Rezension “Morgen ist heute schon vorbei” von Clare Furniss – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (16. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Christiane Steen
  • ISBN-10: 3499218127
  • ISBN-13: 978-3499218125
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Unsere Erinnerungen machen uns zu dem, der wir sind. Ohne sie sind wir niemand.

Hatties Sommerferien verlaufen so gar nicht nach Plan. Alle ihre Freunde sind verreist, nur sie muss arbeiten und darf ihre kleinen Geschwister babysitten. Und außerdem hat sie gerade festgestellt, dass sie schwanger ist … von ihrem besten Freund Reuben. Dann platzt Hatties exzentrische Großtante Gloria in ihr Leben, mit Vorliebe für Gin und Zigarillos – und einer Demenzdiagnose. Das ungleiche Paar begibt sich auf einen Roadtrip durch das sommerliche England mit dem Ziel, Glorias Vergangenheit noch einmal lebendig werden zu lassen, bevor die Erinnerungen für immer verblassen. Und um Hattie Zeit zu geben, eine Entscheidung zu treffen, die ihr ganzes Leben bestimmen kann. Denn Glorias Erinnerungen haben viel mehr mit Hatties Leben zu tun, als sie vermutet …

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Die Autorin:

Clare Furniss wuchs in London auf und arbeitete u. a. als Kellnerin, Verkäuferin und Pressesprecherin für den Bürgermeister von London, bevor sie sich ein Herz nahm und das tat, was sie schon immer tun wollte: Bücher schreiben. Clare Furniss lebt mit ihrer Familie in Bath.

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Rezension:

Das wertvollste im Leben sind u. a. unsere Erinnerungen. Sie sind unbezahlbar.
Manche sind wunderschön, andere schmerzvoll. Wenn sie aber schwinden, verlieren wir einen großen Teil unserer Persönlichkeit.

Durch einen Zufall lernt Hattie ihre Großtante Gloria kennen. Niemand hatte geahnt, dass diese überhaupt existiert. Das junge Mädchen und die alte Frau treffen sich an einem Wendepunkt in ihrer beider Leben.

Hattie fühlt sich von ihren Freunden im Stich gelassen und jetzt ist sie auch noch schwanger, von Reuben. Reuben, ihrem bester Freund. Doch ob er auch ein guter Vater und Lebenspartner wäre, daran hat Hattie so ihre Zweifel. Sie ist sich ihrer Gefühle nicht sicher, schiebt eine Entscheidung immer wieder weit von sich und mag auch nicht mit ihrer Mutter darüber reden.

Gloria dagegen hat ihr Leben sehr exzentrisch verbracht. Sie ist nicht unglücklich, aber es gibt ein Geheimnis, das schwer auf ihrer Seele lastet. Am Ende eines erfüllten Lebens ist sie allein, bereut die eine oder andere getroffene Entscheidung und möchte sich mit der Diagnose Alzheimer nicht abfinden.

„Heute ist morgen schon vorbei“ ist ein wundervolles, emotionales Buch. Neben aller Dramatik blitzt sehr viel Humor zwischen den Zeilen durch. In zwei parallel verlaufenden Erzählsträngen, dem von Hattie und dem von Gloria, erfahren wir mehr über ihre jeweilige Vergangenheit, Sehnsüchte und Gedanken.

Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Frauen nichts als die Familienabstammung miteinander gemein zu haben. Dennoch besteht vom ersten Augenblick an ein besonderes Verständnis zwischen ihnen. Ohne bewusste Entscheidung vertrauen sie sich gegenseitig ihre größten Geheimnisse an. Wenig später befinden sie sich auf einer abenteuerlichen und erkenntnisreichen Reise durch England. Wie eng die Parallelen zwischen den beiden geknüpft sind und wie wichtig der Familienzusammenhalt sein kann, erfahren wir hier.

Clare Furniss hat mich an vielen Stellen überrascht und sehr berührt. Die eingeflossenen Lebensweisheiten sollten wir häufiger beherzigen.

Dies ist ein wunderbarer, kluger Jugendroman, den ich absolut empfehlen kann.

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Rezension “Das Geschenk” von Sebastian Fitzek – Droemer HC

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Droemer HC; Auflage: 3. (23. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426281546
  • ISBN-13: 978-3426281543
  • D: 22,99

Inhalt:

Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben – und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.

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Der Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt “Die Therapie” (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen.
Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

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Rezension:

Dieser Psychothriller ist wirklich ein Geschenk für Fitzekfans.

