Vorleseabend in der „Die Eule Knabes Verlagsbuchhandlung Weimar“ als Auftakt für das 3. Märchen Filmfest in Weimar

Habt ihr heute schon vorgelesen? Na, dann wird es aber Zeit, denn heute ist der 12. Bundesweite Vorlesetag.

Bücher gehören schon immer zu meinem Alltag Ich genieße es, diese Liebe mit meinen Kindern teilen zu können und auch den Kleinsten (3 ½) bereits infiziert zu haben.
Da ich meinen Kindern fast jeden Abend Geschichten vorlese, von meiner mittleren Tochter zuvor auch immer einen kurzen Text gelesen bekomme, habe ich mich heute für eine ganz besondere Gestaltung des Vorlesetages entschieden. In meiner Lieblingsbuchhandlung „Die Eule“ fand ein ungewöhnlicher Vorlesenachmittag statt. Nein, es kam kein berühmter Schriftsteller und nein, es las auch keine geschulte Vorleserin…

Steffen Knabe & Juliane Bleis – Inhaber der Buchhandlung sowie Gerd Klein – Geschäftsführer alpha medienkontor GmbH Weimar, haben in Zusammenarbeit mit dem BSVT (Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V. eine wundervolle Idee umgesetzt. 

Gelesen wurde das Märchen der Gebrüder Grimm „Rotkäppchen“. Doch wie ich schon zuvor bemerkte, es war keine normale Lesung. Martina Rother las das Märchen in der Braille-Blinden Schrift vor. Parallel wurde der gelesene Text von Birthe Seyfarth in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. 

Die Kinder und auch alle anwesenden Eltern lauschten dem bekannten Text und beobachteten gebannt die Umsetzung in die Gebärdensprache. 
Birthe Seyfarth legte dabei viele Emotionen in ihre Übersetzung und es war interessant zu beobachten, dass nicht nur einzelne Wörter gemäß dem Text, sondern eine Art bildliche Wiedergabe erfolgte. Das Wort Großmutter kann ich jetzt auch in der Gebärdensprache „sprechen“. 
Spannend war es, einmal ein komplettes Buch in der Braille-Schrift sehen und anfassen zu dürfen. Von Kindheitstagen an fasziniert mich die Lebensgeschichte von Helen Keller und so konnte ich einmal beide „Sprachen“, die diese erlernen musste ein wenig näher kennenlernen. 
Ich habe mir immer vorgestellt, dass Bücher in Blindenschrift sehr schwer sein müssen. Sie sehen groß und wuchtig aus, wiegen jedoch nur unwesentlich mehr als normale Bücher. Auch lernte ich heute, dass die meisten Braille-Bücher ohne festen Einband (Hardcover) geliefert werden und somit das Gewicht reduziert wird. Und ganz faszinieren, es gibt sprechende Uhren.

Birthe Seyfarth und Martina Rother waren sehr offen und zugänglich. Besonders Martina Rother wurden im Anschluss an die Lesung viele Fragen über die Braille-Schrift und ihr Leben gestellt.
Die Kinder konnten einen interessanten märchenhaften Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre erleben. Eine Lesung wie sie ruhig öfter erfolgen sollte. Ein großes Dankeschön an die Initiatoren. 
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Rezension „Two Boys Kissing“ von David Levithan – Fischer KJB

 
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von Martina Tichy
ISBN-10: 3737351856
ISBN-13: 978-3737351850
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Two Boys Kissing
D: 14,99 Euro

Inhalt:

Mitreißend und tief bewegend: David Levithans neues Meisterwerk

»Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.«

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.

Quelle: Amazon

Der Autor:

David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor zahlreicher erfolgreicher Jugendbücher, unter anderem ›Will & Will‹ (gemeinsam mit John Green) und ›Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht‹ (mit Rachel Cohn). Er lebt in Hoboken, New Jersey.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ein Kuss verändert die Welt einer Kleinstadt. Doch was ist an diesem einen Kuss so besonders?

Wir küssen ständig – unsere Kinder, Eltern, Freunde. Pärchen tauschen verliebte Küsse und alle finden das toll. Doch dieser spezielle Kuss spaltet die Menschen. Ist es im Kindergarten noch niedlich, wenn sich zwei Jungen in aller Freundschaft ein Küsschen geben, akzeptiert die Gesellschaft es bei Heranwachsenden in der Öffentlichkeit immer weniger. Viele wenden sich ab, ob aus Scham, Ekel oder Unverständnis.

Hier greift David Levithan mit seiner Geschichte von Craig und Harry und ihren Freunden ein. Sein aus der Reihe tanzender ungewöhnlicher Schreibstil passt zum Inhalt des Buches. Hat man sich als Leser erst einmal an seine spezielle Art, die Dinge auszudrücken gewöhnt, ist man rasch begeistert.
Die Handlungsstränge wechseln sich sehr oft ab, sind aber wiederum so eng miteinander verwoben, dass man nie den Faden der Geschichte verliert und sich die Schicksale der einzelnen Protagonisten miteinander verbinden.

