Meine Leipziger Buchmesse 2015

Manchmal kommt alles anders als geplant. Seit zwei Wochen schwirren mir die Erlebnisse und Gefühle der Buchmesse als Endlosschleife im Kopf herum, doch es fand sich bis heute nicht die rechte Zeit, diese auch aufs Papier bzw. den Blog zu verewigen. Nicht das ihr denkt, mich gibt es nicht mehr, jedoch war in den vergangenen Tagen einfach privat und beruflich so viel los, dass ich hierfür den Kopf nicht frei hatte.

Im vergangenen Jahr durfte ich meine allerersten zwei Buchmessetage erleben und war so überwältigt, dass ich mir in diesem Jahr sogar drei Tage gönnen wollte. Natürlich in der Annahme, alles ein wenig ruhiger anzugehen. So ganz habe ich diesen Vorsatz nicht einhalten können. Dennoch erlebte ich vieles entspannter und intensiver als zuvor. Mein Resumee am Ende der drei Tage lautete: „Auch drei Tage scheinen irgendwie nicht auszureichen!“.
Diese Messe war vor allem geprägt von Herzenstreffen und wundervollen Gesprächen.

Am Donnerstag erwartete mich bereits das erste besondere Highlight. Gemeinsam mit Arndt von Astrolibrium durfte ich zu einem Interview mit Kristine Bilkau. 

Wir plauderten über ihren grandiosen Erstlingsroman „Die Glücklichen“ und ich traute mich, zumindest eine direkte Interviewfrage zu stellen. Für mich bedeutete dies einen großen persönlichen Schritt und eine wichtige Erfahrung.
Das Interview fand in einer sehr entspannten und harmonischen Atmosphäre statt. 

Das komplette Interview könnt ihr euch gern über den nachfolgenden Link anhören.

Die störenden Nebengeräusche hatte ich vor Ort gar nicht als so laut empfunden, doch es lohnt sich reinzuhören.
Meine Rezension zum Buch stelle ich in Kürze auf dem Blog ein und hoffe, eure Neugier auf diese besondere Geschichte wecken zu können.

Es ist toll, wenn man lieb gewonnene Menschen endlich einmal persönlich kennen lernen darf und einige angenehme Stunden zusammen verbringen kann. So bummelte ich mit Verena durch die Hallen. Gemeinsam genossen wir ein interessantes Interview mit Waltraut Lewin und anschließender Buchlesung aus „Wenn du jetzt bei mir wärst – Eine Annäherung an Anne Frank“. 

 Diese bereits 79 Jahre alte Dame hat mich restlos begeistert. Sie wirkt in ihrer ganzen Art noch dermaßen jugendlich, dass man sie glatt für 40 Jahre jünger halten würde. 

Dementsprechend ist auch ihr Schreibstil und ich freue mich unheimlich darauf, ihr Buch zu lesen.

Es gab aber auch witzige Begegnungen, wie ihr hier unschwer erkennen könnt.

So vergingen die Stunden und ich lauschte noch der Preisverleihung der Leipziger Buchmesse.

Dieser Messetag klang in einem für mich wichtigen Herzenstreffen mit anregenden Plaudereien und leckerem griechischem Essen aus.

Die nächsten beiden Tage war ich nicht allein unterwegs und da Heike und ich uns so herrlich ergänzten, hatten wir auch jede Menge Spaß.

Natürlich waren Hetty und Wally mit von der Party und fühlten sich sichtlich wohl.

Wir bummelten durch die Hallen, besuchten verschiedene Lesungen. Dabei entdeckten wir auch ein paar ausgefallene buchige Assessores, 

die nicht in jedes Wohnzimmer passen würden, 

jedoch einen gewissen Charme ausstrahlten. 


 

Man glaubt es so vielleicht nicht, doch diese Stühle sind unheimlich bequem, leider etwas Kostenintensiv…

Zwischendurch trennten wir uns kurz, als ich zu einem interessanten Verlagstermin beim S. Fischer Verlag aufbrach und trafen uns anschließend beim Meet & Greet wieder. 

Hier traf ich endlich einmal persönlich auf Annika Bühnemann und Andrea Bielfeldt. Aber auch viele weitere Autorinnen und Autoren waren vor Ort. Alle nahmen sich richtig viel Zeit und wir führten einige interessante Unterhaltungen. Am Ende gab es eine große Buch- und Kindleverlosung. Ich hatte mal wieder kein Glück, doch Heike gewann eines der Buchpakete und war so lieb, mit mir zu teilen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön.

Beim großen Bloggertreffen von Random House traf ich auf viele liebe bekannte Gesichter. 

Es war schön, wieder einmal mit euch quasseln zu dürfen. Ich musste auch feststellen, wie ähnlich doch manche Interessen und Buchgeschmäcker sowie Lebensansichten sein können.

mit Claire Hajaj
„Ismaels Orangen“

Aber auch die anwesenden Autoren waren wie gewohnt herzlich, signierten Bücher und ließen sich viel Zeit für angeregten Gespräche.

mit Nicole Neubauer
„Kellerkind“

 Doch unser Tag neigte sich hier noch nicht dem Ende zu. Um 20.00 Uhr waren wir in der Leipziger Innenstadt zur „Häppchenlesung“ verabredet. Nachdem uns unser Navi erst fehlleitete, wir für nur knapp 8 km fast 30 Minuten benötigten und irgendwie niemand das Cafe zu kennen schien, erreichten wir unser Ziel genau pünktlich. Neben leckerem italienischem Essen erlebten wir eine herrlich kurzweilige, witzige Lesung.

