***Auslosung*** zu „Die Poesie des Tötens“


***Gewinnauslosung***

Zuerst möchte ich Euch für all die tollen Buchvorschläge danken. Meine Wunschliste hat in den letzten Tagen um einiges zugenommen.

Hier haben sich viele Thrillerfans versammelt und ich habe heute jede Menge Lose gefaltet. Meine persönliche kleine Glücksfee hat gerade einen Namen aus dem Lostopf gezogen.

Das Printexemplar von „Die Poesie des Tötens“ geht an:
** Andi **

Herzlichen Glückwunsch! Ich sende Dir auch gleich noch eine Mail. Das Buch wird direkt vom Verlag zugeschickt. Viel Spaß beim Lesen mit Gänsehautfeeling.

Alle anderen, bitte nicht traurig sein. Vielleicht konntet ihr ja auch ein paar neue Leseinspirationen mitnehmen.

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Rezension „Señora Gerta: Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste“ von Anne Siegel – Europa Verlag

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958900518
ISBN-13: 978-3958900516
D: 18,99 Euro

Inhalt:

Spannender als jeder Roman: Die unglaubliche Lebensgeschichte der 100-jährigen Gerta Stern

Ein wahres Abenteuer von großer Liebe, grenzenloser Unerschrockenheit und selbstlosem Heldenmut: Gertas Leben verspricht Ruhm und Reichtum. Als Tochter einer der bekanntesten jüdischen Familien Österreichs avanciert die Schauspielerin zum IT-Girl im Wien der 20er-Jahre. Mit der Heirat des Profifußballers Moses Stern scheint ihr Glück vollkommen. Doch angesichts der wachsenden antijüdischen Stimmung beschließt das junge Paar, Österreich zu verlassen. In Hamburg warten sie verzweifelt auf das Eintreffen ihrer Visa nach Südafrika, da wird Moses verhaftet und in ein Konzentrationslager verschleppt.

Todesmutig marschiert Gerta ins Gestapo-Hauptquartier. Zu allem entschlossen setzt sie ein, was ihr geblieben ist: ihr Schauspieltalent! Während Moses schwer verletzt aus dem KZ freikommt, findet Gerta aus Versehen einen Komplizen, der sich nach außen als Nazi gibt. Herr Otto von der Shipping Company »Norddeutscher Lloyd« riskiert sein Leben, um Gertas und Moses‘ Flucht nach Panama vorzubereiten. Heute ist »Señora Gerta«, wie sie in Panama City ehrfürchtig genannt wird, die wohl quicklebendigste 100-Jährige der Welt. Und die Journalistin Anne Siegel hat ihr ein ungewöhnliches Geschenk gemacht: In monatelanger Recherche spürte sie die Identität des hochgewachsenen Deutschen auf, den Gerta nach ihrer erfolgreichen Flucht all die Jahre gesucht hatte.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Anne Siegel wurde in Norddeutschland geboren und wuchs dort auf dem Land auf.

Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften und Psychologie lebte und arbeitete sie in England, Israel und in den Niederlanden, war Dozentin, Werbetexterin, Ghostwriterin für Politiker und Kabarettisten.
Sie war außerdem Comedy-Autorin fürs deutsche Fernsehen.

Heute lebt sie in San Francisco und Köln und arbeitet als Journalistin und Hörspielautorin für öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, sowie als Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin für US-Produktionen.

Quelle: Amazon

Rezension:


Zu Geburtstagen, zum Jahreswechsel und allen möglichen Gelegenheiten wünschen wir uns neben Gesundheit ein langes erfülltes Leben. Doch was, wenn ein Menschenleben auf einmal weniger Wert ist, als das eines Hundes. Das Leben des Einzelnen von einer Sekunde zur anderen ausgelöscht werden kann? Was, wenn tausende von Kindern keine Zukunft haben werden, nicht erwachsen werden dürfen?  
Gerta Stern hat diese Zeit überlebt. Sie konnte mit einem Teil ihrer Familie fliehen und sich ein neues Leben aufbauen. Trotz aller Widrigkeiten des Lebens hat sie nie aufgegeben und sich ihre Lebensfreude bewahrt. Señora Gerta wie sie in ihrer neuen Heimat genannt wird, blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Mit diesem Buch dürfen wir an ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte teilhaben. Es ist ein ganz besonderes Buch, da die darin geschilderten Erinnerungen aus erster Hand stammen. Im Gegensatz zu vielen Personen aus Büchern über den Holocaust und „Gegen das Vergessen“ ist Gerta Stern noch sehr lebendig und für ihre über 100 Jahre sehr agil.
© Rohwer Deutsche Botschaft Panama
Gerta hat in ihrem langen Leben das größte Glück, aber auch große Verluste erlitten. Es wäre gelogen, wenn wir nicht erfahren würden, dass einige Erlebnisse sie beinahe niedergeworfen hätten. Doch wir haben hier eine bemerkenswerte Frau vor uns, die sich immer wieder aufrappelte und noch heute eine enorme Kraft ausstrahlt.

Das schauspielerische Talent wurde ihr in die Wiege gelegt und niemand konnte ahnen, dass ihr dieses einmal das Leben retten würde. Doch beruflich sollte sie andere Wege einschlagen. Auch wenn es ihr eigentlich nicht gefiel, folgte sie dem Weg, den ihre Mutter für sie aussuchte. Die Ausbildung zur Kosmetikerin war ein Glückstreffer und ebnete ihr später den beruflichen Einstieg. Sie ging in diesem Beruf auf, der nicht nur zu ihrem Broterwerb wurde, sondern eine Leidenschaft. Noch heute liebt sie es, in ihrem Salon zu arbeiten.

