Rezension “Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne” von Felix Leibrock – Europa Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
  • Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (5. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958902820
  • ISBN-13: 978-3958902824
  • D: 16,00 Euro

Inhalt:

»Stalter, du bist raus.« Mit dieser WhatsApp-Nachricht beginnt für Stalter der unaufhaltsame Abstieg. Bis vor Kurzem war er noch der erfolgreiche Geschäftsmann mit Frau und Kindern und der Option auf ein schickes Haus in München-Solln. Jetzt ist die Ehe am Ende, seine Geschäftspartner haben ihn ausgebootet, die letzten Geldreserven sind aufgebraucht. Mit Hartz IV ist die Miete in München unbezahlbar, Stalter landet auf der Straße, wo ihn die harte Realität der Obdachlosigkeit mit voller Wucht trifft und er sich unter den Ausgestoßenen der Gesellschaft wiederfindet.

Beim “Sternenexpress”, einer mobilen Obdachlosenhilfe, trifft Stalter auf die Märchenerzähler Vasile, Samir und einige andere Obdachlose. In ihren stimmungsvollen Geschichten aus ihrer Heimat geht es um Trauer und Verlust, um Liebe und Hoffnung, um die Suche nach dem Glück. Sie berühren Stalter tief und eröffnen ihm einen neuen Blick auf sein altes, von der Jagd nach Geld und Erfolg getriebenes Leben. Er erkennt die heilende Kraft der Märchen, erkennt, wie viel Lebensweisheit in ihnen steckt. Er beginnt, sie aufzuschreiben und an Passanten zu verteilen. So wird Amelie, eine Mitarbeiterin beim “Sternenexpress”, auf ihn aufmerksam. Auch sie glaubt an den tiefen Sinn der Märchen und macht Stalter ein Geschäftsangebot – Stalters Chance, sich ein neues, erfülltes Leben aufzubauen. Die einfühlsame Entwicklungsgeschichte eines Mannes, der ganz tief fällt und sich wieder nach oben kämpft, verwoben mit alten Märchen aus verschiedenen Kulturkreisen.

Quelle: Amazon

Der Autor:

“Wir brauchen Orte, um unsere Emotionen auszuleben. Konzerte von Grönemeyer bis Grande, FCB und BVB, Flashmob und Sonnentanz, aber auch Bücher und Gottesdienste sind dazu prädestiniert.” Felix Leibrock holt die Lesenden bei ihren emotionalen Erfahrungen (Trauer, Glück, Enttäuschung, Erleichterung, Liebe, Scham, Dankbarkeit, Ärger usw.) ab und setzt das auch in seinen Veranstaltungen um. Er leitet das Evangelische Bildungswerk in München, ist Seelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei und spricht das Format “Nachgedacht” bei Antenne Bayern. Nach drei Krimis bei Droemer Knaur hat er mit “Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne” ein Buch geschrieben, das von dem Verlust der inneren Mitte und Wegen aus persönlichen Krisen erzählt. Felix Leibrock lebt in München und Weimar. Mehr unter www.felixleibrock.de

Quelle: Amazon

Rezension:

Felix Leibrock ist in seiner Art des Schreibens unbeschreiblich vielseitig. Seine Romane und Krimis sind nicht einfach nur unterhaltsam. Die Vielschichtigkeit und der Facettenreichtum seiner Protagonisten eröffnet uns viele sehr unterschiedliche Welten. Der Autor besitzt die Gabe, den Menschen um sich herum wirklich zuzuhören und eine gute Beobachtungsgabe.

“Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne” ist ein Buch, das seine Beobachtungen und Erlebnisse der letzen Jahre sowie eigene Erfahrungen in sich vereint. Sein Protagonist, Stalter, ist nicht sofort der sympathische Mensch von nebenan. Nein, Stalter ist dünkelhaft, egoistisch und strotzt nur so vor Selbstmitleid. Doch nach und nach lernen wir ihn besser kennen und seine Persönlichkeit wandelt sich.

Stalter befindet sich in einer Abwärtsspirale. Er erkennt die Realität genau, klammert sich an die Wertvorstellungen seines vergangenen Lebens und doch fehlt ihm der Elan, die Kraft, sich dem Abwärtssog zu entziehen. Förderlich ist auch nicht, dass seine Versuche, in ein normales Leben mit einem Dach über dem Kopf und einem richtigen Bett zurückzukehren, an der Moral seiner Mitbürger scheitern.

Habt Ihr euch eigentlich einmal gefragt, warum manche Menschen auf der Straße leben, betteln oder in Obdachlosenunterkünften nächtigen müssen?
Oder ist es eher so, dass wir diese Menschen von vornherein verurteilen, die gleichen Vorurteile hegen, wie unser Protagonist es in der Anfangszeit seiner Obdachlosigkeit tut?

Nicht immer sind es Faulheit, Dummheit und die eigene Schuld, dass sich jemand in Hoffnungslosigkeit verliert und/oder in das Abseits der Gesellschaft rutscht. Es gibt im Leben so viele Widrigkeiten, die auch den Bodenständigsten straucheln lassen und aus der Bahn werfen können. Manchmal sind es falsche Freunde oder Geschäftspartner, Naivität, falsches Vertrauen, Trennungen. Aber auch der Tod eines geliebten Familienmitgliedes, kann zu einer derartigen Situation führen.
Wie wichtig es ist, sich über die eigene Situation klar zu werden, eine hilfreiche Hand zu haben, die sich einem entgegenstreckt, erleben wir gemeinsam mit Stalter. Doch noch viel wichtiger ist es, den Mut zu haben, diese helfende Hand auch zu ergreifen, sich auf neue Wege einzulassen.