Emily Bold

Ivonne Keller

               
Marah Wolf

Dana Graham

                                                                  

Nikola Hotel
Katrin Koppold

          

Eileen Janket
Kira Gembri

                       
                                    

Hätte ich nicht bereits einige der Bücher zu Hause bzw. auf meiner Wunschliste stehen würde letztere nun um einiges länger sein. Ein großes Dankeschön an Emily, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Bücherstapel zu signieren. Zum Abschluss gab es eine Buchverlosung und wer hatte erneut Glück – Heike. Da das Buch aber nicht so ganz in ihr Leseschema passte, durfte ich es mit nach Hause nehmen. Manchmal kommt das Glück auch auf Umwegen daher.

Nach einem leckeren Frühstück im Pressezentrum begann unser letzter Tag auf der Buchmesse.

Wir starteten mit dem Bloggerfrühstück bei skoobe/dotbooks. 

Dort trafen wir einige bekannte Gesichter wieder und begaben uns anschließend auf den Weg zu den Lieblingsautoren.

Dort hatte ich bei Mike bereits am Donnerstag ein paar wunderschöne Portemonnaie für mich und die Kinder erstanden. 

Dazu gab es viele tolle Postkarten, wie ihr auf dem Bils sehen könnt.

 Wir plauderten ein wenig mit den anwesenden Autoren und bummelten weiter. 

Mittags trennten sich unsere Wege. Heike begab sich zu einigen Lesungen, die ich aufgrund meiner anstehenden Termine leider nicht besuchen konnte.

Um 12.00 Uhr erlebte ich ein lustiges und interessantes Bloggertreffen bei Chicken House und durfte am Schluss sogar ein Stückchen von der Geburtstagstorte naschen. Schließlich feierte Chicken House seinen 5. Geburtstag. 

Aus diesem Anlass waren der Gründer, Barry Cunningham sowie die Autorin Sophia Bennett – deren Buch #rausmitderdicken ihr vielleicht bereits kennt – vor Ort, 
erzählten ein wenig über sich, den Verlag und beantworteten unsere Fragen. Vielen Dank auch an alle anwesenden Verlagsmitglieder und Hilke Schenck für die Ausrichtung dieses tollen Events.

Im Vorfeld konnten wir an einem Gewinnspiel teilnehmen. Sophia spielte nun Glücksfee und ich konnte es fast nicht glauben, sie zog meinen Namen als ersten aus dem Lostopf. Mit mir durften sich noch zwei weitere glückliche Gewinnerinnen über ein signiertes Buch von „Big Game“, das ja erst im April erscheint sowie eine Freikarte für den Kinofilm freuen. Ich möchte auch hierfür noch einmal Dankeschön sagen!

Zu Beginn bekam jeder von uns ein kleines Bild mit einem Buchcover in die Hand gedrückt. Drei Blogger, die das Cover von „Big Game“ auf ihrem Zettel hatten, durften mit Barry und Sophia um die Wette Eierlaufen. Es war unheimlich lustig und ich finde es toll, dass die beiden diesen Spaß mitgemacht haben. 

Überhaupt nahmen sich Barry und Sophia im Anschluss an das eigentliche Treffen noch viel Zeit für Gespräche und das Signieren von Büchern. Beide sind sehr warmherzige Menschen.

 Da die Gänge mal wieder mehr als voll und teilweise einseitig gesperrt waren, blieb ich im CCL Center und wartete auf den Beginn des LovelyBooks-Bloggertreffens. 

Wenig später trafen auch meine lieben Bloggerkolleginnen Moni von Buecherloewe und Stephanie von  Buchstabenfaengerin ein, so dass uns noch ein wenig Zeit für einen Plausch blieb. 

mit Stepanie

Moni und Eva, wir haben ganz vergessen ein gemeinsames Foto zu machen!

Anschließend folgten wir einer Diskussion über Blogger und die Zusammenarbeit mit den Verlagen.

Zusammen mit den Autorinnen Wiebke Lorenz 

und Melanie Raabe 

beantworteten mehrere Verlagsmitarbeiter die gestellten Fragen.

Bettina Belitz lies uns einen kurzen Einblick in ihr neues Jugendbuch „Mit uns der Wind“ erhaschen und wir durften schon einmal einem Auszug hieraus lauschen. 

Zum Abschluss gab es lecker aussehende Cupcakes, von denen ich dieses Mal irgendwie keinen abbekam sowie eine prallgefüllte Büchertasche. Ein herzliches Dankeschön an das LovelyBooks-Team für diesen schönen Nachmittag und die Goodie-Bags!

Doch schon wartete der nächste Termin auf mich, ein Meet & Greet mit Jennifer Benkau. Die sympathische und schlagfertige Autorin stellte ihr neues Buch „Mit Rosen bedacht“ vor

 und stand den anwesenden Bloggern Rede und Antwort zu allen neugierigen Fragen. Ich habe mich in der großen Masse noch nicht wirklich getraut, Fragen zu stellen, doch es war spannend zuzuhören.

Beim Meet & Greet mit den Feelings-Team traf ich mich zu einem Interview mit Ivonne Keller. Obwohl ihr Terminkalender wirklich mehr als voll und ihre Stimme recht angeschlagen war, nahm sie sich viel Zeit für mich. Das Interview kommt in einem separaten Artikel, da ich es noch überarbeiten muss. Leider habe ich in der der Hektik ganz vergessen, ein Foto von uns beiden zu machen.

Den Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildete die Lesung von Katja Piel aus ihrem Buch „Tod auf Ibiza“. Auch Katja nahm sich viel Zeit für Fotos und Gespräche.

Müde und voller wundervoller Eindrücke machten wir uns auf den Heimweg.

