Rezension “Black Forest High 2: Ghosthunter” von Nina MacKay – ivi im Piper Verlag

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: ivi; Auflage: 1. (2. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492705596
  • ISBN-13: 978-3492705592
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 15 Jahren
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Erfolgsautorin Nina MacKay entführt den Leser erneut an die Black Forest High, die Schule für Geisterseher, Medien und Geisterjäger: Seven erwacht in einem Siliziumglaskasten in einem Geheimraum des Internats. In der Schule ist man überzeugt, dass sie besessen ist, was die Schulleitung nicht davon abhält, Seven weiter als Ersatz für die tote Auserwählte zu benutzen. Nur Parker glaubt, dass die Wahrheit tiefer verborgen liegt. So tief wie seine Gefühle für Seven, die allerdings seinen Zwillingsbruder Crowe vorzieht. Gemeinsam gelingt es den Zwillingen, Seven zu befreien. Doch damit bringen sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Nina MacKay hegt eine ausgesprochene Abneigung gegen Biographien und konnte nur mit Gewalt zu folgenden Angaben gebracht werden: Kaffeejunkie MacKay arbeitet als Marketing Managerin im Südwesten Deutschlands, außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich Geschichten und führt imaginäre Interviews mit ihren Protagonisten. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihr größtes Hobby. Ein Hoch auf Pseudonyme, weswegen nichts von dieser Biographie bewiesen werden kann.

Quelle: Amazon

Rezension:

Auf diese Fortsetzung habe ich sehnsüchtig gewartet und hätte mich erneut gern weiter in der Black Forest High aufgehalten. Ich kann Euch versprechen, es geht spannend weiter.

Seven besitzt das Talent, immer wieder in Schwierigkeiten zu geraten. Brenzlige Situationen sind also erneut garantiert.

Sie liebt die Geister und versucht eine Wende im Umgang der Geistbegabten mit den Geistern einzuläuten. Nicht bei jedem stößt sie dabei auf Gegenliebe.
Konkurrenz- und Machtdenken bestimmen die Handlungen derer, die sich den normalen Menschen, aber auch den Geistern gegenüber erhaben fühlen.
Seven selbst gerät durch ihre Handlungen immer wieder in Gefahr. Dabei ist es nicht förderlich, dass sie unbeabsichtigt weiterhin zwischen Crowe und Parker steht. Meine Sympathie gehört ja schon immer Parker, aber Crowe hat eine Art an sich, dass man ihm gern nachgeben, ihn beschützen möchte.

Eine düstere Bedrohung wird greifbarer, doch wer oder was trägt dazu bei? Wer hat ein Interesse daran, Seven zu manipulieren und schreckt auch vor Mord nicht zurück?

Wir erhalten dieses Mal eine intensivere Sicht auf die einzelnen Geister, ihre Beweggründe und ihr Verhalten. Einzig Remi kam mir ein wenig zu kurz und dabei möchte ich noch viel mehr über ihn erfahren. Ich hoffe, seine Geschichte rückt im nächsten Band etwas in den Vordergrund.

Der Mix zwischen Mystik, Magie, Fantasy und Romantik ist wieder perfekt gelungen und ich flog nur so durch die Seiten. Die Spannung blieb für mich kontinuierlich hoch. Diese Buchreihe macht eindeutig süchtig.

Nina MacKay verwebt gekonnt die einzelnen Nebenstränge zu einer schlüssigen und spannenden Geschichte. Eine Vielzahl an Geheimnissen lüften sich in diesem Teil und doch bleiben noch viele Frage unbeantwortet.
Wer am Ende denkt, jetzt fast alles zu wissen, wird rasch eines Besseren belehrt. Der Schluss ist gekonnt inszeniert und lässt mich erneut sehnsüchtig auf Band 3 wartend zurück.

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Rezension “Birthday Girl” – Vier Freundinnen. Ein tödliches Geschenk.: Psychothriller von Sue Fortin – Penguin Verlag

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (9. Dezember 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Karin Dufner
  • ISBN-10: 3328104747
  • ISBN-13: 978-3328104742
  • Originaltitel: The Birthday Girl
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Sie spielen ein perfides Spiel. Doch nur eine kennt die Regeln.

