Rezension „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann – Bastei Lübbe Verlag

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2015 (18. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404172728
ISBN-13: 978-3404172726
D: 9,99 Euro

Inhalt:

Na, das kann ja heiter werden! Als Karo ihre neue Stelle bei einem großen Hamburger Fußballverein antritt, muss sie feststellen, dass sie nicht wie geplant im gehobenen Management anfangen wird, sondern sich ausschließlich um den Spitzenspieler des Vereins kümmern soll – als Chauffeurin und Anstandsdame. Denn Patrick ist zwar ein Riesentalent, steckt seine Energie aber momentan lieber ins ausschweifende Nachtleben als ins Training. Von der ersten Begegnung an ist klar, dass Patrick und Karo sich nicht ausstehen können. Doch irgendwann riskieren die beiden einen zweiten Blick – und das Gefühlschaos geht erst richtig los – Witzig, charmant und unbeschwert – ein Roman zum Verlieben!

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wurde in einer niedersächsischen Kleinstadt geboren. Ihr Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft brach sie erfolgreich ab, machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und landete schließlich in Hamburg, wo sie zehn Jahre als Sekretärin in Rechts- und Patentanwaltskanzleien arbeitete, heiratete und ‚Hummeln im Herzen‘ schrieb. 2013 reiste sie für sechs Monate mit Mann und Rucksack durch Südostasien. Inzwischen lebt die Autorin wieder in Hamburg und schreibt derzeit an ihrem zweiten Roman.

Quelle: Amazon

Rezension:

Mich hat bei diesem Buch ja bereits das Cover in seinen Bann gezogen und Dank Blogg Dein Buch konnten die Schmetterlinge zu mir flattern.

Wie schon bei „Hummeln im Herzen“ ist hier der samtige Schmetterling extra hervorgehoben und somit eine besondere Zugabe. Durch diese Gestaltungsidee erhalten die Bücher einen ganz tollen Wiedererkennungswert.

Karo war mir bereits nach den ersten gelesenen Zeilen sympathisch und ich konnte mich fast uneingeschränkt mit ihr identifizieren. Sie ist ehrgeizig und verliert ein einmal angestrebtes Ziel nur ungern aus den Augen. Dabei hat sie aber auch ein gewisses Talent von einem Fettnäpfchen ins andere zu hüpfen. 

Wie hart es ist, nebenher ein Fernstudium, noch dazu an der Fernuni Hagen zu absolvieren, kann ich aus eigener Erfahrung nur zu gut bestätigen. Die Gefühle die hiermit einhergehen hat Petra Hülsmann absolut auf den Punkt gebracht.
Gefangen zwischen dem, was sie ist und versucht zu sein, stößt sie zwischendurch sogar ihre Familie vor den Kopf. Dennoch ist sie bis zum Schluss wundervoll ehrlich und bodenständig. Sie erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben. Nicht immer ist es das, was wir ursprünglich wollten und manch strahlende Welt verliert bei näherer Betrachtung ihren Glanz.


Patrick ist der zweite Hauptcharakter, der die Leser in diesem Buch beschäftigen wird. 
Wie ist es eigentlich für die Privatperson, die in jedem „Promi“ steckt, ständig im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen, von der Presse verfolgt zu werden und dem immer währenden Erfolgsdruck standhalten zu müssen? Patrick ist ein passendes Beispiel dafür, dass er hinter dem Fußballprofi auch ein ganz normaler Mensch steht. Mit seinen ganz normalen alltäglichen Sorgen, Wünschen und Träumen.
Jetzt denkt aber nicht, euch erwartet mit „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ ein ernster Gesellschaftsroman. Nein, im Gegenteil. Witzig spritzig und authentisch stürzen sich Karo, ihre einzigartigen Mitbewohner, Freunde und eben Patrick in ein turbulentes Gefühlsabenteuer. 
Die Autorin beweist hierbei ein wunderbares Gespür für Humor und Situationskomik.
Ein absolut amüsantes und herziges Leseerlebnis erwartet euch.
Dennoch verbirgt sich zwischen all der Leichtigkeit auch eine gute Portion Gesellschaftskritik.
Und genau diese bunte Mischung hat mir besonders gefallen.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Acht Sinne – Band 1 der Gefühle“ von Rose Snow

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 479 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 218 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

D: 0,99 Euro

Inhalt:

Tauche ein in die Welt der 8 Sinne:
Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst.
Welches Gefühl ist Deines?

Als Lee nach ihrem Tod in einer magischen Parallelwelt der Gefühle erwacht, trifft sie nicht nur auf den arroganten, gutaussehenden Ekelträger Ben – sie gerät auch noch ins Visier eines tödlichen Geheimbundes …

Quelle: Amazon

Leseprobe: 


„Du bist wirklich hartnäckig“, seufzte Ben unter mir und ein anzügliches Lächeln legte sich um seine Lippen. „Du magst es also lieber schnell und stürmisch anstatt langsam und vorsichtig.“
Sein Atem ging schwerer als zuvor und sein Geruch drängte sich mir in die Nase; er roch nach einer Mischung aus frisch geschnittenem Gras, Zedernholz und einem Hauch Zimt.
Ich war ihm plötzlich so nah, dass ich die Anzahl seiner Wimpern und die braunen Sprenkel in seiner Iris zählen konnte, so nah, dass ich seine harten Brustmuskeln unter mir fühlen konnte, so nah, dass ich die geschwungene Form seiner Lippen … ich war ihm viel zu nah!
Mit einem Sprung hechtete ich in die Höhe und fand mich in einem riesigen, sternenförmigen Saal wieder, dessen uralte Macht mir den Atem raubte und mich alles andere vergessen ließ – die Barriere, Ben und meine unsanfte Landung auf ihm.
Die Magie und Einzigartigkeit des mystischen Ortes durchfuhr mich mit einer elementaren Kraft; es war, als ob hier der Ursprung von allem – vom Leben und dem danach – lag.

