Rezension “Der Fahrer” (Kerner und Oswald, Band 3) von Andreas Winkelmann – Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (16. Juni 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499000385
  • ISBN-13: 978-3499000386
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Der neue Thriller von Bestsellerautor Andreas Winkelmann: ein neuer Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald.

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht – sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten – fluoreszierend im Licht der Straßenlaternen. Jemand hat die Leiche mit Leuchtfarbe angemalt.
In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Komissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft – obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart – und zu sich – zu ziehen. Dann tauchen überall merkwürdige Hashtags auf. Erst auf den Privatautos der Opfer, dann an immer mehr Orten steht: #findemich – in Leuchtfarbe. Und es scheint, als wäre diese Aufforderung direkt an Jens Kerner gerichtet…

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Der Autor:

Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

Quelle: Amazon

Rezension:

“Der Fahrer” ist mittlerweile der 3. Fall, den Jens Kerner und Rebecca Oswald gemeinsam lösen und für mich der zweite, bei dem ich diesem Ermittlerduo über die Schultern schaue.

Wir bewegen uns wieder einmal auf alltäglichen Wegen. Doch genau hier lauert das Grauen. Dieses Mal scheint des Rätsels Lösung bei einem Fahrdienst zu liegen. Doch so einfach macht es uns Andreas Winkelmann natürlich nicht.

Gewohnt spannend, hintergründig und mysteriös lässt uns der Autor miträtseln und bangen. Der Täter treibt sein perfides Spiel mit den Ermittlern und ist Ihnen immer einen Schritt voraus. Dabei macht er sich die Medienpräsenz seiner Opfer zu Nutze. Deren Rettung scheint zum Greifen nah und doch wird es Jens Kerner und seinen Kollegen gelingen, die Frauen rechtzeitig zu finden? Die Bilder zeichnen sich klar ab und doch ist nichts, wie es auf den ersten Blick hin scheint.

Private Emotionen kochen hoch und vernebeln Jens Kerner den Blick. Auch blicken wir wieder ein wenig mehr in das Leben von Jens und Rebecca. Ich mag diese Verquickung von privaten Einschüben und Ermittlungsarbeit sehr. So gewinnt man als Leser ein besseres Gefühl für die einzelnen Charaktere und kommt ihnen näher.

Auf der Jagd nach dem Hashtag-Killer hält Andreas Winkelmann den Spannungsbogen stetig hoch.
“Der Fahrer” ist ein absolut fesselnder Thriller. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Fälle mit Jens Kerner und Rebecca Oswald.

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#Gewinnspielauslosung zu “Die neugierige Lady und das Biest”

Ihr wartet sicher schon gespannt auf die Auslosung des aktuellen Gewinnspiels. Ich mache es daher auch ganz kurz. Der Glücksstrahl der Losfee fiel auf

Falko Bolze

Herzlichen Glückwunsch! Du bekommst eine signierte Taschenbuchausgabe des Buches + einige Goodies der Autorin.

Bitte sende mir Deine Anschrift via Mail an schmidt.anja73@gmail.com oder per PN über Facebook.

Ganz viel Spaß beim Lesen.

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Rezension “Zeimal im Leben” von Clare Empson – Blanvalet Verlag

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (16. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Sibylle Schmidt
  • ISBN-10: 3734108020
  • ISBN-13: 978-3734108020
  • Originaltitel: Him
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Machen Sie sich bereit für die emotionalste Geschichte des Jahres!

Es begann alles damit, dass sie ihn traf – ihn, die Liebe ihres Lebens. Als Catherine damals als Studentin Lucian zum ersten Mal sah, war ihr gleich klar: Das ist für immer. Er ist ihr Seelenverwandter, nichts wird sie auseinanderbringen. Doch dann geschah etwas, das alles änderte. Catherine verließ Lucian, heiratete jemand anderen, gründete eine Familie. Und trotzdem kann sie Lucian nicht vergessen. Als sie ihn 15 Jahre später wiedertrifft, ist alles wieder da, die Vertrautheit von damals, das Gefühl, endlich wieder ganz zu sein, sich selbst in dem anderen wiedergefunden zu haben. Aber manchmal kann man nicht mehr anfangen, wo man aufgehört hat. Und manchmal holt einen die Vergangenheit mit solcher Macht ein, dass sie droht die Gegenwart zu zerstören und damit alles, was man liebt …