Doch es gab eine Zeit, da blickten Gerta und ihr Mann in eine düstere Zukunft. Als Juden, gefangen zwischen Österreich und Deutschland, verzweifelt wartend auf die notwendigen Ausreisepapiere, schlug das Schicksal zu. Moses Stern wurde verhaftet und in das KZ Sachsenhausen deportiert. Jeder andere hätte spätestens hier aufgegeben. Doch nicht Gerta. Mit jugendlichem Optimismus und dem Mut der Verzweifelten wagte sie sich in das Hamburger Gestapo-Hauptquartier und spielte die Rolle ihres Lebens. Trotz dieser gefährlichen Situation entbehrt die hier beschriebene Szene nicht einer gewissen Komik.
Das Glück und die Zeit waren auf ihrer Seite. Hilfe von unerwarteter Seite öffnete ihnen den Weg in die Freiheit. Panama wir ihre neue Heimat. Ihrem Helfer, Herrn Otto, konnte sie bis heute nicht ausfindig machen und hätte ihm so gern für seine Unterstützung gedankt.

Gerta strahlt Charme und Herzlichkeit aus. Sie hat eine Art, die die Menschen verzaubert. Diese besondere Gabe und ihr unerschütterlicher Mut rettete sie mehrfach aus gefährlichen Situationen. Sie blickt auf ein aufregendes turbulentes Leben zurück, immer wieder dankbar, dieses Leben leben zu dürfen.

Gerta Stern und Anne Siegel – © Rohwer Deutsche Botschaft Panama





Anne Siegel hat ein großartiges Buch geschaffen, das unter die Haut geht. Aus jeder Zeile spricht ihre Verbundenheit mit Gerta Stern. Ein wundervolles Buch über eine bemerkenswerte Frau, die so unvergessen bleiben wird.

*** GEGEN DAS VERGESSEN ***
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*** Pixibuch-Challenge 2017 – Part 1 ***

Es müssen nicht immer große schwere Wälzer sein, um das Leserherz zu beglücken. Seit vielen Jahren begleiten uns nun schon die Pixi-Bücher aus dem Calsen Verlag. Ob als kleines Geschenk für zwischendurch, Beigaben im Osterkörbchen oder Nikolausstiefel, zaubern diese Büchlein immer wieder ein Lächeln in die Gesichter unserer Kinder. Und auch ich liebe sie noch heute. 

Nun hat Miri von Geschichtenwolke zu einer

Pixibuch-Challenge 2017 

aufgerufen.

Bis zum 31.10.2017 werde ich Euch daher viele dieser schönen Bücher einmal kurz vorstellen. Da ich zwei Lesemäuse im passenden Alter (bald 5 und 9 Jahre) als Unterstützung bei mir habe, wird es sicher eine kunterbunte Auswahl für alle geben. Alexander und Tiffany freuen sich schon auf die Neuzugänge in ihren Bücherregalen. Wir kaufen immer gerade nach Lust und Laune, haben natürlich auch ein paar Favoriten, die ihr bald kennen lernen dürft.

Derzeit lieben meine beiden Büchermäuse alle Geschichten von Connie und Lauras Stern. So kommt gerade einmal kein Streit über die Gute-Nacht-Geschichte auf. Wir lesen nämlich unsere Bücher vor allem abends vor dem Schlafengehen gemütlich aneinander gekuschelt im Bett. Da kann die „Große“ nun auch schon ihrem Bruder selbst ein paar Seiten vorlesen. Eine wundervolle Zeit, die leider viel zu rasch dahinfliegt.

Zum Auftakt der Challenge hat mir Miri ein wundervolles Pixi zugeschickt.

„Der glückliche Löwe“ lebt zufrieden im Tierpark und alle mögen ihn. Als er jedoch eines Tages einen Ausflug in die Stadt wagt, schrecken die Leute vor ihm zurück. Der Löwe ist ganz durcheinander. Einzig, ein kleiner Junge hat keine Angst und wird am Ende der beste Freund des glücklichen Löwen. 

Pixi-Serie 239 / Nr. 2169
· Verlag: Carlsen
· Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3-551-05092-2 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 6 Jahre
· D: 0,99 Euro
Lustige Zeichnungen teils in bunt, teils in schwarz-weiß untermalen die einzelnen Textpassagen. Eine wundervolle rührende Geschichte darüber, wie unsere Wahrnehmung von äußeren Umständen anhängig ist. Schon die ganz Kleinen werden ihre Freude daran haben. 
*****

Zu den Pixi-Reihen gehören aber auch die im Format ein wenig größeren Ausgaben. Zu meinen liebsten Büchern gehören die des kleinen Igels. Daher möchte ich Euch ein Buch hiervon heute noch ans Herz legen. Es gibt eine ganze Serie mit den Abenteuern des kleinen Igels und seiner Freunde.

„Der kleine Igel und die Sternschnuppen“ 

Als der kleine Igel eines Nachts einen wahren Sternschnuppenregen vom Himmel fallen sieht, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach einem schönen Platz, um dieses Schauspiel bewundern zu können. Auf dem Weg ist plötzlich der kleine Hase verschwunden. Was ist passiert? 

