zurück, und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn. Was treibt sie wieder an den Ort, den sie so lange gemieden hat? Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt in allen dunkle Erinnerungen an ein Ereignis, an dem ihre Freundschaft einst zerbrach. Und über das alle bisher geschwiegen haben …

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Die Autorin:

Michaela Kastel wurde 1987 in Wien geboren. Nach ihrem Abschluss an einer katholischen Privatschule studierte sie sich quer durch das Angebot der Universität, ehe sie das Studentendasein an den Nagel hängte und in die Buchbranche einstieg. Nach einigen Jahren bei einem großen Buchhandelskonzern wechselte sie in eine kleine, private Buchhandlung im dritten Wiener Gemeindebezirk, wo sie seither mit Menschen über Literatur philosophiert. Sie lebt in Wien.

Für “So dunkel der Wald” wurde Michaela Kastel mit dem Viktor Crime Award 2018 ausgezeichnet. Die Filmrechte zu “So dunkel der Wald” wurden noch vor Erscheinen optioniert.

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Rezension:

Nach „So dunkel der Wald“ habe ich dem neuen Thriller von Michaela Kastel entgegengefiebert.

Sie hat mich auch dieses Mal absolut begeistern können, nur über das Buch lässt es sich sehr schwer schreiben. Nicht, weil ich keine Worte finde, ich könnte ganz viel erzählen. Leider geht dies nicht, ohne zu spoilern und ihr sollt die Geschichte doch selbst lesen.

Freundschaft, Liebe, Neid, Eifersucht, Schuldgefühle und Rache spielen im zweiten Thriller von Michaela Kastel eine entscheidende Rolle. Ein Unglücksfall, der die drei Protagonisten auch zwölf Jahre später nicht loslässt, Schatten der Vergangenheit die erneut aufleben.

Wir bewegen uns zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie verschiedenen Perspektiven. So erschließen sich dem Leser nach und nach die Zusammenhänge aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Geheimnisse werden aufgedeckt und am Ende ist die Wahrheit zerstörerischer, als vermutet.

Auch wenn keiner der Protagonisten in mir wahre Sympathien entfachen konnte, hatte mich die Autorin bereits nach wenigen Seiten in den Bann dieses Thrillers gezogen. Sie spielt mit unserer Psyche. Beantwortete Fragen werfen neue Fragen auf. Am Ende bleibt manches ungesagt und genau das macht für mich den abschließenden Reiz dieser Geschichte aus.

Der Thriller kommt zu einem passenden und klärenden Abschluss und dennoch steht das Gedankenkarussell nach dem Schlusswort nicht still. Die wahre Tragik hinter der Geschichte offenbart uns Michaela Kastel nämlich erst mit den letzten Sätzen des Buches.

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Rezension “Mein Ein und Alles” von Gabriel Tallent – Penguin Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (24. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Stephan Kleiner
  • ISBN-10: 3328600280
  • ISBN-13: 978-3328600282
  • Originaltitel: My Absolute Darling
  • D: 24,00 Euro

Inhalt:

»Ein Buch, das man mit angehaltenem Atem verschlingt.« Washington Post

Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt. »Als Leser schlägt einem das Herz bis zum Hals und man hofft nichts inständiger, als dass Turtle durchkommen möge. Intensiv und lebendig.« Marie Claire

Quelle: Amazon

Der Autor:

Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Lawrence Osborne und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

Quelle: Amazon

Rezension:

Liebe kann etwas Wundervolles, einmalig Schönes sein. Doch manchmal verkehrt sie sich ins Gegenteil und die Folgen nehmen dann ungeahnte und kaum zu erfassende Ausmaße an.

In „Mein Ein und Alles“ geht es um das Thema Kindesmissbrauch und die hieraus erwachsenden Folgen. Turtle wächst unter der Obhut ihres narzisstischen Vaters auf. Dieser versteht unter Vaterliebe etwas grundsätzlich anderes als normale Väter.

Turtle kennt kein anderes Zusammenleben und sucht vorrangig die Fehler bei sich selbst, hält sich für dumm und hässlich. Sie ist nicht glücklich, hasst diesen Menschen sogar aus ganzem Herzen und lechzt gleichzeitig immer wieder nach der Anerkennung ihres Vaters. Einerseits möchte sie diesem Leben entfliehen und doch scheinen ihr viele Dinge, bei denen sich uns die Haare sträuben und wir Gänsehaut bekommen, als normal und selbstverständlich. Aus eben diesen Gründen hängt sie an dem ihr vertrauten Leben und schafft es nicht, sich zu lösen.

Der Autor lässt uns tief in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner Protagonistin eintauchen. Das so gezeichnete Bild erschreckt, stößt ab, lässt uns wütend und traurig verweilen. Hilflos müssen wir dem Leid eines jungen Mädchens beiwohnen.