Für ihren Geburtstag hat sich Joanne etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie lädt ihre drei besten Freundinnen zu einem Wochenende in eine abgelegene Hütte in den schottischen Wäldern ein. Und sie hat dafür ein Spiel vorbereitet. Denn was die anderen voneinander nicht wissen: Jede von ihnen verbirgt ein dunkles Geheimnis, und Joanne plant, jedes einzelne nach und nach zu enthüllen. Doch dann ist plötzlich eine von ihnen tot. War es ein Unfall oder Mord? Können die Freundinnen einander noch trauen oder hat das tödliche Spiel um die Wahrheit gerade erst begonnen?

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Die Autorin:

Sue Fortin wohnt im Süden Englands. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder. Wenn sie nicht gerade erfolgreiche Thriller schreibt, dann verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit ihrer Familie an der südenglischen Küste. »Birthday Girl« ist der zweite Roman der Bestsellerautorin bei Penguin.

Quelle: Amazon

Rezension:

Geheimnisse und Lügen stehen zwischen den einst engen Freundinnen. Wohl fühlt sich keine in ihrer Haut und dennoch traut sich niemand, dem eigenen Bauchgefühl zu folgen.

Alle vier Frauen sind richtige Biester. Keine der Protagonistinnen konnte meine Sympathie gewinnen und gerade das hat für mich die Spannung erhöht.

Die Grundidee dieses Thrillers hat mich begeistert und als Leser steigt man auch gleich zu Beginn direkt in das Geschehen ein. Psychologisch hat mich der Plot fasziniert. Immer wieder ist man versucht, das Warum zu ergründen. Wohin genau die Handlung führen wird, ist nie ganz klar und dann ist eine der Frauen tot. Doch was ist passiert?

Während der letzten Seiten erleben wir noch einmal einen richtigen Kick und die Handlung legt an Tempo zu. Bis dahin hat mich dieser Psychothriller gut eingefangen und gefesselt.
Alles in allem eigentlich eine gut durchdachte, vielleicht etwas überzogene Story – wenn das Ende nicht wäre.

Eigentlich liebe ich ja gerade diese Art Schluss, bei dem es eine überraschende Wendung gibt und man alles noch einmal neu überdenken muss. Die Gedankenrädchen laufen dann auch nach dem Schlusssatz weiter.
Doch hier hat es Sue Fortin zu gut gemeint und ich empfand das Ende aufgrund der vorherigen Ereignisse als sehr unrealistisch. Schade.

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Rezension “Die Wunderfabrik: Keiner darf es wissen!” von Stefanie Gerstenberger – Fischer KJB

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1. (26. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustration: Cornelia Haas
  • ISBN-10: 3737341907
  • ISBN-13: 978-3737341905
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Drei Geschwister, ein magisches Geheimnis und ein unheimlicher Gegenspieler – aus diesen Zutaten mischt Stefanie Gerstenberger ihr erstes Kinderbuch für alle, die spannende Abenteuer lieben.

Fernab vom coolen London verbringen die zwölfjährige Winnie, ihre große Schwester Cecilia und ihr kleiner Bruder Henry ihre Sommerferien bei den Großeltern in einem Kaff am Ende der Welt – so fühlt es sich wenigstens an. Noch dazu ohne Internet (»Haben wir hier nicht!«) oder Ausflüge ins Dorf (»Viel zu gefährlich!«). Stattdessen »dürfen« die Geschwister in einer düsteren Fabrik unter der Aufsicht äußerst sonderbarer Hausangestellter Lakritzbrocken herstellen – grässlich! Da experimentiert Winnie nur zum Spaß mit einer neuen Zutat herum – und löst damit einen Sturm unglaublicher Ereignisse aus. Hat Winnie etwa das magische Talent ihres Großvaters geerbt? Doch von diesem Geheimnis darf niemand erfahren …

