Rezension „So sprach Achill“ von Alessandro Baricco – Hoffmann und Campe Verlag

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH (20. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455405797
ISBN-13: 978-3455405798
D: 15,00 Euro

Inhalt:

Der edle Hektor, der listenreiche Odysseus, der rachsüchtige Achilles und der göttergleiche Paris schildern die blutigen Schlachten der Antike zwischen Griechen und Troianern aus ihrer ganz persönlichen Perspektive: Alessandro Baricco, der große italienische Autor und Philosoph, erzählt Homers Epos der Ilias über den trojanischen Krieg nach, indem er die Figuren selbst zu Wort kommen lässt und erschafft einen Roman, der einem modernen Krimi gleicht. Dabei entblättert er eine zutiefst menschliche Geschichte, die in ihrer Dramatik ihresgleichen sucht. Die Ilias ist nicht umsonst das große Werk der Weltliteratur, das Gewalt und Liebe als grundlegende Themen des Menschen erzählt und dabei die gesamte Geistesgeschichte geprägt hat – und das heute von tragischer Aktualität ist.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst, sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Baricco wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Hoffmann und Campe Die junge Braut (2017).

Quelle: Amazon

Rezension:

Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich Alessandro Baricco seit langem für mich entdeckt habe und die Bücher dieses Autors liebe. Sie zeugen immer wieder von einer bewundernswerten Wandlungsfähigkeit. So hat er mich auch mit „So sprach Achill“ überrascht und mir neue Wege aufgezeigt. 
Ich gebe zu, ich habe weder die Ilias gelesen, noch entsprechend authentische Verfilmungen gesehen. Dennoch besitzen wir alle ein gewisses Grundwissen in Bezug auf die griechischen Heldengeschichten rund um Odysseus, die schöne Helena und auch Achill und Aeneas sind uns ein Begriff.
Die Schilderungen des Trojanischen Krieges waren mir dementsprechend soweit oberflächlich bekannt, dass ich den Ereignissen gut folgen konnte. 
Das Szenario der Kämpfe und das Geschehen hinter den Kriegslinien kommen nicht als Heldenepos daher. Die Götter und ihre Verstrickungen in diesem Werk, hat der Autor komplett eliminiert.
Baricco verleiht dieser Erzählung dadurch etwas Menschliches. Es macht die Ereignisse transparenter. Er zeigt, wie zermürbend und zerstörerisch Kriege sind, wie sehr sich die Menschen in ihrem Innersten nach Frieden sehnen. Sie sind des Kämpfens müde. Eigentlich besteht kein wahrer Hass zwischen ihnen, sie bringen einander sogar einen gewissen Respekt und Hochachtung entgegen und dennoch können sie diesen Krieg nicht einfach beenden. Aufgeben bedeutet Schmach. 
Alessandro Baricco verwebt klassische mit aktuellen Bezügen und erschafft so ein neues Gesamtwerk. 
Alessandro Baricco hat eine wunderbare Neuauflage des bekannten klassischen Stoffes geschaffen, der in seiner gekürzten Fassung sowohl informativ, als auch aktuell ist. Seine ganz eigenen Einschübe und Ergänzungen sind in den Formulierungen typisch für den Autor. Ans Herz möchte ich jedem auch das persönliche Nachwort von ihm legen.

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Rezension „Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne“ von Andrea Harmonika – Bastei Lübbe

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2018 (26. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404609670
ISBN-13: 978-3404609673
D: 10,00 Euro

Inhalt:

Andrea Harmonika leidet unter emotionaler Inkontinenz, faltet Jugendliche im Schwimmbad zusammen und zieht in ihrer Freizeit liebevoll Gemüse groß, das ihre Kinder dankend ablehnen. Manchmal fragt sie sich, ob aus ihnen wirklich verpimpelte Sitzpinkler werden, wenn sie auf jeden Kratzer ein Piratenpflaster klebt und findet, dass früher alles anders, und nicht besser war.

Brüllend komisch und mit schmerzlich hoher Treffsicherheit nimmt die 2-fache Mutter jeden noch so wunden Punkt ihrer Elternschaft aufs Korn. Ein Muss für alle Eltern und solche, die es werden wollen.