Taschenbuch: 24 Seiten
Verlag: Carlsen 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-04220-0
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 14,8 x 0,2 cm 
D: 1,99 Euro

Liebevolle niedliche Bilder und eine kurzweilige Geschichte erwarten Euch hier. Mir wird hier immer ganz war ums Herz. Ein schönes Buch über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Wie wundervoll ist es doch ein Erlebnis mit Freunden zu teilen und gemeinsam erleben zu dürfen.

*****

Eine Gefahr bei solch dünnen Büchlein besteht allerdings darin, dass sie auch gern verlegt werden und wir das ein oder andere Buch später unter dem Sofa, dem Bett oder den Schränken hervorholen mussten. Eigentlich sollten sie ja ordentlich im Regal aufbewahrt werden, doch irgendwie reißen sie immer wieder aus. 
Wie macht ihr das mit Euren Pixis? Haben sie einen festen Platz im Buchregal und lassen Eure Kinder sie auch gern einmal überall in der Wohnung liegen?

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Rezension „Smith & Wesson“ von Alessandro Baricco – Hoffmann und Campe

Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH (17. September 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Annette Kopetzki
ISBN-10: 3455405770
ISBN-13: 978-3455405774
D: 18,00 Euro

Inhalt:

Tom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik nur die Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichtse lernen sich bei den Niagarafällen kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als »Leichenfischer« verdingt. Und dann ist da noch die Journalistin Rachel, die der erste Mensch sein will, der einen Sturz von den Fällen überlebt. Zu dritt wollen sie der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden.

Die Niagarafälle – spektakuläres Naturereignis, irdisches Paradies und mythischer Ort. Sie haben die Phantasie vieler Schriftsteller beflügelt, auch wenn Charles Dickens sagte, dass »jedes Wort über diesen wundervollen Ort nur reiner Unsinn sein könnte«. Als Tom, Jerry und Rachel sich begegnen, hat jeder seinen eigenen Vorteil im Sinn. Um Schlagzeilen zu schreiben, bedarf es einer tollkühnen Tat – und vertrauenswürdiger Helfer. Rachel will sich in einem Holzfass die Wasserfälle hinunterzustürzen und diesen Sturz als erster Mensch überleben. Doch ihr Plan geht nicht auf.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. 1994 gründete Baricco zusammen mit Freunden eine Privatuniversität, an der er Kreatives Schreiben unterrichtet. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst. Sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Er wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman Mr. Gwyn (2015).

Quelle: Amazon

Rezension:

Die Namen Smith & Wesson assoziiert man ja direkt mit dem Begriff Waffen und fühlt sich rein mental in den Wilden Westen versetzt. So ging es mir zumindest, als ich den kleinen schmalen Band von Alessandro Baricco erstmals in die Hand nahm. Banditen, Überfälle, Salons und Schießereien spukten mir spontan im Kopf herum. So ganz trifft dies hier allerdings nicht zu.

Kennt ihr die Niagarafälle? Dumme Frage meint ihr, na sicher? Aber kennt ihr die Niagarafälle wirklich? Ich möchte nämlich wissen, ob ihr die geballte Naturgewalt dieser Wasserfälle schon einmal hautnah erleben durftet. Es ist gigantisch, beeindruckend und überwältigend. Die Natur erlaubt uns an einem wundervollen und im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder überraschenden Naturschauspiel teilzuhaben. Der Anblick der herabstürzenden Wassermassen, die Lichtspiele auf der Wasseroberfläche waren bei jedem meiner Besuche anders und immer wieder faszinierend.

©Anja Schmidt

Ob ich aber auf die Idee kommen, geschweige denn eine solche umsetzen würde und mich in einem Fass in den sprudelnden Abgrund stürzen, der Natur völlig ausliefern könnte. Bestimmt nicht. Hierfür bedarf es extremer Abenteuerlust oder großer Verzweiflung.
An diesem Punkt gelange ich zu Alessandro Baricco und seinen Protagonisten.

Mit „Mr. Gwyn“ hat er mich mit seinem ganz eigenen Schreibstil überzeugt und in seinen Bann gezogen. Bei „Smith & Wesson“ überrascht er durch eine neue Facette seines Schreibens. Es ist kein Roman im herkömmlichen Sinn, eher ein Bühnenstück, bei dem wir die Akteure ein Stück weit begleiten dürfen. Wortkarge und dennoch präzise gesetzte Wortspiele üben ihren besonderen Reiz aus, zaubern dem Leser das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht. Sie öffnen den Blick fürs Detail und katapultieren den Leser ins Jahr 1902. 

©Anja Schmidt

Ich sah die Landschaft in all ihrer zerstörerischen Schönheit direkt vor. Sie bildet den Hintergrund für Bariccos eigentümliches Trio. Drei Lebensakrobaten finden am Rande ihrer gescheiterten Existenzen zu einer Gemeinschaft zusammen. Auf ihrer Suche nach einem neuen Sinn in ihrem Leben finden sie zu einer selten gegebenen Zusammengehörigkeit. Zwischen ihnen entsteht eine Vertrauensbasis, Freundschaft und eine tiefgehende Liebe, die die Zeiten überdauern wird, erblüht.

Zwischen Hoffen und Bangen stürzen wir uns gemeinsam in die Fluten der Niagarafälle und hinterlassen eine Spur Melancholie und Bedauern in den Gemütern.

