Rezension “Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?” von Julia Greve – Rowohlt Taschenbuch

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (18. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499291754
  • ISBN-13: 978-3499291753
  • D: 10,00 Euro

Inhalt:

Ein Roman über das, was nach dem Happy End kommt … Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag – und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Julia Greve, Jahrgang 1975, lebt mit ihrer Familie (2 Kinder) in Bonn. Sie arbeitet mit ganzem Herzen bei einer kleinen NGO, die sich mit dem Thema nachhaltige Textilproduktion beschäftigt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Nach 15 Jahren Ehe ist bei Nina und Steffen die Luft raus. Ein heikles Thema ist der gemeinsame Sex. Kurz entschlossen setzen sie sich zusammen und suchen nach einem neuen gemeinsamen Weg. Auf einmal steht das Thema Partnertausch im Raum.

Man sollte aber vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht. Denn beide öffnen unbewusst die Büchse der Pandora.

Steffen ist ein richtiges Weichei und sehr oberflächlich. Er sieht nur seinen eigenen Vorteil. Ja, er überlässt Nina die Entscheidungen, doch fallen diese nicht in seinem Sinn aus, reagiert er wie ein bockiges Kind.

Nina dagegen möchte den Partnertausch eigentlich gar nicht, es widerstrebt ihr und doch ist sie von dieser Idee irgendwie fasziniert. Sie kann sich dem Reiz des Verbotenen nicht entziehen. Allerdings sind Theorie und Praxis zwei komplett verschiedene Welten.

Ninas Aktionen sind nicht immer logisch und muten oft ein wenig zu naiv an. Dennoch passen ihre Handlungen zu den Ereignissen und geben uns Lesern das Gefühl, eine reale Geschichte zu lesen.

Humorig und mit dem nötigen Tiefgang erzählt Julia Greve eine sehr realitätsnahe Geschichte. Ich habe gelacht, des Öfteren den Kopf geschüttelt und mich bis zum Schluss perfekt unterhalten gefühlt.
Ich bin dankbar, dass uns die Autorin ein Happy End ohne Kitsch und Tam Tam beschert. Eine tolle Grundidee wurde hier perfekt umgesetzt.

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