Rezension “Heller als alle Sterne” (Sehnsuchtsmomente) von Dani Atkins – Knaur Taschenbuch

  • Broschiert ‏ : ‎ 96 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Auflage, Ungekürzte (1. September 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • übersetzt von: Anne-Marie Wachs
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426527596
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426527597
  • Originaltitel ‏ : ‎ When I Awake
  • D: 8,00 Euro

Inhalt:

Stell dir vor, du erwachst aus einem tiefen Schlaf – und für alle anderen sind 10 Jahre vergangen …

Der gefühlvoll-dramatische Kurzroman »Heller als alle Sterne« spielt 10 Jahre nach den Ereignissen aus »Sag ihr, ich war bei den Sternen«, ist aber auch unabhängig lesbar.

Zum zweiten Mal geschieht ein Wunder für Maddie Chambers: Nach 10 Jahren erwacht sie erneut aus dem Koma. Doch während Maddie kein Gefühl für die Zeit hat, die verstrichen ist, hat sich die Welt um sie herum so sehr verändert: Ihre kleine Tochter Hope ist mittlerweile ein Teenager, und Maddies Eltern sind in einem Alter, in dem sie selbst langsam Unterstützung benötigen.
Zum Glück ist da noch Mitch – aber kann er wirklich jemanden lieben, der 10 Jahre seines eigenen Lebens verpasst hat?
Maddie braucht Mut, um herauszufinden, was das Leben noch für sie bereithält, jetzt, da sie wieder daran teilnimmt.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihren gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten erobert sie nicht nur die SPIEGEL-Bestsellerliste, sondern auch stets die Herzen der Leserinnen. Bislang sind folgende Romane der Autorin erschienen: »Die Achse meiner Welt«, »Die Nacht schreibt uns neu«, »Der Klang deines Lächelns«, »Sieben Tage voller Wunder«, »Das Leuchten unserer Träume«, »Sag ihr, ich war bei den Sternen« und »Wohin der Himmel uns führt«.

Quelle: Amazon

Rezension:

Es sind zehn Jahre vergangen seit Maddie erneut ins Koma gefallen war. Das Aufwachen ist dieses Mal nicht so erschreckend und mit der ihr innewohnenden Kraft und viel Mut kämpft sie sich noch einmal zurück ins Leben.

Die Jahre sind an allen nicht spurlos vorbeigegangen.
Hope ist nicht mehr das sechsjähre kleine Mädchen. Sie ist bereits siebzehn und ihrer Mutter so ähnlich wie eine Zwillingsschwester.
Über Maddie hängt die Angst, wieder ohne Vorwarnung in ein drittes Koma zu fallen, wie eine dunkle Wolke und hemmt sie in ihren Handlungen.

Es wird für sie ein Sommer des Abschiednehmens, an dessen Ende Maddie etwas ganz Besonderes finden wird.

Dani Atkins hat mich mit “Sag ihr, ich war bei den Sternen” nachhaltig tief im Herzen berührt. Dieser Roman ist für mich noch immer sehr präsent. Dessen Schluss war so typisch Dani Atkins und hat mich so viel wünschen lassen. Mit dieser kleinen Fortsetzung wird sie sicher viele Leser versöhnen können.

Herzerwärmend und traurig zugleich konnte mich die Autorin wieder wundervoll unterhalten. Lebendig, lebensfroh und mit großartigen Figuren, ist dieses kleine Geschichte eine tolle Bereicherung für meine Büchersammlung. Die Packung Taschentücher durfte beim Lesen natürlich nicht fehlen.

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Rezension “Das Kind von Gleis 1” von Gill Thompson – Aufbau Verlag

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 502 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (19. Juli 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • übersetzt von Gabriele Weber-Jarić
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746637864
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746637860
  • Originaltitel ‏ : ‎ The Child On Platform One
  • D: 13,00 Euro

Inhalt:

Wie weit muss eine Mutter gehen, um ihr Kind zu schützen? 1939: Die jüdische Pianistin Eva sucht in Prag verzweifelt nach einem Weg, ihre Tochter Miriam vor den heranrückenden Deutschen in Sicherheit zu bringen. Als letzter Ausweg bleibt ihr, sie mit einem Kindertransport nach London zu schicken. Doch wie wird ihr Kind die Reise ins Ungewisse überstehen? In England bemüht sich die Britin Pamela, der kleinen Miriam ein Zuhause zu geben, muss aber gleichzeitig um ihre eigene Familie fürchten. Während beide Mütter erst glauben, das zu verlieren, was ihnen das Liebste ist, finden sie inmitten der Kriegswirren die Hoffnung auf Glück. „Eine warmherzige Geschichte über Liebe, Verlust und die Kraft der Menschlichkeit.“ Kathryn Hughes

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Die Autorin:

Gill Thompson studierte Kreatives Schreiben an der Chichester University. Beim Schreiben wird sie oft von wahren Begebenheiten inspiriert, besonders die Schicksale von Kindern während des Zweiten Weltkrieges liegen ihr am Herzen. Thompson lebt mit ihrer Familie in West Sussex und arbeitet dort als Englischdozentin.