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Die Autorin:

Clare Empson ist Journalistin und arbeitete für überregionale Zeitungen, für die sie so ziemlich über alles berichtete: vom Kollaps der großen Investmentbanken bis hin zu »Tee mit Barbara Cartland« (ganz in pink natürlich, inklusive des Kuchens). Vor acht Jahren zog sie dann aufs Land und gründete den Kultur- und Lifestyle-Blog Countrycalling. Die idyllische Landschaft inspirierte sie zu ihrem ersten Roman, der die dunkle Seite des Paradieses beschreibt. Clare lebt mit ihrem Mann und drei Kindern an der Grenze zwischen Wiltshire und Dorset in England.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ab und an müssen es auch einmal Liebesgeschichten sein. Nicht immer nehmen sie ein Happy End. Dafür ist es erholsam weniger Kitsch und mehr wahre Gefühle und Realität zu erleben.

Für mich ist „Zweimal im Leben“ von Clare Empson ein solches Buch.

Catherine ist gefangen in einem Gefühlschaos, welches Sie bereits seit vielen Jahren begleitet.
Wir wissen von Beginn an, es muss sich ein schreckliches Trauma ereignet haben. Catherine hat sich von der Realität abgekapselt, lebt in ihren Erinnerungen und doch erfasst sie auch die aktuellen Ereignisse um sich herum. Welches Erlebnis kann sie nicht verarbeiten, dass sie bewusst den Zugang zur Welt außerhalb ihrer Gedanken verweigert? Was geschah vor vier Monaten?

Nach und nach lernen wir Catherine und Sam, Lucian und Jack kennen. Zwischen allen besteht eine emotionale Bindung, deren Ursprung wir nach und nach in Rückblenden kennenlernen.

Wir erleben tiefe, fast schon bedingungslose Liebe, Schuldgefühle, Neid, Ignoranz und ein Leben am Limit. Zeitsprünge lassen uns immer wieder zwischen Gegenwart, naher und ferner Vergangenheit wechseln, bis sich vor uns ein abgerundetes, klärendes Bild öffnet. Die Perspektivwechsel sind passend gewählt, überschaubar und lassen uns tief in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauschen.

„Zweimal im Leben“ hat mich emotional abgeholt. Die Katastrophe war von Beginn an greifbar. Es war mir nur nicht klar, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen würde. Daher blieb es für mich bis zur letzten Seite spannend und aufwühlend.

Gefühle sind unberechenbar und stellen sich über den Verstand. Als unbeteiligter Dritter lässt es sich immer leicht urteilen, doch für mich waren die geschilderten Gedanken und Gefühle nachvollziehbar. Gerade weil sie bei den Protagonisten nicht immer zu richtigen Handlungen und Rückschlüssen führten, wie eben im realen Leben auch, empfand ich dieses Buch als realitätsnah.

„Zweimal im Leben“ ist kein typischer Liebesroman. Die Geschichte ist tragisch, melancholisch und hat mich stellenweise sehr traurig, aber auch wütend gestimmt. Dennoch verbleibt am Ende ein kleiner Lichtstrahl, der für Catherine einen möglichen Weg in die Zukunft weist.

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Rezension “Die neugierige Lady und das Biest” von Ester D. Jones – Love Shot Romance Alliance – Independently published mit #Gewinnspiel

  • Taschenbuch: 196 Seiten
  • Verlag: Independently published (14. April 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 979-8603229874
  • ASIN: B0875XNSKY
  • D: 8,90 Euro

Inhalt:

Miss Emilia: Für eine Lady eindeutig zu neugierig widmet sie sich leidenschaftlich dem Finden und Lösen von Geheimnissen, die die Gesellschaft verbirgt.

Lord Fetching: Zu groß, zu unattraktiv und zu auffällig, um als gute Party zu gelten, bewundert er Miss Emilia aus der Ferne.

Ein neues Rätsel führt die beiden zusammen. Doch wie lange dauert es, bis sie bemerken, dass die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz längst zur Nebensächlichkeit geworden ist?