Stalter lernt, die Welt mit neuen Augen zu betrachten. Zuvor unwichtige Kleinigkeiten gewinnen an Bedeutung. Er, der immer nur das Streben nach höherem Wohlstand und Prestige kannte, erlangt auf der Straße viele neue Erkenntnisse. Seine Vorstellung von Glück und sein Lebensziel bekommen einen neuen Anstrich. Er lernt sich selbst neu kennen und die Definition von Glück bekommt für ihn einen völlig neuen Inhalt. Für mich wird aus ihm am Ende ein sehr viel besserer und sympathischerer Mann, als zu Beginn seiner Geschichte.

Im Buch basieren viele Erkenntnisse auf Märchen, die die Obdachlosen einander abends erzählen. Im Buch spielen sie eine zentrale Rolle. Mir hat besonders das Märchen von Gondrom gefallen. Nachlesen könnt Ihr es im Buch.

Märchen haben eine heilende Wirkung, können uns aber auch erstaunliche Weisheiten mit auf den Weg geben. Für Stalter sind sie bald der Dreh- und Angelpunkt. Sie bringen ihn dazu selbstlos zu handeln, ohne daraus Profit schlagen zu wollen. Jetzt, wo er ganz weit unten angelangt ist, selbst kaum etwas seinen Besitz nennen kann, möchte er anderen etwas abgeben und wenn es auch “nur” ein kurzer Moment des Glücks ist. Sein Handeln befreit ihn von einer großen Last und gibt ihm den lang vermissten Halt. Mit den Märchen leuchten ihm bald die Sterne einen Weg, für den er nur noch den Mut aufbringen muss, ihn auch zu betreten.

“Nur im Dunkeln leuchten Dir Sterne” steckt voller Liebe, Liebe zum Leben und zu den Menschen. Es erfüllt mit Hoffnung und ist wie ein Wegweiser auf der Straße zum Glück.

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Rezension “Der Eisblumengarten” von Guy Jones – FISCHER Sauerländer

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 2. (27. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737356483
  • ISBN-13: 978-3737356480
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • D: 13,00 Euro

Inhalt:

Jess sehnt sich danach, wie alle anderen Kinder in die Schule zu gehen oder mit Freundinnen draußen in der Sonne zu spielen – aber Jess ist ein Mondscheinkind. Ihre Haut ist so lichtempfindlich, dass sie nur bei Dunkelheit oder in einem Schutzanzug ins Freie darf. Eines Nachts schleicht sie sich heimlich aus dem Haus und entdeckt einen zauberhaften Garten, der völlig aus Eis besteht. In ihm lebt sogar ein Junge aus Eis: Owen. Er und Jess werden Freunde. Bei einem von Jess’ nächtlichen Besuchen schenkt Owen ihr eine Muschel aus Eis – und Jess ist auf wundersame Weise plötzlich geheilt. Doch der Eisblumengarten beginnt zu schmelzen und auch Owen wird von Mal zu Mal weniger. Und irgendwann begreift Jess, dass sie ihren Freund nur retten kann, wenn sie das kostbare Geschenk zurückgibt …

Ein Roman über Freundschaft und die heilende Kraft der Phantasie, in der Traum und Wirklichkeit miteinander verschmelzen. »Der Eisblumengarten« ist eine zarte und berührende Lektüre und eine Hymne auf das Leben.

»Guy Jones erzählt eine bewegende, hinreißende Geschichte – manchmal lustig, manchmal traurig. Brillant und schön.« Barry Cunningham, Entdecker von Harry Potter und englischer Verleger von Cornelia Funke

Quelle: Amazon

Der Autor:

Guy Jones wurde in Botswana geboren, wuchs in Bedfordshire, England, auf und lebt heute mit seiner Frau und Stieftocher in St. Albans, England. Er verbrachte ein Jahrzehnt damit, fürs Theater zu schreiben, bevor er mit »Der Eisblumengarten« sein erstes Kinderbuch schrieb, das die englischen Leser sofort begeisterte.

Quelle: S. Fischer Verlage

Rezension:

Licht und warme Sonnenstrahlen auf der Haut lassen unsere Laune steigen, erhellen unser Gemüt. Doch was, wenn jeder Sonnenstrahl, der unsere Haut berührt, Schmerzen und Verbrennungen verursacht? Wenn man nur noch in Schutzkleidung wie ein Marsmännchen auf die Straße darf?

Der Alltag von Jess ist geprägt von Regeln und Verboten. Tagsüber muss sie bei allem, was sie tut, vorsichtig sein. Das Öffnen einer Tür oder auch nur ein winziger Blick aus dem offenen Fenster können verheerende Folgen haben. Für Jess ist die Nacht ihre beste Freundin. Zu dieser Tageszeit kann sie sich frei bewegen, denn Jess ist ein sogenanntes Mondscheinkind.

Gleichaltrige meiden Sie, finden sie komisch. Oft fühlt sich Jess einsam und möchte doch einfach nur ein ganz normales Leben leben. Sie verkriecht sie sich vor der Welt, flüchtet in ihre Fantasie und Traumwelten. Ihre Gedanken und Gefühle verarbeitet sie, indem sie Märchen schreibt.

Eines Tages entdeckt Jess einen verwunschenen Garten und findet sogar einen Freund. Owen und Jess verbindet bald ein enges Band, doch ihre Freundschaft hat einen ganz eigenen Preis. Eines Tages beginnt die Eiswelt zu schmelzen und Jess muss eine Entscheidung treffen.

Quelle: Pixabay

Nahtlos fließen hier Realität und Fantasie ineinander. Nicht immer ist dem Leser klar, ob das Mädchen diese Abenteuer wirklich erlebt oder sie nur ihrer Fantasie entsprungen sind. Doch genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Der Rahmen ist vorgegeben, aber an den Ränder fließend, so dass wir unsere eigenen Gedanken hineinschweifen lassen können.