Quelle: Amazon

Rezension:

Es ist eine unsichere Zeit. Jede getroffene Entscheidung könnte die falsche sein. Eva weiß aus schmerzlicher Erfahrung, wie sehr ein einzelner Moment das gesamte Leben verändern und Träume zerplatzen lassen kann. Doch das eigene Kind in die Obhut fremder Leute zu geben, es in ein fremdes Land zu schicken, bedarf großen Mutes und immenser Verzweiflung.

Viele jüdische Menschen gaben sich dem Schein einer wagen Sicherheit hin und verpassten den Moment, in dem Sie dem Grauen noch hätten entfliehen können. Gerade Gelehrte, wie Evas Mann, glaubten an die eigene Unentbehrlichkeit und dachten so, ihre Familien schützen zu können.
Eva dagegen zweifelt und widersetzt sich der Tradition und ihrem Mann. Sie bleibt an seiner Seite, doch für die Sicherheit ihrer Tochter, ist sie bereit alles zu geben auch wenn es ihr das Herz bricht. Es tut weh, Evas Schmerz zwischen den Zeilen zu spüren.

Wie groß ihre Mutterliebe und der damit verbundene Kampfgeist wirklich sind, erfahren wir im Laufe des Romans. Aber auch an anderer Stelle erleben wir, dass Eltern in diesen Ausnahmesituationen lieber ihr eigenes Leben opfern, wenn sich dadurch eine Chance zum Überleben der Kinder eröffnet.

Gill Thompson gewährt uns einen Einblick in das Leben der Prager Juden und die Kindertransporte nach England, die viele Leben retten konnten. Aber wir reisen auch nach England selbst, erleben dort, mit Pamela und Hugh, wie die Kriegsjahre die Menschen prägten.

Ich hatte beim Lesen oft einen Kloß im Hals und musste viele Tränen herunterschlucken. Die Macht der Hoffnung, der Liebe und auch der Musik erstaunt immer wieder. So bedrückend die Geschichte selbst ist, so viele helle Momente dürfen wir dennoch erleben.

Wir tauchen ein in eine Zeit, die so nie wieder zurückkommen darf. Lebendige Charaktere und ein sehr authentischer Plot lassen den Schrecken des Krieges noch einmal an uns vorbei ziehen. Die Schicksale zweier Familien verweben sich und beeinflussen ihre Zukunft nachhaltig.

Auch wenn ” Das Kind von Gleis 1″ eine fiktive Geschichte erzählt, wird hier so viel Realität mit historischen Fakten verknüpft, dass die Schicksale von Eva, Miriam, aber auch Hanna, Pamela, Hugh, Will, Tomasz und all den anderen für all diejenigen stehen, die in diesen Zeiten ähnliches Glück oder Leid erleben mussten, in den Tod gingen oder überlebten.

Der von Gill Thomson gewählte Schluss ist ein rührender Appell an das Erinnern. Abschließend sorgen die letzten Szenen noch einmal für tiefe Gänsehautmomente.

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Rezension “Glaube mir” von Alice Feeney – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 400 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (17. August 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • übersetzt von Karen Witthuhn
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 349900531X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499005312
  • Originaltitel ‏ : ‎ His & Hers
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

Anna hat alles, was sie will. Sie hat hart gearbeitet, um Moderatorin des BBC-Mittagsmagazins zu werden, Freunde und Familie vernachlässigt, ebenso Jack, der inzwischen ihr Exmann ist. Als sie über einen Mord in Blackdown berichten soll, zögert sie. Denn in der verschlafenen Kleinstadt ist sie aufgewachsen. Und das Opfer ist eine Freundin aus Kindertagen.
DCI Jack Harper hätte nie gedacht, dass er einmal in Blackdown landen würde. Als die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, beschließt er, niemandem zu sagen, dass er das Opfer kannte, dass sie seine Geliebte war – bis er in seiner eigenen Mordermittlung zum Verdächtigen wird. Und mit seiner Exfrau Anna konfrontiert wird.

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Die Autorin:

Alice Feeney ist Journalistin und hat 16 Jahre als Nachrichtenredakteurin und Produzentin für BBC News gearbeitet. Sie hat in London und Sydney gelebt und sich mit ihrem Mann und ihrem Hund inzwischen in Surrey niedergelassen. «Manchmal lüge ich» ist ihr Debütroman.

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Rezension:

Alice Feeney konnte mich in der Vergangenheit mit ihren Thrillern immer wieder in ihren Bann ziehen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an “Glaube mir”. Diese konnte die Autorin erneut voll erfüllen.

Auf den Täter erhaschen wir in gekonnt eingespielten Sequenzen einen kurzen Blick, dürfen an seinen Gedanken teilhaben. Doch wer steckt dahinter?