Wer die verquere Art des Autors, die Dinge um sich herum zu betrachten und einen stellenweise verrückt anmutenden Plot mag, ist hier genau richtig.

Dieser Thriller hat genau den Spannungsfaktor, den es braucht, damit wir Leser das Buch nicht aus der Hand zu legen wagen. Anfangs erwartet man eine recht harmlose Geschichte. Na gut, bei diesem Autor sicher nicht. Doch dann sind da auf einmal so viele Geheimnisse und jede Lösung kommt mit weiteren Fragezeichen an der Hand daher.

Gemeinsam mit Milan Berg ist man am Ende der Nerven, weil doch noch immer ein winziges Puzzleteil zu fehlen scheint. Es gibt auch Stellen, da ist der Leser den Protagonisten voraus und kann nur hilflos zusehen, wie diese in ihr Verderben rennen.

Sebastian Fitzek spielt mit uns. Er führt uns in die Irre und lässt uns in Sackgassen laufen. Dieser Thriller steckt voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen. Für mich ist „Das Geschenk“ ein absoluter Pageturner. Kriminell ausgeklügelt und mit schwarzem Humor gespickt, hält uns der Autor auf Trapp.

Der lose Faden am Schluss durfte auch nicht fehlen. Danke für das erneute Kopfkino.

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Rezension “Die Reste frieren wir ein” von Renate Bergmann – Rowohlt Taschenbuch und Der Audio Verlag (Hörbuch)

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 4. (15. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499001489
  • ISBN-13: 978-3499001482
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

«Weiße Weihnachten! Das hatten wir schon SO LANGE nicht mehr. Lassen Se sich von alten Leuten nicht einreden, dass es früher IMMER weiße Weihnachten gab. Das ist Quatsch! Einmal blühten sogar die Kirschbäume. Andererseits: Ich kann mich noch an Winter erinnern, die waren so kalt, dass die Ziegen auf die Bäume geklettert sind und die Zweige abgefressen haben, weil sie nirgends mehr was fanden! Wie dem auch sei: Ich habe schon immer das Beste aus dem gemacht, was das Leben meinte, mir vor die Füße werfen zu müssen!» Renate Bergmann hat schon 82 Feste gefeiert, zu denen es mindestens genauso viele Geschichten gibt. Die schönsten erzählt sie in diesem Buch.

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Der Autor:

Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten – und mit ihren Büchern die ganze analoge Welt.

Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer Online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen. «Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker» unter dem Pseudonym Renate Bergmann war seine erste Buch-Veröffentlichung – und ein sensationeller Erfolg, auf die zahlreiche weitere, nicht minder erfolgreiche Bände und ausverkaufte Tourneen folgten.

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Rezension:

Weihnachten ist eine Zeit auf die wir uns immer besonders freuen. Dennoch verläuft kein Weihnachtsfest wie geplant. So auch nicht bei Renate Bergmann. Sie teilt mit uns die Erinnerungen an vergangene Weihnachten zwischen 1946 und 2018. Neben vielen humorvollen und teils bärbeißigen Schilderungen gibt sie uns auch viele ernste Gedanken mit auf den Weg.

Sie lädt uns ein, mit ihr am Kamin zu sitzen und karge, dafür aber umso herzlichere Wintertage zu erleben. Sie schimpft und zetert über die Fresssucht ihrer besten Freundin, wobei dennoch die Sorge und tiefen Gefühle für diese zum Ausdruck kommen. Auch ihre erwachsene Tochter kommt nicht ungeschoren davon. Originell und witzig serviert sie uns ihre Lebensweisheiten.

Thorsten Rhode versteht es seiner Heldin Leben einzuhauchen. Wir alle wissen, dass die Twitteromi Renate Bergmann nur eine fiktive Gestalt ist und dennoch scheint sie dermaßen präsent, dass sie gleich nebenan wohnen könnte. Sie ist auf ihre eigene Art einfach liebenswert.

Das Hörbuch enthält leider nur die gekürzte Fassung des Buches. So wurde eine Geschichte über das Weihnachtsfest 1973 komplett weggelassen. In vertretbarem Maß finde ich Kürzungen bei Hörbüchern nicht schlimm. Komplette Passagen oder gar Kapitel zu streichen, ist für mich aber nicht in Ordnung.

Die Interpretation durch Carmen-Maja Antoni ist absolut gelungen und transportiert das Weihnachtsgefühl der Geschichten zu den Hörern. Genauso habe ich mir Renate Bergmann beim Lesen vorgestellt.