Jess darf für kurze Zeit in ein unbeschwertes Leben eintauchen, ohne Rücksicht auf ihre schwere Krankheit nehmen zu müssen. Doch die Welt außerhalb ihres „Gefängnisses“, wie sie ihr Leben oft empfindet, ist nicht nur rosarot. Jess lernt, dass es auch für Kinder, die nicht krank sind, schwierig sein kann, den richtigen Weg im Leben zu finden. Gefahren lauern überall. Aber überall gibt es auch wundervolle Seiten, man muss sie nur entdecken. Manchmal liegt der Weg zum Glück direkt vor uns.

Parallel zu Owen trifft Jess auf Davy. Davy liegt im Koma und die Hoffnung auf eine Heilung schwindet täglich. Dieser fremde Junge berührt Jess und so beginnt sie, ihm ihre Märchen vorzulesen. Wir wissen um die Macht von Märchen, aber können Märchen wirklich heilen?

Auf eine sehr empathische, gefühlvolle Art bringt Guy Jones uns die Krankheit von Jess näher. Der Autor zeigt uns auf eine kindgerechte Art, wie wertvoll und selbstlos Freundschaft  ist.

„Der Eisblumengarten“ ist ein Roman für Kinder – voller Überraschungen, mit viel Fantasie und Gefühl. Wir erleben, wie viel Kraft in uns steckt. Zauberhaft und sanft, ist dies eine wundervolle Geschichte für die ganze Familie.

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3. Tag unserer Blogtour zu „Katergericht“ von Heike Wolpert – Tierische Ermittler in der Literatur

In unserem aktuellen Blogtourbuch ermittelt Kater Socke erfolgreich. Aber auch in vielen anderen Büchern tauchen immer wieder tierische Helden auf, um ihre Herrchen bei der Tätersuche zu unterstützen oder Sie gehen sofort allein auf Verbrecherjagd. Ihr glaubt, dies ist eine aktuelle Erscheinung in der Literatur? Ich denke nicht und habe mich einmal auf Spurensuche in Literatur und Film begeben. Jedem Film liegt ja meist eine literarische Vorlage zu Grunde.

Hunde und Katzen scheinen in der Literatur prädestiniert für derartige Rollenverteilungen. Vielleicht, weil sie die am häufigsten auftretenden Haustiere bei uns sind. Dabei gibt es noch jede Menge anderer Tierarten, die sich gegen kriminelle Energien einsetzen können.

Bereits als Kind liebte ich Tarzan. Aber mal ehrlich, wie viele seiner Heldentaten wären ohne die Schimpansin Cheeta schief gegangen. Was die wenigsten wissen, im Film wurde Cheeta meist von männlichen Affen gespielt.

Quelle: Wikipedia

Wer kennt sie nicht, Lassie, die wunderbare Collihündin. Sie überstand viele Gefahren und am Ende wurden die Verbrecher gestellt. Der britisch-US-amerikanischen Schriftsteller Eric Knight  veröffentliche zuerst eine Kurzgeschichte mit seiner tierischen Heldin. 1940 wurde daraus ein richtiger Roman. Drei Jahre später erfolgte die erste Verfilmung, “Heimweh”, mit Elisabeth Taylor in der Hauptrolle. Die daraufhin entstandenen Serien habe ich gesuchtet.

Quelle: Amazon

Weitere tierische Helden sind für mich u. a. Fury und Flipper. Ja, Pferde oder Delfine können wahre Retter sein. Wobei die Abenteuer von Flipper rein auf Drehbüchern basieren und keine Romanvorlage aufweisen können.

Fury ist vielen nur von der Fernsehserie bekannt. Doch als Grundlage, zumindest für die erste Serienstaffel, diente das in den frühen 1950er-Jahren von Albert G. Miller veröffentlichte Jugendbuch “Fury”.

Quelle: Amazon

Doch natürlich gibt es auch weitere Tiere, die sich gern in kriminalistische Ermittlungen einbringen. So z. B. das Schaf Marple, das einen Mord an einem Schäfer aufklärt. Mit Marple könnt ihr in “Glennkill” von Leonie Swann ermitteln.

Quelle: Amazon

Ebenso hat Frauke Scheunemann mit “Winston” einen miauenden Held erschaffen, den nicht nur Kinder und Jugendliche lieben.

Quelle: Amazon

Tierische Ermittlungen finden wir auch in magisch angehauchten Abenteuergeschichten wie “Lennart Malmkvist” von Las Simon. Hier ist es der Mops Bölthorn, der seinen Freunden hilfreich zur Seite steht.

Quelle: Amazon

Zum Abschluss habe ich noch einen tierischen Ermittler, der aus einem Comic gesprungen ist. Seit 2000 jagt die Maus Geronimo Stilton in der gleichnamigen italienischen Kinderbuchserie Verbrecher. Auch in unseren Regalen tummeln sich Bücher mit seinen Abenteuern.

Quelle: Amazon

Es gibt in der Literatur noch viele weitere tierische Ermittler. Was macht den Reiz aus, Tiere in den Mittelpunkt einer Ermittlung zu setzen? Ob klein oder groß, jedes Tier hat seine speziellen Fähigkeiten, die die Autoren wunderbar verarbeiten können. Außerdem ist es Tieren gestattet, eher unkonventionelle Methoden anzuwenden. Der Fantasie sind einfach keine Grenzen gesetzt.

Und hier komme ich zu der heutigen Gewinnspielfrage, mit deren Beantwortung Ihr euch ein Zusatzlos ergattern könnt.

Welches Tier sollte Eurer Meinung nach – neben den üblichen Verdächtigen – eine Hauptrolle in einem Krimi erhalten?

Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

Doch was gibt es zu gewinnen und welche Regeln müssen befolgt werden?