Alle Bände der Serie »Die Wunderfabrik«:
Band 1: Keiner darf es wissen!
Band 2: erscheint im Herbst 2020
Band 3: erscheint im Frühjahr 2021

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Die Autorin:

Stefanie Gerstenberger, geboren 1965 in Osnabrück, hat schon immer die Zutaten, die das Leben einem so gibt, nach eigenem Geschmack neu gemischt. Nach dem Studium und Stationen unter anderem bei Film und Fernsehen begann sie, selbst zu schreiben. Mit ihren zahlreichen Romanen für Erwachsene (»Das Limonenhaus«) und für Jugendliche (»Zwei wie Zucker und Zimt«) ist sie schon seit langem einem großen Publikum als erfolgreiche Autorin bekannt. Stefanie Gerstenberger lebt mit ihrer Familie in Köln.

Quelle: Amazon

Rezension:

Dies ist eine Geschichte, die die Fantasie aller Leckermäulchen auf Touren bringen wird. Der Auftakt zur Wunderfabrik ist absolut gelungen. Die Idee, Gefühle auf Süßigkeiten zu übertragen, ist wunderbar.

Die Figuren sind liebevoll und tief ausgearbeitet. Jeder hat seine Eigenheiten und das “Tragische Trio” ist großartig. Auch hinter den Masken der Großeltern verbirgt sich viel mehr, als man anfangs vermutet.

Die Wunderfabrik ist voller Geheimnisse und unglaublicher Möglichkeiten. Geheimnisse klären sich und neue tauchen auf. Wir erleben die Ereignisse vorrangig aus dem Blickwinkel der 12jährigen Winnie. Manchmal naiv, manchmal voller tiefgründiger Erkenntnisse begeben wir uns in ihre Gedankenwelt. Ihre Sicht auf die Welt ist interessant.

Die verschiedenen Perspektivwechsel hat Stefanie Gerstenberger gekonnt eingebaut und so ein sehr umfassendes Bild der Ereignisse gezeichnet.
Einschübe aus der Sicht eines Unbekannten Dritten verstärken die düstere bis unheimliche Atmosphäre. Auch wenn rasch ein Verdacht aufkeimt und die Identität des Widersachers der Familie Wallace-Walker am Ende gelüftet wird, verspreche ich Euch Spannung bis zum Schluss. Dieser ist dann natürlich auch so ausgelegt, dass man direkt mit Band 2 weiterlesen möchte. Denn das Warum und Weshalb bleiben weiter im Dunklen verborgen.

Doch neben aller Magie und den ganzen Geheimnissen, hat mich die Liebe zwischen den Geschwistern sehr beeindruckt. Dieses warme Gefühl der Zusammengehörigkeit ist in jeder Zeile spürbar. Henry ist einfach nur knuddelig und so wundervoll unbedarft. Manchmal hatte ich beim Lesen meine drei Kinder vor Augen. Auch die Konstellation der Geschwister passt hier recht gut.

Kinder sind neugierig, Verbote reizen dazu, sie zu missachten und wie soll man denn Wochen ohne Internet und Fernsehen überstehen? Am Ende entwickeln sich die Ferien für die drei Geschwister ganz anders. Es ergibt sich eine Vielzahl an fantastischen Möglichkeiten und plötzlich verbringen sie ihre Zeit völlig anders als gedacht, ohne etwas zu vermissen.

Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Skurrile Begebenheiten und sonderbare Personen begegnen uns in dem kleinen, fast vergessenen Dorf. Die Autorin hat sich einige kuriose und fantasievolle Dinge einfallen lassen. Ich hatte sehr viel Spaß in der Villa der Familie Wallace-Walker.

“Die Wunderfabrik: Keiner darf es wissen!” ist ein wahrhaft zauberhaftes Abenteuer für Kinder.

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Rezension “Die Falle” von Melanie Raabe – btb Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: Originalausgabe (9. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442754917
  • ISBN-13: 978-3442754915
  • D: 19,99 Euro
  • Taschenbuch
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?

Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.

Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden – sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?

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Die Autorin:

MELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN. Ihr vierter Bestseller heißt DIE WÄLDER. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf“. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.