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Der Beginn der neuen „8 Sinne“ Fantasy-Saga


„Acht Sinne: Band 1 der Gefühle“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy-Romance-Trilogie von Rose Snow. Alle drei Bände erscheinen im Sommer 2015.
Mehr dazu unter: www.rosesnow.de

Die Autorinnen:


Hinter dem Pseudonym Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 68 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit erschreckenden 20 Jahren sind wir befreundet. Wir kennen uns aus unserer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter, das die Nachbarn auf den Plan ruft und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind.

„Den beiden Autorinnen ist ein wirklich süßes Debüt gelungen. Sie schaffen einen bunten Mix aus unterschiedlichsten Charakteren, die einem schnell ans Herz wachsen. Bitte mehr von diesem explosiven Brausepulver der Gefühle!“ Nicky von Buchstaben-Junkie

Quelle: Amazon

Rezension:

Habt ihr euch schon einmal Gedanken über eure angeborenen Sinne und die damit einhergehenden Gefühle gemacht? Woher stammen sie, wie werden sie erzeugt und wie lassen sie sich evtl. lenken?
Rose Snow hat sich diese Fragen zunutze gemacht und ein wundervolles fantasiereiches Abenteuer erschaffen, das mich sofort mitgerissen hat. Die Zuordnung verschiedener Farben zu den entsprechenden Sinnen bzw. Gefühlen fand ich gelungen. 
Wir entdecken die magische Welt der Gefühle zusammen mit Lee und betrachten alles mit ihren Augen. Lasst euch in das Buch hineinfallen und werdet für eine Weile selbst zu Lee. 
Ungewollt an den Ekelträger Ben gebunden, müssen beide etliche Gefahren gemeinsam überwinden. Doch wir Mädchen mögen ja die Bad Boys immer wieder gerne und Ben ist die ideale Besetzung. Man muss ihn einfach mögen und möchte ihn doch oft einfach nur zusammenstampfen. Die Beziehung zwischen Lee und Ben ist turbulent und es knistert immer wieder. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
„Acht Sinne“ lädt uns ein in eine komplexe magische Welt, die die Autorinnen gefühlvoll und farben- bzw. facettenreich vor unseren Augen entstehen lassen. Sympathische Charaktere, authentische Dialoge und ein spannender Plot erwarten euch. Neben einem magischen Abenteuer und dem Knistern einer sich anbahnenden Liebesgeschichte (zumindest hoffe ich darauf), dürft ihr euch aber auch auf amüsante Dialoge und Interaktionen freuen. So gilt es nicht nur Rätsel zu lösen, Gefahren zu bestehen und die Gefühle der Protagonisten zu erforschen, sondern auch eine Menge witziger Episoden zu erleben.
Das Ende wartet mit einem kleinen Cliffhänger auf, der trotz einer mehrere Seiten umfassenden Leseprobe zum Nachfolgeband nicht geringer wird. Umso mehr freue ich mich auf den zweiten Teil.

Fazit:

Ein fantasievoller gelungener Serienstart.
Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Rezension „Das stumme Kind“ von Michael Thode – Bastei Lübbe Taschenbuch

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (15. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404169883
ISBN-13: 978-3404169887
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

D: 8,99 €

Inhalt:

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt – denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen …

Quelle: Amazon

Der Autor:

Michael Thode wurde 1974 in Heide/Holstein geboren. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zum Reserveoffizier, anschließend studierte er Rechtswissenschaften und Fachjournalismus in Bayreuth, Göttingen, Kiel und Berlin.
Sein Berufsleben führte ihn als Journalist in eine Zeitungsredaktion, als Disponent in eine Spedition, als Abteilungsleiter in die Lebensmittelindustrie sowie als Personalstabsoffizier in das Kosovo und nach Afghanistan.
Michael Thode schrieb zahlreiche Kurzkrimis, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. „Das stumme Kind“ ist sein erster Roman. Weitere Informationen unter www.michael-thode.de

Quelle: Amazon

Rezension:

Ihr mögt das Unerwartete, lasst euch gern überraschen und liebt es spannungsgeladen? Dann solltet ihr unbedingt zu diesem Thriller greifen.

Michael Thode hat mit „Das stumme Kind“ ein für mich perfektes Thrillerdebüt geschaffen.
Er führt uns durch verschiedene Zeiten, deren Handlungsstränge sich unentwegt miteinander verweben und am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Durch die übersichtliche Kapiteleinteilung und zeitlichen Abgrenzungen sowie seinen flüssigen Schreibstil lässt uns Michael Thode rasch in das Geschehen eintauchen.
Wir erleben nicht nur die Gedankengänge eines einzelnen Protagonisten, nein, der Autor lässt uns in die Köpfe unterschiedlicher, für die Handlung wichtiger Personen, blicken. Dadurch erlesen wir uns die Geschichte nicht einfach nur, sondern fühlen und erleben sie.
Mit wohlüberlegt gesetzten Finten gelingt es Michael Thode den Leser in die Irre zu leiten und den Spannungsbogen immer wieder ein Stückchen höher zu schrauben.

Dreh- und Angelpunkt ist ein kleines authistisches Mädchen, dessen Schicksal unheimlich berührt.
Diese Szenen erfordern ein gutes Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. 
Die Auflösung der Rätsel um Anna und die Morde verursacht noch nachträglich Gänsehaut. Ein Szenario, das sich so nahe an der Realität bewegt, dass alle Vorkommnisse möglich wären. 

Dieser Thriller besticht durch eine fundierte Recherche, einen gut durchdachten Plot, nervenaufreibende Zwischenspiele, die die Fantasie anregen und den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechterhalten.