Die Sprache ist eindringlich, hart, vielfach abstoßend und vulgär. Dann aber wieder auch poetisch und verschnörkelt. Dadurch hat sich für mich das Verständnis des in Turtles Gedankenwelt herrschenden Chaos verstärkt. Das geschilderte Umfeld nimmt Realität an. Durch seinen zugegeben etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil entwickelt der Autor einen Sog, dem sich der Leser nur schwer entziehen kann.

Dieser Roman geht unter die Haut. Hass, Schuldgefühle, Selbstzweifel, Sehnsüchte und der sanfte erste Hauch der Erkenntnis, was Familie und Liebe in Wirklichkeit ausmachen, erleben wir gemeinsam mit Turtle.

Man möchte dieses Mädchen beschützen, sie gleichzeitig schütteln und aus ihrer Lethargie wecken, die sie in Gegenwart des Vaters befällt.

„Mein Ein und Alles“ ist ein gewagtes Debüt und wird die Leser in mehrere Gruppen spalten. Der Autor möchte gezielt schockieren.  Die Szenerie fasziniert und wirkt gleichzeitig beklemmend und abstoßend.

Bis zum finalen Showdown fand ich das Buch grandios umgesetzt. Es war unvermeidlich, dass es zu einer Art Explosion kommen muss, doch hier hat es sich Gabriel Tallent etwas zu einfach gemacht und einen recht einfachen Ausweg gewählt. Der Lichtblick am Ende kommt der Realität schon wieder näher und lässt genügend Spielraum für individuelle Betrachtungen und eine noch ungeschriebene Zukunft.

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Rezension “Mein Papa Bud: Erinnerungen” von Cristiana Pedersoli – Schwarzkopf & Schwarzkopf

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (10. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Thorsten Wortmann
  • ISBN-10: 3862658228
  • ISBN-13: 978-3862658220
  • D: 19,99 Euro

Inhalt:

Die Erinnerungen von Cristiana Pedersoli an ihren Vater Bud Spencer
»Ich erinnere mich nicht, dass er im wirklichen Leben jemals wütend geworden ist. Er hatte eine bestechende Philosophie: »Futtetenne!« – was auf Neapolitanisch bedeutete: »Sch … drauf! Es lohnt sich nicht, sich über die tausend sinnlosen Dinge aufzuregen, die das Leben jeden Tag austeilt. Das ist Zeitverschwendung. Wir müssen diese Gabe, die Gott uns gegeben hat, mit Leichtigkeit leben.«
Cristiana Pedersolis Vater Carlo, besser bekannt als Bud Spencer, war einer der außergewöhnlichsten Schauspieler unserer Zeit, ein Idol für Millionen Kinofans, ein Aushängeschild des italienischen Films. Aber anders als der Haudrauf, den er in seinen Filmen oft verkörperte, war Bud Spencer privat ein fürsorgender, liebevoller Vater. Seine Tochter blickt zurück auf ihre gemeinsame Zeit und erzählt unterhaltsame, einfühlsame und auch überraschende Anekdoten vom Leben an der Seite eines internationalen Superstars.
Sie verrät, wie Bud Spencer mit dem Ruhm und dem Wirbel um seine Person umging und wie sein Beruf das Familienleben prägte. Sie berichtet über besondere private Momente, über ihr Aufwachsen in der Welt der Stars und des Glamours sowie über ein dramatisches Erlebnis, als ihr Vater einst die ganze Familie vor einem heftigen Waldbrand rettete.
Cristiana Pedersolis Buch »Mein Papa Bud« ist eine unterhaltsame wie berührende Reise durch ihr Leben als Bud Spencers Tochter und eine würdige Erinnerung an einen großen Schauspieler.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

CRISTIANA PEDERSOLI ist die zweite Tochter des Schauspielers Bud Spencer, der am 27. Juni 2016 im Alter von 86 Jahren starb. Sie wurde 1962 geboren und lebt – trotz der neapolitanischen Wurzeln ihrer Familie – seit ihrer Kindheit in Rom. 2016 startete Cristiana Pedersoli mit ihrem Vater das Projekt »No Regrets«, eine gemeinnützige Initiative mit dem Ziel, mit kunstvollen Sparschweinen Mittel für Vereinigungen zum Schutz von Kinderrechten und zur Unterstützung von Gewaltopfern zu sammeln. Sie ist Mutter von zwei Kindern im Alter von 25 und 21 Jahren.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wir schauen uns Filme an, schwärmen für einzelne Schauspieler oder Schauspielerinnen und stellen sie mit den Charakteren gleich, die sie darstellen. Dabei vergessen wir oft, dass hinter jeder Person ein ganz eigener Mensch, mit einer Familie und ganz alltäglichen Sorgen und Nöten steckt.