Quelle: Amazon

Rezension:

Mit “Die Falle” ist Melanie Raabe ein Psychothriller gelungen, der gerade in der heutigen Situation für viele eine neue Bedeutung gewinnt.

Gefangen im eigenen Haus und mit den schrecklichen Erinnerungen an ein Verbrechen, das sie nicht mehr loslässt, wächst Linda über sich selbst hinaus. Innerhalb ihres selbst gewählten Vakuums versucht sie ihre Vergangenheit zu bewältigen und den Mörder ihrer Schwester zu entlarven.

Tiefgründig, packend und besonders auf psychologischer Ebene unheimlich spannend wurde dieser Thriller inszeniert. Diverse Cliffhanger halten den Leser in Atem.
Einige Passagen werden etwas ausschweifend in Szene gesetzt. Dennoch bleibt der Spannungsbogen erhalten und hält die Leser zwischen den Zeilen gefangen.

Einfühlsam beschreibt die Autorin die Gefühlswelt ihrer Protagonistin. Gebannt folgt man dem Geschehen und tappt dabei immer wieder in die von Melanie Raabe stilistisch raffiniert ausgelegten Fallen.

Wer nach einem etwas anderen Thriller sucht, exzellent initiierte Versteckspiele und auf psychologischer Ebene aufgebaute Spannung liebt, hat hier die perfekte Lektüre gefunden.

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Rezension “Wenn die Alpen Trauer tragen” Kriminalroman von Isabella Archan – Emons Verlag

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag (12. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374080761X
  • ISBN-13: 978-3740807610
  • D: 13,00 Euro

Inhalt:

Schräg, schwarzhumorig, ungewöhnlich.

Alpenblick? Idyllische Ruhe? Nix da! Mitzi kann’s mal wieder nicht lassen. Als eine alte Dame, die Mitzi an ihre Oma erinnert, bei einem Brand ums Leben kommt, schrillen bei ihr alle Alarmglocken. Sie bittet Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe, die tatsächlich auf ein Verbrechen stößt – der einzige Erbe wird verhaftet. Der Fall scheint gelöst. Doch Mitzi findet heraus, dass sich das Opfer von einer geheimnisvollen Weißen Frau verfolgt fühlte. Als ihr nicht einmal Agnes Glauben schenkt und es eine weitere Tote gibt, wagt sie einen gefährlichen Alleingang …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Nach vielen Jahren als Schauspielerin an Staats- und Stadttheatern in Österreich, der Schweiz und Deutschland lebt Isabella Archan freiberuflich in Köln, wo auch ihre Laufbahn als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist die gebürtige Grazerin immer wieder im TV zu sehen, u.a. im »Tatort« und in der »Lindenstraße«. Die MordsTheaterLesungen zu ihren Krimis erfreuen sich großer Beliebtheit. www.isabella-archan.de

Quelle: Amazon

Rezension:

Mitzi ist zurück. Obwohl ich die Bezeichnung Mörder-Mitzi so gar nicht passt, denn Maria Konstanze Schlager ist ein durch und durch liebenswerter Mensch.

Natürlich stolpert unsere ungewöhnliche Heldin immer wieder in merkwürdige Mordfälle hinein und gerät auch dieses Mal erneut in große Gefahr.

Ich mag die Mitzi sehr und irgendwie weckt sie in uns die Beschützerinstinkte. Jedoch würde es mein Nervenkostüm nicht lange mit ihr aushalten. Agnes Kirschnagel kann man da nur bewundern. Beide bilden zusammen ein unschlagbares Team.

Als Mitzi sich dann auch noch auf die Spur einer Hex begibt, mag fast jeder den Kopf schütteln. Aber Mitzis Instinkten sollte man vertrauen. Hinter dem vermeintlich Übersinnlichen verstecken sich eventuell doch kriminelle Kräfte. Nebenbei muss unsere Heldin gegen ihre ganz eigenen Dämonen kämpfen.