Die Wege Träume zu verwirklichen und nach den Sternen zu greifen sind oft steinig und nur ein abenteuerlicher Geist lässt sich nicht abschrecken.

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Gewinnspiel ** Verlosung ** zu „Die Poesie des Tötens“

 

 ** Verlosung **

Ihr liebt Thriller und seid der Meinung, Ihr habt Nerven wie Drahtseile?
Noch nicht ganz sicher? Dann schnuppert rasch in meine Rezension rein. 
Na, fühlt Ihr euch stark genug für dieses Buch?

Mit toller Unterstützung des Pro-Talk Verlages und der Agentur „Spread and Read“ darf ich heute ein Print von „Die Poesie des Tötens“ an Euch verlosen. Ihr müsst auch gar nicht viel dafür tun.

Verratet mir einfach, welche Neuerscheinung (Genre ist egal) ich mir in diesem Jahr auf keinen Fall entgehen lassen darf.

Bis zum 05. Februar 23.59 Uhr habt ihr Zeit, in den Lostopf zu hüpfen. Hinterlasst am besten auch eine Möglichkeit, wie ich Euch im Gewinnfall kontaktieren kann. Das Buch wird direkt vom Verlag auf den Weg gebracht.

Ich drücke allen die Daumen und freue mich auf viele Vorschläge.

Für das Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit der Agentur „Spread and Read“ gelten folgende Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern.
2. Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
4. Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
5. Der Versand der Gewinne erfolgt nur nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
6. Der/Die Gewinner sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs, des Verlags/Autors und der Agentur Spread and Read einverstanden.
7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollem Umfang akzeptiert.

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Rezension „Die Poesie des Tötens“ von Andrea Fahringer und Thomas Köpf – Pro-Talk Verlag

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Pro-Talk (15. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990272
ISBN-13: 978-3939990277
D: 14,90 Euro

Inhalt:

Sieben Wochen – Vier Morde – Eine Biografie

Ein idyllischer Sommer in Wien: Zwischen italienischen Designermöbeln und geschmackvollen Kunstgegenständen genießt der erfolgreiche Ghostwriter Max West sein Leben mit Frau und Kind in vollen Zügen bis zu dem Tag, an dem ‚Kleist‘ in ihr Leben tritt. Der grausam vorgehende Serienkiller entführt die gemeinsame Tochter und zwingt Max dazu, in nur sieben Wochen seine mörderische Biografie niederzuschreiben sieben Wochen, in denen er seine Tochter in den Händen eines Psychopathen weiß…

Quelle: Amazon

Die Autoren:

Andrea Fehringer & Thomas Köpf haben zusammengenommen mehr als 60 Jahre Erfahrung im Schreiben. Sie sind Journalisten und Buchautoren, waren in diversen Chefredaktionen tätig und führen seit 2004 ihr eigenes Medienunternehmen, die Xpertmedia, mit Sitz im Lehár-Schlössl in Wien-Döbling. Sie produzieren Kunden- und Publikumsmagazine, sind Berater für Konzerne, Vortragende an der Universität Wien und halten Schreibseminare ab. Sie haben 37 Bücher geschrieben, »Die Poesie des Tötens« ist ihr erster Thriller.

Der Hintergrund: Das Treffen des Ghostwriters mit dem Psychopathen beruht auf einer wahren Begebenheit. Ein Fremder stand vor der Tür der beiden Autoren und wollte sein Buch schreiben lassen. Erst nach einer halben Stunde stellte sich heraus, dass der Mann wahnsinnig und Mitglied einer Teufelssekte war. Diese Begegnung brachte die Autoren auf Idee zum Plot.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wie weit gehen wir, um das Leben des eigenen Kindes zu schützen?

Sehr weit, bis an alle Grenzen und darüber hinaus. Genau darauf baut auch Christopher Kleist, als er mit seinem perfiden Spiel beginnt.

„Die Poesie des Tötens“ gewährt uns keinen sanften Einstig, sondern wirft seine Leser direkt ins Geschehen. „Betriebsanleitung für einen Mord“, in dieser Art beginnen die einzelnen Abschnitte. Distanziert, sachlich, kalt und mit kranker Faszination für das eigene Handeln bekommen wir einen Vorgeschmack auf die weitere Handlung. Erwartungen werden geweckt, an denen sich das Buch im weiteren Verlauf messen lassen muss. Dieser Thriller ist eindeutig nichts für schwache Nerven.
Mit psychologischer Intensität leiden und hoffen wir mit Max West und seiner Familie. Die Grenzen der Belastbarkeit werden ausgelotet. Ein psychologisches Machtspiel beginnt. 
Christopher Kleist demonstriert Überlegenheit, die er ständig unter Beweis stellen muss, fast wie im Zwang. Er hat Spaß an raffinierten Psychospielen. Je sadistischer und intriganter, umso besser. 
Während Max West bald nur noch ausführendes Organ ist und alles versucht, um den Anforderungen seines Peinigers gerecht zu werden, d. h. ein Buch im passenden Kontext zu verfassen, agiert seine Frau auf psychologischer Ebene gegen ihren unfreiwillig geduldeten Hausgast. Die Fassade von Kleist beginnt zu bröckeln, zeigt erste Risse…