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Die Autorin:

Ester D. Jones ist das Pseudonym der 1979 geborenen niederösterreichischen Autorin Bettina Kiraly. Ihre Texte beschäftigen sich mit der Frage, was Menschen dazu treibt, ihr Leben zu ändern oder ihr altes gar zurückzulassen. Im Mittelpunkt von Ester D. Jones’ Geschichten stehen außergewöhnliche, starke Frauen und Männer.

Quelle: Amazon

Rezension:

Heute gibt es einmal einen leichten Roman aus der Love Shots – Reihe der Romance Alliance.

Ester D. Jones erzählt die Geschichte von “Die Schöne und das Biest” einmal auf eine andere, sehr unterhaltsame Art. Nebenbei gilt es ein vergessenes Familiengeheimnis zu lüften.

William als auch Emilia brechen aus den Schranken der gesellschaftlichen Zwänge aus. Sie entsprechen nicht dem allgemein gültigen Bild angesehener Aristokraten. Ihr Verhalten bzw. ihr Äußeres geben Anlass zu allerlei Klatsch und Tratsch.

Neben allem Wirbel und gefühlsmäßigen Turbulenzen, besitzt dieser Roman einen gewissen Tiefgang. Die Protagonisten zeigen uns, es kommt nicht auf das Äußere an. Viel wichtiger sind die inneren Werte. Von uns selbst wahrgenommene Unzulänglichkeiten sind für andere wertvolle Eigenschaften. Wichtig ist, an sich selbst zu glauben.

Die Seiten lesen sich weg, wie ich sonst leckere Schokolade naschen würde. Der lockere und flüssige Schreibstil ist der zeitlichen Rahmenhandlung sehr gut angepasst und mit einer Prise Humor gewürzt. Auch Freunde der romantischen Szenen kommen nicht zu kurz.

Ein wundervoller unterhaltsamer Love Shot für die kleine Auszeit zwischendurch.

Das Beste ist, ich habe vor mir ein zweites, signiertes Buch mit ein paar Giveaways der Autorin. Dieses darf ich an Euch verlosen. Wer in den Lostopf hüpfen möchte, hinterlässt mir hier oder auf Facebook einfach einen lieben Kommentar. Über ein bleibendes Däumchen für den Blog würde ich mich natürlich auch freuen.
Teilnehmen könnt Ihr bis einschließlich Sonntag, 14.06.2020 um 23:59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
• Verlost wir ein Buchexemplar von “Die neugierige Lady und das Biest” (signiert)
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Der Gewinner wird ausgelost und stimmt durch die Teilnahme zu, namentlich auf dem Blog genannt zu werden.
• Die Aktion beginnt am 09.06.2020 und endet am 14.06.2020 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von 7 Tagen, wird neu ausgelost.

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Rezension “Die Lilienbraut” von Teresa Simon – Heyne Verlag

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453422449
  • ISBN-13: 978-3453422445
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf …

Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Quelle: Amazon

Rezension:

Mit Düften verbinden wir Erinnerungen, positive sowie negative. Düfte rufen in uns eine wahre Bandbreite an Gefühlen hervor.

Doch habt ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Duftkompositionen entstehen oder warum sie gerade zu dieser einer Person passen, bei einem selbst genau das Gegenteil hervorrufen? In diesem wunderbaren, geschichtlich untermalten Familienroman erfahren wir sehr viel über Parfüms und Düfte. Man bekommt regelrecht Lust, selbst einmal an einem Duftseminar teilzunehmen oder ein eigenes Parfüm zu kreieren.

Doch wir tauchen auch ein in eine Zeit voller Schrecken, in denen der Mut zum Widerstand vielen Menschen das Leben gekostet hat. Zivilcourage erforderte in diesen Tagen ein großes Maß an Menschlichkeit und Rückgrat.
Wir erfahren viel Wissenswertes über die Edelweißpiraten, die auf ihre eigene Art, dem Nationalsozialismus die Stirn boten. Wir leiden mit den Familien, die der Rassenideologie Hitlers zum Opfer fielen.

Teresa Simons “Die Lilienbraut” vereint zwei Zeitebenen miteinander und lässt deren Handlungsstränge zusammenfließen.

Nellie Voss und Liv sind zwei starke Persönlichkeiten. Beide lebten zu unterschiedlichen Zeiten und doch verbinden sie viele Gemeinsamkeiten.