„Bei ihren Texten hat man oft Tränen in den Augen – meistens vor Lachen, manchmal vor Rührung, aber jedes Mal treffen sie mitten ins Herz.“

Danielle Graf von „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn.“

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Andrea Harmonika, fast 40, ist von Beruf Nicht-Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie in einem Handvoll-Haeuser-Dorf in Norddeutschland. Seit 2014 schreibt sie ueber den Sinn und Unsinn mit Kindern auf ihrem Blog Unterhaltung auf mittlerem Niveau, wo sie bereits nach 10 Monaten die 1-Million-Klickmarke knackte. Neben einer kleinen Auswahl ihrer reichweitenstärksten Beiträge bietet ihr Buch vor allem 50 brandneue Geschichten. Schließlich soll sich der Griff zum verdammten Zauber nicht nur für Neu-LeserInnen lohnen.

„Bei ihren Texten hat man oft Tränen in den Augen – meistens vor Lachen, manchmal vor Rührung, aber jedes Mal treffen sie mitten ins Herz.“
– Danielle Graf von „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn –

Quelle: Amazon

Rezension:

Nachdem ich das Cover dieses Buches gesehen hatte, war mein Interesse geweckt. Titel und der Blick des in der Nase bohrenden kleinen Mädchens hatten es mir sofort angetan. Der Klappentext verstärkte den Sog und so habe ich ein paar wundervolle Stunden zwischen den Seiten dieses Buches verbracht. 
Viele emotional bewegende und vor allem humorvolle Kapitel erwarteten mich. Manche habe ich intensiver als andere gelesen. Der augenzwinkernde Blick in die Welt von Eltern und Kindern offenbarte so viele Parallelen zu unserer Familie. Dabei gibt es auch ernsthaftere Passagen, die voller Wahrheiten stecken und zeigen, wie sehr so ein kleiner Erdenbürger unser Leben beeinflussen kann. 
Wer kennt sie nicht, diese Situationen, in denen man schier aus der Haut fahren möchte und dann vor Liebe die Gefühle überschwappen. Kleine Alltagssituationen, in denen man sich fragt: „Geht es anderen Müttern oder Vätern auch so?“. Wir können beruhigt sein, viele Alltäglichkeiten spielen sich analog auch in anderen Familien ab. Gerade die Schilderungen des nervenaufreibenden Zähneputzens ließen mich schmunzeln. Ja, diese Situation kenne ich. 
Erinnert Ihr euch an die kuriosen Gespräche mit den Kleinen und späteren ernsthafteren mit den Großen?  Man vergisst so schnell und sollte die Welt doch öfter auch einmal wieder mit Kinderaugen betrachten. Natürlich ist nicht alles zu Verallgemeinern und doch wird sich jeder irgendwo wiederfinden.
Andrea Harmonika hält uns einen Spiegel vor, der beruhigt und uns zeigt, wie schön und einzigartig das Leben mit Kindern ist. Humorvoll, witzig und mit einem Hauch Ironie treffen ihre Beschreibungen immer wieder ins Schwarze. Ich habe oft laut aufgelacht und in Erinnerungen geschwelgt bzw. stecke zum Teil noch mitten drin in diesen wiederkehrenden Phasen zwischen Staunen, Beschützerinstinkt, dem aus der Haut fahren und überbordender Liebe. Ja, Kinder bereichern und verändern unser Leben jeden Tag aufs Neue.

Kinder verändern und bereichern unser Leben wie sonst keiner. Andrea Harmonika hat es geschafft, die kleinen und großen Begebenheiten mit ihnen in wundervolle Texte zu kleiden, bei denen sich ein jeder wiederzufinden vermag.

„Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne“ ist ein wundervolles Buch für alle Eltern und diejenigen, die es noch werden möchten.
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Rezension „Black Rabbit Hall“ von Eve Chase – Blanvalet Verlag – hello Sunshine – (#Werbung)

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Erstausgabe (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505605
ISBN-13: 978-3764505608
Originaltitel: Black Rabbit Hall
€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 27,90*
(* empf. VK-Preis)

Inhalt:

Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert …

Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät …

Quelle: Blanvalet Verlag

Die Autorin:

Eve Chase wollte schon immer über Familien schreiben – solche, die fast untergehen aber irgendwie doch überleben – und über große, alte Häuser, in denen Familiengeheimnisse und nicht erzählte Geschichten in den bröckelnden Steinmauern weiterleben. Eve Chase ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Oxfordshire.