Ich verspreche Euch, es wird spannend, mysteriös, aber auch wieder bitterböse witzig. Sogar ein wenig Herzkribbeln für Mitzi und Agnes fließt dieses Mal mit ein. Eine durch und durch turbulente Mischung.

Außergewöhnliche Figuren sowie eine gut durchdachte und spannende Krimihandlung durchzogen mit dem feinsinnigen Humor von Isabella Archan, garantieren ein wunderbares Lesevergnügen.

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Rezension “Seelentot: Ein Fall für die Gefängnisärztin (Die Gefängnisärztin-Reihe, Band 2)” von Anna Simons – Penguin Verlag

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Originalausgabe (14. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3328104690
  • ISBN-13: 978-3328104698
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen.

In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen.

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Die Autorin:

Anna Simons wurde 1966 in Bergneustadt geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im Münchner Umland und in Nordholland.
Bevor die Autorin sich dem Schreiben widmete, arbeitete die promovierte Betriebswirtin als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier, als Personalberaterin bei einer Frankfurter Großbank und war außerdem als Dozentin und Coach tätig.
​Ihre Leidenschaft für Krimis gab vor zehn Jahren den Anstoß, eigene Geschichten zu verfassen. Gleich ihr erster Versuch glückte: Mit einem Kurzkrimi gewann sie einen Schreibwettbewerb.
​Seither schreibt Anna Simons unter ihrem Klarnamen sowie unter zwei Pseudonymen Jugendbücher, Thriller und Kriminalromane, für die sie weitere Auszeichnungen erhielt.

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Rezension:

Auch der zweite Teil der Reihe um die Gefängnisärztin Eva Hanssen gestaltet sich rasant und fesselnd.

Eigentlich wurde Eva nur zu einem Selbstmord gerufen und soll die behördliche Abwicklung in die Wege leiten. Doch schon beim Betreten des Tatortes beginnen ihre inneren Antennen zu vibrieren. Kurz darauf stellen sich weitere Ungereimtheiten ein.

Eva ist sehr sympathisch, hartnäckig und vor allem an der Wahrheit interessiert. Hier setzt sie sogar ihre eigene Sicherheit hinten an. Die Interaktionen zwischen Eva Hanssen, Kommissar Lars Brüggemann und Aleksandra Jovic  fand ich wieder sehr interessant. Hier bin ich auf die weitere Entwicklung gespannt.

Anna Simons zeigt uns gekonnt, wie auch ohne Blutvergießen der Spannungsbogen hoch und wir Leser in Atem gehalten werden können.
Interessant sind die Passagen über den normalen Gefängnisalltag, aber auch darüber, welche Macht diejenigen besitzen, die das Gesetz hinter sich wissen.

Mit facettenreichen Charakteren, die uns noch viele spannende Lesestunden bieten werden und gut durchdachten Mordfällen, garantiert sie uns eine anregende Krimizeit. Die dichte Atmosphäre lässt immer wieder Gänsehaut über die Arme laufen. Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Auch am Ende des zweiten Bandes, sind die Gefahren für Eva Hanssen nicht gebannt. Fast nebenbei lässt Anna Simons eine Bedrohung durchblitzen, deren Ursprung im Dunkeln verbleibt. Da heißt es vor allem auf den nächsten Krimi und weitere Hinweise warten.

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Rezension “Die geheime Drachenschule – Die Rückkehr des siebten Clans: Band 3” von Emily Skye – Baumhaus Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Baumhaus; Auflage: 2. Aufl. 2020 (28. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833905999
  • ISBN-13: 978-3833905995
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter:  9 – 11 Jahre
  • D: 12,00 Euro

Inhalt:

Das 1. Schuljahr auf Sieben Feuer neigt sich dem Ende zu. Und noch immer weiß niemand, wer der erste Reiter des jungen Blattfingers Anonymus werden soll. Die Zeit wird knapp, denn je länger der Drache ohne Reiter bleibt, desto wilder wird er. Auf Drängen von Henry befragt Lucy heimlich das Drachenorakel. Doch die Prophezeiung versetzt sie in Angst und Schrecken: Henry, Lucy und ihre Freunde müssen jetzt mehr denn je zusammenhalten, denn der Drachenschule stehen stürmische Zeiten bevor …

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Die Autoren und Mitwirkenden:

Emily Skye ist ein Pseudonym, hinter dem das Lektorat unseres Kinderbuchverlags Baumhaus steht.