Mich hat die Lebensgeschichte von Nellie am meisten berührt. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten, die Liebe gefunden und gekämpft.
Doch auch die Gegenwart ist nicht frei von Konflikten. Da sind Nouria und David. Aufgrund ihrer Herkunft haben sie immer wieder gegen Vorurteile zu kämpfen.
Bei Liv fließen am Ende alle Handlungsstränge gekonnt zusammen.

Teresa Simon entwickelt nicht nur Figuren für eine Geschichte. Ihre Protagonisten leben und lassen uns mitfühlen. Als Leser lacht und weint man mit Ihnen.
Es war spannend in die Vergangenheit einzutauchen und ich habe viel Neues dazu gelernt.

“Die Lilienbraut” glich für mich einer Achterbahnfahrt. So viele Leben, die viel zu früh enden mussten, Hoffnungen, die zerbrachen, aber auch Träume, die gelebt werden durften. Am Ende klappte ich das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu. Ich habe Abschied von lieb gewonnen Personen genommen und mich über das Schicksal anderer gefreut.

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Rezension “Die Frequenz des Todes: Auris – Nach einer Idee von Sebastian Fitzek” (Ein Jula und Hegel-Thriller, Band 2) von Vincent Kliesch – Droemer Taschenbuch

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Droemer TB; Auflage: 2. (4. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342630760X
  • ISBN-13: 978-3426307601
  • D: 12,99 Euro

Inhalt:

Akustische Forensik, ein undurchsichtiger Profiler und ein entführtes Baby:
die rasante Fortsetzung des Nr.-1-Spiegel-Bestsellers »Auris« der Thriller-Autoren Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek!

»Hilfe, mein Baby ist weg! Hier ist nur Blut …« Nach kurzen Kampfgeräuschen bricht der panische Notruf einer Mutter bei der Nummer 112 plötzlich ab. Wenn jemand aus diesem Tonfragment Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort der Frau ziehen kann, dann der forensische Phonetiker Matthias Hegel – den einige nach wie vor für einen Mörder halten.
True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge ist es zwar gelungen, Hegel vom Mordverdacht an seiner Frau zu entlasten, doch dabei ist sie der dunklen Seite des genialen Profilers deutlich zu nahe gekommen.
Als Hegel nun im Fall des entführten Babys erneut auf ihre Recherche-Fähigkeiten zurückgreifen will, weigert Jula sich zunächst. Doch kann sie das Baby und seine Mutter wirklich ihrem Schicksal überlassen? Und was ist mit den Informationen zu ihrem tot geglaubten Bruder Moritz, die Hegel ihr angeblich beschaffen will?

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Der Autor:

Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen ersten Thriller »Die Reinheit des Todes«. Es folgten zwei weitere Bände, die die Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis abschlossen. Mit »Bis in den Tod hinein« stellte Kliesch seinen neuen Ermittler vor: Severin Boesherz, der es gleich bei seinem ersten Fall mit einer erschreckend düsteren Mordserie zu tun bekommt. »Im Augenblick des Todes« ist der zweite Fall für den eigenwilligen Berliner Kommissar.

Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, unterhält er als Moderator das Publikum bei Firmenevents und im Filmpark Babelsberg. In seiner Freizeit widmet er sich am liebsten seiner Leidenschaft für gutes Essen und Wein.

Quelle: Amazon

Rezension:

Dieser Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ein hoher Spannungsbogen, klug ausgearbeitete Handlungsstränge und Protagonisten, die einen berühren erwarten den Leser.

Vincent Kliesch beherrscht das Spiel mit der menschlichen Psyche perfekt. Wechselnde Perspektiven und ein Fall, der berührt, haben mich in den Bann gezogen.

Wir treffen auf alte Bekannte. Es ist spannend, die Weiterentwicklung von Jula mitzuverfolgen. Hegel dagegen bleibt nebulös. Seine wahren Interessen lassen sich nicht vollständig greifen. Er ist ein faszinierender Charakter. Mal sympathisch, dann wieder das absolute Ekel. Ich freue mich schon darauf, ihm erneut zu begegnen. Das Ende von “Auris – Frequenz des Todes“ lässt eine Fortsetzung erahnen.

Die Dynamik zwischen Jula und Hegel folgt ihrer ganz eigenen Richtung. Am Ende bleiben viele Fragen offen, die zwar nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun haben, aber das Gedankenkarussell fleißig ankurbeln.