Christiana Pedersoli bringt uns mit diesem Buch den Menschen Carlo Pedersoli näher. Es ist eine liebevolle Hommage an einen wundervollen Menschen, Ehemann und Familienvater. In jeder Zeile steckt sehr viel Wärme und Liebe. Die Autorin teilt mit uns sehr emotionale Erinnerungen. Mal wehmütig und traurig, dann voller Sehnsucht und vor allem auch in großer Dankbarkeit für alles, was ihr Papa ihr zeitlebens mit auf den Weg gab.

“Genieße jeden einzelnen Moment und lebe die Gegenwart … und was sein wird, wird sein, futtetenne!”

Als Kind liebte ich alle Bud Spencer Filme. Vor allem die, in denen das Duo Bud Spencer & Terence Hill gegen die Bösewichter der Welt vorging. Sie waren für mich die herzlichen Haudegen. In ihren Filmen wurde viel gekämpft, selten jemand ernsthaft verletzt und natürlich siegte das Gute gegen das Böse. Sie trafen mit diesen Filmen den Nerv der Zeit und auch heute werden sie gern angeschaut.

Ich wünschte, ich hätte Bud Spencer einmal persönlich treffen können.
Er war ein warmherziger und sehr interessanter Mann mit vielen Talenten. Er hat sich ausprobiert, aber durch die politischen und wirtschaftlichen Umstände leider nicht seinen geplanten Weg gehen können. Doch hätte er diesen eingeschlagen, wäre der Welt ein begnadeter Schauspieler verloren gegangen.

Mich haben die Schilderungen seiner Tochter sehr bewegt. Ihr Vater war ein intelligenter, großherziger Mensch, der das Leben geliebt und genossen hat. In ihm steckten sehr viele Talente. Er war auch ein begnadeter Koch und liebte das Essen. Im Buch verrät uns die Autorin einige besondere Familienrezepte, von denen ich bestimmt einige selbst einmal ausprobieren werde. Was viele, mich eingeschlossen, sicher nicht wussten, Bud Spencer war extrem kurzsichtig, ja fast blind. Dennoch tat es seinem Tatendrang keinen Abbruch.

Facettenreich und voller Humor nimmt uns Christiana Pedersoli mit auf eine Reise durch die Zeit. Es ist ein berührendes Buch, mit vielen Familienfotos und Anekdoten aus dem Leben von Carlo Pedersoli.

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Rezension “Inselhippies” (Herbert, Band 7) von Friedrich Kalpenstein – Tinte & Feder

  • Taschenbuch: 319 Seiten
  • Verlag: Tinte & Feder (29. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 2496701330
  • ISBN-13: 978-2496701333
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein: Herbert im Hochzeitsfieber.

»Sie dürfen die Braut jetzt küssen!«

Als Herbert um die Hand seiner Anja anhält, hat er eine klare Vorstellung von ihrer Hochzeit. Doch da hat er die Rechnung ohne seine Schwiegermutter gemacht. Diese lockt Anja für das perfekte Brautkleid in den Süden und Herbert ereilt die Hiobsbotschaft: »Wir heiraten auf Ibiza!«

Ein rauschendes Fest soll es werden. Herbert reist seiner Verlobten hinterher, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Unterstützung findet er in seinem Trauzeugen Hans, der es kaum erwarten kann, auf echte Hippies zu treffen. Als die Planung der Traumhochzeit aus dem Ruder läuft, droht der schönste Tag des Lebens zum Albtraum zu werden …

Ein Roman für Verliebte, Verlobte, Geschiedene und Hippies.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising bei München geboren und lebt heute in der Nähe von Freising im Ampertal. Im Jahr 2007 verfasste er seine erste Kurzgeschichte unter dem Titel »Träum’ mir einen Freund«. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch mit sieben Kurzgeschichten als E-Book. Weitere Kinderbücher folgten.
Seine schriftstellerische Motivation veränderte sich bald und seinen Kinderbüchern folgten humorvolle Romane für Erwachsene. Darin erzählt Kalpenstein schwungvoll und witzig von Situationen, die jeder kennt – vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags eben, denn die besten Geschichten schreibt das Leben.
Der erste Roman »Ich bin Single, Kalimera« erschien 2013 als E-Book im Selbstverlag und wurde im März 2015 von Amazon Publishing in einer neuen Version aufgelegt. Daraufhin folgten die Romane aus der Herbert-Reihe »Wie Champagner«, »Männerferien«, »Alpengriller« und »Gipfelträumer«.
Ebenso erschienen sind die Romane »Das Leben ist kein Zweizeiler« und »Sie haben Ihr Ziel erreicht« und »Gruppentherapie«.
Für den Roman »Gruppentherapie« hat Friedrich Kalpenstein eine interessante Symbiose zwischen Roman und Musik geschaffen. So gibt es erstmals für die Leser zu den Texten im Buch die passende Musik, um in die Partywelt auf Mallorca eintauchen zu können. Friedrich Kalpenstein selbst hat die fünf Titel geschrieben und komponiert. Da lag es nahe, dass er selbst seinem Romanhelden Ben Valdern die Stimme gab.