Quelle: Blanvalet Verlag

Rezension:

Ein Familiendrama vor der malerischen Kulisse Cornwalls. Dieser Sommer 1968 verändert einfach alles. 

Black Rabbit Hall – verwunschen gelegen, idyllisch und doch so voller Tragik.
Einst war es ein Ort, an dem man die Konventionen und gesellschaftlichen Zwänge vor den Toren des Anwesens abstreifen und eine bis dahin ungeahnte Freiheit genießen konnte. Ein Ort voller Harmonie und Liebe. Die Zeit läuft hier langsamer und folgt anderen Regeln. Es beherbergt aber auch die Geschichte einer Familie, die mit dem Tod der Mutter in ihren Grundfesten zerbricht und durch Schuldgefühle, verletzte Eitelkeiten und Intrigen fast zerstört wird. 

Es begann auf Black Rabbit Hall und hier schließt sich am Ende wieder der Kreis.

Die Geschichte der Familie Alton wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Ich liebe es, wenn zwei Handlungsstränge sich berühren und am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfließen. Wie Gegenwart und Vergangenheit zusammenhängen, wird erst im Verlauf der Ereignisse wirklich klar. Mir gefielen die Schilderungen und Erlebnisse der Vergangenheit eher, da diese emotionaler gestaltet sind. Erst am Ende, als sich der Kreis wieder komplett schließt, war diese emotionale Basis auch in der Gegenwartsperspektive intensiv spürbar.

Black Rabbit Hall ist ein magischer Ort, an dem alles möglich erscheint. Dennoch werfen verschmähte Liebe, verletzte Gefühle und Machtstreben eisige Schatten auf das Anwesen und seine Bewohner. Die Charaktere sind vielschichtig und wachsen einem als Leser rasch ans Herz. Eve Chase versteht es, die Zerrissenheit und Verletzlichkeit der Kinder nach dem Tod der Mutter aufzuzeigen. Ihnen fehlt der Halt, die Stütze und vor allem Liebe, denn mit dem Tod der Mutter haben sie noch sehr viel mehr verloren, als man auf den ersten Blick erkennen mag.

Es gelingt der Autorin trotz kleinerer Längen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten bzw. zu intensivieren. Als Leser möchte man unbedingt die Geheimnisse rund um Black Rabbit Hall lösen.

Eve Chase versteht es, die Gefühle ihrer Leser zu lenken. Jedem sei angeraten, unbedingt auch den Epilog am Ende des Buches zu lesen. An dieser Stelle überfluteten mich die Gefühle regelrecht. 

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Rezension „Silberschwingen – Erbin des Lichts“ von Emily Bold – Planet! – Thienemann-Esslinger Verlag

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (13. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505778
ISBN-13: 978-3522505772
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
D: 16,00 Euro

Inhalt:

Magie, Liebe, Spannung: brandneue Romantasy der Bestseller-Selfpublisherin Emily Bold!

Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Emily Bold, Jahrgang 1980, schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Ob historisch, zeitgenössisch oder fantastisch: In den Büchern der fränkischen Autorin ist Liebe das bestimmende Thema.

Nach diversen englischen Übersetzungen sind Emilys Romane mittlerweile auch ins Türkische, Ungarische und Tschechische übersetzt worden, etliche ihrer Bücher gibt es außerdem als Hörbuch.

Wenn sie mal nicht am Schreibtisch an neuen Buchideen feilt, reist Emily am liebsten mit ihrer Familie in der Welt umher, um neue Sehnsuchtsorte zu entdecken.

Mehr Informationen gibt es unter: emilybold.de

Quelle: Amazon

Rezension:


„Silberschwingen“ eröffnet uns die magische Welt von faszinierenden und sehr arroganten Wesen. Die Assoziation und Neuinterpretation von Engelswesen ist sehr gut gelungen.
Das Cover bringt dies bereits ein wenig zum Ausdruck und hat mich sofort angesprochen. Der in einer lila Permuttveredelung schimmernde Einband begeistert mich immer wieder aufs Neue.
Emily Bold zeigt mit diesem Jugendroman, wie vielschichtig und kreativ sie schreiben kann. Einmal mehr beweist Sie ihre Wandlungsfähigkeit. 
„Silberschwingen“ ist ein Jugendbuch und mit der Zielgruppe der 13jährigen vor Augen, sollte man diese Romantasy auch lesen. Für mich hat sie den Nerv ihrer potentiellen Leser voll getroffen. Auch wenn einige Passagen recht grausam anmuten, passen sie in den Kontext der Handlung, regen die bildliche Vorstellungskraft an, gehen aber dennoch nicht zu tief ins Detail. Dennoch kommt die Autorin nicht darum herum, auf Klischees aufzubauen und verbindet bekannte Elemente aus Jugendroman und Fantasie miteinander. Gestört hat es mich nicht. „Silberschwingen“ ist Jugendfantasy mit einer großen Portion Liebe.
Da hier Fantasy auf das reale Leben trifft, zeigt Emily Bold ihren Lesern sehr gut auf, dass das Leben nicht immer fair und nicht alles nur schwarz/weiß gesehen werden kann. Ihre Charaktere sind sehr unterschiedlich und vielschichtig. Die Protagonisten hadern mit ihrem Schicksal, kämpfen mit ungebetenen bzw. unbekannten Gefühlen, sind neugierig, egoistisch und sind in einem Kreislauf von Machtstreben gegen Liebe und Freundschaft gefangen. Herz und Verstand stehen sich gegenüber. Dieser Zwiespalt kommt sehr deutlich zum Tragen.
Da haben wir Thorn, deren Leben von einem Tag auf den anderen völlig aus den Fugen gerät und sie in ein neues unbekanntes Dasein mit vielen recht unwirklich erscheinenden Gefahren katapultiert. Sie ist 16 und dementsprechend unreif sind teilweise ihre Aktionen. Nicht immer konnte ich sie verstehen. Ihr Mut und ihre Loyalität werden auf eine Bewährungsprobe gestellt. Nicht immer hat sie diese für mich bestanden und ich bin gespannt, wie sich Thorn im zweiten Teil dieser Dilogie weiterentwickelt. 
Dagegen fiel es mir leicht, Riley in mein Herz zu schließen. Ein bisschen zu unbekümmert, hat er ein großes Herz und setzt sein Leben für andere und seine Überzeugung ein. Sein Schicksal hat mich sehr bewegt und ich möchte unbedingt wissen, was Emily Bold mit ihm in der Zukunft vor hat.
Lucien ist für mich der zwiespältigste Charakter. Beachtet man seine Vorgeschichte, kann man sein Verhalten zwar verstehen, akzeptabel ist es dennoch nicht. Er ist dominant, arrogant und sehr elitär. Nur selten zeigt er eine weichere Seite und auch seine Beweggründe sind nicht immer glaubhaft. 
Meine Sympathien gehören eindeutig Riley, doch ich kann auch verstehen, warum sich Thorn von der dunklen Seite Luciens angezogen fühlt. 
Nyx tritt mehr als Randfigur in Erscheinung. Sie wirkt nicht sonderlich sympathisch, jedoch ist dies sicher auch ihrer Erziehung und den aktuellen Ereignissen geschuldet. Ihr Verhalten ist nur zu gut nachvollziehbar und in dieser Prota steckt noch eine Menge Potential.
Im Laufe der Handlung werden einige Geheimnisse in den Raum gestellt, die sich hoffentlich im nächsten Band auflösen. Schließlich beendet Emily Bold „Silberschwingen – Erbin des Lichts“ mit einem ganz gemeinen Cliffhanger und zeigt so, dass sie immer wieder für eine Überraschung gut ist.
Wir dürfen uns auf einen spannenden zweiten Teil ab 17. Juli 2018 freuen.
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Rezension „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner – Dryas Verlag

Taschenbuch, 498 Seiten,
Verlag: Dryas Verlag; Auflage: Taschenbuchausgabe (12. November 2017)
ISBN: 978-3-940855-74-9
12,00 € [D]; 12,40 € [A]
E-Book ISBN: 978-3-941408-97-5
7,99 €


Inhalt:

Teufelsfarbe wurde im 16. Jahrhundert das aus der Waidpflanze gewonnene Blau genannt. Es würde Stoffe zerfressen und Unglück bringen, hieß es. Ausgerechnet diese Pflanze will Bauer Christoph Rieger aber anbauen. Und reich will er damit werden, denn die Farbe ist gefragt.