Freut Euch auf fesselnde Unterhaltung. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf Band 3.

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Rezension “Der Tunnel – Nur einer kommt zurück” von Chris McGreorge – Knaur HC

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Knaur HC; Auflage: 2. (4. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Karl-Heinz Ebnet
  • ISBN-10: 3426227096
  • ISBN-13: 978-3426227091
  • Originaltitel: Now You See Me
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Sind Sie bereit für einen Boots-Trip ohne Wiederkehr?
Willkommen im Standedge-Tunnel, Englands längstem Kanaltunnel: mit dem Boot befahrbar, finster, klaustrophobisch – und das perfekte Setting für einen Thriller voller überraschender Twists!

Sechs junge Leute, seit Jahren beste Freunde, fahren mit dem Boot in Englands längsten Kanal-Tunnel: ein echtes Abenteuer in beklemmender Dunkelheit. Als das Boot nach über zwei Stunden am anderen Ende des Standedge-Tunnels wieder auftaucht, sind fünf der Freunde verschwunden. Der sechste, Matthew, ist bewusstlos.
Natürlich behauptet Matthew, nicht zu wissen, was sich in der Finsternis des Tunnels zugetragen hat. Doch niemand kennt Standedge so gut wie er, der dort Führungen für Touristen anbietet. Und möglicherweise war die Freundschaft der sechs schon längst nicht mehr so unschuldig wie zu Kindertagen …

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Der Autor:

Chris McGeorge studierte Creative Writing an der City University London. Seinen ersten Kriminalroman, »Dead Room«, reichte er dort als Master-Arbeit ein. Schon als Kind erzählte und schrieb er mit Begeisterung Geschichten und zeichnete seine eigenen Comics. Er ist ein großer Bewunderer von Klassikern wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle und legt seine Geschichte gerne als packende Mischung aus Alt und Neu an. Verwinkelte Plots mit überraschenden Wendungen sind seine Spezialität.

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Rezension:

Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich für Robin Ferringham zu einem verhängnisvollen Knäul an Geheimnissen und unerklärlichen Vorfällen. Was verbindet das spurlose Verschwinden von fünf jungen Menschen mit den Ereignissen von vor drei Jahren? Wieso weiß Matthew Dinge über ihn und seine vermisste Frau, die er nicht wissen dürfte? Was geschah damals, als Robins Frau nicht mehr zurück kam?

Hoffnung ist eine trügerische Angelegenheit, doch ohne Gewissheit bleibt sie entgegen aller Logik weiter bestehen und ermöglicht keinen Abschluss. Vorgefertigte Meinungen zeigen, wie sehr wir uns von einem einmal gemachten Bild blenden lassen.

Die Atmosphäre dieses Thrillers ist düster und unheimlich. Wir stoßen auf psychische Abgründe und Kleinstadtmoral. Das Setting ist für mich perfekt und sorgt allein für sich schon für ein unwohles Gefühl von Gefahr. Es gab immer wieder neuen Input für mein Kopfkino inklusive mächtigem Gänsehautfeeling.

Der Autor bedient am Ende zwar das eine oder andere Klischee, konnte mich aber trotzdem von seinem Plot überzeugen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Für Thrillerfans gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Rezension “Der stumme Bruder” – (Kommissar Herzberg, Band 2) von Claudia Rikl – Kindler Verlag

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Kindler Verlag; Auflage: 1. (12. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463407078
  • ISBN-13: 978-3463407074
  • D: 14,99 Euro

Inhalt:

Der zweite Fall der packenden Krimiserie um Michael Herzberg und sein Team führt uns in einen kleinen Ort in Mecklenburg. Dort soll ein mächtiger Agrarunternehmer in aller Stille beerdigt werden. Schnell fallen dem Kommissar Ungereimtheiten auf, die auf einen Mord hindeuten. Die Einwohner von Lichtenfels jedoch schweigen sich aus: Niemand scheint aus dem Tod des Gutsbesitzers und glühenden Nazis einen Vorteil zu ziehen. Erst, als Herzberg die Ältesten des Dorfes zum Reden bringt, kommt Bewegung in den Fall. In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 nämlich, als die Rote Armee durch Mecklenburg zog, geschah in Lichtenfels ein Verbrechen, dessen Schrecken seine Zeugen für lange Zeit verstummen ließ…

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Die Autorin:

Claudia Rikl, geboren 1972, wuchs in Naumburg auf. Sie studierte Jura und Literaturwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Leipzig. Nach “Das Ende des Schweigens” ist “Der stumme Bruder” ihr zweiter Roman.