Die Rückkehr in ihren Heimatort konfrontiert Anna mit weit zurückliegenden Erinnerungen an ihre Schulzeit. Und dann ist da noch Jack. Mit ihm reißen kaum verschorfte Wunde wieder brennend auf, denn beide verbindet eine gemeinsame Geschichte und eine Tragödie.

Alice Feeney lässt Anna und Jack abwechselnd zu Wort kommen. Beide haben ein Motiv oder zieht da noch eine dritte Person die Strippen im Hintergrund?  Nie kann man sich sicher sein. Wem darf man glauben? Wer lügt? Lange tappen wir Leser im Dunkeln. Zwischendurch blitzte eine Vermutung auf, die ich jedoch rasch wieder verwarf. Zu vielschichtig und verschlungen sind die Fäden gespannt.

Die Spannung hielt mich bis zum Schluss in Atem. Opfer und Täter sind keine wirklichen Sympathieträger. Alle haben eine dunkle Seite zu verbergen. Umso schwerer fällt es, hinter die einzelnen Fassaden zu blicken.

Ich liebe die psychologischen Verwirrspiele, die Alice Feeney in ihren Thrillern mit uns treibt. Das Ende ist in sich rund und hat manche Vermutung bestätigt, aber auch neue Fragen aufgeworfen. Dadurch beschäftigte mich die Geschichte auch im Nachgang noch eine Weile.

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Rezension “Prost, auf die Jugend” (Kommissar Tischler ermittelt, 3) von Friedrich Kalpenstein – Edition M

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 331 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Edition M (24. August 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 2496707789
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-2496707786
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Der amüsante Provinzkrimi von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein.

»Was hat dieser junge Kerl in seinem Leben nicht noch alles vor sich gehabt? Noch interessanter ist jedoch, was er hinter sich gelassen hat.«

Tom Wiesinger, Stiefsohn eines angesehenen Rechtsanwalts, wird abseits eines Forstweges in den Chiemgauer Alpen tot aufgefunden. Wie sich schnell herausstellt, hatte er mit seinen Mitschülern das bestandene Abitur auf einer Almhütte gefeiert. Doch wer hat den Neunzehnjährigen auf seinem Nachhauseweg umgebracht?

Hauptkommissar Tischler steht vor einem Rätsel. Denn die ersten Ermittlungen deuten darauf hin, dass Tom allseits beliebt war. War schlussendlich genau das der Grund, warum der sportliche Womanizer sterben musste?

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Der Autor:

Friedrich Kalpenstein ist ein waschechter Bayer und wurde 1971 in Freising bei München geboren. Heute lebt er unweit seiner Heimatstadt im Ampertal. Die Leidenschaft fürs Erzählen entwickelte er durch die Gutenachtgeschichten für seinen Sohn. So schrieb er zunächst Kinderbücher, ehe er seinen Schwerpunkt auf humoristische Romane verlagerte.
Dazu gehört auch sein Debütroman „Ich bin Single, Kalimera“. Das Buch ist der Auftakt zur beliebten Herbert-Reihe, die mittlerweile sieben Bände umfasst. Außerhalb der Reihe erschienen weitere Bücher des Autors, die in erster Linie vom ganz normalen Alltagswahnsinn erzählen – und das stets mit einem Blick für besondere Charaktere.

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Rezension:

Über der Brunngrieser Dienststelle schwebte die Schließung, doch seit Kommissar Tischler sich im behaglichen Brunngries niedergelassen hat, kommen die Bewohner einfach nicht zur Ruhe. Hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Da wird zukünftig noch einiges auf die Ermittler zurollen.

Und schon wieder haben es Tischler und Fink mit einem Mord zu tun. Warum wird ein scheinbar bei allen beliebter junger Mann am Abend seiner Abifeier ermordet? Die Ermittlungen bringen einige unschöne Wahrheiten ans Licht.

Ich liebe den teils etwas rustikalen Humor mit dem Friedrich Kalpenstein seine Krimireihe rund um Kommissar Tischler spickt. Die Fallstricke sind raffiniert gespannt und leiten unsere Gedankengänge immer wieder in Sackgassen. So bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss fest gespannt.

Tischler und Fink sind das perfekte Paar. Beide ergänzen sich in ihren Eigenheiten und sorgen so für einige amüsante Momente. Fink bringt uns nicht nur durch seine naiv-unbeholfene Art zum Schmunzeln. Nein, er überrascht immer mehr und entwickelt sich weiter.

Doch auch im Liebesleben von Kommissar Tischler tut sich etwas. Er kommt seiner Britta ein wenig näher. Dabei fährt ihm nur ab und an die Resi in die Quere. Die Dackeldame ist kurzzeitig bei ihm eingezogen und wacht eifersüchtig über ihr Vertretungsherrchen.

Nur um den schönen Jaguar tut es mir leid. So langsam müsste man Tischler mal mit der Nase darauf stoßen, dass hier so einiges nicht stimmt.