Leider habe ich zu einigen Gelegenheiten einfach nicht ans Fotografieren gedacht, doch manchmal waren Begegnungen und Gespräche einfach wichtiger und wertvoller.

Auch wenn ich es schon mehrfach geschrieben habe, möchte meinen Herzensmenschen für die witzigen, interessanten und wundervollen Gespräche danken. Ihr seid etwas Besonderes und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.

Eure Anja

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Rezension „Marienkäfertage“ von Uticha Marmon – Magellan Verlag

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Magellan (20. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734850053
ISBN-13: 978-3734850059
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
D: 14,95 €

Inhalt:

Endlose helle Tage, Sonnenlicht, das flirrend durch Baumkronen fällt, kaltes Seewasser und frische Zimtbrötchen – so war ihr Sommer, jedes Jahr. Jetzt sind das alles nur noch Erinnerungen an eine Zeit, als sie Elin und noch nicht Lykke war. Doch was heißt das überhaupt – Lykke sein? Und wie passt dieser fremde Junge in ihr neues Leben, Rasmus, der ihr Angst macht, den sie aber auch ein kleines bisschen mag? Während sie sich vorsichtig an ihre neuen Gewissheiten herantastet, erkennt sie eines: Das Glück ist vielleicht ein scheuer Gast, aber es liegt an uns, ob wir ihm die Tür öffnen.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Uticha Marmon, geboren 1979, studierte Dramaturgie, Literaturwissenschaft und Pädagogik in Mainz, Wien und München. Sie arbeitete als Theater-Dramaturgin und war im Anschluss einige Jahre als Lektorin und Regisseurin bei einem Hörbuchverlag tätig. Seit 2010 ist sie freiberufliche Autorin und Lektorin mit dem Schwerpunkt Kindermedien. Uticha Marmon lebt in Hamburg.

Quelle: Amazon

Rezension:

Was passiert, wenn die eigene heile Welt zusammenbricht, nichts mehr so ist, wie es einst schien. Wenn Wahrheiten von Lügen überschattet werden. Der letzte Halt wegbricht und genau in diesem Moment diejenigen, die alles erklären könnten und bisher einen sicheren Hafen darstellten nicht greifbar sind. Du kannst und willst die einzigen Personen, die Licht ins Dunkel bringen könnten nicht fragen, denn du fühlst dich von ihnen hintergangen, verraten. Plötzlich erscheint das ganze bisherige Leben in einem anderen Licht und du wirst zu jemand anderen, einer Person, die du nicht kennst.
So in der Art ergeht es Elin. Ein Brief verändert ihr ganzes Sein von einem Moment auf den anderen. Aus Elin wird Lykke. Fremd, unwirklich und doch irgendwie vertraut.
In dieser Situation flieht Elin an den Ort ihres Herzens, das Marienkäferhaus. Dort begegnet sie Rasmus. Von ihm und „Opa“ Knut erhält sie nach und nach Antworten auf ihrer Suche nach sich selbst und den eigenen Wurzeln.
Wie leicht kann ein einzelner Moment, eine getroffene Entscheidung und eine zufällige Begegnung unser Leben prägen, verändern und über unsere Zukunft entscheiden.
Dies ist ein Buch mit sehr viel Tiefgang und Feingefühl. Zwischen den Zeilen verbergen sich die eigentlichen Botschaften. Um wirklich alles verstehen zu können, müsst ihr euch voll und ganz auf Elin und ihre Gefühlswelt einlassen. Nicht immer erscheinen ihre Reaktionen oder die von Rasmus logisch. Doch wie würden wir in einer solchen Situation reagieren? Es ist einfach zu sagen, dies oder jenes wäre richtig, wenn es uns selbst nicht betrifft. Dennoch folgen wir oft eher unseren Gefühlen und agieren in diesem einen speziellen Moment ganz anders als erwartet. 
Uticha Marmon versteht es auf eine besondere Art, uns auf Elins Indentitätssuche mitzunehmen. Aber es ist auch eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Über Geheimnisse, Erinnerungen und die Suche nach Geborgenheit, Glück und einem Platz im Leben.
Am Ende breitet sich die warme helle Marienkäferwelt über allem aus und dennoch gibt es kein Heile-Welt-Ende. Nicht alle Fragen werden geklärt und die weitere Zukunft der Protagonisten bleibt offen, und wir unseren Wünschen, Hoffnungen und Vermutungen überlassen. Und gerade darin besteht für mich der letzte besondere Zauber des Buches.

Fazit:

Eine gelungene intensive Identitässuche mit Tiefgang und Gefühl.
Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Rezension „Nur Meer und Himmel“ von Michael Morpurgo – Fischer KJB

Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (19. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737352100
ISBN-13: 978-3737352109
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Half a Man

D: 14,99 €   A: 15,50 €

Inhalt:

Bestsellerautor Michael Morpurgo erzählt von der langsamen Annäherung eines Kriegsversehrten und seines Enkelsohns

Seit Michael denken kann, fürchtet er sich vor den Besuchen seines Großvaters. Nicht, weil dem alten Mann mehrere Finger fehlen und sein Gesicht von Verbrennungen entstellt ist, sondern weil seine Eltern in seiner Gegenwart so angespannt sind. Was dem Großvater zugestoßen ist – darüber spricht niemand. Nur Michael hört nicht auf, sich diese Frage zu stellen, und eines Tages bricht der Großvater das Schweigen.

Michael Morpurgo ist ein brillanter Erzähler – zusammen mit den farbigen Illustrationen von Gemma O’Callaghan brennt diese Geschichte lichterloh, bis ganz am Ende so etwas wie Frieden einkehrt.