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Rezension:

“Der stumme Bruder” ist bereits der zweite Band dieser Krimireihe, lässt sich aber dennoch gut separat lesen.

Der spannend und klug ausgearbeitete Plot sowie griffige Protagonisten sorgen für durchweg gute Unterhaltung.

Das Geflecht aus Krimi und Vergangenheitsbewältigung ist sehr dicht. Die Rückblicke sind düster und geheimnisvoll. Es geht um eine nicht verarbeitete Schuld und noch so vieles mehr. Die Ermittler stoßen auf eine Wand des Schweigens, deren Ursprung viele Jahre zurück liegt.

Claudia Rikl vermeidet langatmige Ausführungen. Kurze prägnante Sätze versetzen den Leser in den Norden unseres Landes. Dennoch verbindet sich ihr karger Schreibstil mit einem Hauch Poesie.

Das Wesen ihrer Charaktere ist deutlich ausgearbeitet. Wir fühlen mit Ihnen und trotz vieler Ahnungen kann die die Autorin mit der Lösung des Falls noch überraschen.

Am Ende ließ sie mich nachdenklich, ein wenig traurig und wehmütig zurück.

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Rezension “Mit dem LITTLE LIBRARY COOKBOOK durchs Jahr: Neue Rezepte aus den schönsten Romanen der Welt” von Kate Young – Wunderraum

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Wunderraum; Auflage: Deutsche Erstausgabe (30. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von  Michaela Meßner und Susanne Kammerer
  • ISBN-10: 3336548098
  • ISBN-13: 978-3336548095
  • Originaltitel: The Little Library Year
  • D: 22,00 Euro

Inhalt:

Ein Fest zu jeder Jahreszeit – die schönsten Bücher und Rezepte

»Mit dem LITTLE LIBRARY COOKBOOK durchs Jahr« ist ein literarischer und kulinarischer Almanach und ein Weg, das Jahr in Büchern und Gerichten einzufangen.

Die bekannte Londoner Foodbloggerin Kate Young ist überzeugt, dass es für jedes Buch in ihrem Regal die richtige Jahreszeit gibt. Von ihren Lieblingsbüchern hat sie sich zu leckeren saisonalen Gerichten inspirieren lassen, die dem Rhythmus der Jahreszeiten folgen. Neben über 100 leicht nachzukochenden Rezepten enthält ihr Buch unzählige Buchempfehlungen für Januar bis Dezember. Denn Lesen und Genießen gehören einfach zusammen.

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Die aus Australien stammende Kochbuchautorin Kate Young teilt ihre Passion für literarisch inspirierte Rezepte auf ihrem Foodblog »The Little Library Café« mit Fans auf der ganzen Welt. Das »Little Library Cookbook« wurde mit dem Guild of Food Writers Blogger of the Year Award 2017 und von kochbuch-couch.de als Kochbuch des Jahres 2018 ausgezeichnet. Kate Young lebt in London.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich liebe Kochbücher, genieße es, mich bildlich durch die Gerichte zu schlemmen und hole mir gern hieraus neue Inspirationen. Das Little Library Cookbook verbindet für mich zwei meiner Leidenschaften miteinander Literatur und Kochen/Backen.

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Das Buch ist den Jahreszeiten angepasst und auch die Buchtipps bewegen sich im Jahresrhythmus. Kate Young würzt jedes Rezept mit eigenen Anmerkungen und gewährt uns einen Einblick in ihr privates Reich. Bekanntlich verbinden wir ja mit Gerüchen und Geschmack bestimmt Gefühle und Erinnerungen.

Erdnuss-Brownies mit Rauchsalz

Saisonale Gerichte erhalten so eine Untermalung von literarischen Leckerbissen und persönlichen Erinnerungen der Autorin.

Käse-Makkaroni

Die Vielzahl der Rezepte hat mir den Mund wässrig gemacht, mich aber auch ein wenig erschlagen. Denn was sollte ich als erstes ausprobieren?

