Rezension: “Wie Champagner” (Herbert, Band 2) von Friedrich Kalpenstein – Tinte & Feder

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Tinte & Feder (14. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1503946029
  • ISBN-13: 978-1503946026
  • D: 9,99 Euro

Inhalt:

Good bye, Singleleben.

Am Ende seines Urlaubs auf Rhodos hat Herbert seine Jugendliebe Anja wiedergetroffen. Nach einer halben Ewigkeit. Nun schwebt er im siebten Himmel, denn es ist nicht bei diesem einen zufälligen Wiedersehen geblieben. Schon bald beziehen die beiden mitten in Schwabing eine gemeinsame Wohnung. Herberts neues Leben wäre perfekt, wäre da nicht Anjas Exmann, der sich stur weigert, einzusehen, dass er Anja für immer verloren hat. Auch Anjas Eltern missfällt die Wahl ihrer Tochter. Herberts bester Kumpel Hans ist in Beziehungsfragen keine große Hilfe. Der ist seit Kurzem wieder solo, deshalb würde er am liebsten gemeinsam mit Herbert jeden Abend um die Häuser ziehen. Das junge Glück steht auf wackligen Beinen. Kämpft Herbert doch nicht zuletzt auch gegen so manche seiner eigenen lieb gewonnenen Gewohnheiten.

Ein Roman auch für Männer.

Nach »Ich bin Single, Kalimera« der zweite Roman von Friedrich Kalpenstein.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising bei München geboren und lebt heute in der Nähe von Freising im Ampertal. Im Jahr 2007 verfasste er seine erste Kurzgeschichte unter dem Titel »Träum’ mir einen Freund«. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch mit sieben Kurzgeschichten als E-Book. Weitere Kinderbücher folgten. 
Seine schriftstellerische Motivation veränderte sich bald und seinen Kinderbüchern folgten humorvolle Romane für Erwachsene. Darin erzählt Kalpenstein schwungvoll und witzig von Situationen, die jeder kennt – vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags eben, denn die besten Geschichten schreibt das Leben.
Der erste Roman »Ich bin Single, Kalimera« erschien 2013 als E-Book im Selbstverlag und wurde im März 2015 von Amazon Publishing in einer neuen Version aufgelegt. Daraufhin folgten die Romane aus der Herbert-Reihe »Wie Champagner«, »Männerferien«, »Alpengriller« und »Gipfelträumer«. 
Ebenso erschienen sind die Romane »Das Leben ist kein Zweizeiler« und »Sie haben Ihr Ziel erreicht« und »Gruppentherapie«.
Für den Roman »Gruppentherapie« hat Friedrich Kalpenstein eine interessante Symbiose zwischen Roman und Musik geschaffen. So gibt es erstmals für die Leser zu den Texten im Buch die passende Musik, um in die Partywelt auf Mallorca eintauchen zu können. Friedrich Kalpenstein selbst hat die fünf Titel geschrieben und komponiert. Da lag es nahe, dass er selbst seinem Romanhelden Ben Valdern die Stimme gab.

Quelle: Amazon

Rezension:

Am Ende des ersten Herbert-Bandes war bereits abzusehen, dass Herbert seine Jugendliebe Anja erneut erobern würde. Ein Jahr ist inzwischen vergangen und die beiden ziehen zusammen. Doch Herbert wäre nicht er selbst, wenn ab diesem Zeitpunkt alles problemlos laufen würde.

So ein Zusammenleben ist nicht ganz einfach und wenn es nach Anja geht, würde diese die Beziehung gern in weit festere Bahnen lenken. Herbert zaudert und ist der Meinung, sie hätten hierfür noch sehr viel Zeit.

Eigentlich weiß unser Held noch immer nicht, was er genau möchte. Auch sein Ehrgeiz, im Leben ein wenig mehr zu erreichen, lässt zu wünschen übrig. Wo Anja voller Tatendrang neue Ideen umsetzt, ist Herbert eher phlegmatisch, um nicht zu sagen faul. Doch als es darauf ankommt, beginnt auch Herbert zu kämpfen.

Herberts pragmatischer Blick auf das Leben und Anjas Sinn für das Angenehme und kitschige Dekorationen prallen aufeinander. Beide verstehen unter Gemütlichkeit wohl etwas anderes. So kommt es zu skurrilen und urkomischen Situationen sowie Wortwechseln.

Kurzweilig, amüsant und mit viel Alltagskomik bringt uns Friedrich Kalpenstein immer wieder zum Schmunzeln. Herbert ist ein Unikum. So normal verrückt und chaotisch wie er ist, werden viele Leser ein klein wenig auch sich selbst in ihm wiederfinden.

„Wie Champagner“ trifft als Titel genau den Kern der Geschichte. Herbert manövriert sich in so manche explosive Situation. Die Dialoge sind wieder einmal köstlich. Der Autor kennt sich mit Sprachwitz und Selbstironie wunderbar aus.

Ich finde es toll, wie die Bücher um Herbert Männer und Frauen gleichermaßen ansprechen und begeistern können. Friedrich Kalpenstein nimmt beide Seiten auf die Schippe und sorgt so für wunderbare Unterhaltung.

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1 Antwort zu Rezension: “Wie Champagner” (Herbert, Band 2) von Friedrich Kalpenstein – Tinte & Feder

  1. Liebe Anja,

    eine schöne Rezi 😉 Das Buch liegt noch auf meinem SuB und ich hatte es schon fast ein bisschen vergessen. Danke fürs Erinnern.

    Ganz liebe Grüße
    Kerstin von Seehases Lesewelt

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