Quelle: Amazon

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Michael Morpurgo wurde 1943 in London geboren. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein Roman ›Gefährten‹ wurde verfilmt und lief 2012 in den deutschen Kinos. Morpurgo hat drei Kinder und lebt mit seiner Frau in Devon, England.

Uwe-Michael Gutzschhahn, geboren 1952, studierte Anglistik und Germanistik und schloss sein Studium mit der Promotion ab. Er war viele Jahre als programmverantwortlicher Verlagslektor in diversen Verlagen tätig und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in München. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet.

Gemma O’Callaghan ist Illustratorin und Graphikerin. Während ihres Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für Siebdruck, die bis heute anhält. Sie lebt in Nottingham. ›Nur Himmel und Meer. Die Geschichte meines Großvaters‹ ist ihr erstes Buch für junge Leser.

Quelle: Amazon

Rezension:

Zwischen zwei Buchdeckeln und gerade einmal 64 Seiten findet sich eine sehr gewichtige nachdenkliche Geschichte. Mit schlichten, recht einfachen Formulierungen dringt der Inhalt direkt ins Herz der Leser und wirkt nachhaltiger als ein blumiges dickes Manifest. Ehrlich und ohne Sensationshascherei erzählt der Autor seine Geschichte in der der „Ich“-Form.
Von Michael Morpurgo hatte ich bis dato noch nichts gelesen. Dennoch kam man in der Vergangenheit an seinem Werk „Gefährten“ durch die ständige Medienpräsenz nicht vorbei. Und schon da hat mich die Thematik, die er aufgriff tief berührt. Ich habe leider einfach noch nicht die Zeit gefunden, mir dieses Buch zur Hand zu nehmen. Etwas für meine To-do-Liste.
Doch im Fall von „Nur Meer und Himmel“ machte mich die Buchbesprechung auf Astro Librium neugierig und ich löste spontan die Buchbestellung aus. Diese Spontanität habe ich in keinster Weise bereut. Danke Arndt.
Dieses Buch gibt uns viele Aspekte zum Nachdenken mit auf den Weg. 
Auf der einen Seite ist da Michaels Großvater, der ein schlimmes Traumata überlebt und dennoch viele Jahrzehnte später nicht wirklich verarbeitet hat. Dies lag jedoch nicht allein an dem Erlebten, den Erinnerungen und verbliebenen sichtbaren Verletzungen. Die Menschen seiner Umgebung begannen ihn aus Scham, Furcht oder falsch verstandenem Mitgefühl nicht mehr wirklich zu sehen. Selbst seine eigene Frau blickte die „beschädigte“ äußere Hülle nicht mehr an und vergaß dabei die inneren Werte, das was ihren Mann eigentlich ausmachte. So zu leben und das Gefühl zu haben, sich niemandem öffnen, mit niemandem sprechen zu können, muss eine schwere Last sein. Das Vertrauen in andere, aber auch das in sich selbst wird immer kleiner. Persönlichkeiten verändern sich und Menschen triften auseinander.
Doch dann kam Michael.
Auch Michaels Eltern wollten nicht, dass er seinen Großvater ansah, da es diesem nicht recht sei und ihn verletzen könnte. Doch Kinder kennen die falsch verstandene Scham der Erwachsenen noch nicht und leben eine natürliche Neugier aus. Und so begann Michael seinen Großvater zu sehen. Tief berührt hat mich in diesem Fall der folgende Abschnitt:
„Weißt du, was ich an dir mag, Michael?“, fuhr er fort. „Du schaust mich an. Die meisten vermeiden das. Nicht mal deine Mutter tut es, und die ist immerhin meine Tochter. Sie schaut weg. Die meisten Menschen schauen weg. Nicht, dass ich ihnen das vorwerfe. Früher ja, aber heute nicht mehr. Doch du schaust nicht weg.“
Wir sollten nicht immer rational oder für andere denken, uns die kindliche Neugier bewahren und offener durchs Leben gehen. Was schadet ein Blick, wenn er mit einem freundlichen Lächeln begleitet wird. Wenn wir damit Interesse, statt Sensationslust bekunden, nicht angewidert oder abgestoßen von der äußeren Erscheinung oder dem Handicap der Menschen um uns herum durch die Welt laufen. Die anderen in ihrer Persönlichkeit wahrnehmen, das ist wichtig. Ich denke, das ist auch das,  was diese sich wünschen und brauchen. Nur so können wir uns einander öffnen.
Michael Morpurgo findet schlichte kindgerechte Worte, um ein schwieriges Thema aufzugreifen. Einfühlsam und mit vielen wundervollen passenden Bildern untermalt ist dies auch ein wichtiges Buch für Erwachsene. 
Eine Geschichte, die sich ganz still einen Platz im Herzen der Leser sichert.
Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Wie viele Seiten muss ein gutes Buch umfassen?

Vor einigen Tagen stieß ich zufällig bei Facebook auf eine Diskussion, in der es darum ging, wie viele Seiten ein Buch vorweisen muss, damit es auch gekauft wird. Ursprünglich zielte diese Frage zwar auf den Verkauf eines eBooks ab, doch einige Anmerkungen haben mich nachdenklich gestimmt. So gab es Aussagen, dass ein Buch unter 100 oder 150 Seiten erst gar nicht gekauft werden würde.