„Two Boys Kissing“ wird aus der Perspektive von Geistern längst verstorbener Teenager erzählt, die wohlwollend, aber auch ein wenig sentimental und melancholisch auf die Welt herab blicken. Sie beobachten, kommentieren und führen durch den Verlauf der Geschichte. Wir erfahren, um wie viel offener die Gesellschaft gegenüber Homosexuellen geworden ist, aber auch wie schwer es zu ihren Lebzeiten war „anders“ zu sein. Viele sind damals an AIDS gestorben oder haben sich aus Scham bzw. wegen der erfahrenen Ausgrenzung das Leben genommen. Wahrgenommen wurden sie erst, als prominente Persönlichkeiten betroffen waren und an die Öffentlichkeit gingen.

Es hat sich vieles zum Positiven verändert. Dennoch ist es auch heute nicht einfach zu seiner Neigung zu stehen. Ob Cooper, Tariq oder all die anderen, sie stecken fast alle noch mitten in der Pubertät, müssen sich selbst und ihren Körper erst wirklich kennen lernen. In dieser Situation mit Gefühlen konfrontiert zu werden, die nicht in das allgemeine Gesellschaftsbild passen, überfordert diese Jugendlichen.

Da sind auch noch Ryan und Avery. Wobei Avery nicht immer ein Junge war und für ihn dadurch die Dinge noch komplizierter erscheinen. Beide stehen ganz am Anfang ihrer Beziehung und tasten sich vorsichtig vor.
Neil und Peter sind da bereits gefestigter und können auf die Unterstützung ihrer Familien bauen.

Familie und Freunde sind ein sehr wichtiger Faktor. Sie haben es nicht leicht, mit diesen Gegebenheiten umzugehen. Die einen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und können akzeptieren, die anderen versuchen das Offensichtliche zu ignorieren oder verbergen ihre Frustration, ihre Enttäuschung und Hilflosigkeit hinter Wutausbrüchen.

Dabei unterscheidet sich die Gefühlswelt dieser Jungen nicht wesentlich von der anderer Jugendlicher. Abgesehen von der gleichgeschlechtlichen Liebe, durchleben sie genau die gleichen Gefühle wie andere Pärchen. Ob Unsicherheit, Sorgen, Hoffnungen, Zärtlichkeit, Gefühlschaos, innere Verbundenheit – einfach die ganze Palette von Gefühlen, die sich einem auftut, wenn man verliebt ist. Man muss selbst nicht schwul sein, um die Protagonisten im Buch zu verstehen, denn es sind die gleichen Gefühle, die jeder von uns einmal durchlebt hat.

Craig und Harry sind der Dreh und Angelpunkt des Buches. Sie wollen mit ihrem Kuss einen Weltrekord brechen, sich outen, ein Zeichen setzen. Nicht jedermann steht hinter ihnen, sie werden angefeindet und doch entwickeln Familie, Freunde, Schulkameraden, Fremde eine allumfassende Solidarität. Sie unterstützen die beiden in ihrem Vorhaben, schützen sie vor körperlichen Angriffen derer, für die Toleranz ein Fremdwort ist.

David Levithan beweist sehr viel Feingefühl im Umgang mit diesem Thema und führt uns poetisch in die Gefühlswelt seiner Helden ein. Das Buch enthält für mich sehr viele wertvolle Weisheiten. „Two Boys Kissing“ wirkt absolut authentisch, eindringlich, mit einer Intensität die zu Herzen geht.

Fazit:

Kein einfaches Jugendbuch, aber ein wahrer Schatz im Buchregal.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß – Dryas Verlag

Broschiert: 250 Seiten
Verlag: Dryas Verlag (29. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940855626
ISBN-13: 978-3940855626
D: 10,50 Euro

Inhalt:

Die Freundinnen Kay und Juli arbeiten als erfolgreiche Unternehmerinnen. Privat läuft es leider nicht so rund. Kay verdächtigt ihren Freund, dass er sie mit seiner Ex betrügt, und sie vermutet, dass Juli spielsüchtig geworden ist. Um sich von ihrem turbulenten Alltag abzulenken, beschließen Kay und Juli einen gemeinsamen Urlaub mit Bernd, dem Mops, und fahren mit dem Wohnmobil nach Schweden. Während Kay das Vergessen sucht, ist die Reise nach Stockholm für Juli mit der Hoffnung auf etwas Neues verbunden. Jedes verkaufte Buch spendet an „Tasso e. V.“, wo man sich u. a. um die Registrierung und Rückvermittlung entlaufener Tiere kümmert.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Tina Voß wurde 1969 in Seesen/Harz geboren. Nach Stationen in Berlin und Goslar lebt die ausgebildete Betriebswirtin in Hannover, wo sie seit den 90er Jahren erfolgreich ihr eigenes Personaldienstleistungsunternehmen leitet. Ihr Romandebüt „Ex & Mops“ ist ebenfalls im Dryas Verlag erschienen.