Gegen den Willen seiner Familie und zum Entsetzen der Gemeinde nimmt der Sonderling ein als Hexe verschrienes Mädchen zur Frau, um sich mit deren Mitgift seinen Traum zu ermöglichen. Zu spät erkennt er die Konsequenzen, die sein Vorhaben nach sich zieht …

Christophs Geschichte basiert auf einem realen Fall, der sich am 25. April 1510 in der Gemeinde Horka zugetragen hat.

Quelle: Dryas Verlag

Die Autorin:

Ivonne Hübner, am 29.12.1977 in der niederschlesischen Oberlausitz geboren, studierte in Leipzig Germanistik, Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaften. Seit 2008 arbeitet sie als Studienrätin für Deutsch und Kunst in Potsdam, wo sie mit ihrer Familie lebt.

Quelle: Dryas Verlag

Rezension:

Endlich einmal wieder ein glaubhafter, ohne unnötigen Kitsch auskommender historischer Roman, der neben guter Unterhaltung auch so einiges Wissenswertes für seine Leser bereithält. Selbst, wenn es den Waidanbau in der Gegend um Horka nie gegeben hat, wird man angeregt einige historische Daten zu googeln.
Es ist ein hartes Leben auf dem Lande, als sich Christoph und Margarete begegnen. Ehen basieren nicht auf Gefühlen, sie werden rein nach geschäftlichen und gesellschaftlichen Überlegungen geschlossen. Überraschend war für mich, dass die Ehe nicht unbedingt in einer kirchlichen Zeremonie geschlossen werden musste, sondern eine Vertragsunterzeichnung durch einen Kirchenvertreter und den Gutsherren schlicht ausreichte. Ebenso einfach scheint es auch bei der Aufhebung einer ehelichen Verbindung der Fall gewesen zu sein. 
Christoph und Margarete sind für ihre Zeit recht fortschrittlich, auch wenn ihnen die nötige Bildung fehlt, ihre Träume zu verwirklichen. Während der junge Rieger einer Vision nachläuft, um dem Vorbild seines Vaters gerecht zu werden bzw. dieses in den Schatten zu stellen, besitzt Margarete eine für die damalige Zeit gefährliche Voraussicht. Beide sind im Kreislauf der herrschenden Glaubens- und Gesellschaftszwänge gefangen. Letztendliche werden ihnen der Neid, die Missgunst, Habgier und der Aberglaube der Dorfbevölkerung zum Verhängnis. 
Die Wortwahl von Ivonne Hübner ist der damaligen Zeit angepasst derb. Dennoch schafft sie es, die Landschaft und Menschen mit einer besonderen Art von Poesie zu beschreiben, dass man direkt in der Geschichte zu wandeln glaubt. Die Leser erwartet eine Zeitreise, die authentisch und düster die Härte des damaligen Lebens zeigt. Gleichzeitig erfährt man aber auch, welch großes Maß an Freiheiten es dennoch gab. Gerade diese Aspekte waren für mich sehr spannend und interessant. 
Die Autorin lässt uns auf vielschichtige und nicht immer sofort einzuschätzende Charaktere treffen. Sie zeigt am Beispiel von Christoph und Margarete, dass sie in vieler Hinsicht Kinder ihrer Zeit waren und mit den eigenen Gefühlen nicht bewusst klar kamen. Die Tragik, die sich hieraus ergibt, wird erst später deutlich, geht dafür aber umso mehr unter die Haut. Aberglaube und Intrigen, die Macht der Kirche und die Angst vor dem Unbekannten, werden ihnen zum Verhängnis. Es ist keine Happy-End-Geschichte, denn sonst hätte Ivonne Hübner ihre Glaubwürdigkeit verloren. 
Ein bisschen Geduld muss man beim Einstieg in die Geschichte mitbringen, wird dafür aber mit einem gut recherchierten, bildgewaltigen, spannenden und emotional aufrüttelnden Historienroman belohnt.
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Blogtour „Teufelsfarbe“ – Aberglauben im Mittelalter

Am Tag 5 unserer Blogtour geht es um das Thema Aberglaube im Mittelalter.