Fazit:

Ein gelungenes Thrillerdebüt mit Gänsehautfaktor.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension “ Die uns lieben“ von Jenna Blum – Aufbau Verlag

Gebundene Ausgabe: 518 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (13. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351035888
ISBN-13: 978-3351035884
D: 19,95

Inhalt:

Die Frau des Offiziers Fünfzig Jahre lang hat Trudys Mutter kein Wort über ihre Vergangenheit verloren. Doch es gibt ein verstörendes Souvenir, tief vergraben in der Wäscheschublade: ein Familienporträt, auf dem sie und ihre kleine Tochter gemeinsam mit einem Nazi-Offizier zu sehen sind, dem Obersturmführer von Buchenwald. Jenna Blums preisgekrönter Roman war ein Bestseller in zahlreichen Ländern. Ihre universelle Geschichte von Schuld, Liebe und Vergebung wird für die große Leinwand verfilmt. Weimar, 1940. Ledig, schwanger und von ihrem Vater vestoßen, kommt die 19-jährige Anna bei der Bäckerin Mathilde unter. Mathilde erhält Mehl, Zucker und Butter von den Nazis, um das Offizierskasino von Buchenwald mit Gebäck zu beliefern. Gleichzeitig schmuggeln die beiden Frauen Brot ins KZ und geheime Botschaften hinaus. Als Mathilde zwei Jahre später auf frischer Tat ertappt wird und der Obersturmführer Heinz von Steuern in der Bäckerei auftaucht, sieht Anna nur einen vezweifelten Ausweg, um sich und ihre kleine Tochter Trudy zu retten. Minneapolis, 1996. Ein paar diffuse Erinnerungsschnipsel, ein verstecktes Familienfoto und ein unauslöschliches Gefühl der Schuld sind alles, was Trudy mit ihrem Geburtsort Weimar verbindet. Erschüttert vom Tod ihres Stiefvaters und erdrückt von der Last einer Vergangenheit, die ihre Mutter hinter eine Mauer aus Schweigen verbannt hat, beginnt die Geschichtsprofessorin endlich mit Recherchen zum Alltag nichtjüdischer deutscher Frauen im Dritten Reich. Nach und nach legt sie dabei die erschütternde Geschichte ihrer Mutter frei, die so ganz anders ist, als sie es erwartet hat. Jenna Blums einfühlsamer und sorgfältig recherchierter Roman, der sich zwei Jahre auf der New York Times-Bestenliste hielt, erzählt von einer verbotenen Liebe, vom zwiespältigen Wesen der Schuld, vom Recht auf Vergessen und von einer außergewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung. „Die packende Geschichte zweier Frauen, die mit der Last und Verantwortung der Erinnerung ringen.“ The Boston Globe „Ein eindringlicher Roman, der das Herz berührt und das Gewissen aufruft.“ Independent on Sunday

Quelle: Amazon

Die Autorin und Übersetzerin:

Jenna Blum, geboren 1970, unterrichtet kreatives Schreiben und ist Mitarbeiterin verschiedener Zeitschriften. Ihre deutschen und jüdischen Wurzeln brachten sie auf die Frage, wie sie selbst sich zu Zeiten des Nazi-Regimes verhalten hätte. So entstand, nach jahrelangen Recherchen und zahllosen Interviews, die sie im Auftrag von Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation führte, ihr beeindruckendes Debüt „Die uns lieben“.