Quelle: Amazon

Rezension:

Bereits das Cover und der Buchschnitt bezaubern bei diesem Buch. Wie der Titel verrät, begegnen wir auf jedem Fall einem Mops als Protagonisten. Diese Hunderasse lässt die Herzen ja bereits mit einem Blick in große Kulleraugen höher schlagen. Nun findet sich aber nicht nur auf dem Cover das Bild eines Mopses wieder, nein, auf dem kompletten Buchschnitt tummeln sich diese possierlichen Tiere. Nicht nur eine schöne Idee, sondern auch eine Augenweide.

Das ich den ersten Teil „Ex & Mops“ noch nicht gelesen habe, stellte sich nicht als Problem in den Weg, da sich dieses Buch völlig eigenständig lesen lässt. Der flüssige humorvolle Schreibstil zieht den Leser gleich von Beginn an in den Bann der Geschichte. Die von Tina Voß liebevoll kreierten und beschrieben Personen erscheinen so lebendig, als würden sie direkt neben einem stehen. 
Kay ist auf ihre leicht chaotische verquere Art immer für eine Überraschung gut. Ihre beste Freundin Juli steht ihr auf ihre eigene Weise in nichts nach. Und so sind witzige, amüsante, merkwürdige und einzigartige Begebenheiten vorprogrammiert. Und wer nennt seinen Hund schon Bernd?!
Alle drei begeben sich im Wohnmobil auf eine Reise mit Hindernissen nach Stockholm. Unterwegs wirbeln sie das Leben derer, die ihren Weg kreuzen mächtig durcheinander. 
Kay flieht vor sich selbst, ihrem Freund und durch fehlende Kommunikation zwischen beiden entstandenen Missverständnissen. Juli dagegen hofft auf ihre große Liebe. Ob beide am Ende ihrer Reise finden, wonach sie sich sehnen bzw. suchen? Und dann ist da ja auch noch Bernd und eigentlich rückt für Kay der Abschied von ihrem geliebten Vierbeiner immer näher. Muss sie sich von ihrem Mops mit Persönlichkeit trennen? 
Begebt euch mit Kay, Juli und Bernd auf eine kurzweilige Lesereise und erfahrt, wie diese endet.

Fazit:

Ein charmanter und amüsanter Lesegenuss. Lachfältchen garantiert.
Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Buchankündigung „111 Katzen, die man kennen muss“ von Elke Pistor mit einer ganz besonderen Aktion

Heute habe ich eine tolle Mitmachaktion für euch im Gepäck.

Ihr liebt Katzen, seid ganz vernarrt in diese Tierchen, bei euch zu Hause wuselt ein Exemplar dieser Gattung Tier oder sogar mehrere herum und stellen euren Haushalt auf den Kopf?
Dann schaut doch einmal bei Elke Pistor vorbei.

Am 25.02.2016 erscheint ihr neues Buch, in dem es um die vielschichtigen
Persönlichkeiten von Katzen geht und vielleicht wird ja dein
Liebling ein Held in „111 Katzen, die man kennen muss“.
Bis heute haben sich bereits 108 Tiger einen Platz im Buch gesichert. Ja, ihr kombiniert richtig, es sind noch 3 Plätze frei, die mit einem Quentchen Glück von eurem Liebling besetzt werden können.

Was macht eure Katze zu etwas Besonderem, welche Eigenheiten verbindet ihr mit diesem felligen Mitbewohner? Ihr musstet euer Samtpfötchen gehen lassen, dennoch gibt es Begebenheiten oder besondere Fähigkeiten, an die ihr euch gern zurück erinnert? Auch dann könnt ihr gern mitmachen.
Also, schickt eure Bewerbung ab und vielleicht können wir dann bald spannendes über Eure
Samtpfötchen lesen.

Mehr Informationen zu dieser Aktion findet ihr hier:

Bewerbungslink für euren Schmusetiger:

https://www.facebook.com/1376344372391421/photos/a.1376403519052173.1073741828.1376344372391421/1378328632192995/?type=3&theater

Link zur Fanseite auf Facebook:

https://www.facebook.com/111-Katzen-die-man-kennen-muss-1376344372391421/

Teilnehmen könnt ihr bis zum 30.11.2015. Viel Glück und ich bin gespannt auf eure Beiträge!

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Lesung von Eva Schloss in Weimar – „Amsterdam 11. Mai 1944 Das Ende meiner Kindheit“ – Eckhaus Verlag Weimar

Im Rahmen eines Besuches von Eva Schloss in Weimar und den Filmaufnahmen des japanischen Fernsehens, wurde durch den Eckhaus Verlag recht spontan eine Lesung im Weimarer Schloss geplant und organisiert.