  • Audio CD
  • Verlag: Der Audio Verlag (25. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3742411934
  • ISBN-13: 978-3742411938
  • D: 12,99 Euro

Wer ein wenig Spaß haben und den ernsten Alltag auch einmal von der humorvollen Seite betrachten möchte, sollte dieses kleine Buch zur Hand nehmen.

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Rezension “Honigduft und Meeresbrise” von Anne Barns – MIRA Taschenbuch

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374570004X
  • ISBN-13: 978-3745700046
  • D: 10,99 Euro

Inhalt:

»Anne Barns schenkt ihrer Lesergemeinde mit „Honigduft und Meeresbrise“ ein neues mitreißendes, spannungsgeladenes Buch.«Land & Meer

Geliebte Martha, von dir zu lesen, gibt mir unendlich viel Kraft! – So beginnt der Brief, den Anna in Händen hält. Die mit Tinte auf vergilbtem Papier geschriebenen Buchstaben sind noch immer gut sichtbar. Trotzdem fällt es Anna schwer, die geschwungene Schrift zu entziffern. Nur am Datum gibt es keine Zweifel: Dezember 1941. Vor fast achtzig Jahren wurde dieser Brief an ihre Urgroßmutter adressiert, und doch hat Anna ihn eben erst gemeinsam mit ihrer Oma geöffnet. Eigentlich will sie mit ihrem Besuch bei Oma den Verlust ihrer besten Freundin verarbeiten, die bei einem Unfall ums Leben kam. Aber dann führt der Brief Anna schließlich nach Ahrenshoop, wo sie hofft, Antworten zu finden …

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Die Autorin:

Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.”

Quelle: Amazon

Rezension:

In jeder Familie schlummern Geheimnisse. Manche kommen nie ans Licht und dann eine zufällige Begegnung, ein verlorengeglaubter Brief und alles verändert sich. Ich finde die Möglichkeit, dass nach vielen Jahrzehnten ein Brief von der Post an seinen Empfänger zugestellt wird immer wieder faszinierend. Und es gab ja in der Realität bereits genügend Situationen, in denen genau dies passierte.

Anne Barns hat mit „Honigduft und Meeresbrise“ einen warmherzigen Roman über Familie, Freundschaft, Missverständnisse, Verluste und Liebe geschrieben. Ihre Protagonisten leben. Sie machen Fehler, rappeln sich auf und nicht alles im Leben ist so, wie wir es zu sehen glauben. Ihre Helden und Heldinnen sind vielschichtig und für mich direkt aus dem Leben gegriffen. Ihre Thematiken haben immer dieses gewisse Maß an Tiefgang, um dem Anspruch des Lesers an ein gutes Buch zu erfüllen und bewahren dennoch den gewünschten Wohlfühleffekt.

Humorvoll, nachdenklich, vielleicht auch ein bisschen melancholisch machen wir uns auf die Suche nach Oma Johannas und eben auch Annas Wurzeln.

Wer ist Johann Kranichburg? Was geschah damals, mitten in den Wirren des zweiten Weltkrieges?

Nachdem Johanna und Anna Licht ins Dunkel ihrer Familiengeschichte gebracht haben, können sie viele Dinge der Vergangenheit besser verstehen und sich auch mit diesen aussöhnen.

Es ist tragisch, wie sehr ein einziger, nicht zugestellter Brief das Leben vieler Menschen und Familien beeinflussen, sprich verändern kann. Kleine Ereignisse können unser Handeln und unsere Entscheidungen grundlegend beeinflussen.

Natürlich dürfen am Ende eines Buches von Anne Barns die wunderbaren Rezepte nicht fehlen. Diese sind nach dem Abschluss der Geschichte immer ein besonderes Highlight für mich.

Wie wäre es mit einer Runde Honigschnaps und Honigbusserl für alle?

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Rezension “Drei Schritte zu Dir” von von Rachael Lippincott, Mikki Daughtry und Tobias Iaconis – dtv Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Nina Frey
  • ISBN-10: 3423762527
  • ISBN-13: 978-3423762526
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: Five Feet Apart
  • D: 16,95 Euro

Inhalt:

Das Buch zum neuen Blockbuster im Sommer 2019

»Ich habe die Bedeutung von menschlicher Berührung nie verstanden…bis ich sie nicht haben konnte.«

Stellas einzige Überlebenschance ist eine neue Lunge. Bis es soweit ist, muss sie sich von allem und jedem fernhalten, um ihr ohnehin schwaches Immunsystem nicht zu gefährden. Ohne Ausnahme.