Kaum hat man den einen Fall beendet, wartet man schon gespannt auf die Fortsetzung.
So geht es mir mit “Prost, auf die Jugend” nach dem Schlusssatz. Für mich hat der dritte Teil noch einmal an Fahrt zugenommen und mir bisher am besten gefallen. Ich bin gespannt, mit welchen kriminellen Machenschaften es Tischler und Fink in Zukunft zu tun bekommen.

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Rezension: “Du gehörst (nicht) dazu!” – Ein Bilderbuch über Mobbing im Kindergarten von Antje Szillat – Coppenrath Verlag

  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 34 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Coppenrath; 1. Edition (14. Januar 2019)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Illustration: Marion Goedelt
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 364962849X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3649628491
  • Lesealter ‏ : ‎ 5 – 7 Jahre
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Seit Johannes in seine Gruppe gekommen ist, mag Tommi nicht mehr in den Kindergarten gehen. Trottel hat Johannes ihn schon genannt, ihm ein Bein gestellt und ihn ausgelacht. Und die anderen Kinder? Die haben mitgelacht. Mama weiß nichts davon. Auch Nina, die Erzieherin, nicht. Denn wenn Tommi petzt, wird alles noch viel schlimmer … Dass Kinder sich streiten, ist vollkommen normal. Wird ein Kind aber systematisch ausgegrenzt, spricht man von Mobbing. Tommis Geschichte möchte Kinder, Eltern und Erzieher gleichermaßen für dieses Thema sensibilisieren. Sie macht Mut, das Schweigen zu durchbrechen, und gibt Tipps, wie Kinder mit ihrer Wut umgehen können oder gegenseitigen Respekt und einen positiven Umgang miteinander üben. Mit praktischen Tipps für die ganze Familie und einem Elternnachwort der Pädagogin und Mediatorin Dr. Christa D. Schäfer

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres zweiten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen.

Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihre Buchfigur “Rick” zählt zu den Kinder-Buch-Bestseller-Reihen und wurde in viele Sprachen übersetzt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Mobbing ist ein Thema, das uns alle irgendwann einmal beschäftigt. Ob aus eigenem Erleben oder bei den Kindern, wir kommen leider nicht an dieser Thematik vorbei.

Mobbing wird meist nur im späteren Schulalltag oder Berufsleben angesprochen, dabei beginnen die Wurzeln hierfür bereits viel früher zu wachsen. Es gibt den Spruch: „Kinder können grausam sein.“. Schon die Allerkleinsten beginnen andere Kinder auszugrenzen. Was mit harmloser Neckerei und Kleinigkeiten beginnt, wächst rasch an.  
Wir haben Mobbing im Kindergarten nicht erlebt, aber mit Beginn der Schulzeit, schon in der Grundschule, blieben meine Kinder nicht davon verschont. Es ist kein schönes Gefühl unter der körperlichen Stärke oder der Übermacht einer Gruppe von Kindern zu leiden bzw. sein eigenes Kind dem ausgesetzt zu sehen. Wichtig sind an dieser Stelle die Aufklärung und das Einwirken der Eltern, aber auch der Erzieher und Lehrer auf die Kinder.

Dieses Buch wird für Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ab diesem Alter können sie dem Inhalt bereits sehr gut folgen. Die Geschichte ist gut geschrieben und meines Erachtens wirklich hilfreich, um mit den Kindern über den Umgang miteinander zu sprechen. Es ist wichtig zu verstehen, wie sich andere fühlen, wenn wir sie ausgrenzen, hänseln oder sogar körperlich attackieren. Aber auch, wie sich Kinder in diesen Fällen zur Wehr setzen und Hilfe finden können.

Antje Szillat geht kindgerecht auf das Thema Mobbing ein. Dabei ist die Geschichte nicht als Generallösung zu sehen, denn das Leben verläuft nicht immer so, wie man es möchte. Der Text gibt dafür viele Hilfestellungen und bietet Ansatzpunkte, wie man in bestimmten Situationen handeln könnte.

Die Illustrationen im Buch sind schön ausgearbeitet und durchdacht, aber für manche Kinder eventuell auch ein wenig erschreckend. Hier sollten sich Eltern das Buch im Vorfeld einmal anschauen und selbst entscheiden, wie und wann sie es mit ihren Kindern lesen möchten. Nicht jedes Kind kann mit Monstern, die von Seite zu Seite größer werden und einen zu verschlingen drohen, umgehen.

Ich würde diese Geschichte nicht als Gute-Nacht-Lektüre vorlesen oder größeren Kinder zum abendlichen Lesen empfehlen. Mobbing ist ein Thema über das man im Anschluss von „Du gehörst (nicht) dazu!“ gemeinsam sprechen sollte. Bei Kindern kommen sicher Fragen und vielleicht sogar Ängste hoch, für deren Beantwortung oder Verarbeitung es genügend Zeit geben sollte.