Yasemin Dinçer, geb. 1983, studierte Literaturübersetzen und hat u. a. Daphne Kalotays »Die Tänzerin im Schnee« übersetzt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ich habe mich seit langem nicht mehr so schwer damit getan, eine Rezension zu verfassen und diese daher auch monatelang vor mir her geschoben.
Die Inhaltsbeschreibung und das wirklich wunderbare Cover haben mich dazu bewogen, das Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Hinzu kam der Bezug zu Weimar, meiner Heimatstadt.
Anfangs dachte ich noch, dies könnte eine wundervolle Ergänzung zur Rubrik „Gegen das Vergessen“ werden, da die Autorin die andere wenig beachtete Seite des 2. Weltkrieges beleuchtet.
Wie kam die normale deutsche Bevölkerung mit den Gräueltaten der Nazis klar, wie gestaltete sich der gutbürgerliche Alltag in Zeiten des Krieges? usw.
Leider erfüllte dieses Buch meine Erwartungen kaum und lies mich nach dem Lesen mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Dabei ist die Grundidee absolut interessant und Stellenweise sind auch sehr gute Ansätze zu finden. Dennoch fehlt es an einer glaubwürdigen Umsetzung. 
Szenerien und Personen werden klischeehaft beschrieben und in Schubladen verfrachtet. Jenna Blum vermittelt dem Leser das amerikanische Denken über die Deutschen, was ihre familiären Wurzeln nicht zu verhindern wissen. Deutsche sind korpulent, vollbusig, unheimlich ordentlich, steif und haben Kuckucksuhren in der Wohnung hängen – um nur einige Beispiele anzuführen, die sich wie ein roter Faden durch die komplette Handlung schlängeln. Es wird zwar auch aufgezeigt, dass es unter der normalen bürgerlichen Bevölkerung genug Menschen gab, die sich dem Widerstand anschlossen und ihr Leben für ihre Überzeugung aufs Spiel setzten bzw. opferten, doch diese Passagen sind mir zu flüchtig. 
Auch während der Interviewphase in der Gegenwart, werden die jüdischen Überlebenden und Opfer als gut und die Deutschen als uneinsichtig, nazistisch und negativ dargestellt. 
Die gesamt Darstellung ist mir zu einseitig und oberflächlich. 
Anna ist zu Beginn ein naives junges Mädchen, das die erste Liebe erlebt und von da an in einen Strudel der Ereignisse gerät.
Anna nimmt eine Art Zwischenrolle ein. Auch wenn man am Ende ihr Wesen recht gut verstehen und ihre Entwicklung nachvollziehen kann, wird auch sie hauptsächlich als unnahbar und kalt dargestellt. Nur Ansatzweise bekommt man ein Gespür bzw. den Zugang zu ihren Gefühlen.
Das Verhältnis von Anna und dem Obersturmführer wird rein auf sexuelle Gelüste und Brutalität reduziert. In wenigen kurzen Momenten kann man einen nebulösen Blick auf die Gedankenwelt dieses Mannes und seine Beweggründe bzw. Vergangenheit erhaschen. Dennoch hatte ich am Ende ein flaues Gefühl im Magen. Als Verallgemeinerung würde ich nach diesem Buch denken: Alle Nazis waren geistig gestört, hatten eine schlimme Kindheit und besaßen nicht unbedingt geistig hohes Niveau.“ Diese eingleisigen Beschreibungen haben mich immer wieder enorm gestört. 
Das Anna alles getan hätte, um sich und vor allem Trudy zu retten ist wiederum greifbar und verständlich. Auch wenn ich nicht all ihre Handlungen realistisch finde, gibt es sicher viele Dinge, die ein Mensch in Ausnahmesituationen tun würde, die wir im hier und jetzt nur mit Kopfschütteln betrachten würden.
Das Handlungsgeschehen wechselt zwischen dem hier und heute in Amerika und der Vergangenheit zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Diese Zeitsprünge sind gut nachvollziehbar und ergänzen sich, so dass ein übersichtlicher nachvollziehbarer Handlungsstrang entsteht. Bei oberflächlicher Betrachtung hat Jenna Blum einen Roman geschaffen, der schockiert, die Nerven aufreibt, fesselt und berührt. Jedoch fehlt die notwendige Tiefe.
Gewöhnungsbedürftig ist auch die textliche Gestaltung. Wörtliche Reden werden ohne Anführungszeichen oder besondere Hervorhebung fließend im Text integriert. Man gewöhnt sich mit der Zeit an diesen recht eigenen Satzbau, aber es erschwert anfangs das Lesen und man konzentriert sich weniger auf den eigentlichen Inhalt. 
Ein großer Anreiz für mich, dieses Buch lesen zu wollen war der Handlungsort Weimar. Ich bin hier aufgewachsen und damit auch automatisch mit der Geschichte von Buchenwald. Im Buch konnte ich aber keine Verbindung zu Weimar herstellen. Auch wenn die Stadt damals noch anders ausgesehen und sich Straßenführungen bzw. Häuserfronten von den mir bekannten unterschieden haben, fehlte mir beim Lesen das Gefühl genau hier in Weimar zu sein.  Es hätte sich um jede beliebige Stadt handeln können. Ich glaube nicht, dass die Autorin hierbei die Absicht verfolgte, den Handlungsort zu verallgemeinern, um eine größere Reichweite zu erreichen und aufzuzeigen, dass alles auch an jedem anderen Ort hätte passieren können. Dagegen sprich auch der explizite Bezug zu Buchenwald.   
Die Beschreibung von Buchenwald dagegen erscheint gründlicher recherchiert und wirkt realer. Hier konnte ich Bezugspunkte finden.
Leider lässt mich das Buch enttäuscht und mit einem fahlen Nachgeschmack zurück.

Kimmy vergibt 3 von 5 Käseecken

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Rezension „Öffne mir das Tor zur Welt – Das Leben der taubblinden Helen Keller und ihrer Lehrerin Anne Sullivan“ von Helen E. Waite – Verlag Freies Geistesleben

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Freies Geistesleben; Auflage: 2 (25. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von Sabine Gabert
ISBN-10: 3772523722
ISBN-13: 978-3772523724
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
D: 15,99 Euro

Inhalt:

Diese beeindruckende Biografie schildert den Lebensweg der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller, die sich rückhaltlos für die Interessen ihrer blinden und gehörlosen Mitmenschen einsetzte, und ihrer mutigen, pädagogisch weitblickenden Lehrerin Anne Sullivan. Helen Keller wurde mit neunzehn Monaten taub und blind; eine Heilung war aussichtslos. Erst als sich fünf Jahre später die junge Anne Sullivan der kleinen Helen annahm, lernte das Mädchen allmählich, Begriffe zu entwickeln, zu denken und sich ihrer Umwelt mitzuteilen. Eine erstaunliche Entwicklung begann: Helen absolvierte die Schule, beendete erfolgreich ein Universitätsstudium und wurde eine weithin bekannte Schriftstellerin und Rednerin.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Helen E. Waite beschäftigte sich schon als Kind am liebsten mit der Schreibmaschine. Ebenso anziehend waren für sie die Vorhänge einer Bühne und die Zettelkästen auf dem Tisch eines Bibliothekars. Mit zehn Jahren beschloss sie, Theaterstücke auf der Schreibmaschine zu schreiben und Bibliothekarin zu werden – so konnte sie die drei Dinge, die sie am meisten fesselten, vereinen und außerdem noch alle Bücher der Bibliothek lesen! Später studierte sie Bibliothekswissenschaften und Jugendliteratur. Viele Jahre war sie Bibliothekarin in der Oradell Public Library.