Will ist ganz anders – er lässt sich nicht unterkriegen und ist bereit, auf volles Risiko zu gehen. Sobald er 18 ist, wird er dem Krankenhaus den Rücken kehren, um endlich mehr von der Welt zu sehen.

Vor allem aber ist Will jemand, von dem Stella sich fernhalten muss. Wenn er sie auch nur anpustet, könnte sie infiziert werden. Beide könnten sterben. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fühlt sich der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen ihnen wie eine Strafe an. Wäre ein bisschen mehr Nähe wirklich so tödlich – vor allem, wenn sie verhindert, dass ihre Herzen brechen?

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Die Autoren:

Rachael Lippincott wurde in Philadelphia geboren und wuchs in Pennsylvania auf. Sie absolvierte einen BA Studiengang in English Writing an der University of Pittsburgh. Zurzeit lebt sie in Pittsburgh, Pennsylvania, wo sie ihre Zeit zwischen dem Schreiben und dem Betrieb eines Foodtrucks aufsplittet.

Mikki Daughtry stammt aus Atlanta, Georgia. Sie hat einen Abschluss in Theaterwissenschaften von der Brenau University. Mikki Daughtry lebt in Los Angeles, wo sie als Drehbuchautorin arbeitet.

Tobias Iaconis wurde in Deutschland als Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen geboren. Er studierte Englische Literatur am Haverford College in Philadelphia und arbeitet nun als Drehbuchautor in Los Angeles, wo er mit seiner Familie lebt.

Nina Frey studierte Anglistik und Germanistik in Hamburg. Sie arbeitete lange im Kunsthandel, bevor sie sich als Übersetzerin selbstständig machte.

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Rezension:

Über den Film hatte ich schon viel gehört. Leider fehlt uns meist die Zeit für einen schönen Kinoabend. Aber die Geschichte von Stella und Will wollte ich unbedingt lesen.

Mukoviszidose ist eine Krankheit über die wenig gesprochen wird. Sie entwickelt sich schleichend und eine Heilung gibt es bisher noch immer nicht. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist niedrig. Jede noch so harmlose Infektion kann tödlich enden und selbst die Transplantation einer neuen Lunge räumt nur den winzigen Lebenszeitraum von vielleicht fünf weiteren Jahren ein.

Es ist eine traurig schöne Geschichte über eine noch wenig erforschte und bislang unheilbare Krankheit, Verluste, Hoffnung und die erste Liebe. Im Mittelpunkt stehen drei Teenager, die bereits ihr gesamtes kurzes Leben gegen eine tödliche Krankheit ankämpfen. Dabei akzeptiert, ignoriert oder bekämpft diese jeder auf seine eigene Weise.

Neben Stella und Will hatte es mir Poe am meisten angetan. Er war für mich eine zentrale und wichtige Figur in dieser Geschichte.

Wer „Drei Schritte zu dir“ ohne Taschentücher übersteht muss wirklich hartgesotten sein. Mir liefen schon das eine oder andere Mal die Tränen. Diese Geschichte wird sensibel und sehr emotional erzählt. Vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, wurde der Konflikt zwischen Krankheit, Familie, erster Liebe, aber auch Schuldgefühlen, sehr gut gelöst. Trotz der Dramatik des Inhaltes, lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen.

Wir betrachten die Ereignisse aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und gewinnen so einen tiefen Einblick in das Seelenleben von Stella und Will. Dadurch lassen sich Handlungen der Protagonisten, die für den Leser auf den ersten Blick unlogisch wirken, besser verstehen. Neben aller Tragik gibt es aber auch viele humorvolle Einschübe und bei einigen Passagen darf man sogar lachen.

Das Schicksal der Jugendlichen bewegt, macht traurig und gibt dennoch Hoffnung. Mit jedem weiteren Tag wächst die Hoffnung auf ein Medikament, das Heilung verspricht.

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Rezension “Im Wald der Wölfe” von Linus Geschke – Ullstein Taschenbuch

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. (26. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548291201
  • ISBN-13: 978-3548291208
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Eine Hütte im Wald.
Eine Mordserie, die sich über sechs Jahrzehnte zieht.
Ein eingebranntes Wolfsmal auf der Stirn der Opfer.  
Und das Töten ist noch nicht vorbei.