Dabei zieht Max West zu Beginn gar nicht mal so sehr die Sympathien auf seine Seite. Im Laufe der Handlung macht er aber eine Wandelung durch und wächst an den Herausforderungen. 
Mit Christopher Kleist haben wir einen Bösewicht, der von Anfang an auf Ablehnung stößt. Dennoch gibt es Passagen, in den wir das Kind, das er einmal war, kurz erblicken können. Psychopathen werden nicht geboren, sie sind ein Produkt ihres Charakters und äußerer Umstände.
Nein, mögen werdet ihr ihn nicht, aber es entsteht eine Art Verstehen und Bedauern, wie er auf diesen Weg seines Lebens geraten ist. Dennoch hat er diesen Weg selbst gewählt und sein kranker Geist gewinnt an Macht.
Sind die Prologe eher sachlich und reserviert, zeigen sich die Szenen im Hause West sehr emotional.
Dieser Wechsel aus tief gehenden Emotionen und kalter Gefühlslosigkeit bilden einen starken Kontrast, von dem dieser Thriller lebt. Die Autoren können den hoch angesetzten Spannungsbogen leider nicht immer aufrecht erhalten. Dennoch mag man das Buch zu keiner Zeit aus der Hand legen und muss unbedingt weiterlesen. 
Dieser Thriller verspricht ein sehr intensives Leseerlebnis, dem man sich bis zum rasanten Ende hin nicht mehr entziehen kann.




Hier könnt Ihr auch direkt ein Printexemplar des Buches gewinnen.

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Rezension „Das verlorene Kind“ von Michel Bussi – Aufbau Verlag (Rütten & Loening)

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Barbara Reitz und Eliane Hagedorn
ISBN-10: 3352008868
ISBN-13: 978-3352008863
Originaltitel: Maman a tort
D: 16,99 Euro

Inhalt:

Malone ist ein ganz normaler Junge. Er spielt gerne mit seinem Stofftier und liebt es, Geschichten zu erfinden. Oder sagt er etwa die Wahrheit, wenn er behauptet, dass die Frau, bei der er lebt, nicht seine leibliche Mutter ist? Keiner glaubt ihm. Keiner außer dem Schulpsychologen Vasile, dem es nach und nach gelingt, aus Malones Erinnerungsfetzen, die Wahrheit zusammenzusetzen. Doch plötzlich ist sein Leben in größter Gefahr und das von Malone …

Eine hochemotionale Identitätssuche – von einem Bestsellerautor aus Frankreich.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Michel Bussi, geboren 1965, Politologe und Geograph, lehrt an der Universität in Rouen. Er ist einer der drei erfolgreichsten Autoren Frankreichs. Seine Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Bei Rütten und atb liegen seine Romane „Das Mädchen mit den blauen Augen“, „Die Frau mit dem roten Schal“, „Beim Leben meiner Tochter“ und „Das verlorene Kind“ vor. Mehr zum Autor unter www.michel-bussi.fr

Quelle: Amazon

Rezension:

Dieses Buch hat mich bei der Vorstellung zur Buchmesse direkt angesprochen. Die Grundidee der Geschichte übte schon allein aufgrund des Aspektes des Mutterseins einen großen Reiz auf mich aus.
Wie kommt ein kleines Kind dazu mit unbeirrbarer Überzeugung zu behaupten, seine Mama wäre nicht seine richtige Mama? Dabei widerlegen alle offensichtlichen Fakten nachweislich diese Behauptung. Welche Gefühle löst die Situation bei der sich sorgenden Mutter von Malone aus?
Doch die Saat des Zweifels geht rasch auf und auf den ersten Blick eindeutig scheinende Tatsachen gibt es zu hinterfragen.

Na, hat Euer Kopfkino auch schon begonnen zu rattern? Mich hatte Michel Bussi gleich nach der ersten Seite in seinen Klauen. Mit Hilfe gekonnter Perspektivwechsel gelingt es dem Autor, uns Stück für Stück eines komplexen Rätsels entschlüsseln zu lassen. Immer nur weit genug, um Erfolgserlebnisse verarbeiten zu können und dennoch die Spannung aufrecht zu erhalten.

Malone spricht jeden Tag, zu festen Zeiten, in einem nur ihm bekannten Rhythmus mit Gouti, seinem Plüschtier. Gouti erzählt Geschichten. Diese wurden sehr fantasievoll und lebendig entworfen. Mal ruhig, dann voller Abenteuer, einmal liebevoll, dann wieder gruselig, scheinen sie ein unlösbares Geheimnis zu verbergen. Oder sind es doch einfach nur Geschichten?
Mag man diese Gespräche zwischen Malone und Gouti anfangs noch der überschäumenden Fantasie eines Kindes zuschreiben, muss sich der Leser bald eines Besseren belehren lassen. Die kindlichen Sichtweisen und Malones Gefühlswelt bewegen und fesseln.
Oft sind es winzige, nebensächlich wirkende Details, die später zur Lösung beitragen werden.

Rund um Malone hat Michael Bussi ein Geflecht aus einer Vielzahl charakterlich sehr unterschiedlicher Akteure gewoben. Die einzelnen Personen erscheinen allerdings im Vergleich zu Malone nur oberflächlich skizziert. Hier fehlte mit stellenweise die Tiefe. Durch den fehlenden Griff auf die Charaktere, war es nicht immer einfach, den Überblick in diesem komplex angelegten Fall zu behalten.
Sehr spannend und interessant empfand ich die Passagen mit dem Kinderpsychologen Vasile und seinen Ausführungen zur Funktionsweise des kindlichen Gedächtnisses. Dieser psychologische Aspekt bildet einen wichtigen Grundpfeiler im Buch.