Trotz wirklich kurzfristiger Ankündigung und einer recht frühen Uhrzeit für einen Wochentag, erfreute sich diese Lesung eines regen Zuspruchs. Am Ende mussten sogar Besucher aufgrund der beschränkten Kapazitäten weggeschickt werden.

Neben wissbegierigen Schülern der Weimarer Gymnasien und geladenen Gästen konnten 50 weitere Besucher einer interessanten, ernsten, bewegenden, aber auch von Humor geprägten Lesung bzw. Unterhaltung folgen. Herr Seemann verstand es einfühlsam durch den Abend zu führen.

Eva Schloss, geborene Geiringer, war mir bereits aufgrund ihres ersten Buches aus dem Jahr 2004 „Evas Geschichte – Anne Franks Stiefschwester erzählt“ bekannt.

Ich habe „Amsterdam 11. Mai 1944 – Das Ende meiner Kindheit“ noch nicht gelesen, werde euch aber später an meinen Leseeindrücken teilhaben lassen.

Eva Schloss ist für ihre 86 Jahre eine noch sehr agile Dame, die sich selbst als ungebrochene Optimistin bezeichnet. Sie hat mich durch ihre Art zu erzählen, ihre Ausstrahlung und einen ganz besonderen Humor beeindruckt. Es war meine erste persönliche Begegnung mit einer Zeitzeugin und ich bin dankbar, diese Gelegenheit bekommen zu haben.

Eva Schloss floh mit ihrer Familie bereits im Alter von 9 Jahren über Belgien nach Holland. In Belgien waren die Emigranten aus Deutschland jedoch nicht willkommen und man grenzte das junge Mädchen aus. So wurden alle ausgereichten Geburtstagseinladungen von den Eltern der Kinder ausgeschlagen. Ein Vorfall, der einem 10jährigen Kind sehr wehtun muss. Dagegen wurde die Familie in Holland freundlich aufgenommen. Hier lernte Eva auch ihre Altersgenossin Anne Frank kennen und die Mädchen freundeten sich an. Jedoch gab es zwischen ihnen nicht viele Berührungspunkte, da Anne Frank bereits zu dieser Zeit eher ein Bücherwurm war, Wert auf ihr Aussehen legte und nach Jungs Ausschau hielt. Dagegen war Eva ein ungestümer Wildfang, der wenig auf Äußerlichkeiten achtete und sich lieber sportlich betätigte. Dagegen fiel ihr das Lernen zu dieser Zeit schwer.
Evas Bruder und Margot Frank waren gleichaltrig und erhielten zum selben Zeitpunkt ihren Aufruf zum Transport ins Arbeitslager. Aus diesem Grund verschwanden beide Familien gleichzeitig. Im Gegensatz zur Familie Frank versteckte sich die Familie Geiringer getrennt in wechselnden Verstecken. So hatte Eva in diesem Zeitraum wenig Gelegenheit zu Gesprächen mit ihrem Vater und ihrem Bruder. Dies bedauert sie noch heute. Evas Vater erhoffte sich auf diese Weise eine größere Überlebenschance für die Familie.
Ausgerechnet an ihrem 15. Geburtstag wurden sie durch eine Doppelspionin verraten und inhaftiert.
Nur Eva und ihre Mutter überlebten die Schrecken des Konzentrationslagers.

Wenn man sich überlegt, dass diese Menschen für 5 Gulden pro Kopf verraten wurden – sicher viel Geld, wenn man Lebensmittel kaufen muss – doch nichts im Vergleich für ein Menschenleben.

Durch ein gut gewähltes Versteck überstanden ca. 200 Gedichte und Bilder ihres Bruders Heinz den Krieg und kamen zurück in den Besitz von Evas Mutter. Heute befinden sich diese Bilder in einem Museum, werden in wechselnden Ausstellungen gezeigt und bleiben so der Nachwelt erhalten.

Eva Schloss war nach dem Krieg nur ein einziges Mal zusammen mit ihrer Tochter in Wien, konnte aber keinen Bezug mehr zu ihrer Heimatstadt aufbauen. Im Gespräch verriet sie, dass ihr partout die alte Wohnadresse nicht einfallen wollte. Als sie jedoch nach Hause kam, war alles wieder da.

Otto Frank wurde nach Kriegsende zu einem guten Freund, bis er dann 1953 Evas Mutter heiratete. Für sie war er väterlicher Freund, Stütze und er gab ihr die Motivation zum Weiterleben.
Entgegen dem, was viele denken, war Eva Schloss nicht glücklich, den Holocaust überlebt zu haben. Sie war voller Wut und Hass, doch Otto Frank zeigte ihr, dass sie mit diesen Gefühlen ihr Leben zerstören würde. Lange Zeit überwiegte die Traurigkeit über die erlittenen Verluste. In Ausschwitz gab es eine nicht enden wollende Hoffnung, die ihr den Lebensmut erhielt, doch nach Kriegsende fühlte sie sich viele Jahre einfach nur unglücklich. Es gibt sogar eine Notiz vom 01.01.1942, dass sie sich umbringen wollte.
Eine Zeitlang war die junge Eva eifersüchtig auf ihre einstige Freundin Anne Frank, hatte sie doch ein ähnliches Schicksal erlitten und überlebt. Doch erkannte sie, dass sie selbst eine neue Familie, ein neues Leben bekommen hatte. Ihre Aussage: „Man muss nicht eifersüchtig sein auf jemanden, der kein Leben hat.“, beeindruckte mich, stimmte mich aber auch sehr nachdenklich.