Mitten in der Nacht steht eine blutüberströmte Frau vor der Tür von Jan Römers Waldhütte, und schlagartig ist es mit seinem Erholungsurlaub vorbei. Die Frau, Hannah Wozniak, wirkt verängstigt, behauptet aber, nur beim Joggen gestolpert zu sein. Jan Römer lässt sich von ihr überzeugen, horcht aber auf, als sie ihm vom “Wald der Wölfe” erzählt, ein nahe gelegenes Waldstück, in dem schon früher Morde geschehen sind. Alle Opfer trugen Brandzeichen, einen Wolfskopf. Am nächsten Morgen ist Hannah verschwunden, und Jan Römer beginnt zu recherchieren. Schnell zeigt sich, dass die Morde in einem Zusammenhang stehen, der bis tief in die deutsche Vergangenheit hineinreicht. Und als Jan Römer selbst in die Schusslinie gerät, wird ihm klar, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist.

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Der Autor:

Mit TANNENSTEIN erscheint am 31.01.2019 der Auftakt zu einer Thriller-Trilogie im dtv-Verlag – das Buch, von dem der Autor sagt, dass er es “dringender schreiben wollte als alle anderen”.

Zuvor erschien im Oktober 2014 mit DIE LICHTUNG der erste Krimi von Linus Geschke im Ullstein-Verlag. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Journalist Jan Römer, der gemeinsam mit seiner Kollegin in einem ungeklärten Mordfall aus den 80ern ermittelt. Am 14.03.2016 wurde die Reihe dann mit dem zweiten Band UND AM MORGEN WAREN SIE TOT fortgesetzt, der dritte Teil (DAS LIED DER TOTEN MÄDCHEN) erschien im Januar 2018.

Linus Geschke lebt in Köln und arbeitet als freier Journalist unter anderem für Spiegel Online und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 

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Rezension:

Ich hatte mich auf einen weiteren spannenden Fall mit Jan Römer und Mütze gefreut. Die Grundidee für diesen Krimi wirft auch eine interessante Thematik auf. Cold Cases und die Geheimnisse der Vergangenheit sind immer recht komplex und nicht selten mysteriös. So auch in diesem vierten Fall der Krimireihe.

Es knistert gewaltig zwischen Jan Römer und Mütze. Die Erzählstränge, in denen es um die persönlichen Bindungen und Gefühle der Protagonisten geht, sind Linus Geschke perfekt gelungen.

Leider wurden die Ereignisse zu überzogen dargestellt und es treffen einfach zu viele Klischees aufeinander, um glaubwürdig beim Leser anzukommen. Die Handlung erschien mir oftmals weit hergeholt und konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Einige Stellen waren dadurch recht nervig und langatmig. Andere wiederum strotzen vor Lebendigkeit. Dies hat mich dann immer wieder ein wenig ausgesöhnt.

Der Schluss hat mir sehr gefallen. Actionreich und dramatisch beinhaltet er ein wahres Spektrum an Emotionen, was ich im Hauptteil sehr oft vermisst habe. Für mich leider nicht der beste Teil dieser Reihe.

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Rezension “Omas Inselweihnacht” (Die Oma-Imke-Reihe, Band 5) von Janne Mommsen – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (17. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499001187
  • ISBN-13: 978-3499001185
  • D: 10,00 Euro

Inhalt.

Ein tief verschneiter Dezember auf Föhr. Oma Imke träumt von einem harmonischen Weihnachten in der Familie. Sie stellt den Julboom auf und pflegt andere friesische Rituale. Doch dann sagt einer nach dem anderen ab. Bei ihren Versuchen, den Heiligabend doch noch zu retten, landet sie am winterlichen Deich, in der Inseldisco und in einer alten Mühle. Irgendwann wird ihr alles zu viel, und sie flieht zu ihrem heimlichen Liebhaber nach Amrum. Wegen einer Sturmflut kann sie nicht zurück. Wird es ein Weihnachtswunder für die Familie Riewerts geben?

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Der Autor:

Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.

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Rezension:

Weihnachten mit der Familie ist für mich sehr wichtig. Oma Imke kann sich ein Weihnachtsfest ohne ihre Lieben gar nicht vorstellen. Auch wenn der Heiligabend immer in einem Desaster und mit Streit endet, ist es ihr wichtig, die Kinder bei sich zu haben.
Für das diesjährige Weihnachtsfest hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht, um die Harmonie in der Familie zu erhalten. Doch dann sagt plötzlich einer nach dem anderen ab.