Quelle: Verlag Freies Geistesleben

Rezension:


Wir starten heute als erstes ein Experiment.
Verbindet euch einmal die Augen, verschließt eure Ohren mit Watte und versucht euch in eurer Wohnung oder im Haus zurecht zu finden. Na, könnt ihr auf Dauer euer Gleichgewicht halten oder Entfernungen richtig einschätzen? Gar nicht so einfach. 
Und nun stellt euch vor, eure Welt würde von einem Tag auf den anderen für immer in Dunkelheit und Stille versinken.
Helen Keller ist dies in einem Alter passiert, in dem Kinder ihre ersten Worte sprechen lernen, beginnen die Welt um sich herum zu erkunden. Wie beängstigend musste dieses Gefühl sein, da ihr ja niemand erklären konnte, was da mit ihr passierte.
Sie ist nicht das einzige Kind, dem ein solches Schicksal widerfahren ist, doch sie ist wohl die populärste Person, da sie als eine Art Vorreiterin für alle taubblinden Menschen gilt. Es war ihr in ihrem Leben nie genug allein voran zu kommen, nein, sie ebnete den Weg für viele fortschrittliche Lehrweisen und neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet.
Helen Keller hat mich bereits als Kind fasziniert und beeindruckt. Unsere erste Begegnung erfolgte durch Evelyn Cleve´s Buch „Helen Keller“ aus dem Jahr 1947 (Williams & Co ~ Verlag Berlin).

Hierbei handelt es sich um ein Kinderbuch aus dem Fundus meiner Oma. Es entspricht vom Stil her der damaligen Zeit und wurde mit sehr viel Feingefühl geschrieben. Ein großer Schatz in meinem Bücherregal.

„Öffne mir das Tor zur Welt“ lässt uns auf modernere Art einen Blick auf das Leben und die Entwicklung von Helen Keller werfen. Auch nimmt es uns mit auf eine Reise in die späteren Jahre dieser beeindruckenden Frau bis hin zu ihrem Tod. 

Besonders gefallen hat mir, dass wir als Leser auch sehr viel über Anne Sullivan erfahren. Ohne sie, wäre das Leben, wie es Helen Keller führen durfte, nicht möglich gewesen. Dennoch wird sie oft nur als Lehrerin und Freundin erwähnt. Helen Waite jedoch lässt sie als eigenständige Person in Erscheinung treten. Anne Sullivan opferte sehr viel für Helen Keller. Ihr gebührt sehr große Anerkennung, die sie immer wieder bescheiden ablehnte.

„… Gewiss war Helen intelligent und furchtlos, aber es kam noch etwas hinzu. Sie war im Schoße einer wunderbaren Familie aufgewachsen und hatte vor allem eine Mutter, die die Weisheit, die Geduld und die Stärke besaß, ihr kleines Kind frei herumlaufen, die Umwelt erforschen und durch Erfahrungen so lernen zu lassen, wie das jedes gesunde Kind tut; eine Mutter, die es nicht zurückhielt aus Angst, es könnte sich verletzen…“

Helen Keller hatte das große Glück in einer liebevollen zu  Beginn ihrer Krankheit finanziell gut gestellten Familie aufzuwachsen. Ich weiß nicht, ob ich mein Kind in dieser Situation hätte so loslassen können, wie es Helens Mutter tat. Sie trat auch nie in Konkurrenz mit Anne Sullivan und versperrte durch Eifersucht, die sicher verständlich gewesen wäre, Helens Weg.

„… Vielleicht ist der Grund für Helen Kellers hervorragende Leistungen darin zu suchen, dass sie während der ersten beiden Jahre ihrer Erziehung nicht merkte, dass sie `erzogen` wurde. Sie besaß die ungeteilte Aufmerksamkeit von Teacher, und Teacher hatte die Einsicht und die Fantasie, sich über Regeln und Routine hinwegzusetzen. Lernen bedeutete niemals Aufgabe und Arbeit für die kleine Helen Keller, sondern Spaß und Abenteuer…“

Mit Anne Sullivan wurde ihr nicht einfach nur eine Lehrerin zur Seite gestellt. Nein, die beiden verband ein Leben lang eine innige Vertrautheit und Freundschaft. Anne Sullivan, die in ihrer Kindheit selbst mit Blindheit geschlagen war, konnte die Verhaltensweisen des anfangs ungebärdigen Kindes nachvollziehen. Beide waren sich in vielen Dingen äußerst ähnlich. 

Sie war es auch, die die wache Intelligenz und den Ehrgeiz ihres Schützlings erkannte. Noch jung und unerfahren verließ sich Anne auf ihre Intuition.


„… Sie übt eine starke Anziehungskraft auf Menschen aus“, meinte Annie. „Wahrscheinlich, weil sie an allem und jedem so lebhaft interessiert ist. Niemand kommt auf den Gedanken, sie zu bemitleiden…“

Dennoch wäre diese für die damalige Zeit weit fortschrittliche Entwicklung und Bildung von Helen Keller nicht ohne viele weitere Menschen möglich gewesen. Helen besaß die Gabe, dass sich die anfängliche Neugier der Bostener Gesellschaft in wahre Zuneigung und Freundschaft zu ihr verwandelte. Sie nahm die Menschen für sich ein und beeindruckte durch ihre Willenskraft und Intelligenz. Ohne diverse Gönner und Zuwendungen hätte sie nie die Ausbildung, Freiheit und Unabhängigkeit genießen können, die ihr zu diesem außergewöhnlichen Leben verhalfen. So verband sie eine lebenslange spontan entstandene Freundschaft mit Mark Twain.

„… So zynisch und sarkastisch er sein konnte, Samuel Clemens hatte ein Herz, das immer leicht und schnell von allem Ergreifenden gerührt wurde, und sowohl in Helen als auch in Annie entdeckte er etwas Reines und Schönes. …  Helen liebte er, Annie würdigte er, wie es nur wenig andere taten…“

Bedenkt beim Lesen, dass Helen Keller 1880 geboren wurde. Nur so könnt ihr erfassen, wie weit sie und vor allem auch Annie ihrer Zeit voraus waren. Welche enorm fortschrittliche Lebensweise und Entwicklung das Leben dieser beiden Frauen bestimmte.