Im Kindergarten wäre diese Geschichte ein gutes Thema für den morgendlichen Gesprächskreis.

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Rezension “Tief in der Erde” von Christa von Bernuth – Goldmann Verlag

  • Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (15. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442315735
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442315734
  • D: 16,00 Euro

Inhalt:

1981, ein Dorf in Oberbayern. Die zehnjährige Annika Schön ist mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Freundin, doch sie kommt nie zu Hause an. Tage des qualvollen Wartens verstreichen, bis die Polizei einen erschütternden Fund macht – eine Kiste, vergraben im Wald, darin die Leiche des Mädchens, das dort erstickt ist. Eine mögliche Spur in das nahe gelegene Internat wird nur halbherzig verfolgt. Jahre später verurteilt man einen Verdächtigen, doch es bestehen Zweifel an seiner Täterschaft. Basierend auf dieser wahren Geschichte und ihren eigenen Recherchen hat Christa von Bernuth, selbst ehemalige Internatsschülerin, einen Roman geschrieben, der den alten Fall neu aufrollt – auf der Suche nach der Wahrheit, was damals wirklich geschah.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Christa von Bernuth ist Schriftstellerin und Journalistin. Ihre Kriminalromane »Die Stimmen«, »Untreu«, »Damals warst du still« und »Innere Sicherheit« wurden mit Mariele Millowitsch und Hannah Herzsprung in den jeweiligen Hauptrollen verfilmt und in mehrere Sprachen – unter anderem ins Schwedische, Holländische und Russische – übersetzt. »Tief in der Erde« ist ihr erster Roman, der von einer wahren Begebenheit inspiriert wurde. Weitere True-Crimes der Autorin sind bei Goldmann in Planung. Christa von Bernuth lebt mit ihrem Mann in München.

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Rezension:

Dieses Buch zu lesen war nicht leicht. Mit dem Wissen, dass dieses Verbrechen wirklich geschehen ist und als Mutter, hat es mich sehr bedrückt, dem Verlauf der Ereignisse zu folgen.

Ein Kind zu verlieren, ist schon unerträglich. Doch wird es gewaltsam von fremder Hand aus dem Leben gerissen, dann wird es noch schwerer das Unbegreifliche zu verarbeiten. Einzig die Verurteilung der Täter kann noch eine gewisse Ruhe in die nie vergehenden Gefühle bringen. Was aber, wenn die Indizien nicht eindeutig sind und der Täter nicht geständig ist? Die bleibenden Restzweifel können eben so schlimm an der Seele nagen, wie der eigentliche Verlust.

Christa von Bernuth hat in ihrem True Crime – Krimi Realität und Fiction miteinander verwebt und so ein mögliches Szenario zu dem wahren Fall, auf dem “Tief in der Erde” basiert, entworfen. Ihre Schlussfolgerungen waren für mich schlüssig und ich hoffe, die Zweifel, ob der wahre Täter verurteilt wurde, können irgendwann ausgeräumt bzw. der oder die wahren Täter vielleicht doch noch eines Tages gefasst werden.

Die düstere Atmosphäre und die Machtlosigkeit sind immer wieder spürbar. Die Autorin zeigt nicht nur die Ängste und Trauer der Eltern auf. Sie geht auch sehr intensiv darauf ein, wie sich dieses Verbrechen auf ihre Geschwister, Freunde und die ermittelnden Beamten ausgewirkt hat.
Ermittlungsfehler werden aufgezeigt, mögliche Vertuschungen aufgeführt. Haben hier die mit den Ermittlungen betrauten Menschen versagt? Wurden deutliche Spuren nicht beachtet? Ob es sich in Wirklichkeit so verhalten hat, kann ich nicht nachvollziehen. Doch die Zweifel bleiben.

Die von Christa von Bernuth entworfene Handlung ist schlüssig und ging mir sehr unter die Haut. Die Autorin schreibt sehr intensiv und dennoch fehlte mir in einigen Situationen die richtige Tiefe. Es ist, als würde sie sich scheuen, weiter in die Vorgänge und Gefühlswelten einzudringen.

Wäre dieser Krimi reine Fiktion, würde ich nicht so viel hinterfragen. Das Grauen der Tat ist auch dreißig Jahre später noch ebenso deutlich spürbar wie unmittelbar nach dem Auffinden des Mädchens. Doch mich beschäftigte anschließend vor allem, wie die Familie und weitere Betroffene dieses Buch empfinden. Wie würde es mir damit ergehen?

Für True-Crime-Fans sicher ein ein Leseerlebnis, das niemanden kalt lassen kann.