Gewinnspiel

  • Extrapreis zum Blogtourauftakt: Ein Gutschein für einen Filzzwilling von Trixis Filzzwillinge (gesonderte Teilnahmebedingungen im Beitrag vom 14.07.2019)
  • Platz 2 und 3: je ein signiertes Exemplar von „Katergericht“
  • Platz 1: ein signiertes Exemplar von „Katergericht“ + einen signierten Vorgängerband nach Wahl

Was müsst ihr hierfür tun?
Besucht alle 8 Beiträge (siehe Tourplan am Ende) und findet den, oder die versteckten Buchstaben. Sammelt sie und sortiert sie am Ende zu einem Lösungswort. Dieses schickt ihr bitte bis zum 21.07.2019, 24:00 Uhr an katergericht@gmx.de

Ihr könnt eure Chance aber auch noch erhöhen und mit einem zweiten Los in den Lostopf hüpfen!
Am Ende eines jeden Beitrages wird eine kleine Frage gestellt. Wenn ihr unter jedem Beitrag eine Antwort hinterlasst, habt ihr die doppelte Chance auf den Gewinn!

Die Gewinner werden zeitnah auf den Blogs bekanntgegeben! Wir freuen uns, wenn ihr ein paar Freunden bescheid sagt.
Bitte beachtet, dass auf manchen Blogs die Kommentare erst freigegeben werden müssen.

Teilnahmebedingungen:
– Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer
Eltern/Sorgeberechtigten haben.
– Ein Anspruch auf eine Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
– Keine Haftung für den Postversand
– Versand der Gewinne innerhalb von Deutschland
– Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst
tragen.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
– Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 7 Tagen melden, ansonsten verfällt der
Gewinn
– Das Gewinnspiel läuft vom 13.07.2019 bis zum 21.07.2019 um 24:00 Uhr
– Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt zeitnah nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs.
– Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf
den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
– Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und
danach gelöscht.

Zur Erinnerung noch einmal die Stationen der Blogtour:

13.07.: Yvonne – was bisher geschah / blogger-mit-buch.de
14.07.: Pauli – Die tierischen Protas / blogger-mit-buch.de
15.07.: Anja – Tierische Ermittler in der Literatur zwiebelchens-plauderecke.de
16.07.: Julia – Die menschlichen Protas / blogger-mit-buch.de
17.07.: Sylvia – Interview mit Heike / https://www.facebook.com/unterdiehautblog/
18.07.: Ronja – Suizid oder Mord? / buecherstoeberecke.de/
19.07.: Sarah – Schauplatz Hannover / sunnys-buecherschloss.de
20.07.: Tanja – Die üblichen Verdächtigen / https://nichtohnebuch.blogspot.com/
21.07.: unsere Rezensionen auf den jeweiligen Blogs

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Rezension “Die Glücksklee-Bande 1 – Kleiner Hund in Not” von Andrea Schütze – Esslinger Verlag im Thienemann-Esslinger Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Esslinger in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (18. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustator: Stefanie Krauss
  • ISBN-10: 3480235298
  • ISBN-13: 978-3480235292
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

Großes Herz für kleine Tiere! Vorleseabenteuer für Mädchen ab 5 Jahren.

Fine, Carla und Viola sind allerbeste Freundinnen und lieben Tiere über alles! Deshalb gründen sie in den Sommerferien eine Tierretter-Bande und warten auf ihr erstes Abenteuer. Perfekt ist das Ferienglück, als in das alte leerstehende Nachbarhaus die Tierärztin Frau Dr. Schmetter-Ling einzieht. Mit ihrer Hilfe gelingt es den drei Mädchen, den Zwergpudel Bobby aus großer Not zu retten!

Der perfekte Vorlesespaß mit vielen spannenden Tier-Infos, Rezepten und Basteltipps.  

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Die Autorin:

Andrea Schütze hat in ihrer Kindheit so ziemlich alle Hobbys ausprobiert, die man sich nur vorstellen kann. 
Irgendwann ist sie beim Lesen geblieben und schreibt deshalb auch so gerne Bücher.
Sie hat einen Gesellenbrief als Damenschneiderin, ein Diplom als Psychologin aber kein Seepferdchenabzeichen.
Mit ihren Töchtern und einem Kätzchen lebt sie in einem rosaroten Haus mitten im Schwarzwald. Ein bisschen weiter im Süden gibt es eine Stelle, an der man gleichzeitig in Frankreich, Deutschland und der Schweiz stehen kann – vorausgesetzt natürlich, man hat drei Beine.

Ihre Bücher werden von Kindern auf der ganzen Welt geliebt, deshalb sind sie schon in jede Menge fremde Sprachen übersetzt worden, z.B in die russische, dänische, chinesische, koreanische und noch in viele weitere … 

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Rezension:

Dieser Reihenauftakt ist einfach bezaubernd. Ob als Vorlesebuch, für Erstleser oder auch ältere Kinder, verspricht “Die Glücksklee-Bande – Kleiner Hund in Not” Abwechslung und Abenteuer. Es gilt einen kleinen Hund zu retten und ganz nebenbei etwas über Hunde allgemein, die Hunderasse “Zwergpudel” sowie das Verarzten von Tieren zu lernen.

Der Text ist in einer kindgerechten Sprache verfasst, so dass kleinere Leseratten die Sätze gut erfassen können, Erstleser erfolgsnah mit- bzw. selbstlesen können und auch ältere Kinder Spaß daran haben. Liebevoll gestaltete Illustrationen untermalen den Text und dienen als absoluter Hingucker. Ich liebe dieses Cover.

Die Glücksklee-Bande besteht zwar aus drei Mädchen, aber auch Jungs werden ihre Freude mit diesem Buch haben. Fine, Carla und Viola halten fest zusammen. Sie ergänzen sich prima und niemand wird ausgeschlossen. Für die Sommerferien haben sie sich viel vorgenommen. Sie möchten Tierretter werden. Dabei haben sie nicht damit gerechnet, wie rasch ihre Hilfe benötigt werden würde.

Mit Mut und Einfallsreichtum retten sie den kleinen Zwergpudel Bobby. Dabei wachsen sie über sich selbst hinaus.

Die Kinder basteln und backen im Buch tolle und leckere Dinge. Damit man selbst gleich loslegen und seine eigene Glücksklee-Bande gründen kann, gibt es am Ende der Geschichte jede Menge Bastelanleitung und auch Rezeptideen.