Auch wenn einige Szenarien recht konstruiert und realitätsfern wirken, hat mich Michel Bussi mit „Das verlorene Kind“ bestens unterhalten. Ein perfekter Spannungsroman für kuschelige Abende auf der Couch.

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Rezension „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ von Nicholas Gannon – Coppenrath Verlag

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (4. August 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Harriet Fricke
ISBN-10: 3649619423
ISBN-13: 978-3649619420
Buchbestellung  hier
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
Originaltitel: The Doldrums
D: 14,95 Euro




Inhalt:

Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)
Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden

Quelle: Amazon


Der Autor:

Nicholas Gannon hat Kunst und Design studiert und sich in verschiedenen Jobs versucht, bevor er Vollzeit-Autor wurde. Er hat in den Bundesstaaten Tennessee, Minnesota und New York gewohnt und für kurze Zeit auch in einem hohen, schmalen Sandstein-Haus in New York City, das ihn zum Haus der Hemsleys in Weidengasse 375 inspiriert hat. Inzwischen lebt der Autor in Brooklyn. „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ ist sein Debüt.

Quelle: Coppenrath Verlag


Rezension:

Zu einem meiner letzten Klassentreffen wurde ich gefragt, warum ich früher eigentlich immer Löcher in die Luft gestarrt habe. Die Antwort ist schlicht und einfach, ich habe geträumt. Ganz genauso wie Archer Helmsley. 
Ich habe nicht einfach nur die Decke angestarrt, nein, ich war in Parallelwelten unterwegs. Dort war ich nicht schüchtern und langweilig. In meiner Traumwelt, war ich mutig und natürlich begegnete ich auch jedes Mal meinem Traumprinzen. Mal war es ein verwegener Pirat, dann wieder der mutige Indianer oder umwerfende Highlander. Abenteuerfilme liebte ich und natürlich wollte ich immer Pipi Langstrumpf sein, nicht Annika. 
Die Realität gestaltet sich jedoch in der Regel ganz anders und das Erwachen aus diesen Träumen kam einem harten Fall auf den Boden gleich.

Auch Archer träumte bisher nur von Abenteuern. Er spricht mit ausgestopften Tieren und ist in einem Haus voller Verführungen für abenteuerlustige Jungen eingesperrt. Mit meinen Plüschtieren habe auch ich früher sehr lange und tiefgreifende Gespräche geführt, ihnen mein Herz ausgeschüttet. Vielleicht fühlte ich mich diesem Jungen aus diesem Grunde von Anfang an so nah.

Seine Mom möchte ihn vor den Gefahren der Außenwelt und seinen Genen beschützen. Denn Archer hat ganz besondere Vorbilder und einen Vorteil, diese existieren wirklich. Sie sind sogar mit ihm verwandt. Seine Großeltern Helmsley sind berühmte Naturforscher. Ihr Leben scheint ein einziges wahres Abenteuer zu sein. Nur kennengelernt hat er sie nie und seit über zwei Jahren gelten beide als auf einem Eisberg verschollen. 

Archer fühlt sich oft wie ein Tiger im Käfig, möchte ausbrechen, traut sich aber nicht und verliert sich daher in seinen Träumen. In seinem Freund, dem Nachbarsjungen Oliver J. Glub, fand er bisher einen Komplizen, der mit ihm kleine Abenteuer im geheimen unternahm, ihn aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holte. Schwierig wird es, als Adélaide nebenan einzieht. Ein mutiges Mädchen mit einem Holzbein. Wie soll Archer gegen ein Holzbein und eine Krokodilstory ankommen.

„…Nichts ist so langweilig wie ein umstürzender Laternenpfahl. Weit spannender ist es, von einem Kampf mit einem Krokodil auf dem Nil zu erzählen…“

Alle drei sind Außenseiter in ihrer Klasse und finden rasch zueinander. Wie kann es da anders sein, die Freunde hecken einen Plan aus, um nach den verschollenen Großeltern Helmsley zu suchen. Die große weite Welt und ein unaussprechliches Abenteuer scheinen greifbar nah.

Wie dann allerdings alles was nur irgendwie schief gehen kann auch schief geht, die Kinder fast zum Festmahl einer Horde Tiger werden und Archer am Ende ein großes Stück eines echten Eisberges in den Händen hält – ist eine lange Geschichte.

Schon das Cover ist eine Augenweite und entwickelt eine immense Anziehungskraft, der ich mich nicht entziehen konnte.
Untermalt mit zauberhaften detaillierten Bildern wird der Leser in die Handlung gezogen. Und so ungewöhnlich auch die Charaktere erscheinen mögen, so sehr könnten sich die einzelnen Geschichten doch in der Realität zugetragen haben.

Über das viel zu rasch herbeigeeilte Ende, tröstet mich das Wissen, dass es weitere Abenteuer mit Archer, Oliver und Adélaide geben wird.

Wundervoll für kleine unternehmungslustige Jungen und Mädchen ausgearbeitet und eine Verführung für Erwachsene Abenteurer, die sich noch an ihre Kindheitsträume erinnern können, so möchte ich „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ beschreiben. 