Trotz ihres sehr privilegierten Lebens, sah sie nie über das Leid anderer hinweg. Bereits mit zehneinhalb Jahren besaß sie die Größe, sich mit Erfolg und all den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für einen kleinen taubblinden von der Gesellschaft ausgestoßenen und im Armenhaus dahinsiechenden Jungen einzusetzen. Dafür verzichtete sie ohne zu überlegen auf Geschenke oder Zuwendungen. Welches gesunde Kind würde dies heute ohne weiteres tun?

Überhaupt erst einmal zu begreifen, was die auf ihren Händen per Fingersprache aufgetragenen Zeichen zu bedeuten haben, die Abstraktion von Worten und Sätzen zu verstehen, wenn man weder sehen noch hören kann ist faszinierend. 
Beeindruckt hat mich die in dieser Zeit vorherrschende Vielzahl an Blindenschriften. Helen beherrschte eine große Anzahl dieser Schriftalphabete. Das ist so, als würde man durch Deutschland reisen und alle gängigen Dialekte erlernen. Nebenbei „sprach“ sie fließend Französisch, lernte Griechisch und Latein. Sie lernte die „normale“ Druckschrift und Schreibmaschine zu schreiben.

Ich habe begonnen, mich mit der Brailleschrift zu beschäftigen.

Bislang wusste ich nicht, dass man Braille von rechts nach links schreibt, in umgekehrter Reihenfolge der Buchstaben, damit die Braille-Höcker – nach dem Umdrehen des Blattes zum Lesen – in der richtigen Reihenfolge erscheinen.
Auch das Erfühlen der einzelnen Punkte ist für ungeübte und entsprechend unempfindliche Finger recht schwierig.

Ihre Prüfungen fürs College schrieb sie auf der Schreibmaschine und erzielte beeindruckende Ergebnisse, so z. B. mit Auszeichnung in englischer Literatur. Wenn ich mir vorstelle, wie oft ich Texte noch einmal quer lese und verändere… Dies war für Helen Keller nicht möglich. 
Auch wurden ihre seitens der Prüfungskommissionen sehr viele Steine in den Weg gelegt. Ihre Prüfungen fanden unter weit erschwerteren Bedingungen als nötig statt. Doch sie gab nie auf und bewies, dass auch ein taubblinder Mensch einen Studienabschluss erreichen kann – mit oft besseren Ergebnissen als ihre Mitkommilitonen.

Helen Keller und Anne Sullivan öffneten dem Fortschritt die Tür. Das Buch „Öffne mir das Tor zu Welt“ hat mir einen neuen weitreichenderen Blick auf das Leben dieser beiden bewundernswerten Frauen erlaubt. Dabei ist es keine langweilige Biografie, sondern einfühlsam und unterhaltsam in Romanform gefasst. Man freut sich und leidet mit ihnen, ist stolz über jede neue Hürde, die gemeistert wurde und ist gespannt auf das noch kommende.

Nachfolgend noch eine kurze Zusammenfassung der Lebensdaten und von Helen Keller veröffentlichten Publikationen. Die Daten stammen aus meinem „alten“ Buch und sind nicht vollständig. 

Sollte eure Neugier geweckt worden sein, dann lest doch mal rein. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Kindermund „Geschwisterchen“

Da habe ich vor einer Weile mal wieder etwas süßes gehört.

Die zweijährige Laura wurde von ihrer Mama vom Spielen mit den Nachbarskindern abgeholt.
Laura zupft ihre Mama am Ärmel: „Mama, bekomme ich auch ein Geschwisterchen?“
Mama: „Ja weißt du denn, was ein Geschwisterchen ist?“
Laura nickt strahlend „Ein Haustier!“

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Blogtour „Adolescentia Aeterna“ von Betty Kay – Tag 2 – Hintergründe zur Reihe + Gewinnspiel

Tag 2 unserer Blogtour ist angebrochen und Betty Kay hat für euch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert.

Ich wollte gern wissen, ob es einen bestimmten Auslöser gab, der zu dieser Geschichte geführt hat, wie sie sich
entwickelte und woher sie die Ideen genommen hat. Warum es ausgerechnet zu diesem und keinem anderen Buchtitel kommen musste und ob umfangreiche Recherchen zu Sekten/Bruderschaften notwendig waren? Ich mag ja Romane über
Unsterbliche oder Vampire und mir ist aufgefallen, das die guten wundervollen
Männer sehr oft Julian heißen. Irgendwie ist mir dieser spezielle Name in diesem Zusammenhang auch richtig sympathisch. Da lag es nahe auch einmal nachzufragen, wie es zur Namensgebung der Protagonisten kam.

Doch nun möchte ich Betty gern selbst zu Wort kommen lassen. Seid gespannt!

„Die Idee
zu der Geschichte von Adolescentia Aeterna
hatte ich bereits vor vielen
Jahren. Lange bevor durch die Shades of Grey-Reihe die Erotikromane boomten.
Begonnen hat alles mit einer Szene zwischen Eva und Jul, die nun in der zweiten
Hälfte des ersten Teils von Adolescentia Aeterna angesiedelt ist. Ich wollte
eigentlich eine Vampirgeschichte schreiben, eine Charakterstudie eines
Jahrhunderte alten Unsterblichen. Das Schicksal hinter dem Vampir Lestat aus
„Der Fürst der Finsternis“ von Anne Rice hat mich fasziniert. Doch es sollte
sich beim Helden meines Romans um keinen herkömmlichen Vampir handeln. Ich
wollte keinen Jungfrauen beißenden, blutrüstigen Mann der Nacht. So wurden aus
Jul und den Brüdern Unsterbliche, wobei sie diesen Ausdruck nicht besonders
mögen.