Oma Imke ist ein Unikat und hat auch im hohen Alter noch das ein oder andere Geheimnis. Sie ist für fast jeden Spaß zu haben und ihr Auftritt in der Ü30 Disko bringt jeden zum Schmunzeln.

Mit „Omas Inselweihnacht“ erwartet Euch ein kurzweiliges, humorvolles Leseerlebnis. Stimmungsvoll, heiter und manchmal ein wenig wehmütig, ist es ein perfekter Einstieg in die Vorweihnachtszeit. Skurrile Charaktere und das nordische Inselflair laden zum Verweilen ein. Durch das praktische Pocketformat lässt es sich für kleine Leseauszeiten prima in der Handtasche verstauen.

Ich hatte eine Menge Spaß auf der Insel Föhr und kann Euch nur empfehlen, folgt Janne Mommens charmanter Einladung zu „Omas Inselweihnacht“.

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Rezension “Alodia, du bist jetzt Alice” von Reiner Engelmann – cbt Verlag

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: cbt; Auflage: Originalausgabe (9. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570312682
  • ISBN-13: 978-3570312681
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • D: 9,00 Euro

Inhalt:

Vergessene Opfer: Geraubte Kinder im Nationalsozialismus

Alodia Witaszek ist fünf Jahre alt, als ihr Vater von Nationalsozialisten hingerichtet wird. Ihre Mutter wird nach Auschwitz deportiert. Die blonde und blauäugige Alodia gilt als »rassenützlich«. Sie kommt in ein »Lebensborn«-Heim und wird als »Geschenk des Führers« einer deutschen Familie zur Adoption übergeben. Nach Kriegsende sucht Alodias leibliche Mutter zwei Jahre lang nach ihrem verschleppten Kind. Kurz vor Weihnachten 1947 hat sie Erfolg: Alodia kehrt in ihre fast vergessene Familie zurück und muss ihre Muttersprache neu lernen. Reiner Engelmann hat die Zeitzeugin getroffen und ihr Leben aufgeschrieben. Mit Originaldokumenten und Fotos.

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Der Autor:

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen.

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Rezension:

Reiner Engelmann leistet mit seinen Werken einen wichtigen Beitrag, damit wir die Ereignisse der Geschichte nicht vergessen, daraus lernen und einen besseren Weg für unsere Zukunft finden können. Er hält das Andenken an all die Menschen, die während der Nazidiktatur unermessliches Leid erfahren mussten oder ihr Leben verloren haben aufrecht.

Der Autor hat in seinem aktuellen Buch ein Thema angeschnitten, über das recht wenig geschrieben wurde – Zwangsadoptionen während des Zweiten Weltkrieges.

Alodias Geschichte basiert auf wahren Tatsachen. Ihr Schicksal und das ihrer Familie stehen stellvertretend für alle Familien, die durch den Naziterror auseinander gerissen wurden. In vielen Fällen gelang es nach Kriegsende nicht, die Spuren der geraubten Kinder zu verfolgen. Viele Eltern sahen ihre Kinder nie wieder und blieben über deren Schicksal im Ungewissen.

Die Nazis beließen es nicht dabei, die Kinder aus ihrem familiären Umfeld herauszureißen. Ihnen die Identität zu nehmen. Bevor die Kinder an neue Familien weitergereicht wurden, durchliefen sie viele Stationen des Leides und nur wenige kamen in einer Familie zur Ruhe.

Alodias Leidensweg beginnt im Kinderbereich eines Konzentrationslagers. Um dieses und die nachfolgenden „Heime“ zu überleben, bedurfte es einer Vielzahl an glücklichen Fügungen und Zufällen. Viele Kinder starben bereits in den Lagern oder Heimen. Die Zustände dort lassen sich kaum erfassen. Auf das Alter oder die Bedürfnisse der Kinder wurde keine Rücksicht genommen und Erwachsene genossen ihre Macht über diese hilflosen Wesen.

Kinder verdrängen und vergessen sehr schnell, was sie in den ersten sechs Lebensjahren erleben. So auch Alodia und ihre Schwester. Neben den Erinnerungen an ihre eigentliche Familie und ihre Muttersprache, verdrängten sie auch die traumatischen Ereignisse. Sie wurden von ihren neuen Eltern geliebt und umsorgt, erlebten dadurch einige unbeschwerte Jahre.