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Rezension “Calypsos Irrfahrt” von Cornelia Franz – Carlsen Verlag

  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 144 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Carlsen; 2. Edition (25. Februar 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3551555192
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3551555199
  • Lesealter ‏ : ‎ 10 – 12 Jahre
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

Vier Wochen Segeltörn im Mittelmeer! Oscar ist schon am dritten Tag mit seinen Eltern langweilig. Doch dann fischen sie zwei vollkommen erschöpfte Kinder in einem Rettungsring aus dem Wasser. Es sind Nala und ihr kleiner Bruder Moh, die von einem Flüchtlingsboot gefallen sind. Nun beginnt eine Odyssee von Land zu Land: Nirgends dürfen die Kinder von Bord. Und je länger die Reise dauert, desto mehr freunden sie sich mit Oscar an. Schließlich kann er sich gar nicht mehr vorstellen, die beiden einfach in irgendeinem Flüchtlingslager zurückzulassen, wie von seinen Eltern geplant …

Eine besondere, zu Herzen gehende Freundschaftsgeschichte mit ernstem Hintergrund, ganz aus Kindersicht erzählt. 

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Die Autorin:

Cornelia Franz kann sich ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Als Kind war die Hamburgerin eine Leseratte, später studierte sie Literaturwissenschaft, machte eine Ausbildung im Verlag und arbeitete als Lektorin. Seit 1993 schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seit 1993 schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in verschiedenen Verlagen erscheinen – so etwa bei Carlsen ihr mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnetes Kinderbuch “Calypsos Irrfahrt”.

Quelle: Amazon

Rezension:

Cornelia Franz hat in ihrem Kinderbuch ein aktuelles und brisantes Thema auf kindgerechte Art umgesetzt. Emphatisch, ehrlich und intensiv erleben wir ein ganz besonderes Abenteuer mit Oscar, Nala und Moh.

Flüchtlinge und ihre Probleme scheinen oft ganz weit weg und doch sind sie in unserem Alltag immer präsent und ganz nah.

Was als sommerlicher und unbeschwerter Segeltörn beginnt, wir für Oscar und seine Familie zu einem einschneidenden Erlebnis. Als sie mitten auf dem Meer zwei erschöpfte Flüchtlingskinder aus dem Wasser retten, wird dies ihr Leben grundlegend verändern.

Niemand möchte die Verantwortung für zwei elternlose Kinder übernehmen. An vielen Häfen dürfen sie nicht einmal das Festland betreten. Doch zwischen den drei Kindern und den Erwachsenen bildet sich bald ein inniges Band aus Freundschaft und Zuneigung.

Nala ist sehr anpassungsfähig. Sie hält schützend die Hand über ihren Bruder und saugt alles an Wissen auf, was ihr begegnet. Damit beeindruckt sie auch Oscar. Moh dagegen ist traumatisiert und gewinnt nur langsam Zutrauen.

Cornelia Franz schafft es, auf eine eindringliche Art, die kindlichen Gefühle und Gedanken zu transportieren. Ihr Schreibstil ist gut auf die Altersgruppe abgestimmt und hilft so den Kindern die Situationen zu verstehen und zu verarbeiten. Dabei bleiben die Erlebnisse auf der Calypso neben allen wichtigen Informationen zu einem schwierigen Thema doch abenteuerlich, spannend und unterhaltsam.

“Calypsos Irrfahrt” ist ein wunderbares Kinderbuch, das auch Erwachsene zum Nachdenken anregt.

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Rezension “Familie ist, wenn man trotzdem lacht” von Wiebke Busch – Heyne Verlag

  • Broschiert ‏ : ‎ 320 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (12. Juli 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453424727
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453424722
  • D: 12,99 Euro

Inhalt:

Steffi hat genug und renoviert kurzerhand ihr Leben

»Drei Zimmer, drei Personen. Passt doch.«, sagt Arno Ruttmann, als er und seine Frau Steffi ihr erstes Kind bekommen. Steffi ist sich da nicht so sicher – könnte eng werden. Als Kind Nummer zwei kommt, ist es zu spät: Die Hamburger Mieten sind in astronomische Höhen gestiegen. Was tun? Seine Seele verkaufen? Oder den Erstgeborenen? Nach zahllosen Besichtigungen und Maklern aus der Hölle kommt die Lösung so unerwartet wie simpel daher: Eine Mehrgenerationen-WG! Flora Blum wohnt seit 49 Jahren in einer idyllischen Stadtvilla mit Garten. Der Deal: Familie Ruttmann kauft einen Teil des Hauses, hilft bei der Renovierung – und darf bei ihr einziehen. Dafür gibt’s jede Menge Platz, Kinderbetreuung und Flora als neues Familienmitglied. Die hütet wiederum das eine oder andere aufregende Geheimnis, das es zu lüften gilt.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Wiebke Busch war für ihre Familie selbst jahrelang auf dem Wohnungsmarkt in Hamburg unterwegs und hat dort so ziemlich alles erlebt. Wenn sie keine Bücher schreibt, verfasst sie Werbetexte oder sie dichtet Einkaufszettel. In ihrem Brigitte Mom Blog hat sie einer beachtlichen Leserschaft regelmäßig über ihr Leben als Ehefrau und Mutter zweier Kinder berichtet.