Bananenbrot mit Erdnussbutter und Honig

In einem Fünfpersonenhaushalt ist es nicht immer einfach den Geschmack eines jeden zu treffen und so habe ich mich überwiegend für die süßen Varianten entschieden. Mal mehr, mal weniger aufwendig lässt sich fast jedes Gericht einfach nachkochen oder backen. Die Fotos im Buch geben einen wichtigen Anreiz und wurden stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Buchteln

Leider vergesse ich ja immer, Vorher- und Nachher-Fotos zu machen bzw. sind die Speisen erst einmal auf dem Tisch, sind sie auch sofort weggeputzt. Alles, was ihr auf den Fotos seht, kann man schnell kochen bzw. backen und es hat allen wunderbar geschmeckt. Die Brownies sind etwas aufwändiger, schmecken dafür doppelt so lecker und waren leider auch direkt nach dem Kaffeetrinken nichts mehr übrig.

Ich hoffe, ihr habt jetzt Appetit bekommen. Wir werden uns auf jeden Fall noch einige Rezepte aus dem Buch herauspicken und nachkochen bzw. backen.

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Rezension “Falsche Fäter: : Fernsehköchin Francesca Carlotti zwischen heißen Quellen und eiskalten Typen (Francesca Carlotti-Reihe)” von Margot Jung – 3H group

  • Gebundene Ausgabe: 309 Seiten
  • Verlag: 3H group; Auflage: 1 (15. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981987853
  • ISBN-13: 978-3981987850
  • D: 11,99 Euro

Inhalt:

„Vielleicht ist meine Tochter auch deine.“
„Das wäre ja die Rosine am Ende des HotDogs!“
„Wie bitte?“

Fernsehköchin Francesca reist überstürzt zum Food-Festival nach Reykjavik. Ihre eigentliche Mission: Herausfinden, wer der Vater ihrer erwachsenen Tochter Clara ist.
Unterwegs trifft sie auf einen millionenschweren Analphabeten, dessen Walfangstation sabotiert werden soll. Und während sich Francesca zu verlieben beginnt, passieren andernorts grausame Dinge.
Ist Claras Freund an den Morden beteiligt? Und welche Rolle spielt die Krokodilburgerlady aus Texas? Francesca mischt sich ein, und erlebt eine eiskalte Abrechnung…

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Margot Jung, geboren 1977, lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern im Grünen zwischen den bayerischen Metropolen München und Augsburg. Bereits mit 15 schrieb sie an ihrem ersten Roman. Doch leider endeten die Sommerferien vor Fertigstellung. Dann drängte sich ein arbeitsreiches Leben als Betriebswirtin in den Vordergrund. Nun doch das Happy End – mit einer kleinen Verspätung von 25 Jahren ist es geschafft: Ihr erster kulinarischer Krimi, rund um die quirlige Köchin Francesca Carlotti, schafft es zwischen zwei Buchdeckel.

Quelle: Amazon

Rezension:

Unverhofft wird Francesca Carlotti mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Gerät das Glück ihrer geliebten Tochter dadurch in Gefahr? Turbulent ist das Leben unserer Fernsehköchin. Urplötzlich steht sie wieder zwischen zwei Männern. Wird sie das alte oder das neue Glück ergreifen?

Zwischen allen privaten Problemen muss sich unsere quirlige Hobbyermittlerin auch noch mit Morden in Island auseinandersetzen. Benita an ihrer Seite vervollständigt das Chaos.

Voller Witz und mit ungewöhnlichen Begegnungen lässt uns Margot Jung an Francescas neuen Abenteuern teilhaben. Nebenbei gewinnen wir einen Einblick in das isländische Leben und den Walfang. So ein bisschen Gesellschaftskritik ist gar nicht verkehrt.

Wunderbare Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf eine Reise nach Island. Man spürt die raue Seeluft und hat die Naturschauspiele direkt vor Augen.

Ich würde dieses Buch allerdings eher als turbulent, humorigen Unterhaltungsroman einstufen.
Für einen Krimi fehlen mir einfach einige Komponenten und auch als Spannungsroman ist mir die Handlung nicht düster genug.

Wer neben den mörderischen Ermittlungen Lust darauf bekommt, einmal selbst den Kochlöffel zu schwingen, für den gibt es am Ende des Buches einige köstlich klingende Rezepte zum Ausprobieren.

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