Erst 1986 begann Eva Schloss mit ihrem Mann, ihren Töchtern und Außenstehenden über die Vergangenheit zu sprechen. Seitdem hat sie damit nicht aufgehört.

Sie sprach auch darüber, dass die Menschen nicht genug aus der Vergangenheit gelernt haben und es in der Welt an vielen Orten noch schlimmer geworden ist. Sie möchte niemanden verdammen. Sie möchte mit ihren Büchern und in Gesprächen Verständnis erwecken, aber keine Schuldgefühle bei der heutigen Generation hervorrufen. Es sollen Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden. Stolpersteine sind für Eva Schloss sehr wichtig, um zu zeigen, dass diese Menschen je gelebt haben und nicht vergessen werden.

Über Politik wollte sie eigentlich nicht sprechen. Dennoch bewegt sie die aktuelle Flüchtlingspolitik sehr. Eva Schloss weiß, wie schuldig sich ihr Vater gefühlt hat, dass er seine Familie nicht beschützen konnte. Wie er sich für sein „Versagen“ schämte. So gehen ihr die aktuellen Geschehen sehr nahe. Jedoch ist sie beeindruckt, von der in Deutschland vielerorts gezeigten Hilfsbereitschaft. Sie bezeichnete ihre Erlebnisse in Weimar als erfrischend positiv.

Auch nach einer sicher anstrengenden Gesprächs- und Lesestunde wurde Eva Schloss nicht müde, zahlreiche Bücher zu signieren und Fragen zu ihrem Leben zu beantworten.

























Eine sehr beeindruckende Frau.

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Rezension „Zeit für Eisblumen“ (Sternschnuppen-Reihe) von Katrin Koppold – Rowohlt Verlag (rororo)

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: rororo (25. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499269864
ISBN-13: 978-3499269868
D: 9,99 Euro

Inhalt:

«Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.»
Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken, und Fees Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie in Zwangsurlaub geschickt wird, reicht es ihr. Mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau macht sich Fee auf ins winterliche Irland. Dort hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?
Der zweite Band der beliebten «Sternschnuppen»-Reihe, zu der auch «Aussicht auf Sternschnuppen», «Sehnsucht nach Zimtsternen» und «Hoffnung auf Kirschblüten» gehören.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

 
„Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu“.
Dieses Zitat aus dem Film „360°“, das die Autorin ihrem Debutroman „Aussicht auf Sternschnuppen“ vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München.
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris …

Unter dem Pseudonym Jade McQueen schreibt Katrin Koppold mit vier befreundeten Autorinnen die Reihe „The Diamond Guys“.

Bisherige Veröffentlichungen:

Sternschnuppen-Reihe:
Aussicht auf Sternschnuppen
Zeit für Eisblumen
Sehnsucht nach Zimtsternen
Hoffnung auf Kirschblüten
Glühwürmchen im Bauch

Liebe hoch 5 (Anthologie mit Adriana Popescu, Nikola Hotel, Katelyn Faith und Ivonne Keller)

Hochzeitsküsse und Pistolen

The Diamond Guys: Fynn

Quelle: Amazon

Rezension:

Fee ist eine Protagonistin, die euch gefallen wird. Ihr werdet ihre Handlungen nicht immer sofort verstehen und auch ab und zu den Kopf über ihr Verhalten schütteln, doch insgesamt ist sie einfach nur liebenswert.

Im ersten Teil, den ich euch ja bereits vorgestellt habe, bekommt man nur einen kurzen Eindruck von ihr. Als selbstbewusste, vom Leben verwöhnte und sogar ein wenig egoistische und oberflächliche Person behielt ich Fee im Hinterkopf. Aber schon zu Beginn von „Zeit für Eisblumen“ verändert sich dieses Bild.
Bisher hatte Fee alles in ihrem Leben im Griff, doch nun gibt es da einen kleinen Menschen, der den Alltag auf den Kopf stellt und sie kommt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Geheimnisse und Missverständnisse pflastern ihren Weg. Da sieht sie nur noch einen Ausweg und entflieht gemeinsam mit Mutter und Sohn nach Irland. Doch wird sie dort die Antworten auf ihre Fragen finden? 

Die Irlandreise entpuppt sich zu einem Selbstfindungstrip. Fee lernt sehr viel über sich selbst, ihre Hoffnungen, Wünsche, Schwächen, aber auch Stärken.