Quelle: Amazon

Rezension:

Familie ist manchmal sehr viel mehr als Mutter, Vater und Kind. Zur Familie gehören auch irgendwie die beste Freundin, der beste Freund und im Fall der Ruttmanns eben auch Flora.

Sehr treffend beschreibt Wiebke Busch den obskuren Wohnungsnotstand in den Großstädten. Der Druck, dem sich Steffi ausgesetzt fühlt, kann man sehr gut nachvollziehen.

Steffi und Helen sind dem dörflichen Idyll ihrer Kindheit entflohen. Sie lieben das Flair der Großstadt, wünschen sich aber dennoch auch hier die Geborgenheit und das Wohlgefühl aus Kindheitstagen zurück. Lassen sich beide Welten verbinden und an einem Ort bündeln?

Da platzt unverhofft Flora in das Leben der Freundinnen und wirbelt dieses mächtig durcheinander. Ihre schicksalhafte Begegnung setzt viele kleine Rädchen in Bewegung und die Auswirkungen  betreffen nicht nur die drei Frauen.

Emphatisch, tiefgründig und mit viel Humor dürfen wir Flora, Steffi und Helen auf einem Stück ihres Lebens begleiten. Wir fühlen mit Flora mit und ihre innere Stärke hat mich sehr beeindruckt. Steffi findet zurück zu ihren alten Wurzeln und erwacht aus einer Phase der Lethargie zu neuem Enthusiasmus und Tatendrang. Und auch Helen kommt im Leben an. Jede auf ihre Art findet das Glück und lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.

Alle drei Frauen habe ich in mein Herz geschlossen. Das Ende ist mit ein wenig Wehmut belastet und ging mir sehr zu Herzen. Wiebke Busch hat für diese besondere Geschichte einen sehr anrührenden Abschluss geschaffen.

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Rezension “Wenn die Toten sprechen: Spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin” von Claas Buschmann – Ullstein Taschenbuch

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 240 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch; 3. Edition (29. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3548064027
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548064024
  • D: 10,99 Euro

Inhalt:

Zum Gruseln und Mitfiebern: Spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin

Jeden Tag vor einer Leiche stehen? Nichts für schwache Nerven. Für Claas Buschmann ist genau das seine tägliche Arbeit – früher als Rettungsassistent und heute als Rechtsmediziner. Wann ist die Person gestorben? Und woran? War es ein natürlicher Tod, ein Unfall oder gar Mord? Diesen Fragen spürt er jeden Tag nach und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Ermittlungsarbeit in einem Todesfall. Zu seinem Job gehört auch, dass er den Sektionssaal verlassen muss und an Fundorte fährt, um im Beisein der Polizei Leichen zu begutachten. In diesem Buch erzählt er von den spektakulärsten Fällen in seiner Laufbahn – und von denen, die ihn am meisten bewegten. Ein Muss für alle True Crime-Fans.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Claas Buschmann, geboren 1977 in Hamburg, war viele Jahre Oberarzt der Berliner Rechtsmedizin und ist heute Leitender Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft hilft er neben Tötungsdelikten auch Suizide oder Kunstfehlervorwürfe medizinisch aufzuklären. Privat geht es bei ihm lebendiger zu: unter dem Namen Dr. Boogie gibt er Jazz-Konzerte am Piano. Außerdem ist er leidenschaftlicher AC/DC-Fan.

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Rezension:

Ich lese mit Begeisterung Krimis und Thriller. Spannend finde ich hierbei die eigentliche Ermittlungsarbeit und auch die Nebenhandlungen. So faszinieren mich immer wieder die Aspekte der Rechtsmedizin.
Aus der Ferne betrachtet ist dies für mich ein spannender Beruf, doch ausüben würde ich ihn selbst nicht. In Büchern oder Filmen sind wir weit ab vom eigentlichen Geschehen. Bilder obliegen unserer eigenen Fantasie, Gerüche ereilen uns nicht und wir können die notwendige Distanz zu den Opfern wahren.

Claas Buschmann lässt uns in seinem Buch „Wenn die Toten sprechen“ in den wahren Alltag eines Rechtmediziners blicken. Dieser ist sehr abwechslungsreich. Man weiß am Morgen nicht, was einen den Tag über erwartet. Wer diesen Beruf wählt muss flexibel sein, sich auf unterschiedliche Situationen einstellten können und vor allem einen Weg finden, die Schicksale, mit denen man täglich konfrontiert wird, nicht in das eigene Leben eindringen zu lassen.

Die Arbeit der Rechtsmedizin ist für unsere Gesellschaft sehr wichtig. Dabei geht diese in der Betrachtung der Klärung von Verbrechen oft unter. In diesem Buch erfahren wir, wie kriminalistische Ermittlungsarbeit und die der Rechtsmedizin nur Hand in Hand funktionieren können. Doch selbst dann bleiben manchmal Zweifel und es können nur Vermutungen geäußert werden. Ungeklärte Fälle lassen auch Claas Buschmann nicht ruhen und bleiben im Gedächtnis.