Durch die Zwangsadoptionen waren aber nicht nur die Kinder und deren Eltern betroffen. Auch den neuen Familien, denen die Umstände unter denen die Kinder zu ihnen fanden, nicht bekannt waren, erfuhren viel Leid und am Ende große Verluste. Es handelte sich hier vorwiegend um Paare, die sich nichts sehnlicher wünschten, als ein Kind großziehen zu dürfen. Nachdem sich dieser Wunsch erfüllt und sie das Kind in ihr Herz geschlossen hatten, wurde es ihnen wieder entrissen.

Jedes Elternteil möchte seine Kinder wieder in die Arme nehmen dürfen. Aldoias Mutter konnte die Härte und Strapazen der Konzentrationslager nur überleben, weil die Gedanken an ihre Kinder ihr Kraft gaben. Als die Kinder zu ihr zurückkehrten, war sie für die Mädchen allerdings zu einer fremden Frau geworden.

Alodia und Daria mussten ihr Leben noch einmal neu beginnen, Vertrauen und auch ihre Muttersprache neu erlernen. Die Anfeindungen gegen die Kinder waren in Polen damals groß. Diese vor allem psychische Belastung können wir gar nicht wirklich greifen. Die beiden Mädchen haben es geschafft, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Alodia hatte sogar das Glück, den Kontakt zu ihrer Adoptivmutter aufrechterhalten zu können. Beide Mütter verband zum Schluss eine echte Freundschaft und das Mädchen durfte mit der Liebe zweier Mütter aufwachsen. Vor diesen beiden starken und klugen Frauen muss man Hochachtung haben. Ich mag gar nicht daran denken, wie viele Kinderseelen damals zerbrachen.

Das Daria den Kontakt zu ihren Adoptiveltern nicht wieder aufnehmen konnte, mag vielleicht auch daran liegen, dass für diese der Verlust des Mädchens zu schmerzhaft gewesen ist. Hierüber kann man nur Vermutungen anstellen, dennoch hat es Daria über einen langen Zeitraum hinweg belastet.

Reiner Engelmann beleuchtet alle Seiten, die der Kinderraub während der NS-Zeit mit sich brachte. Er zeigt die Schicksale polnischer Familien auf. Besonders der Familien, die sich der NS-Diktatur in den Weg stellten. Repressalien hatten nicht nur die Widerstandskämpfer, sondern auch ihre Familien zu befürchten. Alodias Familie ist nur ein Beispiel für die damalige Brutalität und Skrupellosigkeit der Nazis.

Bei „Alodia, du bist jetzt Alice“ handelt es sich um ein sehr empathisch geschriebenes Jugendbuch. Die sprachliche Gestaltung ist dem Alter der Zielgruppe angepasst. Dennoch beschönigt Reiner Engelmann die Ereignisse nicht und spricht die Grausamkeiten in einer sehr deutlichen und doch kindgerechten Art an. Die eingefügten Familienfotos bringen den Lesern diese Geschichte sehr nahe. Es handelt sich nicht um unbekannte Personen, die Ereignisse gewinnen an Realität. Man hat ihre Gesichter beim Lesen direkt vor Augen und nimmt Anteil an dem Schicksal jedes Einzelnen.

Es ist ein wichtiges Buch, mit dem man Kinder aber nicht allein lassen sollte. Wichtig ist, über das Gelesene miteinander zu sprechen, um all die Informationen verarbeiten zu können.

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Rezension “Mr. Hicks feiert Weihnachten” von Kate Roseland – Wunderlich Verlag (Rowohlt)

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 1. (15. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 380520051X
  • ISBN-13: 978-3805200516
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Mortimer Hicks, 72 und seit Jahren verwitwet, legt Wert auf Ruhe, Ordnung und Sparsamkeit. Doch kurz vor Weihnachten gerät seine perfekt organisierte Welt aus den Fugen: Seine Nachbarin schiebt ihm ihren kleinen Sohn in die Tür, mit der Bitte, auf ihn aufzupassen. Dabei verabscheut Mortimer nichts mehr als Kinder, weil sie jedes seiner drei Prinzipien verletzen: Ruhe, Ordnung, Sparsamkeit. Und dann platzt auch noch Gwendolyn in sein Leben, eine resolute und ziemlich propere Museumswärterin. Unmöglich, wie forsch sie ihn immer zurechtweist! Trotzdem will sie Mortimer nicht aus dem Kopf gehen. Ohnehin ist ihm in letzter Zeit oft so anders, er leidet unter Schwächeanfällen und seltsamen Visionen. Wird er langsam senil? Oder ist das etwa…Liebe? In seinem Alter?