Hinter dem “Süßen Hund” verbirgt sich mein Lieblingskuchen aus Kindertagen, nur dass es bei uns “Kalter Hund” heißt. Im Sommer klingt die “Leckere Zitronenlimo” doch verlockend und ist wirklich rasch zubereitet.

Wir freuen uns bereits auf weitere Abenteuer mit den drei Mädels.

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Rezension “Grosses Sommertheater” von Frank Goldammer – dtv Verlag

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (28. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423262168
  • ISBN-13: 978-3423262163
  • D: 16,90 Euro

Inhalt:

Das Familienroulette:
Einer gibt den Löffel ab!

Der alte, kranke und steinreiche Patriarch Joseph lädt die gesamte Familie in seine Villa an der Ostsee ein. Die Sonne brennt – doch die dicke Luft ist nicht nur der Hitze geschuldet. Josephs Söhne sind seit Jahren zerstritten, die Aussicht auf das Erbe lässt sie aber mit Kind und Kegel anreisen. Da trifft der biedere CDU-Mann Erwin aus Berlin auf den halbseidenen Harald aus Dresden. Uwe, das schwarze Schaf der Familie, hat – unfassbar! – eine attraktive Frau dabei. Die Gästeliste birgt also reichlich Zündstoff, die Stimmung kocht, die Ereignisse spitzen sich zu. Bis es, im wahrsten Sinne des Wortes, knallt.

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Der Autor:

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

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Rezension:

Frank Goldammer ist vielen aufgrund seiner Krimireihe rund um den Ermittler Max Heller ein Begriff. Der kann nur Krimi. Denkste! Frank Goldammer hat auch ein feines Gespür für Hintergründiges und Satire. Sein „schwarzer Humor“ blitzt in „Grosses Sommertheater“ immer wieder durch.

Dabei verpackt er seine Texte gern auch einmal in poetischen Beschreibungen und wiegt uns Leser in einer trügerischen Sicherheit der Harmonie.

Anfangs reisen wir in Gedanken in die Vergangenheit. Kindheitserinnerungen leben auf. Sommer, Sonne, Strand und Meer vermitteln ein heimisches, warmes Gefühl. Die vermeintliche Sicherheit entpuppt sich aber schon bald als genialer Schachzug.

Wir werden ohne Vorwarnung in die stellenweisen absurd wirkenden Lebensgeschichten unserer Protagonisten hineingeworfen.

Auf den ersten Blick würde man meinen, eine dermaßen skurrile und durchgeknallte Familie gibt es nicht. Doch können wir immer hinter die zugezogenen Gardinen unserer Nachbarschaft schauen? Vielleicht erkennt der ein oder andere sogar Parallelen zu eigenen Familienfesten…

Nach und nach erfahren wir, wie Joseph, das Familienoberhaupt, zu dem Menschen wurde, der er heute ist. Geschichtliche Ereignisse und familiäre Tragödien fließen gekonnt zusammen. Seine Söhne könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Familie erfüllt alle Klischees, die man sich vorstellen mag. Schräg ist der Ausdruck, der mir hier spontan einfällt – schräg und amüsant.

Im Zusammenspiel dieses mehr als außergewöhnlichen Familientreffens treffen wir auf Aberwitziges, kriminelle Energien, zarte Liebebekundungen, gescheiterte Existenzen und dubiose Ereignisse. Welche Beweggründe hatten die Geschwister, der Einladung ihres todkranken Vaters zu folgen? Familienzusammengehörigkeit, Sehnsucht, Liebe oder geht es hier alleinig um Geld und darum, den größten Brocken der Erbschaft einzuhamstern?

Lasst Euch von die vielen Akteuren nicht verwirren. Diese sind so einzigartig und speziell, dass man rasch einen guten Überblick gewinnt. Falls nicht, findet sich im Bucheinband ein liebevoll gestalteter Familienstammbaum.

Glaubt nicht alles, was auf den ersten Blick die Wahrheit zu sein scheint. Jeder hat ein Geheimnis zu verbergen und so idyllisch der Ort für dieses Zusammentreffen auch ist, so unbequem wird es für den einen oder anderen Gast. Geheimnisse treten zu Tage, Masken fallen und sorgen für einige Überraschungen.

Mit einem Knall und absolut passend endet „Grosses Sommertheater“. Dieser Roman ist ernst, witzig, skurril und lässt viel Spielraum für eigene Gedanken. Einfach – Großes Kino.

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Blogtour zu “Katergericht” von Heike Wolpert

Happy Book-Birthday!

Heute erscheint Katergericht von Heike Wolpert, der mittlerweile 4 Band um Kater Socke und Hauptkommissar Peter Flott.


Vom 13.07. bis zum 21.07. stellen wir Euch auf unserer Blogtour das Buch, seine Autorin und die Protagonisten vor.


Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas:

Zum Auftakt verlost Pauli einen Gutschein für einen Filzzwilling. Am Ende verlosen wir 3 signierte Exemplare und als Hauptpreis gibt es noch ein Vorgängerbuch nach Wunsch dazu.

Das sind die Stationen der Blogtour:

13.07.: Yvonne – Was bisher geschah / Blogger mit Buch 
14.07.: Pauli – Die tierischen Protas / Blogger mit Buch 
15.07.: Anja  – Tierische Ermittler in der Literatur Zwiebelchens Plauderecke 
16.07.: Julia – Die menschlichen Protas / Blogger mit Buch 
17.07.: Sylvia – Interview mit Heike / Unterdiehaut 
18.07.: Ronja – Suizid oder Mord? / Bücherstoeberecke
19.07.: Sarah – Schauplatz Hannover / Sunnys Bücherschloss 
20.07.: Tanja : Die üblichen Verdächtigen / nichtohnebuch 
21.07.: unsere Rezensionen auf den jeweiligen Blogs

Wir freuen uns auf Euch!