Quelle: Amazon

Rezension:

Lange haben wir darauf gewartet. Nachdem es im Leben von Anja und Herbert immer wieder unerwartete Turbulenzen gab und ihre Liebe durch den kleinen Oskar schon vor einiger Zeit gekrönt wurde, sollte doch endlich eine Traumhochzeit folgen.

Doch wer Herbert kennt, wird sicher schon wissen, dass es bereits bei den Hochzeitsvorbereitungen zu allerlei kuriosen Verwicklungen kommen wird.

Anja reist für ihr Traumkleid nach Ibiza. Herbert kann dies zwar nicht nachvollziehen, nutzt aber die Gunst der Stunde, um mit seinem Freund Hans die unerwartete Männerauszeit zu genießen. Doch wir erleben hier nur die Ruhe vor dem Sturm.

Wenig später befinden sich Herbert und Hans nämlich auf dem Weg nach Ibiza. Hier soll – nach dem Willen der Schwiegermutter in spe – die Traumhochzeit nun stattfinden. Sie hat ganze Überzeugungsarbeit bei Anja geleistet. Da wird aus einer gemütlichen Feier mit 40 geplanten Gästen auch schon einmal eine riesige Party mit 200 Leuten.

Wie Ihr euch vorstellen könnt, beginnen zwischen den beiden bald die Fetzen zu fliegen. Schaffen sie es noch, sich zusammenzuraufen? Werden wir am Ende gemeinsam mit Anja und Herbert eine Hochzeit erleben?

Der wunderbare Humor von Friedrich Kalpenstein beschert uns wieder jede Menge amüsante Momente. Mal etwas ernster, dann wieder voller Wortwitz und mit viel Komik, erleben wir mit Herbert ein Inselabenteuer der besonderen Art. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird auch die versteckten Anspielungen auf unser Gesellschaftsleben finden.

Ich wünsche wie immer gute Unterhaltung.

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Rezension “Offline – Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.” von Arno Strobel – FISCHER Taschenbuch

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2. (25. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596703948
  • ISBN-13: 978-3596703944
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.
Der neue Psycho-Thriller von Bestseller-Autor Arno Strobel

Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.

Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen …

»Bei Arno Strobels Thrillern brauchen Sie kein Lesezeichen, man kann sie sowieso nicht aus der Hand legen. Packend und nervenzerreißend!« Sebastian Fitzek

Quelle: Amazon

Der Autor:

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Quelle: Amazon

Rezension:

Uns ist gar nicht wirklich bewusst, wie sehr wir von unserer modernen Technik in Abhängigkeit geraten sind. Ohne Handy, PC oder Internet fühlen wir uns hilflos und ganz ehrlich, viele Dinge lassen sich offline kaum noch lösen.
Es beginnt für unsere Kinder bereits in der Schulzeit. Die Vorschriften besagen, dass der Vertretungsplan abends noch einmal per Internet abgeglichen werden muss. Wer am nächsten Tagen nicht die vollständigen Unterlagen parat hat, bekommt einen Eintrag oder schlechte Noten.

Arno Strobel hat diesen Aspekt unseres Lebens perfekt aufgegriffen. Hinzu kommt ein einsam gelegenes und eingeschneites Hotel hoch oben in den Bergen, abgeschnitten von jeglicher Zivilisation und Hilfe. Was verbergen die einzelnen Teilnehmer dieser speziellen Detox-Tour?

Der Einstieg ist mysteriös und unheimlich, man muss einfach weiterlesen. Das Setting ist toll gewählt und ich weiß nicht, ob ich zukünftig eine Reise in ein Berghotel ohne Gruselfaktor antreten kann.
Die Charaktere sind breit gefächert und undurchschaubar. Manch einer wächst über sich selbst hinaus, andere wiederum zeigen ihre dunkle Seite. Jeder scheint verdächtig.

Dieser Abenteuerausflug wird zum echten Gänsehautschocker. Was den Opfern angetan wird, möchte man sich nicht in seinen Alpträumen vorstellen. Atmosphärisch, unheimlich und spannend, so hat mich Arno Strobel mit dieser Story absolut in seinen Bann gezogen.

Wer nach dem Lesen von “Offline” gut schlafen möchte, sollte diesen Thriller lieber in einem Rutsch lesen, sonst wird dies schwierig.

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