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Rezension „Kokostee“ von Oliver Geissen – Atlantik Verlag

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Atlantik (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455651380
ISBN-13: 978-3455651386
D: 15,00 Euro

Inhalt:

Haben Elvis Presley und Marilyn Monroe unsere Welt vor Jahrzehnten wirklich für immer verlassen? Nicht ganz! Sie leben auf einer traumhaft schönen Insel, und es geht ihnen besser als jemals zuvor. In der Morgensonne am Strand, auf dem Weg zur Poolgymnastik, begegnen sie Michael Jackson beim Muschelsammeln. Bob Marley geht mit John Lennon auf Bootstour. Und Kurt Cobain frühstückt mit Amy Winehouse.

Butler Adschei, die gute Seele der Insel, umsorgt die prominenten Aussteiger und hält sie bei bester Laune. Mit Herz und Humor erzählt er von ihrem exotischen Leben und ihren liebenswerten Marotten – und von aufregenden Tagen, in denen das größte Geheimnis unserer Zeit aufzufliegen droht …

Oliver Geissen erkundet in seinem phantasievollen Roman die wahre Heimat des Happy Ends.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Oliver Geissen gehört zu Deutschlands bekanntesten und beliebtesten Fernsehmoderatoren. Er moderierte u.a. top of the pops, Die Oliver Geissen Show, mehrfach die Echo-Verleihungen sowie Deutschland sucht den Superstar. Er lebt mit seiner Frau, drei Söhnen und einer Tochter in Hamburg.

Quelle: Amazon

Rezension:


Das Jahr 2016 war geprägt von traurigen Nachrichten und wir mussten uns von vielen Größen der Buch-, Musik- und Filmbranche für immer verabschieden. Seine Idole ziehen zu lassen fällt schwer und wenn dann noch merkwürdige, manchmal geheimnisvolle Umstände zum Tod desjenigen geführt haben, bleibt für manchen ein komischer Nachgeschmack zurück. Wir möchten nicht loslassen, schauen uns immer wieder Filme an oder lauschen unserer Lieblingsmusik und dann setzen sich auch verrückte Ideen in den Köpfen fest. Was wäre, wenn er bzw. sie gar nicht tot, sondern nur untergetaucht wäre? Die angeblich verstorbenen Stars noch immer irgendwo auf der Welt leben würden? Verschwörungstheorien gab es da in der Vergangenheit schon viele sowie auch Meldungen, man hätte z. B. Elvis Presley an den verschiedensten Orten der Welt gesehen.

Lasst uns einmal ein wenig philosophieren und einfach die Möglichkeit in Betracht ziehen, einige Stars hätten tatsächlich einen Weg gefunden, dem Rampenlicht für immer zu entfliehen, um ihren Lebensabend beschaulich fern ab jedem Starruhms verbringen zu können. Was wäre wenn…

Oliver Geissen hat diese Gedankengänge aufgegriffen und einen sensiblen, nachdenklichen und witzigen Roman geschaffen. Erzählt wird unsere fiktive Geschichte aus der Sicht von Adschei, der über Jahrzehnte hinweg ein Auge auf eine illustre Gruppe von Menschen werfen durfte. Ein wenig naiv und doch sehr einfühlsam erleben wir eine Art Paralleluniversum.
Eine abgeschottete verborgene Südseeinsel, auf der Elvis, Michael Jackson, John Lennon, Marilyn Monroe, Kurt Cobain und Amy Winehouse ihren Ruhestand und Lebensabend fernab des Startrubels und dem realem Leben verbringen. Luxuriös und dennoch einfach ist das Leben auf dieser Insel.
Ich habe die Harmonie in und zwischen den Zeilen sehr genossen.

Als Leser verbringt man hier seine Zeit mit den Menschen hinter den Ikonen, nicht mit den Stars. Oliver Geissen zeigt, dass sich hinter den großen Namen ganz gewöhnliche Menschen verbergen, die ihr Leben lang nach Anerkennung, aber auch Liebe und Geborgenheit suchten. Sie sind nicht perfekt und haben alle ihre kleinen oder großen Macken, verschrobene Ticks und oft auch ein wenig weltfremde Denkweisen. Diejenigen, die Oliver Geissen in „Kokostee“ auferstehen lässt, waren am Ende ihres extrem öffentlich gestellten Lebens melancholisch und mit ihren psychischen Kräften am Ende. Mit Kokostee und der Sonne im Nacken leben sie auf und dürfen so sein wie sie sind, ohne von außen seziert zu werden.

Das Buch selbst erhebt sicher keinen Anspruch auf große intellektuelle oder tiefschürfende Lektüre, doch es ist unterhaltsam. Der Grundgedanke hinter der Buchidee stimmt dennoch nachdenklich. Geld und Ruhm allein machen nicht glücklich. Freunde, die einen verstehen, Familie, die Möglichkeit man selbst sein zu dürfen und vor allem Privatsphäre werden in ihrer Wichtigkeit unterschätzt. Genau diese Aspekte vergessen wir oft, wenn wir neidisch auf die Schönen und Reichen der Welt blicken.

Die Einführung in die Geschichte zieht sich ein wenig in die Länge und auch mit Adscheis Gemüt bzw. dem gewählten Erzählstil muss man sich erst anfreunden. Hat man einmal den richtigen Draht hierzu gefunden, fühlt man sich auf der Insel sehr wohl. Adschei ist meist recht umständlich und überbesorgt, doch genau das macht ihn auch so sympathisch. Ihm geht es um das Wohl seiner Schützlinge, nicht um sich selbst. Alle genießen die auf der Insel herrschende Harmonie.