Doch ist es wirklich wichtig, wie dick ein Buch ist? Ich dachte bisher immer, es kommt auf den Inhalt an. Wie fesselnd eine Geschichte verpackt wurde.
Schreckt ein dicker Wälzer von 300 bis 500 oder mehr Seiten nicht sogar manchen Leser ab?
Sicher, auch ich war das ein oder andere Mal enttäuscht, wenn ein Buch nach knapp über 100 Seiten schon dem Ende entgegen ging. Jedoch lag dies weniger an der Länge, sondern eher daran, dass die Geschichte so toll war. Zu bestimmten Zeiten empfinde ich es sogar recht erholsam, einmal ein etwas schmaleres Bändchen lesen zu können.

Ein Buch ist nur so gut, wie die darin enthaltene Geschichte. Einfache prägnante Formulierungen bewirken manchmal mehr und können tiefer berühren, als ausschweifende langatmige Erzählungen. Texte in die Länge zu ziehen, nur um eine gewisse Seitenanzahl zu erreichen, schadet eher.
Eine solche an den Tag gelegte Ignoranz verhindert das Erleben von wundervollen tiefsinnigen und wertvollen Leseeindrücken.

Für morgen habe ich mir vorgenommen, euch ein Buch vorzustellen, das gerade einmal 64 Seiten umfasst. Der Text wird durch viele Zeichnungen unterbrochen. Auch wenn es als Kinder- und Jugendbuch ausgeschrieben ist, ist dies für mich genauso ein Buch für Erwachsene. Jedoch möchte ich meinem morgigen Text nicht vorweg greifen.

Es wäre fatal, wenn z. B. dieses besondere Buch nur aufgrund der »geringen« Seitenanzahl nicht einmal in die Hand genommen würde.

Ich habe eine Bitte an euch, beurteilt ein Buch nie nach der Seitenzahl, sondern dem Inhalt.

Wer eine andere Meinung vertritt kann sich gern äußern und mit mir diskutieren!

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Rezension „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“ von Sabine Zett – Blanvalet Verlag

Taschenbuch: 320 Seiten

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381398
ISBN-13: 978-3442381395
D: 8,99 €

Inhalt:

Elisa ist thirty something – also eigentlich, wenn man’s ganz genau nimmt, schon ein paar Jahre drüber –, Mutter eines »Pubertäts-Aliens«, Tochter zweier rüstiger Rentner und Schwiegertochter einer durchgeknallten Patronin, die sich mindestens für Queen Mum hält und Elisa Knüppel zwischen die Beine wirft, wo’s nur geht. Als wäre es damit nicht schon genug, benimmt sich plötzlich auch noch Elisas Ehemann Alex äußerst seltsam – heimliche Handytelefonate und überraschende »Dienstreise« nach Paris inklusive. Hat Alex etwa eine Affäre? Das kann Elisa nicht auf sich sitzen lassen und bläst zum Gegenangriff …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Sabine Zett arbeitete nach Abitur und Tageszeitungsvolontariat mehrere Jahre als Journalistin. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie, Theaterstücke, Hörspiele sowie Bücher zu schreiben, und eroberte mit ihrer vielfach ausgezeichneten und in mehrere Sprachen übersetzen „Hugo“-Buchreihe nicht nur die Herzen von kleinen und großen Lesern, sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste. Mehr Infos: www.sabine-zett.de

Quelle: Amazon

Rezension:

Ihr sucht einen heiteren Unterhaltungsroman mit viel Witz, einer Prise Selbstironie, in dem fast jeder Leser ein wenig von sich selbst wiederfinden wird? Dann solltet ihr unbedingt „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“ lesen. Ich kann euch versprechen, es wird turbulent.

Sabine Zett wartet mit einer taffen Protagonistin auf, die zu ihren eigenen Fehlern steht und sich gegen aufmüpfige Schüler in einer witzigen, aber dennoch lehrreichen Art und Weise durchsetzt. Dabei nimmt sie gern das ein oder andere Fettnäpfchen mit, lässt sich aber nicht unterkriegen.
Als Tüpfelchen auf dem `i` ist sie auch noch mit einem pubertierenden Teenagersohn, einer herrischen, etwas schrulligen Schwiegermutter und einer von der Männerwelt enttäuschten Freundin gesegnet. Nebenbei  versucht sie im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen und ihre Ehe zu retten. Na, neugierig geworden?

Mit einem feinen und wunderbaren Sinn für Humor schreibt die Autorin ihre Elisa direkt in die Herzen der Leser. Die Bezeichnung „thirty something“ finde ich toll. Das Buch ist aber für alle Altersklassen ein Lesegenuss. Warnen muss ich nur vor dem Lesen in der Öffentlichkeit, da es aufgrund von Lachattacken und Dauergrinsen zu irritierten Reaktionen seitens Personen eures Umfeldes kommen kann.

Fazit:

Dieses Buch verspricht kurzweiliges amüsantes Lesevergnügen pur.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Tödliche Türchen – 24 Weihnachtskrimis aus Hessen“ – Leinpfad Verlag

Broschiert: 252 Seiten
Verlag: Leinpfad Verlag; Auflage: 1. Auflage (30. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942291819
ISBN-13: 978-3942291811
D: 9,90 €

Inhalt:

Stille Nacht, heilige Nacht? Von wegen! Harmonie und Frieden unterm Weihnachtsbaum? Wers glaubt, wird selig! Denn: 24 AutorInnen lassen hinter jedem Adventskalender-Türchen ein Verbrechen lauern … Da ruft ein Mann am 24.12. bei der Telefonseelsorge in Frankfurt an, eine Offenbacherin lernt endlich das Tranchieren, eine Weihnachtsfeier in Darmstadt läuft völlig aus dem Ruder, während ein Ehemann in Hesselbach Haus und Garten in ein Weihnachtswahnsinnsland verwandelt. Psychologisch fein austarierte Tatabläufe treffen auf spontane Befreiungsschläge und manchmal auf die Falschen … Mit Texten von Christina Bacher, Paula Bengtzon, Nadine Buranaseda, Ella Daelken, Gitta Edelmann, Karsten Eichner, Leila Emami, Christiane Geldmacher, Denise Haberlandt, Angelika Marie Hauck, Almuth Heuner, Tania Jerzembeck, Klaudia Jeske, Ivonne Keller, Susanne Kronenberg, Richard Lifka, Ricarda Oertel, Claudia Platz, Kathrin Pohl, Regina Schleheck, Claudia Schmid, Frauke Schuster, Thorsten Weiß, Fenna Williams und Marcus Winter. Die Tatorte sind Aarbergen, Bad Homburg, Bad Vilbel, Darmstadt(2), Eltville, Frankfurt(4), Gelnhausen, Hesselbach, Hofheim, Idstein (2), Kostheim, Neustadt/Odenwald, Offenbach, Rüdesheim (2),Schlossborn, Wiesbaden (2), Zwingenberg und der Taunus.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ihr denkt jetzt vielleicht „Was will die denn Ende Februar noch mit einem Weihnachtsbuch?“
Ich gebe zu, die Aufmachung ist weihnachtlich und stellt eine Art Krimiadventskalender dar. Doch wer sagt, dass man Geschichten bzw. in diesem Fall Krimis, die im Winter oder rund um die Weihnachtszeit spielen nicht auch im Sommer lesen kann? Ich denke, eine gute Geschichte ist unabhängig von der Jahreszeit und kann an jedem beliebigen Tag zur Hand genommen werden.
Es wäre schade, wenn dieses Buch aufgrund des Zeitbezuges für viele Monate der Nichtbeachtung anheimfallen sollte.

In diesem Fall unterhalten euch 24 Autoren mit ihren mörderischen Kurzgeschichten. Spannend, mal kurios, mal ein wenig übersinnlich und immer wieder verblüffend, schafft es jeder einzelne Autor den Leser in seinen Bann zu ziehen. Dabei waren manche Handlungsstränge vorhersehbar, aber dennoch nicht langweilig. Es gibt in diesem buchigen Adventkalender auch Geschichten, die ein recht unerwartetes Ende nehmen.

Ich möchte allen Krimifans das Buch empfehlen. Mir hat das Lesen jeder der 24 Geschichten Spaß bereitet. Da die Geschichten voneinander unabhängig sind, kann man auch bei zeitlichen Engpässen eine kurze Auszeit nehmen und das Lesen genießen.

Fazit:

Eine gelungene Sammlung von Kurzkrimis, die es in sich hat.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken.

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Rezension „Das Geheimnis der Lady Audley“ von Mary Elizabeth Braddon – DRYAS Verlag

Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Dryas Verlag; Auflage: 1 (September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940855472
ISBN-13: 978-3940855473
Originaltitel: Lady Audley’s Secret
D: 12,95 €

Inhalt:

Ein Londoner Anwalt versucht, den Mord an seinem Freund aufzuklären, doch die wunderschöne Lady Audley will dieses mit allen Mitteln verhindern. Ihm wird schnell klar, dass Lady Audley ein dunkles Geheimnis hütet. Um den Mörder seines Freundes finden zu können, muss er es lüften. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt zwischen dem jungen Mann und der mysteriösen Frau. Hochgelobt von den damaligen Kritikern erlebte „Lady Audley’s Secret“ bereits im Jahr seines Erscheinens, 1862, einen bis dahin unerreichten Erfolg. Braddons Buch wurde übersetzt, verfilmt und auf die Theaterbühnen der Welt gebracht.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Mary Elisabeth Braddon (1837–1915) gilt als erste viktorianische Bestsellerautorin. Kritiker wie Charles Dickens oder Thomas Hardy nannten ihre Werke „brillant, geistreich und lebendig“. M. E. Braddon war eine starke Frau, sie ernährte früh ihre gesamte Familie, stand eine Scheidung durch, lebte in skandalös wilder Ehe und schrieb über 80 Romane. Darin thematisierte sie auch gesellschaftlich heikle Themen wie Bigamie, Ehebruch, Abtreibung u.a. 
Anja Marschall ist Krimiautorin und lebte lange Zeit in London. Als bekennende Anglophile mit Faible für das 19. Jahrhundert machte sie den vergessenen viktorianischen Krimiklassiker mit ihrer Übersetzung und Überarbeitung für das heutige Publikum endlich wieder zugänglich. Im Dryas Verlag erschien von ihr „Fortunas Schatten“ und „Das Erbe von Tanston Hall“ im Goldfinch Verlag.

Quelle: Amazon

Rezension:

Heute möchte ich euch mit auf eine Reise in das viktorianische England nehmen.
Es wird abenteuerlich, geheimnisvoll und auch ein wenig romantisch. Eine bunte Mischung mit einem Schuss Gesellschaftsgeschichte.

Mary Elisabeth Braddon ist ein Kind dieser Zeit und schildert in diesem Kriminalroman ein anschauliches authentisches Bild der damaligen Gesellschaft, wie man es nur aus erster Hand erhalten kann. Bei dieser Gelegenheit sende ich ein großes Dankeschön an Anja Marschall, die mit ihrer Übersetzung zwar den heutigen Lesern das Verständnis des Ganzen nahe gebracht, aber dennoch das Flair und die Eigenheiten der ursprünglichen Sprache erhalten hat. Gerade durch die an manchen Stellen etwas altmodische sprachliche Gestaltung wird es uns Lesern ermöglicht, in der Zeit zurück zu gehen und ganz in die Geschichte einzutauchen.