Dieses Buch ist für mich um einiges emotionaler gewesen als „Aussicht auf Sternschnuppen“.
Das Land, Fees Gefühlsleben und natürlich der kleine Paul haben mich gefangen genommen.
Das Buch ist humorvoll, weist immer wieder unerwartete Wendungen auf und stellt die Emotionen der Leser ständig auf den Kopf. Am Ende wird es noch einmal richtig dramatisch und ich gebe zu, da gab es dann auch eine Stelle, bei der mir das Herz fast stehen blieb und die Tränen in die Augen schossen. Ich dachte nur: „Katrin, das kannst du jetzt nicht machen!“
Mehr verrate ich aber nicht.

Genau wie im ersten Teil dürfen wir im Laufe der Geschichte einer ganz besonderen Begegnung beiwohnen. Eine kleine Familie, ein süßer Junge mit Down-Syndrom und zu Herzen gehenden Szenen. Dies ist für mich eine unheimlich bewegende Passage, die auch die Denk- und Sichtweise von Fee über das Leben, Partnerschaft und sich selbst nachhaltig beeinflussen wird.

Fazit:

Ein rundum unterhaltsames Buch mit ernsthaftem Hintergrund und wieder einer großen Portion Humor. Vorsicht, macht süchtig auf mehr!

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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**Dankeschön** Herbstwichteln bei Tintenzauber

In diesem Jahr habe ich zum ersten mal an einer Wichtelpaketaktion teilgenommen.
Jennifer von Tintenzauber hat diese Herbstwichtelaktion super organisiert und mein Paket kam bereits am Freitag an. Die Versuchung war sehr groß, es gleich zu öffnen.

Doch ich habe meine Neugier zähmen können und das Paket erst zum gestrigen Auspacktermin in aller Ruhe geöffnet. Vor mir taten sich wundervolle Schätze auf.

Tina von super.lese.helden hat ein liebevolles Herbstpaket zu mir auf den Weg geschickt.
An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön! Du hast mit deiner Auswahl absolut ins Schwarze getroffen und mir eine tolle Überraschung beschert.

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Meine Buchmesse Frankfurt 2015 #fbm15

In diesem Jahr startete ich ganz stressfrei per Bahn in Richtung Frankfurt. Wenige Wochen zuvor hatte ich in der Nähe vom Messegelände noch ein Hotelzimmer für einen annehmbaren Preis ergattern können.

Gleich nach Betreten der ersten Messehalle traf ich auch schon auf einen lieben Herzensmenschen. Du hast recht Arndt, wir finden uns immer…

So begann mein Messetag gemütlich mit einem Plausch und wir wanderten in Ruhe durch die ersten Gänge. Mein Versuch eines der Wollobies zu angeln, scheiterte und ich konnte nur noch allen anderen mehr Glück wünschen. Dafür zog dieses etwas „unbuchige“ Wesen bei mir ein.

Dieser kleine Kerl braucht übrigens noch einen Namen.
Vorschläge?

Zu dieser Messe habe ich mich nun auch zum ersten Mal getraut und allein einen Verlagstermin ausgemacht. Ein großes Dankeschön an Sibylle Bachar vom S. Fischer Verlag für die Zeit und vor allem die von Herzen kommenden Buchvorstellungen. 
Ich habe in der Frühjahrsvorschau wunderbare Buchschätze entdeckt und freue mich schon darauf, euch diese vorstellen zu können.

Nach einem kurzen Bummel durch die einzelnen Gänge führte mich mein Weg an den Amazon-Stand zur Lesung von Dana Graham, Katrin Koppold und Hanni Münzer. Zu dieser Zeit hielt sich das Gedränge noch in Grenzen und ich konnte mich anschließend in Ruhe mit den Autorinnen unterhalten.


Zum Bloggertreffen von Papiergeflüster traf ich auf liebe alte und neue Bekannte und trotz großem Zuspruch, war es möglich, sich zu unterhalten und den einen oder anderen Gedanken auszutauschen.

Dagegen herrschte wenig später zum Kaffeeklatsch absolutes Gedränge und ich war froh, bereits zuvor ein wenig Zeit mit ein, zwei Autorinnen verbracht zu haben. Ich gebe zu, dass ich den Massen recht schnell entfloh.
Zwischendurch traf ich endlich auch einmal auf das Autorenduo Kim Henry und lernte Corinna und Nicole persönlich kennen (Ich habe nicht daran gedacht, ein Foto mit euch zu machen – schnief). Dabei stellte ich fest, dass ich doch immer wieder ein Fettnäpfchen finde, in das ich mit Anlauf hineinhüpfen kann.

mit Jane Christo
Dagegen gestaltete sich das Bloggertreffen von Hanser, Suhrkamp und S. Fischer eher übersichtlich. War es anfangs noch recht gut besucht, löste sich der größte Andrang nach kurzer Zeit auf. Die #orbanismspace – Plattform war dennoch gut besucht. Jedoch brachte mich die Diskussion über Feuilleton oder Blogs sowie angefragte Blogger-Bezahlmodelle nicht weiter. Letztere Anfrage kam beidseitig nicht wirklich an und wurde direkt abgeblockt. Warum ich als Blogger aber eher Bücher zersetzt mit ungenügender Grammatik lesen soll, wobei es beim Feuilleton gerade auf diesen Aspekt ankommen würde, konnte ich so gar nicht nachvollziehen. 