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Rezension “Mein Name ist Judith” von Martin Hováth – Penguin Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (25. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3328600108
  • ISBN-13: 978-3328600107
  • D: 22,00 Euro

Inhalt:

Wenn sich Geschichte wiederholt … ein hellsichtiger und sehr berührender Roman 

Wien in der nahen Zukunft. Seit einem Attentat auf dem Hauptbahnhof ist der Ausnahmezustand zur Regel geworden. Auch die Welt des Autors León Kortner ist aus den Fugen geraten: Bei dem Anschlag sind Frau und Tochter umgekommen, seitdem führt er ein Leben unter Toten. Einsam versucht er einen Roman über die jüdische Familie Klein zu schreiben, die bis zur Flucht vor den Nazis eine Buchhandlung in dem Haus führte, in dem León wohnt. Eines Morgens sitzt ein fremdes Mädchen in einem altmodischen Mantel in seiner Küche. Wer ist diese Judith, die behauptet, dass ihrem Vater der Buchladen gehört? 

Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit – ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-vergessen-Können.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Martin Horváth, Jahrgang 1967, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er als freischaffender Musiker und Autor lebt. Während eines mehrjährigen New-York-Aufenthalts arbeitete er am Leo Baeck Institute über die Geschichte der österreichisch-jüdischen Emigration in die USA. 2012 erschien sein Debüt, »Mohr im Hemd« (DVA), für das er mit der AutorInnenprämie des österreichischen Kulturministeriums ausgezeichnet wurde. »Mein Name ist Judith« ist sein zweiter Roman.

Quelle: Amazon

Rezension:

“Mein Name ist Judith” ist ein literarische Mosaik aus Vergangenheit, Gegenwart und futuristischen Elementen. Martin Horváth ist ein anspruchsvoller, nachdenklicher und sensibel angelegter Roman gelungen. Die Geschichte ist wesentlich komplexer, als vermutet. Es schwingt sehr viel Wehmut in den Texten mit.

Dennoch bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich mit den Ausführungen des Autors mitgehen kann. Ich habe mit Judith gelacht und getrauert, mit León gelitten und neue Hoffnung geschöpft. Ich habe die Vergangenheit durchwandert und einen Blick auf eine mögliche Zukunft geworfen. Aber macht es sich der Autor nicht doch zu einfach?

Viele historische und politisch aktuelle Themen werden zu oberflächlich angeritzt. Mir fehlte an einigen Stellen die erwartete Tiefe. Trotzdem vermittelt Martin Horváth eine eindeutige Botschaft.

Für den Schriftsteller León Kortner ist es eine Spurensuche, die viele Jahre zuvor begann, deren Ziel er aber aus den Augen verlor. Ein Moment im Leben hat für ihn alles verändert. Die, die er liebte, wurden durch den Fanatismus eines Einzelnen aus dem Leben gerissen. Seit dieser Zeit, lebt er gefangen in seiner Trauer und Selbstmitleid. Den Bezug zur Realität scheint er schon länger verloren zu haben. So vermischen sich bei ihm Erinnerungen, Gegenwart und Fantasie zu einem nur schwer zu durchbrechenden Gemisch. Es ist eine Aufarbeitung von Geschichte und seinem eigenen Leid.

Judith führt uns mit ihrem kindlichen Blick die Vergangenheit vor Augen, wohin diese Wege führen können, wie viel Leid daraus entstehend kann. Judiths Familie trägt die Schatten der Vergangenheit noch immer mit sich herum. Sie haben die Schrecken des Krieges überlebt und fern der Heimat ein neues Zuhause gefunden. Doch das Kind, das sie in Sicherheit bringen wollten, verloren. Ihr Andenken verblasst nicht. Judith wird immer ein Teil der Familie Klein sein. Das Glück der Überlebenden wird dennoch immer von Schuldgefühlen getrübt sein.

Hier kommen wie wieder zu den Parallelen im Leben der Familie Klein und León Kleinert. Auch León kann sein Überleben nur schwer ertragen. Die Schuldgefühle fressen ihn auf. “Was wäre wenn…?” ist die eine unerträgliche Frage, die immer im Raum steht.

Am Ende bleiben ihm die Zwiegespräche mit sich selbst, bzw. Judith. Die Aufarbeitung der Geschichte der Familie Klein gibt ihm die Kraft, sich einer eigenen Zukunft zu nähern, wieder Hoffnung zuzulassen.

Hass, Verblendung, Neid, Angst und Machtstreben sind zu jeder Zeit gegenwärtig. Es reicht damals wie auch heute aus, eine Gruppierung oder eine Glaubensrichtung zum Feind zu erklären, hinreichend Fakten auszustreuen, auch wenn sie nur auf vermutliche Gefahren oder Verbrechen hinweisen, um Fanatismus zu schüren. Vor 80 Jahren waren es die Juden, die verfolgt und ermordet wurden. Doch auch heute schreitet der Antisemitismus voran und sucht seine Anhänger.

Das, was uns die Geschichte lehrt, sollten wir befolgen und nicht zulassen, dass sie sich wiederholt.

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Rezension “So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt ” von Maike Voß – dtv Verlag (bold)

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, bold (28. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423790431
  • ISBN-13: 978-3423790437
  • D: 14,90 Euro

Inhalt:

#sexwiththebest

Viola und Leon sind beste Freunde – bis sie nach einem gemeinsamen Konzertbesuch die Nacht miteinander verbringen. Für Leon ist dies die Erfüllung all dessen, was er sich heimlich ersehnt hat. Doch Viola packt die Panik, dass sie wie früher wieder nur auf jemanden hereingefallen sein könnte. Am Morgen verlässt sie deshalb ohne Nachricht Leons Wohnung. Doch Leon kann und will Violas Verschwinden nicht so einfach hinnehmen und versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Maike Voß wurde 1995 in Hamburg geboren und hat dort an der Technischen Kunstschule studiert. London ist ihre gewählte zweite Heimat, wo sie auch ihren Debütroman So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt zu schreiben begann. Als gebürtige Hamburgerin besitzt sie natürlich eine Dauerkarte für die Spiele des SV Werder Bremen und ist bei jedem Heimspiel dabei. An ihren Reisen, ob durch Städte oder Bücher, lässt sie neugierige Leute über ihren Instagram-Account (maikevoss_) gerne teilhaben.