Der erotische
Anteil
in der Geschichte war bei der anfänglichen Idee nicht so ausgeprägt.
Als ich nach dem großen Erfolg von Shades of Grey beschlossen hatte, dass es
Zeit für das Schreiben von Adolescentia Aeterna war, wurde Erotik in den
Romanen aber immer wichtiger. Der Grund dafür wird beim Lesen von Adolescentia
Aeterna ersichtlich. Ich lege Wert darauf, dass die Liebesszenen nicht plump
oder zu direkt beschrieben werden. Gewisse Worte werden in meinen Romanen nie
zu finden sein 😉
Adolescentia Aeterna sollte auch nur ein
Einteiler werden. Während des Schreibens wurde mir allerdings klar, dass ich
die vorgesehene Handlung nicht in ein einzelnes Buch bekam und es mehr zu
erzählen gab, als gedacht. Das Grundgerüst von drei Teilen entstand. Eva und Jul dürfen sich dadurch
weiterentwickeln und Tiefe zeigen.
Nachdem ich ziemlich früh wusste, dass die
Bruderschaft Ewige Jugend heißen sollte, stand die lateinische Übersetzung
Adolescentia Aeterna und damit der Titel
der Reihe
rasch fest. Nur bei den drei Untertiteln habe ich ein wenig
herumgebastelt. Ich wollte, dass sie sich möglichst ähneln, den Inhalt des
jeweiligen Teils aber möglichst genau beschreiben. Mit „Die Entdeckung der
Ewigen Jugend“, „Die Neuordnung der Ewigen Jugend“ und „Die Bedrohung der
Ewigen Jugend“ ist mir das schließlich glücklicherweise gelungen: Der gleiche
Artikel und das spezifische Wort mit der Endung –ung.

Zum Thema Sekten oder Bruderschaften habe
ich nur wenig recherchiert. Ich habe
herausgefunden, dass es keine genaue Definition gibt, welche Voraussetzungen
eine Gruppierung haben muss, damit sie als Sekte gilt. Dadurch wurde mir große
gestalterische Freiheit geschenkt. Doch ich wollte ohnehin eine ganz besondere
Bruderschaft kreieren, etwas, das mit nichts existierendem vergleichbar ist.

Der Name
Eva für die Hauptperson war rasch gefunden. Warum dieser Name so gut zu ihr
passt, wird im Laufe der anderen Teile deutlich. Bei ihren Freundinnen Ellen,
Mimi und Marianne kommt einmal der gleiche Anfangsbuchstaben von Eva und
zweimal das M vor. Ellen und Mimi sind sehr selbstbewusste außergewöhnliche
Charaktere. Marianne ist die ruhigste der vier. Das wollte ich schon bei den
Namen ersichtlich machen. Bei Julian habe ich tatsächlich kurzzeitig überlegt,
ob ich ihn umbenennen soll. Doch ich wollte einen Namen mit altertümlichen
Wurzeln. Und einen Namen, der für Stärke und Willenskraft steht. Alles andere
fühlte sich plötzlich „zu weich“ an. Auch bei den Brüdern suchte ich zum Teil
nach lange existierenden Namen, um das Alter der Brüder hervorzuheben.

Zusatzinfos: Eva und die Bruderschaft haben mich auch nach dem letzten Teil der Adolescentia Aeterna-Reihe nicht losgelassen. Deshalb kann jetzt ein Special vorbestellt werden, in dem Manus‘ Sicht auf die Jahre nach dem Ende des dritten Teils der Adolescentia Aeterna beschrieben wird.

Außerdem habe ich beim Schreiben dieses Specials gemerkt, dass die Geschichte der Brüder noch nicht abgeschlossen ist. Deswegen wird es irgendwann noch ein Wiedersehen mit den Helden der Reihe geben. Wie sieht die Zukunft der Bruderschaft aus? Ich will damit auch junge Leser erreichen, die die Adolescentia Aeterna-Romane nicht kennen müssen. Eine Andeutung findet sich bereits im Manus-Special. Mehr Details kann ich im Moment aber noch nicht verraten. 😉 Und vielleicht finden Leser einzelne Mitglieder der Bruderschaft so interessant, dass ich ihnen eigene Bücher widme. Dafür würde sich doch ein Blick in die Vergangenheit lohnen.“

Na, neugierig geworden?
Ich hoffe, euch gefällt das Buch genauso gut wie mir und ihr lasst euch von dieser Reihe begeistern.

Meine Rezension zu Teil 1 „Die Entdeckung der Ewigen Jugend“ könnt ihr hier gern noch einmal nachlesen http://zwiebelchens-plauderecke.blogspot.com/2015/05/rezension-adolescentia-aeterna-die.html

Wie bei jeder Blogtour haben wir auch ein Gewinnspiel für euch vorbereitet. 

Jeden Tag könnt ihr auf allen teilnehmenden Blogs bis zum Abschluss der Blogtour teilnehmen und mit ein bischen Glück einen der folgenden Preise gewinnen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Betty Kay.

Beantwortet mir als Kommentar einfach die Frage: 

„Wie sollte euer Traummann aussehen?“

Teilnahmebedingungen:
1. Verlost werden am Ende der Blogtour die oben angegebenen Gewinne unter allen Kommentatoren auf den 
    teilnehmenden Blogs.
2. Mitmachen darf jede/r mit Hauptwohnsitz in Deutschland, der/die mindestens 18 Jahre alt ist. Mit dem 

    Abschicken des Kommentars bestätigt Ihr, dass Ihr volljährig seid oder die Genehmigung 
   eines Erziehungsberechtigten vorliegt.