Man drehte sich bei den Diskussionen im Kreis bzw. trat auf der Stelle. Wer auf neue Ideen und Anregungen hoffte, wurde enttäuscht. Als Blogger fühlte ich mich in dieser Runde nicht wirklich angenommen.


Anschließend konnte ich in aller Ruhe meinen Rundgang durch die Messehallen genießen und war überraschend früh wieder im Hotel. Dort blieb mir ein wenig Zeit zum Ausruhen.

Um 19.30 Uhr stand für mich zum Abschluss des Tages ein besonderer Termin an. Gemeinsam mit Rebecca Reiss fuhr ich zur Häppchenlesung.


Leider unterschätzten wir die Parksituation und Streckenführung (Frankfurt liebt Einbahnstraßen), so dass wir gut 30 Minuten zu spät eintrafen. Mir ist dies auch jetzt noch total peinlich und ich hoffe, wir haben die Veranstaltung nicht zu sehr gestört. 
Dafür genoss ich anschließend die weiteren Lesungen meiner Lieblingsautorinnen.

Zur Häppchenlesung herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. 

Das Ambiente ist immer gemütlich und man bekommt das Gefühl, als wäre man bei einer Art Wohnzimmerlesung. 

Es war spannend, lustig und alle nahmen sich viel Zeit für Gespräche und gemeinsame Fotos.


Mein zweiter Messetag startete mit einem Plausch mit der lieben Claudia Perc. Es ist immer wieder schön, bekannte Gesichter in den Massen zu entdecken. Ich weiß nicht, wie es den anderen ging, doch ich hatte das Gefühl, dass sich weit mehr Menschen auf der Messe drängten, als noch im vergangenen Jahr.

Zum Bloggerfrühstück von dotbooks und Aufbau-Verlag wurde es mir zu voll und leider war die Veranstaltung auch zu sehr auf e-Books ausgerichtet. Ich lese gern einmal auf dem Reader, doch analog ist mir einfach lieber. Es gibt nichts, das ein richtiges Buch mit Papierseiten und dem Duft nach Druckerschwärze ersetzen kann. Auch wenn ich dafür immer einige Kilo-Buch mit mir herumtragen muss.
Während dieses sehr gefühlsintensiven Presseinterviews habe 
ich ein Buch aus dem Programm des Aufbau Verlages 
mit einer interessanten Thematik entdeckt.

Zum Eat & Greet bei Droemer-Knaur traf ich endlich auch auf Moni von Buecherloewe und wir fanden Zeit für ein kurzes Gespräch miteinander sowie mit den Verlagsmitarbeiterinnen.      
Diese Plätzchen sahen nicht nur lecker aus!

Ein Durchdringen zu den einzelnen Autoren war dafür um einiges schwieriger. Elmar und Iny Lorenz erfüllten geduldig Autogramm- und Widmungswünsche und der normale Besucherstrom vermischte sich mit den anwesenden Bloggern.

Dachte ich noch, es wäre hier bereits voll gewesen, wurde es beim Lovelybooks-Treffen noch kuscheliger. Selbst das eigens besorgte Megafon reichte nicht aus, um die Geräusche ringsherum zu übertönen. Mir tat es leid um die sicher liebevollen Vorbereitungen, die im Andrang der Massen untergegangen sind. Ich durfte eine Goodiebag mit nach Hause nehmen und freue mich sehr, doch wäre ich auch ohne diese zum Treffen gekommen.

Ich freue mich immer über kleine Geschenke und natürlich auch das ein oder andere Buch, doch viel wichtiger ist es, liebe Menschen zu treffen, sich zu unterhalten und diese Zeit zu genießen. Da lasse ich auch gern einmal die Zeit bei einer Tasse Kaffee verstreichen und darf dafür eine wertvolle Erinnerung mit nach Hause nehmen.


Ob es an unserem sehr schönen, aber auch anstrengenden Urlaub in der Woche zuvor oder einfach der gefühlt größeren Menschenmenge lag, ich war nach den beiden Messetagen absolut geschafft und froh, gemütlich lesend per Zugfahrt nach Hause zu kommen.

Ich bin in diesem Jahr einigen Treffen sehr früh entflohen, weil ich mich in dem herrschenden Massengedränge nicht wohlgefühlt habe. Zum Glück habe ich dann doch das ein oder andere Mal an meinen Fotoapparat gedacht und kann euch mit Fotos einen winzigen Blick auf die Messetage geben.
Falls ich den ein oder anderen übersehen haben sollte, bitte nicht böse sein. 