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Rezension:

„So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt” ist auf eine außergewöhnliche Art sehr eindringlich und doch konnte mich die Geschichte so gar nicht erreichen.

Nach einem recht vielversprechenden Anfang machten sich Frust und Enttäuschung breit.

Es ist eine Geschichte vom Auf und Ab der Liebe, den damit verbundenen Unsicherheiten und Gefühlsschwankungen. Die verschiedenen Sichtweisen hätten das Buch eigentlich auflockern sollen, was aber leider nicht passierte.

Viola und Leon sind zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Leon war mir von Beginn an sehr sympathisch. Dagegen fand ich zu Viola keinen Zugang. Sie ist nicht unbedingt eine sympathische Protagonistin. Ihre Gedankengänge und Handlungen waren mir überwiegend suspekt. 

Auch mit viel Verständnis und Toleranz war ich die meiste Zeit nur am Kopfschütteln und hätte zum ersten Mal gern ein Buch an die Wand geworfen. Maike Voß stellte mich vor eine arge Herausforderung, dieses Buch wirklich bis zum Schluss zu lesen.

Liebe ist unvorhersehbar und bringt uns dazu, die idiotischsten Dinge zu tun. Ja, ich kann mich noch daran erinnern, zum ersten Mal wirklich verliebt gewesen zu sein. Auch ich habe entgegen meinem Verstand gehandelt, aber Violas Aktion sind mir zu extrem, übertrieben und unlogisch. Dabei fehlte mir immer wieder die Tiefe in den aufgegriffenen Emotionen. Viola lies mich dadurch ungewöhnlich kalt.

Dabei hatten mich das Cover und der Klappentext sofort angesprungen. Der Anfang der Geschichte verlief noch vielversprechend und zwischendurch flackerte auch hin und wieder etwas Verständnis mit diesem Mädchen auf. Leider ebbten diese positiven Gefühle rasch ab.

Einzig das Ende konnte mich dann ein wenig überraschen, reichte aber nicht aus, um mich mit der Geschichte selbst auszusöhnen.

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Rezension “Cool in 10 Tagen” von Katja Reider – Rowohlt Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (18. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • illustriert von: Anke Kuhl
  • ISBN-10: 3499218402
  • ISBN-13: 978-3499218408
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Eigentlich könnte sich die schüchterne Juli wirklich Besseres vorstellen, als sich um den neu zugezogenen Nachbarsjungen August zu kümmern. Aber Julis Mutter verdonnert sie einfach dazu – als Coach und Unternehmensberaterin weiß sie schließlich, wo es langgeht! Herausforderungen angehen, die eigenen Grenzen ausloten und so was. Tja – genau die Dinge, die Juli und August schwerfallen. Aber vielleicht lässt sich das ja ändern? Mit Hilfe von Mamas Job-Broschüren basteln sich die zwei einen straffen Erfolgsplan: Cool werden in 10 Tagen! So schwer kann das ja nicht sein – oder doch?

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Die Autorin:

Katja Reider arbeitete als Pressesprecherin, bevor sie das Schreiben für sich entdeckte. Inzwischen hat sie über 150 Bücher veröffentlicht und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sich Katja Reider auch für die Leseförderung. So hat sie 2015 mit anderen Autoren das Kinder-Lesefestival «Hamburger VorleseVergnügen» ins Leben gerufen.

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Rezension:

Wer von Euch gehörte während oder auch nach der Schulzeit zu den coolen Kids?

Ich jedenfalls nicht. So kann ich Juli und August richtig gut verstehen. Wie sie, habe ich mir nichts mehr gewünscht, als dazuzugehören. Doch über den eigenen Schatten zu springen, ist gar nicht so einfach.

Die Motivationsbroschüre von Julis Mom beinhaltet da einige hilfreiche Tipps, die die beiden Kinder auch sofort umsetzen möchten. Manche Aufgaben erscheinen simpel, aber für viele Menschen stellen sie eine riesige Herausforderung dar. So auch für unsere beiden Helden.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich die Antworten auf Fragen unserer Lehrer fast immer wusste, mich jedoch nicht traute, mich zu melden. Ich zögerte oft viel zu lange, um mich für bestimmte Aktionen zu entscheiden und dann war dieser eine Moment vorbei. Hinterher habe ich mich immer geärgert, doch genützt hat es nichts. Die coolen Sprüche fallen mir sogar heute noch viel zu spät ein und meine Antworten wirken manchmal einfach nur langweilig. Aber man kann an sich selbst arbeiten und lernen, ein wenig mehr aus sich herauszugehen.

Juli und Gus (August mag seinen Namen so gar nicht) versuchen genau das. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Doch eines lernen sie. Freundschaft und Ehrlichkeit sind viel wichtiger, als an der Spitze der coolen Kids zu stehen. Aber es kann sogar Spaß machen, neue Dinge auszuprobieren, sich selbst vor Herausforderungen zu stellen. Das Selbstbewusstsein wächst mit den erreichten Erfolgen. Veränderungen erwirkt man nicht über Nacht. Doch Schritt für Schritt und mit ein wenig Mut, können wir viel erreichen.

Dabei sollten wir uns immer fragen, was es eigentliche bedeutet, cool zu sein. Jeder Mensch darf so sein wie er ist, Hauptsache man fühlt sich dabei wohl. Ich muss meine Zeit nicht auf einer wilden Party verbringen, wenn ich mir doch in jeder Minute, die im gefühlten Schneckentempo verstreicht, wünsche, dass der Abend und die Party vorbei sind. Dann lieber absagen und die freie Zeit mit entsprechendem Wohlfühlfaktor genießen.