Pascal Nöldner, geboren 1990 in Essen, ist freiberuflicher Illustrator von Comics, Kinder- und Jugendbüchern und Zeichner von Animationsfilmen. 2015 beendete er sein Designstudium mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Münster mit dem Bachelor of Arts. Neben seiner gestalterischen Tätigkeit ist er freischaffender Schauspieler und Musiker.

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Rezension:

Bereits die ersten beiden Abenteuer in der Drachenschule konnten mich rundum begeistern. Mein Sohn – 2. Klasse – hat die Buchreihe nun auch für sich entdeckt und seine Reise nach Sieben Feuer angetreten. Obwohl ihm das Lesen noch recht schwer fällt, lässt er sich in seiner Begeisterung nicht stoppen. Ein weiterer Anreiz ist, dass ich nun bereits das dritte Abenteuer mit Henry, seinen Freunden und den Drachen meistern durfte.

Die Verbundenheit zwischen den Kindern und ihren Drachen wächst und alle verbindet mittlerweile ein sehr enges Band. Nur Anonymus hat noch keinen eigenen Drachenreiter gefunden. Der junge Drache kann sich zwar mit Henry unterhalten und sein Band um ihn winden, doch seine Einsamkeit ist immer wieder spürbar. Das Drachenorakel soll helfen. Doch als sich Lucy an einer entsprechenden Prophezeiung versucht, scheint alles aus dem Ruder zu laufen.

Die Geschichten rund um die Drachenreiter stecken voller Fantasie. Hier können auch die jüngeren Kinder mit auf Abenteuerreise gehen. Untermalt mit wundervollen Illustrationen und ergänzt durch viele neue Hintergrundinformationen wird man nach und nach selbst zu einem Drachenreiter.

Es wird gefährlich, spannend, aber auch witzig und wir erleben eine große Bandbreite an Emotionen. Für kleine und große Abenteurer ein absolutes Muss.

Der gemeine Cliffhanger am Schluss hätte nicht sein müssen, da ich auch so bereits Teil 4 entgegenfiebere. Ich hoffe, wir dürfen noch viele wunderbare Abenteuer auf Sieben Feuer erleben.

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“Violet” (The Wayward Gentlemen 2) von Ivy Paul – Independently published

  • Taschenbuch: 292 Seiten
  • Verlag: Independently published (31. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1086530756
  • ISBN-13: 978-1086530759
  • D: 11,99 Euro

Inhalt:

Neuauflage wegen Rechterückgabe. Eine Lady auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und ein Earl, der seiner Zukunft entkommen will. Lucas St. Clare weiß genau, was er als Earl von der neuen Gouvernante für seine jüngere Schwester erwartet. Wohlerzogen, höflich und unscheinbar soll sie sein. Doch von dem Moment an, als Violet Delacroix die Stelle antritt, wirbelt sie sein Leben gehörig durcheinander, denn sie ist das genaue Gegenteil von dem, was er wollte. Er hätte sie sofort vor die Tür setzen sollen, anstatt ihre Ungebührlichkeiten zu ertragen. Doch ihr feuriges Wesen ist ebenso unwiderstehlich, wie es ihre Lippen sind. Aber Violet ist nicht diejenige, die sie vorgibt zu sein …Überarbeitet und erweitert. Der Titel erschien 2013 bei einem Verlag unter dem Titel „Masken der Begierde“.

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Die Autorin:

Das ganze Leben ist ein Abenteuer und wenn es von etwas nie genug geben kann, dann ist das die Liebe. In ihren Romanen schwelgt Ivy Paul aka Cara David in großen Gefühlen, mal romantisch, humorvoll, dann wieder abenteuerlich oder tiefgründig.
Unter Cara David erscheinen ihre gefühlvollen BDSM Romances.