3. Keine Barauszahlung möglich.
4. Keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren geht. Doch davon gehen wir ja nicht aus.
5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Morgen stoppt die Blogtour bei Corinna von Kleeblatts-Buecherblog. Sie hat ein exclusives Interview mit den Protagonisten für euch.

Doch auch alle weiteren Tage versprechen interessante Artikel, Informationen 

u. v. m. Ich wünsche euch viel Spaß.
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Auslosung Gewinnspiel zum Kindertag „Diana Gabaldon“

Ihr wartet bestimmt schon gespannt auf die Auslosung meines letzten Gewinnspiels. Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ihr gestern ganz umsonst gehibbelt habt, doch ich habe es einfach zeitlich nicht mehr geschafft.

Dieses Mal standen die Chancen 50:50, da es nur zwei Teilnehmerinnen gab.
Ich hoffe, ihr habt alle schon die Bücher von Diana Gabaldon in euren Regalen stehen, sonst würdet ihr wirklich eine wundervolle Buchreihe verpassen.

Gewonnen hat:

Tanja Grösch

Ich wünsche dir viele spannende Stunden in den Highlands.
Bitte melde dich bei mir, gern auch via Facebook per PN, da ich keine Mailadresse von dir habe, damit ich das Buch auf die Reise schicken kann.
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Gewinnspiel zum Kindertag für alle Diana Gabaldon – Fans

Wir feiern heute Kindertag und sicher habt ihr alle euren Kindern eine Kleinigkeit geschenkt und so für strahlende Augen gesorgt. Doch auch wir Großen freuen uns ja über Geschenke. Vielleicht hat der ein oder andere sogar selbst etwas bekommen. Wenn nicht, dann braucht ihr nicht traurig sein, denn ich möchte heute etwas an euch verschenken.

Derzeit schwappt eine stetig wachsende Welle der Outlanderbegeisterung über uns hinweg und für alle, die sich von diesem Fieber haben anstecken lassen, aber die Bücher noch nicht kennen bzw. endlich in ihren heimischen Regalen stehen haben möchten, verlose ich heute den ersten Teil „Feuer und Stein“ von Diana Gabaldons Highlandersaga .

Hetty und Wally sind begeistert und warten jede Woche ungeduldig, dass die Abenteuer weitergehen. Geht es euch genauso?

Schreibt mir unter diesen Post oder via Facebook, warum ausgerechnet ihr dieses Buch gewinnen müsst. Ihr habt bis einschließlich 


Mittwoch, 03.06.2015 um 23.59 Uhr 

Zeit. Am Donnerstag lose ich aus und gebe den/die Gewinner/in hier bekannt.
Wer mir seine Mailadresse mitteilt, den benachrichtige ich gern auch noch einmal persönlich.

Ich wünsche euch viel Glück und freue mich über eure Kommentare.

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Rezension „Bittere Wunden“ von Karin Slaughter – Blanvalet Verlag

Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505176
ISBN-13: 978-3764505172
Originaltitel: Criminal
D: 19,99 Euro

Inhalt:

Die tiefsten Wunden sind jene, die uns die Vergangenheit zufügt

Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 32 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.

Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben – mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in „Belladonna“, „Zerstört“ und anderen Thrillern der „Grant-County“-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die „Atlanta“-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten.

Quelle: Amazon

Rezension:

Bei diesem Buch von Karin Slaughter werden sich die Gemüter streiten. Es ist zwar eindeutig der Stil der Autorin, dennoch unterscheidet es sich von ihren bisherigen Büchern. Ich denke, nicht alle, die die Thriller von Karin Slaughter lieben, werden ihre Erwartungen erfüllt sehen.

Ich fand diesen Thriller spannend und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. 
Endlich lüften sich die Geheimnisse rund um Will Trent, seine Herkunft und seine Vergangenheit. Was weiß seine Vorgesetzte Amanda Wagner über die Ereignisse der Vergangenheit? Wie ist sie in das Geschehen von damals verwickelt? Wird die gerade erblühte Liebe zwischen Will und Sarah die Wahrheit überstehen? All diese Fragen klären sich im Laufe der Handlung und doch wartet das Ende wieder mit einer Überraschung auf.

Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich sehr gut gelöst. So fügen sich die Ereignisse ineinander und erlauben ein besseres Verständnis. Gleichzeitig erhalten wir als Leser einen Einblick in die Polizeiarbeit der siebziger Jahre und die Probleme, vor denen Frauen damals standen, die sich für diesen Beruf entschieden. Ich selbst mag Bücher, in denen zwischen verschiedenen zeitlichen Epochen hin und her gesprungen wird. Andere wird dies evtl. das Lesen erschweren.

Es handelt sich nicht einfach nur um einen Thriller, sondern um eine umfassende Gesellschaftsstudie. Dadurch gerät das typische Thrillerfeeling ein wenig in den Hintergrund. Auch geht es in diesem Band eher um Will Trent, so dass nicht jeder von diesem Buch begeistert sein wird. Dennoch ist seine Vergangenheit eng mit den aktuell zu lösenden Mordfällen verknüpft.

Als Leser bewegt man sich immer wieder in zwei Zeitepochen und gerade die Frage, wie die geschilderten Ereignisse miteinander in Verbindung stehen haben „Bittere Wunden“ für mich zu einem interessanten und spannenden Leseerlebnis werden lassen. Karin Slaugher versteht es gelungen, ihre Hinweise Häppchenweise zu streuen, den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen und zum Schluss mit einer überraschenden Wende aufzuwarten.

Ich bin gespannt, mit welchen Ideen uns die Autorin im nächsten Buch überraschen wird.

Fazit:

Zu diesem Thriller muss sich jeder selbst ein Bild machen, die Meinungen werden am Ende weit auseinanderdriften, doch mich hat Karin Slaughter erneut uneingeschränkt begeistern können.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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