“Cool in 10 Tagen” zeigt, dass in jedem von uns eine starke Persönlichkeit steckt, sie muss nur geweckt werden. Dieses Buch ist sehr leicht und witzig geschrieben. Katja Reider sagt uns: „Kopf hoch. Es geht immer weiter. Glaubt an Euch.“ Dies ist eine Geschichte, die Mut macht und Wege zeigt, wie wir unser Selbstwertgefühl steigern können.

Kinder werden viel Spaß mit Juli und August haben und hoffentlich anschließend den Mut finden, einen Schritt über den eigenen Schatten hinweg zu wagen. Vielleicht probiert ihr ja die ein oder andere Aufgabe gleich selbst einmal aus.

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Rezension: “Wie Champagner” (Herbert, Band 2) von Friedrich Kalpenstein – Tinte & Feder

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Tinte & Feder (14. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1503946029
  • ISBN-13: 978-1503946026
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Good bye, Singleleben.

Am Ende seines Urlaubs auf Rhodos hat Herbert seine Jugendliebe Anja wiedergetroffen. Nach einer halben Ewigkeit. Nun schwebt er im siebten Himmel, denn es ist nicht bei diesem einen zufälligen Wiedersehen geblieben. Schon bald beziehen die beiden mitten in Schwabing eine gemeinsame Wohnung. Herberts neues Leben wäre perfekt, wäre da nicht Anjas Exmann, der sich stur weigert, einzusehen, dass er Anja für immer verloren hat. Auch Anjas Eltern missfällt die Wahl ihrer Tochter. Herberts bester Kumpel Hans ist in Beziehungsfragen keine große Hilfe. Der ist seit Kurzem wieder solo, deshalb würde er am liebsten gemeinsam mit Herbert jeden Abend um die Häuser ziehen. Das junge Glück steht auf wackligen Beinen. Kämpft Herbert doch nicht zuletzt auch gegen so manche seiner eigenen lieb gewonnenen Gewohnheiten.

Ein Roman auch für Männer.

Nach »Ich bin Single, Kalimera« der zweite Roman von Friedrich Kalpenstein.

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Der Autor:

Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising bei München geboren und lebt heute in der Nähe von Freising im Ampertal. Im Jahr 2007 verfasste er seine erste Kurzgeschichte unter dem Titel »Träum’ mir einen Freund«. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch mit sieben Kurzgeschichten als E-Book. Weitere Kinderbücher folgten. 
Seine schriftstellerische Motivation veränderte sich bald und seinen Kinderbüchern folgten humorvolle Romane für Erwachsene. Darin erzählt Kalpenstein schwungvoll und witzig von Situationen, die jeder kennt – vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags eben, denn die besten Geschichten schreibt das Leben.
Der erste Roman »Ich bin Single, Kalimera« erschien 2013 als E-Book im Selbstverlag und wurde im März 2015 von Amazon Publishing in einer neuen Version aufgelegt. Daraufhin folgten die Romane aus der Herbert-Reihe »Wie Champagner«, »Männerferien«, »Alpengriller« und »Gipfelträumer«. 
Ebenso erschienen sind die Romane »Das Leben ist kein Zweizeiler« und »Sie haben Ihr Ziel erreicht« und »Gruppentherapie«.
Für den Roman »Gruppentherapie« hat Friedrich Kalpenstein eine interessante Symbiose zwischen Roman und Musik geschaffen. So gibt es erstmals für die Leser zu den Texten im Buch die passende Musik, um in die Partywelt auf Mallorca eintauchen zu können. Friedrich Kalpenstein selbst hat die fünf Titel geschrieben und komponiert. Da lag es nahe, dass er selbst seinem Romanhelden Ben Valdern die Stimme gab.

Quelle: Amazon

Rezension:

Am Ende des ersten Herbert-Bandes war bereits abzusehen, dass Herbert seine Jugendliebe Anja erneut erobern würde. Ein Jahr ist inzwischen vergangen und die beiden ziehen zusammen. Doch Herbert wäre nicht er selbst, wenn ab diesem Zeitpunkt alles problemlos laufen würde.

So ein Zusammenleben ist nicht ganz einfach und wenn es nach Anja geht, würde diese die Beziehung gern in weit festere Bahnen lenken. Herbert zaudert und ist der Meinung, sie hätten hierfür noch sehr viel Zeit.

Eigentlich weiß unser Held noch immer nicht, was er genau möchte. Auch sein Ehrgeiz, im Leben ein wenig mehr zu erreichen, lässt zu wünschen übrig. Wo Anja voller Tatendrang neue Ideen umsetzt, ist Herbert eher phlegmatisch, um nicht zu sagen faul. Doch als es darauf ankommt, beginnt auch Herbert zu kämpfen.

Herberts pragmatischer Blick auf das Leben und Anjas Sinn für das Angenehme und kitschige Dekorationen prallen aufeinander. Beide verstehen unter Gemütlichkeit wohl etwas anderes. So kommt es zu skurrilen und urkomischen Situationen sowie Wortwechseln.

Kurzweilig, amüsant und mit viel Alltagskomik bringt uns Friedrich Kalpenstein immer wieder zum Schmunzeln. Herbert ist ein Unikum. So normal verrückt und chaotisch wie er ist, werden viele Leser ein klein wenig auch sich selbst in ihm wiederfinden.

„Wie Champagner“ trifft als Titel genau den Kern der Geschichte. Herbert manövriert sich in so manche explosive Situation. Die Dialoge sind wieder einmal köstlich. Der Autor kennt sich mit Sprachwitz und Selbstironie wunderbar aus.

Ich finde es toll, wie die Bücher um Herbert Männer und Frauen gleichermaßen ansprechen und begeistern können. Friedrich Kalpenstein nimmt beide Seiten auf die Schippe und sorgt so für wunderbare Unterhaltung.

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