Es erwartet uns Leser Kurioses, Tragisches und Extremes. Rasch wird hier der Unterschied zwischen Realität und Serienwissen deutlich. Filme dienen der Unterhaltung. Das Buch weckt unser Verständnis für die eigentlichen Zusammenhänge.
In der Realität scheinen die Dinge banaler, die Gründe für die Taten manchmal weniger nachvollziehbar. Manche Fälle stimmen sehr nachdenklich und auch traurig. Einige Schicksale berühren mehr als andere.

Sachlich und dennoch emphatisch lässt uns Claas Buschmann an seinen Erfahrungen und seinem Wissen teilhaben. Wichtig ist ihm hierbei immer der Respekt vor den Toten und auch den Hinterbliebenen.

Die Schilderungen seiner Erfahrungen und die Beschreibung der Fälle sind spannend und informativ, manchmal mit einem gewissen Witz gepaart und doch immer ungeschönt. Der Autor beschreibt ehrlich seinen Alltag und seine Gefühle. So fühlte ich mich gut unterhalten und konnte noch so einiges dabei lernen. Eine tolle Lektüre für jeden True Crime Fan.

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Rezension “Tagsüber Zirkus, abends Theater” von Claudia Haessy – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch ‏ : ‎ 256 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (21. April 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 349927499X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499274992
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Eine Wohnung in Hamburg-Eppendorf, Mann und Kind – die perfekten Zutaten für eine Kleinfamilie? Nicht für Claudia. Denn in Eppendorf herrschen andere Regeln. Bei Kindergeburtstagen kommen immer Mama und Papa (aus Angst, das Kind könnte beim Topfschlagen zu Tode kommen). Schnell lernt sie schnell die beruhigende Einsamkeit von Badezimmern schätzen (man kann die Tür abschließen). Claudia Haessy erzählt wunderbar und unheimlich witzig von den ersten Jahren als Mutter, in denen sie vor allem feststellt, dass das Glück im Unperfekten liegt: man kann getrennt leben, aber trotzdem zusammen sein; und vielleicht ist sie nicht Hamburg-Eppendorf, sondern einfach Barmbek-Süd.
Claudia Haessy hat einen einmaligen Ton: Scharfsinnig und mit derbem Humor erzählt sie von ihren ersten Jahren mit Kind und spricht damit allen Eltern aus der Seele.

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Die Autorin:

Claudia Haessy, geboren 1982, studierte Geschichte und Philosophie in Bonn und lebte in Jerusalem und Berlin, bevor es sie nach Hamburg verschlug, wo sie seither als Redakteurin und Autorin arbeitet.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wer sich vom Klappentext dieses Buches verführen lässt, wird dies nicht bereuen.

Das Leben verläuft selten geradlinig. Und ganz ehrlich, wie oft habt Ihr euch für andere verbogen, seid an den eigenen hochgesteckten Erwartungen gescheitert und musstet am Ende feststellen, dass es eigentlich ja auch anders geht. Wir machen uns das Leben gegenseitig schwer.

Claudia Haessy beschreibt in ihrem Buch offen und ehrlich den Alltag von Claudia.
Hier wird sich jeder sicher selbst irgendwo wiederfinden. Ich hatte viele Momente, in denen ich zustimmend mit dem Kopf genickt habe oder „Ja, genau so.“, vor mich hinmurmelte.

Die Autorin beschreibt Alltagssituationen treffsicher und ungeschönt. Dennoch ist diese Geschichte Mut machend. Ihr lockerer, ironischer Schreibstil und die schwarzhumorige Art, versprechen kurzweilige und auch amüsante Lesestunden.

Manchmal bedient sich die Protagonistin verbaler Extreme, die mir an einigen Stellen zu viel waren und doch irgendwie passend eingesetzt wurden. Bin ich ehrlich zu mir selbst, passiert mir dies in Stresssituationen, in denen mich die Wut über Ungerechtigkeiten oder Frust schier platzen lassen auch (allerdings nur hinter verschlossenen Türen mit mir selbst). Es ist befreiend, die Dinge beim Namen zu nennen, auch mit verbalen Tiefschlägen. Jeder braucht mal seine 5 Minuten Rumpelstilzchen.

Ich mag die Art, wie Claudia Heassy ihre Protagonistin durch das Leben schleust sehr. Es war erfrischend, zu erlesen, wie Claudia die einzelnen Hürden meistert.

Für alle Elternteile, ob mit oder ohne Partner an der Seite, haben die einzelnen Situationen durchaus Wiedererkennungswert. Dies betrifft nicht nur den privaten Bereich. Auch die Erlebnisse von Claudia im Job, ihre generelle Gefühlswelt, all dies ist mir nur zu bekannt.

Ich hatte unheimlich viel Spaß mit Aha-Effekt und muss Euch dieses Buch einfach ans Herz legen.

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