Die Augsburgerin ist begeisterte Do-it-yourself-Anhängerin, frönt der Seifensiedekunst und dem Kosmetik rühren.
Sie liebt Irland, Whiskey, Tee und ihre Familie. Und vielleicht auch ein ganz klein bisschen Schokolade. 😉

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Rezension:

Heute habe ich einen hinreißenden Roman aus der Sparte “Regency Romance” für Euch.

Lady Violet flieht vor einer arrangierten Ehe. Durch eine glückliche Fügung landet sie bei der Familie Pembroke. Rasch wird klar, dass sich hinter der heilen Familienfassade mehr als ein Geheimnis verbirgt.

Violets offener Blick für das Leben und ihre Mitmenschen bringt frischen Wind in die angestaubten Mauern. Ihr Schützling, Allegra, ist sofort begeistert von der quirligen und witzigen Gouvernante. Aber auch Lucas Pembroke kann sich dem Charme der Lady nicht entziehen. Zwischen den beiden knistert es bereits vom ersten Augenblick an.

Violet hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht. Zurückhaltung ist nicht so ihr Ding und sie kann auch gern einmal frech und aufbrausend ihrem Arbeitgeber den Kopf zurechtrücken.

Humorvoll, romantisch und mit großem Spannungspotential führt uns Ivy Paul durch die Handlung. Als Leser leidet, liebt und bibbert man mit den Protagonisten. Es macht Spaß, den Geheimnissen nach und nach auf den Grund zu gehen. Auch wenn das Thema “Hysterie” nur kurz angesprochen wird, fand ich es spannend und interessant, einmal etwas über die Art des Umgangs mit psychischen Erkrankungen in der damaligen Zeit zu lesen.
Bei Ivy Paul sind auch die Nebenfiguren liebevoll ausgearbeitet und versprühen ein besonderes Charisma.

Dieser Roman macht eindeutig neugierig und Lust auf die anderen Bände der Reihe über die “The Wayward Gentlemen”.

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Rezension “Mohnblütenträume” von Lilyana Ravenheart – BookRix / BoD – Books on Demand

  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: BoD – Books on Demand; Auflage: 1 (2. Juli 2019)
  • eBook kindle-Ausgabe
  • Verlag: BookRix (7. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746025818
  • ISBN-13: 978-3746025810
  • Kindle: 2,99 Euro
  • Taschenbuch: 9,99 Euro

Inhalt:

Bastet und Morpheus, eine göttliche Liebe, die nicht sein darf. Zumindest, wenn es nach dem Rat der Götter geht. So beschließt Bastet letztendlich, sich zu opfern, um in einer Zeit wiedergeboren zu werden, in der sie und Morpheus glücklich sein können.
Mehrere tausend Jahre später kehrt sie zurück – als Mensch und ohne Erinnerungen an ihr göttliches Ich. Morpheus setzt alles daran, seine Liebste zurückzugewinnen, was allerdings nicht so einfach ist. Glücklicherweise steht ihm sein bester Freund Eros, der griechische Gott der Leidenschaft, zur Seite.
Doch dann taucht plötzlich eine unbekannte Macht auf, die hinter Morpheus und Bastets Kräften her ist und alles versucht, um die Reiche der Götter zu vernichten.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Lilyana Ravenheart ist eine junge Autorin aus dem Norden Deutschlands. In ihrer Freizeit fährt sie am liebsten an die Ostsee oder schreibt an ihren Fantasyromanen, die sich vorzugsweise mit der Mythologie befassen.
Wenn Lilyana nicht gerade an ihren Werken schreibt, bastelt sie gerne etwas für ihre Leser oder backt leckere Kekse und Kuchen.

Quelle: Amazon

Rezension:

Göttersagen haben ihren ganz eignen Sog. Vermischen sich Elemente der Götterwelt mit denen der Realität, scheinen diese so nah und greifbar zu sein. Ich liebe solche Geschichten.

Auch in „Mohnblütenträume“ vermischen sich Elemente der Sagenwelt mit dem Hier und Jetzt. Fantasy trifft auf schlichten Alltag.