Da das Buch ursprünglich aus dem Jahre 1862 stammt, kann man keinen Krimi, wie er heute geschrieben wird erwarten. Dennoch zieht uns die Autorin durch ihren besonderen Schreibstil in ihren Bann. Es werden immer wieder Spannungen aufgebaut und Überraschungseffekte wie nebenbei eingestreut. Sicher ist das Ende recht vorhersehbar und dem damaligen Zeitalter geschuldet, passt aber recht gut und ist plausibel. Die Charaktere wirken authentisch und man kann das Rascheln der Taftkleider fast hören. Im Kopf des Lesers entsteht ein lebendiges ausdrucksvolles Bild der viktorianischen Gesellschaft.

Ich bin froh, dass dieses literarische Kleinod nicht einfach verschwunden, sondern neu aufgelegt und so für zukünftige Leser auch 100 Jahre nach dem Tod der Autorin noch zugänglich gemacht wurde. Dies ist der Traum eines jeden Autors, doch nur wenigen gelingt es, diesen auch zu verwirklichen.

Fazit:

Ein spannender historischer Krimi mit einem ganz eigenen Flair.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Ich heirate einen Arsch“ von Kerstin Hohlfeld & Leif Lasse Andersson – Knaur Taschenbuch

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516349
ISBN-13: 978-3426516348
D: 8,99 €

Inhalt:

Luisa ist jung und ehrgeizig, und sie hat einen hinreißenden Arsch, denkt Björn. Björn ist Chefredakteur, Luisas Boss, und ein echter Arsch, denkt Luisa. Zwei wie sie können gar nicht zusammenkommen – tun sie aber doch, und damit ist das Chaos vorprogrammiert, denn Luisa ist nicht das willige Weibchen, das sonst Björns Beuteschema ist. Und Björn, der geübte Womanizer, merkt auf einmal, dass er von Luisa mehr will als nur ihren …

Quelle: Amazon

Die Autoren:

Kerstin Hohlfeld (48) veröffentlichte im Gmeiner-Verlag mit Glückskekssommer, Herbsttagebuch und Winterwünsche bereits drei Frauenromane, im Sommer 2014 erscheint ihr vierter Roman.

Leif Lasse Andersson (51) debütierte im Februar 2013 im Riva-Verlag mit Midleifcrisis – Als meine Frau mich hinauswarf und ich mit 117 anderen schlief. Der biographische Roman schoss in den Amazon-Kindle-Charts in wenigen Tagen in die Top 10 und fand in nur 4 Monaten rund 30.000 Leser. Leif Lasse Andersson ist ein Pseudonym. Der Autor hinter diesem Pseudonym arbeitet seit 20 Jahren als Redakteur, zehn Jahre davon in der Chefetage einer großen deutschen Zeitung. Sein Hintergrundwissen über die Branche verleiht dem Umfeld der Geschichte große Authentizität

Quelle: Amazon

Rezension:

Endlich einmal eine turbulente Liebesgeschichte, die ihren Leser an den Gedanken des männlichen Protagonisten teilhaben lässt!

Wir erleben hier eine Geschichte, deren Fortgang aus zweierlei Perspektiven erzählt wird. Zum einen haben wir die junge ehrgeizige Luisa – auf der anderen Seite den erfolgreichen Tausendsassa Björn. Mir hat es unheimlich gefallen die beiden unterschiedlichen Sichten auf ein und denselben Vorgang zu erleben. Auch wenn sich Björn sehr oft wie ein richtiger „Arsch“ verhält, muss man ihn einfach lieben. Es gab viele Gelegenheiten, bei denen man die beiden einfach nur nehmen, die Missverständnisse aus dem Weg räumen und sie zusammenstupsen möchte. Doch zum Glück gibt es da noch jemanden, der über die beiden wacht. 

Das Buch ist kurzweilig und durchsetzt von einem feinen Humor.
Eigentlich ist die Grundidee der Storyline der Traum jedes kleinen Mädchens „Aschenputtel trifft Traumprinz“ mit Happy End. Oder – wer wollte nicht schon immer die Eine sein, die einen Rebellen und Frauenhelden zähmt.
Doch so einfach ist es hier nicht und die Autorin verpasst uns Lesern kurz vor Schluss noch einen richtigen Schock. Bei genauerer Betrachtung, hätte es gar nicht anders kommen können, um uns zu einem glaubwürdigen Ende zu führen. Aber mehr möchte ich gar nicht verraten.

Fazit:

Ein turbulenter, witzig spritziger Liebesroman für vergnügliche Lesestunden.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension: „111 Gründe, einen Mord zu begehen“ von Yvonne de Bark – Schwarzkopf & Schwarzkopf

Broschiert: 328 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862654028
ISBN-13: 978-3862654024
D: 9,95 €

Inhalt:

»Am liebsten würde ich ihn/sie umbringen!« Sie sind überall! Die Kleingeld zählenden Rentner an der Kasse. Die Parkplatzwegschnapper vor einem wichtigen Termin. Die laut telefonierenden Kollegen im Büro. Die Tortillachipsesser und Colaschlürfer im Kino in der Reihe hinter uns. Es sind die vielen kleinen Dinge, die in uns den Wunsch wecken, zum Amokläufer zu werden. Aber wir müssen die Contenance bewahren und unsere aufsteigende Mordlust im Zaum halten. Doch was tun mit unserer aufgestauten Wut und der anschwellenden Halsschlagader? Wie oft haben Sie schon der Strafzetteldistributorin im Geiste Ihre Autotür »versehentlich« in die Eingeweide gerammt? Oder der Schwiegermutter für ihre hilfreichen Tipps Putzmittel als Erfrischungsgetränk angeboten? Yvonne de Bark hat es für Sie getan. Sie lässt den Dampf ab, den Sie tagtäglich so tapfer innehalten. Bitterböse und schwarzhumorig lässt sie ein Opfer nach dem anderen über ihre Feder springen. EINIGE GRÜNDEWeil es bei aufdringlichen Chefs heißt: Bei Berührung Mord! Weil Gäste, die nicht gehen wollen, gegangen werden müssen. Weil Bazillenschleuderer an sich selbst verrecken sollen. Weil Veganer einfach besser schmecken. Weil die Bahn beliebt ist wegen der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihrer Mitarbeiter. Weil eine Scheidung während des Verkehrs effektiver ist als jede andere Methode. Weil der Letztes-Klopapierblatt-Nehmer-und-nicht-wieder-Auffüller den goldenen Arschkorken verdient. Weil arbeitslose Nachbarn ihre ewige Ruhe brauchen. Weil Schnorrer in keine WG mit Chemiestudenten ziehen sollten. Weil Schnäppchenjäger zum Glück nicht unter Artenschutz stehen. Weil es wichtig ist, den richtigen Halsschmuck für Supermamis auszusuchen. Weil Brustimplantate recycelt werden können. Weil eine Stute gefälligst nur beißen soll, um zu fressen. Weil Chefsessel extra für Riesenärsche gemacht sind. Weil Sex gegen Wohnung ein schlechter Deal für den Vermieter ist. Weil Messeverkäufer die Wurmfortsätze unter den Verkäufern sind. Weil Schaulustige prima Schmorfleisch abgeben. Weil es spezielle Schwiegermutterrezepte gibt. Weil Unterwasserrowdys auch mal tief durchatmen müssen.

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Die Autorin:

YVONNE DE BARK ist Schauspielerin, Bloggerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Kindern in der Nähe von Köln. Nach ihrem Sport- und Englischstudium auf Lehramt war sie in zahlreichen TV-Produktionen (u. a. DIE MOTORRAD-COPS, ALARM FÜR COBRA 11, UNTER UNS, EIN FALL FÜR ZWEI) auf den Bildschirmen der Republik zu sehen. Während sie sich als Autorin bisher auf humorvolle Erziehungsratgeber spezialisierte (u. a. PIMP YOUR KID), zeigt sie sich in ihrem mittlerweile siebten Buch von ihrer diabolischen Seite.

Quelle: Amazon

Rezension:


Ich war gespannt, was mich mit diesem Buch erwartet. Vorab möchte ich schon einmal ausführen, es handelt sich nicht um einen Roman. Vielmehr enthält dieses Buch eine Sammlung kurioser Mordgeschichten. Dadurch, dass jede Geschichte in sich abgeschlossen ist, kann man sich immer mal wieder eine Auszeit gönnen und eine Episode lesen. Alles hintereinander weg zu lesen würde ich nicht empfehlen, da es sonst zu viel Input zu verdauen gibt und es bei Weitem nicht mehr so spannend sein wird. 

Jeder von uns kennt dieses Gefühl, wenn man seinem Gegenüber am liebsten den Hals umdrehen möchte, jedoch die Faust in der Tasche ballen und gute Miene zum bösen Spiel machen muss. In dieser Art sind die Mordfantasien, die Yvonne de Bark in diesem Buch zusammengefasst hat, gestaltet. Die Autorin besticht durch einen farbigen und bildhaften Schreibstil. Sie hat sich getraut, die sonst im geheimen verborgen liegenden Gedanken von uns allen in einer besonderen Art zu Tage zu fördern und offen auszusprechen.

Man sollte nicht die einzelnen Schilderungen nicht allzu ernst nehmen. Doch sicher entdeckt der ein oder andere Gedanken, die ihm bekannt vorkommen. Solange es bei Gedanken bleibt, ist auch alles in Ordnung. Doch was passiert, wenn man die Grenze überschreitet….
Lest einfach selbst!

Fazit:

Ein interessanter und unterhaltsamer Ausflug in eine der dunklen Ecken unserer Gedankenwelt.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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Rezension „Sternschnuppen-Regen“ von Gabriele Schmid

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2172 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 217 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3849570509
Verlag: tredition (24. März 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

Inhalt:


Alexandra Frey sorgt sich um ihre sechzehnjährige Schwester Nathalie, die nach einem Verkehrsunfall erblindet ist. Ausgerechnet der Mann, der sie vor sechs Jahren von jetzt auf nachher hat sitzenlassen, ist der Arzt, der Nathalie helfen kann.

Im zweiten Band der Kurzroman-Reihe begegnen uns die Figuren aus Band 1 wieder und das Leben in Mittsingen pulsiert weiter …

Quelle: Amazon

Die Autorin:


Geboren und aufgewachsen in Stuttgart, lebt die Autorin seit Jahren in einer Strohgäu-Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie arbeitete als Datenbank-Ingenieurin bei einer der führenden Anwaltskanzleien bis sie sich entschloss, ihr Hobby zum Beruf zu machen.
Quelle: Amazon

Rezension: 

Auch im zweiten Teil geht es turbulent weiter und wir treffen lieb gewonnene Charaktere wieder.
Man muss aber den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben, um sich in die Geschichte einzufinden.
Ich empfand dieses Buch emotionsgeladener als „Herbststürme“. 
Der flüssige Schreibstil und die sympathischen Protagonisten tragen dazu bei, das man jegliches Zeitgefühl verliert und das Buch recht schnell durchgelesen hat.
Die Handlungsstränge sind interessant und machen neugierig auf den Fortgang.

Fazit:

Ein schöner Kurzroman für Zwischendurch.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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