Dennoch war die Messe wieder ein wunderbares Erlebnis, mit vielen Eindrücken, buchigen Ausblicken und Herzenstreffen.

Bis bald in Leipzig!

Eure Anja

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Auslosung Gewinnspiel zur Blogtour „Remember Ryan“


Ihr wartet sicher schon sehnsüchtig auf die Auslosung unseres Gewinnspiels. Vielen Dank für eure zahlreichen und spannenden Kommentare. 

Aufgrund der Buchmesse hat sich die Bekanntgabe der Gewinner leider ein wenig verzögert. 
Dafür haben Corinna und Nicole persönlich als Glücksfeen agiert.
Doch nun möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen. 
Es wurden folgende Gewinner ermittelt:

Bei Danni`s Welt der Bücher hat gewonnnen: Natalie
Bei Romantic Bookfan hat gewonnen: Alexandra Georg-Dechart
Bei Lines Bücherwelt hat gewonnen: Free Seline
Bei BeatesLovely Books hat gewonnen: 25Hexe
Bei Merlins Bücherkiste hat gewonnen: Margareta Gebhardt
Bei Corinnas World of Books hat gewonnen: Katja Paddel Peters
Meine Gewinnerin ist: Yvonne Rauchbach (Ich melde mich gleich noch einmal per Mail bei dir.)

Herzlichen Glückwunsch!

Wenn wir alle Gewinneradressen beisammen haben, können die Bücher Anfang November zu euch auf die Reise gehen.
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Rezension „Das Glück und andere besorgniserregende Ereignisse“ von Alice Golding

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 232 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 66 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

D: 2,99 Euro

Inhalt:

Nach den Überraschungserfolgen ihrer romantischen Komödien »Gesucht: Traummann mit Ente« und »Fräulein Millas Gespür für Tango« veröffentlicht Alice Golding mit »Das Glück und andere besorgniserregende Ereignisse« eine Sammlung ihrer Lieblingskurzgeschichten.
Es geht ums Ganze in diesen ungewöhnlichen Geschichten! Um richtige und falsche Entscheidungen, um verpasste Momente, um lachende und weinende Augen.
Lesehäppchen für die Fahrt in der S-Bahn, fürs Wartezimmer, fürs stille Örtchen.
Oder für jetzt gleich.

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Die Autorin:

Alice Golding wurde in den wilden Siebzigern in Hessen geboren. Ihr Vater fuhr statt einer gelben Ente einen roten Manta, dabei wehten ihr auf der Kunstlederrückbank ABBA-Klänge um die Ohren. Mit Eintritt in die Grundschule kam die Autorin mit dem Hochdeutschen in Berührung – was ihre Leidenschaft für Fremdsprachen erklären könnte.
Unter ihrem Klarnamen IVONNE KELLER schreibt sie psychologische Spannungsromane, die es in sich haben.
Bis heute hat die Autorin etliche literarische Kurzgeschichten und Kurzkrimis sowie fünf Romane veröffentlicht.

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Rezension:

Ich hatte mir das Buch mit in den Urlaub genommen und war am Ende richtig müde vom vielen herumlaufen. Da war es einfach nur entspannend, mir jeden Abend eine einzelne Geschichte aus „Das Glück und andere besorgniserregende Ereignisse“ herauszupicken. So konnte ich kurz abschalten und meine tägliche Dosis LESEN inhalieren.

Mit sieben voneinander unabhängigen Kurzgeschichten unterhält uns Alice Golding auf eine etwas andere als bisher von ihr gewohnte Art und Weise. Wer die Bücher kennt, die die Autorin unter ihrem eigentlichen Namen Ivonne Keller veröffentlicht, wird hier eine Parallele zu ihren Spannungsromanen finden. Die Geschichten sind eine interessante Mischung zwischen den Schreibstilen von Alice Golding und Ivonne Keller.
Unterhaltsames, Spannendes, Seltsames und Hintergründiges erwartet den Leser. Gewürzt mit einer guten Portion Witz und Ironie geht es auf eine interessante Lesereise. 
Jede einzelne Story hat ein in sich geschlossenes Ende und doch öffnet der Schluss viele weitere Wege, klärt nicht alles bis ins Detail und lässt die Fantasie der Leser weiterfliegen. Es findet ein feinsinnig ausgeklügeltes psychologisches Spiel mit den Gedankenspiralen der Leser statt.
Ich mag diesen ganz besonderen Schreibstil und Alice Golding hat es einmal mehr verstanden, mich zu fesseln.
Dieses Buch beinhaltet einen wahren Schatz an Kurzgeschichten und es wäre schade gewesen, wenn diese einzeln für sich in einer Schublade verschwunden wären.

Fazit:

Die Geschichten sind wie kleine Desserts zum Abend oder ein Stückchen Schokolade für zwischendurch. Absolut empfehlenswert.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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