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Kate Roseland, geboren 1966, hat sich während ihres Studiums in London unsterblich in die Stadt und ihre Geschichte verliebt. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie, einem Kater und einer Katze in Hamburg, reist aber regelmäßig über den Kanal, um Freunde zu treffen und die unvergleichliche Londoner Atmosphäre zu erleben.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich liebe die Vorweihnachtszeit und ab heute darf ich endlich wieder offiziell Weihnachtslieder abspielen. Was liegt da näher, als sich auch lesend auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Ich habe zur Einstimmung eine anrührende Weihnachtsgeschichte aus dem Wunderlich Verlag für Euch ausgesucht – “Mr. Hicks feiert Weihnachten” von Kate Roseland.

Das Büchlein kommt in einem herrlich weihnachtlichen Einband und Lesebändchen daher. Schon rein optisch eignet es sich als Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit oder kleines Geschenk am Heiligabend. Mit seinem ungewöhnlichen Format, sticht es aus der Masse an Büchern heraus.

Kate Roseland erzählt in „Mr. Hicks feiert Weihnachten“ eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Wo anders könnte diese spielen, als in England. Mr. Hicks ist ein typisches Urgestein der Hauptstadt Großbritanniens, jedenfalls stellte ich ihn mir so vor. Rührend erlebt man als Leser die Einsamkeit von Mr. Hicks, der sich grummelig hinter einer Mauer der Abwehr versteckt. Seine neue Nachbarin und deren Sohn sowie ein roter Kater bringen den geregelten, aber langweiligen Tagesablauf unseres Pedanten mächtig durcheinander. Aber auch die Liebe greift noch einmal nach dem Herzen von Mr. Hicks.

Mit vielen versteckten kleinen Botschaften versehen, erinnert mich diese Geschichte ein wenig an Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“. Aber Herr Dickens hat ja in gewissem Sinne auch einen kleinen Anteil an den zu erwartenden Ereignissen.

Für mich ein kleines Juwel zur diesjährigen Weihnachtszeit.

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Badebuch-Sonntag mit Edition Wannenbuch – Die Badewannenbox – Schöne Dinge für die Badewanne

Liebt Ihr Überraschungen genauso wie ich? Dann habe ich hier eine wunderbare Idee, wie man sich selbst beschenken kann und gleichzeitig auch noch überrascht wird.

Im vergangenen Jahr habe ich es verpasst, mir eine der Überraschungsboxen von Edition Wannenbuch zu bestellen. Dieses Jahr habe ich mich damit selbst beschenkt.

Es gibt die Box in vier verschiedenen Kategorien. Ihr habt die Wahl zwischen

Crime *** Fun *** Love *** und *** Relax **

Ich habe mir die Krimibox ausgesucht und bin glücklich mit der Auswahl der enthaltenen Bücher. Während des Bestellvorgangs könnt Ihr eine kurze Nachricht hinterlassen und so auch spezielle Wünsche bezüglich der Buchauswahl äußern. Ich hatte mir einen Einhornkrimi gewünscht und dieser befand sich dann auch unter den vier Badewannenkrimis.

Wie Ihr auf dem Abschlussfoto seht, beinhaltet die Box nicht nur die vier Wannenbücher. Sie ist gefüllt mit allem, was man für einen gemütlichen Badeabend benötigt.

Ich liebe ja alles was kuschelig oder kitschig ist und dekoriere unheimlich gerne. Natürlich dürfen da die Badeentchen nicht fehlen. Jetzt haben wir ein neues Mitglied in unserer Entenfamilie. Auch der neue Tischkalender für 2020 hat bereits ein schönes Plätzchen gefunden. Jeden Monat erwartet uns hier ein neues Entchenmotiv mit Informationen zu kuriosen Feiertagen.

Derzeit kostet die exklusive Badewannenbox 29,95 Euro. Meine Lieferung erfolgte super schnell. Die Box ist auch ein schönes Geschenk für die (den) Liebste(n), Familie oder Freunde. Also, falls ihr noch etwas für Weihnachten sucht…

Jetzt heißt es für mich nur noch die Badewanne mit heißem Wasser und dem gelieferten Badezusatz füllen, eine duftende Tasse Tee auf den Wannenrand stellen, Licht aus und bei Kerzenschein mit einem wasserfesten Buch entspannen.

Ich wünsche Euch einen gemütlichen Sonntagabend.

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