Den Leser erwartet eine schwungvolle, mit Humor durchzogene, romantische und auch spannende Geschichte. Wir wandeln zwischen Vergangenheit, Gegenwart und der Traumwelt.
Die Übergänge sind sehr gut ausgearbeitet und der flüssige Schreibstil lässt uns nur so durch die Seiten fliegen. Hier kann man die Seele baumeln lassen und dennoch ein kleines Abenteuer incl. romantischem Feeling erleben. Liliyana Ravenheart ist für mich ein perfekter Mix gelungen.

Vielleicht hätten die Figuren noch ein wenig mehr an Tiefe verdient gehabt, doch insgesamt konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten.

Mit „Mohnblütenträume“ ist der Autorin ein perfekter Einstieg in die Serie gelungen, der Lust auf mehr macht.

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Rezension “Tara und Tahnee: Verloren im Tal des Goldes” von Patrick Hertweck – Thienemann Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 2. (14. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 352218467X
  • ISBN-13: 978-3522184670
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • D: 15,00 Euro

Inhalt:

Spannender historischer Abenteuerschmöker für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …

Quelle: Amazon

Der Autor:

Patrick Hertweck, geboren 1972, bereiste nach dem Abitur mit dem Fahrrad viele Gegenden Europas, arbeitete danach im Management eines Medienunternehmens und beschloss irgendwann, seine heimliche Passion zum Beruf zu machen. Seither lebt und arbeitet der Vater von drei Söhnen als freier Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich habe mich in diesen Buchschatz bereits rein vom Aussehen verliebt. Das Cover ist absolut gelungen und der lila Schnitt passt perfekt.  Der Inhalt zwischen diesen wunderbaren Buchseiten ist dann aber noch einmal das Sahnehäubchen obendrauf.

Der Wilde Westen ist von jeher eine Art Abenteuerspielplatz für mich. Wen faszinieren die raue Schönheit der Natur, Cowboys und Indianer nicht?
Erwachsene werden ihren Spaß haben und sicher Parallelen zu anderen Geschichten finden bzw. den Verlauf am Ende bereits erahnen können. Kinder dagegen erleben ein wundervolles neues und vor allem spannendes Abenteuer.

Mir gefiel, dass hier zwei Mädchen die Hauptheldinnen in dieser Geschichte sind. Tara und Tahnee sind wie zwei lose Enden, die zusammengehören, sich aber erst finden müssen. Es war spannend zu beobachten, wie sich der Kreis am Ende schließt. So unterschiedlich die beiden auch sind, beweisen sie Mut, Einfallsreichtum und winden sich klug auch aus den brenzlichsten Situationen. Themen wie Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und Vertrauen werden ebenso angesprochen, wie das harte Leben während der Goldgräberzeit.

Es wird gefährlich und geheimnisvolle. Die raue Seite des Wilden Westens kommt deutlich zum Tragen, wurde aber trotzdem kindgerecht in Szene gesetzt. Dabei hat Patrick Hertweck seinen Charakteren warmherzig und authentisch Leben eingehaucht. Die Landschaftsbeschreibungen sind bildgewaltig und atmosphärisch. Sprachlich trifft der Autor perfekt den Nerv seiner Leserschar. Man ist sofort mittendrin im Geschehen.
Für eine kurze Zeit durfte ich mich im Jahr 1856 aufhalten und eine Welt erleben, die es so nicht mehr gibt. Dennoch fühlten sich die Abenteuer real an, hielten mich in ihrem Bann und das ganz ohne Magie und Zauberei.

„Tara & Tahnee – Verloren im Tal des Goldes“ ist schon jetzt eines meiner Buchhighlights für 2020. Ein absolut gelungenes Kinderbuch, das Leser fernab der Zielgruppe ebenso zu begeistern vermag.

Als Kind habe ich Weihnachtsserien wie „Jack Holborn“ und „Silas“ geliebt. „Tara & Tahnee“ könnte ich mir auch als Miniverfilmung vorstellen. Da wäre sicher nicht nur ich begeistert.

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