Fantasievoll, einem Hauch von Realität (heutzutage scheint alles möglich…) und viel Charme, werden wir hier zu einem Urlaub von gesellschaftlichen Zwängen und Denken eingeladen. Wir erleben kuriose Alltagsgeschichten einer kleinen Gruppe von Ikonen, die sich eigentlich nichts anderes wünschen, als ein ganz normales Leben.

Oliver Geissen verbringt durch seinen gewählten Beruf selbst ein Leben im Scheinwerferlicht. Ob er sich manchmal auch so einen Rückzugsort wie unsere namenlose Südseeinsel erträumt?


Eine Tasse Kokostee, den Sand zwischen den nackten Zehen und die Sonne im Gesicht spüren, was braucht es mehr, um glücklich zu sein….
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Rezension „Flut“ von Daniel Galera – Suhrkamp Verlag

Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (18. August 2013)
Sprache: Deutsch
übersetzt von: Nicolai von Schweder-Schreiner
ISBN-10: 3518424092
ISBN-13: 978-3518424094
Originaltitel: Barba ensopada de sangue
D: 21,96 Euro

Inhalt:

Sein Vater erschießt sich, und was ihm bleibt, sind der alte Schäferhund und eine vage Sehnsucht nach Läuterung. Er bricht auf in den Süden und mietet sich in einem kleinen Ort an der Küste ein. Er findet Arbeit als Sportlehrer, lernt eine Frau kennen, unternimmt lange Wanderungen mit dem Hund, schwimmt Stunden am Stück ins offene Meer hinaus. Vor allem aber versucht er ein Familiengeheimnis zu ergründen – sein Großvater hatte in der Gegend gelebt, bis er unter ungeklärten Umständen verschwand. Doch ein empfindliches Handicap erschwert ihm die Suche, eine neurologische Erkrankung, er kann Gesichter nicht wiedererkennen. Seine Nachforschungen jedenfalls scheinen die Anwohner aufzuschrecken, Gerüchte machen die Runde, wird er bedroht? Wem kann er trauen, wenn schon nicht sich selbst und seinen Wahrnehmungen? Allmählich begreift er, dass er das gleiche Schicksal wie sein Großvater zu erleiden droht. Und plötzlich steht ihm das Wasser bis zum Hals.

Mit lichter, hypnotisierender Kraft erzählt »Flut« die epische Geschichte einer Suche über drei Generationen, die an die Grenzen des Menschenmöglichen führt.

Quelle: Amazon

Der Autor:


Daniel Galera, geboren 1979 in São Paulo, lebt heute in Porto Alegre. Er hat Erzählungen, eine Graphic Novel und drei Romane geschrieben. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Theater adaptiert worden. Galera hat u. a. Zadie Smith, Jonathan Safran Foer, David Foster Wallace und Hunter S. Thompson übersetzt. Flut ist sein erstes Buch in deutscher Sprache.

Quelle: Amazon

Rezension:

Was an diesem Roman als erstes auffällt, ist die Distanziertheit, mit der die Geschehnisse erzählt werden. Fast kühl, kalkuliert und mit viel Abstand beobachten wir unseren namenlosen Erzähler auf seiner Identitätssuche. Nicht alle Gedankengänge wirken realistisch oder nachvollziehbar und machten es noch schwerer, einen Bezug zu ihm und seiner Geschichte aufzubauen. Ich weiß nicht, ob es der mentalen Beschreibung, der Übersetzung oder meinem ureigenen Empfinden geschuldet ist. Unser Protagonist wirkte auf mich alt und ihn rein gedanklich während des Lesens auf Anfang 30 einzuordnen war schwierig.
Andererseits ist da Beta, die Hündin seines Vaters, die er ursprünglich gar nicht wollte. Sie ist die Einzige, mit der er mit der Zeit eine wahre Bindung aufbaut und alles unternimmt, um ihr Überleben zu sichern. Die hier beschriebene Gefühlsentwicklung ist beeindruckend und wird warmherzig in Szene gesetzt.

Letzteres fiel besonders auf, da ich den Schreibstil von Daniel Galera mit einem Schwarz-Weiß-Film vergleichen würde, bei dem man immer wieder versucht, den verborgenen Farbtupfer zu finden. Ich habe diesen auch entdeckt, in der philosophisch bildreichen Beschreibung der Landschaften, Menschen und eben der Beziehung zwischen dem Erzähler und seinem Hund. Diese wirken extrem gegensätzlich zu der sonst eher grau reflektierten Gefühlswelt unseres Protagonisten.

Fällt es ihm so schwer eine Verbindung zu seiner Umwelt zu halten, weil er sich keine Gesichter merken kann, sogar das eigene Spiegelbild nicht wieder erkennt? Dieses Krankheitsbild und die damit verbundenen Einschnitte im Leben eines Menschen haben mich rein vom Klappentext am meisten gereizt, „Flut“ zur Hand zu nehmen. Leider wird dieser Aspekt im Buch nur nebensächlich angesprochen. Die Problematik, damit im Alltag zu überleben, wird nur gestreift und mir fehlte der erwartete Tiefgang. Viele kleinere übertrieben ausgearbeitete Nebenhandlungen erzeugten unnötige Längen. Leider blieben die handelnden Personen für mich ausnahmslos auf Distanz und das Lesen übermittelte mehr ein Gefühl von Arbeit, als Spaß. Das Buch konnte leider nicht halten, was der Klappentext versprach.

„Flut“ hat es mir nicht leicht gemacht und lies mich, trotz einiger Lichtpunkte, am Ende unbefriedigt zurück.

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