Die Handlung in „Teufelsfarbe“ ist geprägt vom Aberglauben der Menschen dieser Zeit.Ab wann der spezifizierende Begriff „Aberglaube“ wörtlich belegt ist, wird zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert angesiedelt. Hier gibt es sehr unterschiedliche Quellenangaben.
Aberglauben steht für die Abweichung vom allgemeinen christlichen Glauben. Heute werden Dinge, deren Ursache und Wirkung sich nicht erklären lässt und die mehrmals in einem analogen Zusammenhang auftreten mit Aberglauben gleichgesetzt. Dabei kann es sich sowohl um positive als auch negative Ereignisse handeln.

Die Menschen im Mittelalter richtet ihr Leben nach den Gesetzen der Natur und der Kirche aus. Unwetter, verdorbene Ernten, Krankheiten oder sonstige negative Begebenheiten wurden auf falsches Verhalten oder Hexenwerk geschoben. Die Unwissenheit wurde gerade der einfachen Landbevölkerung oft zum Verhängnis. Die Kirchenvertreter taten ihr Übriges bei und versuchten die Leichtgläubigkeit und das Unwissen der Menschen zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen.

Nicht selten arteten persönliche Streitigkeiten aus und endeten mit Verleumdung bzw. dem Tod.
Gerade während der Inquisition reichte eine falsche Bemerkung aus und man wurde der Hexerei beschuldigt. Nur selten gelang es den Betroffenen ihre Unschuld zu beweisen und dem Tod zu entrinnen. Gerade unter den Richtern und Kirchenvertretern fanden sich Fanatiker, die in ihrem unendlichen Machtbewusstsein, viel Schaden anrichteten.

In „Teufelsfarbe“ waren es die Angst vor dem Neuen, Neid, Missgunst, verschmähte Liebe und die Angst vor einem Machtverlust, die dem Aberglauben Nährboden verschafften und letztendlich zu einer Tragödie führten.

Kräuterkundige mussten in diesen Zeiten besonders auf der Hut sein. Zwar wurde ihr Wissen zur Heilung von Krankheiten gern gesehen. Dennoch schon man vielen Kräutern auch dämonische Kräfte zu. Sie konnten ebenso Dämonen bannen (Knoblauch im Fenster) oder den Geist der Betroffenen verzaubern. Noch heute gibt es Riten des Aberglaubens, die fast jeder kennt und insgeheim vielleicht auch schon ausprobiert hat bzw. hoffnungsvoll daran festhielt. Hier nun einige Beispiele hierfür.

Schwarze Katzen

Teufelsbrut, Hexentiere. So wurden diese Katzen im Mittelalter genannt. Man fürchtete die Macht dieser Tiere.

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„Schwarze Katze von links nach rechts – Unglück brechts“ ist ein Ausspruch, bei dem ich als Kind immer überlegen musste, von welcher Seite gesehen, das Unglück auf mich zurennen würde. 🙂

Käuzchen

Wenn du den Ruf eines Käuzchens hörst, dann nimm dich in acht.

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In früheren Zeiten galten Eulen als Teufelsvögel und es herrschte der Aberglaube, dass wenn man einen Käuzchenruf hört, jemand sterben muss.

Scherben

Scherben bringen Glück. Der Lärm, der dabei verursacht wird, soll böse Geister vertreiben.

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Dagegen drohen bei Spiegelscherben gleich sieben Jahre Pech.


Wunschbrunnen

Wirfst du eine Münze über die Schulter in den Brunnen, bringt dies das Glück zu dir bzw. dein dabei gedachter Wunsch geht in Erfüllung.

In Rom gibt es einen der bekanntesten Wunschbrunnen der Welt, den Trevi-Brunnen.

Datei:Trevi Fountain, Rome, Italy 2 - May 2007.jpg
Trevi-Wunschbrunnen
Quelle: Wikipedia

Die Legende besagt, dass eine in den Brunnen geworfene Münze mit Sicherheit zur Rückkehr nach Rom führt. Bei zwei Münzen verliebt man sich in eine Römerin bzw. einen Römer und bei drei Münzen führt dies sogar zu einer Heirat.

Zum Gewinnspiel:

Der Dryas Verlag verlost 2 Exemplare von „Teufelsfarbe“ für die Leser der Bloggerrunde.
Ihr müsst für die Teilnahme nur die nachstehende Frage mit einem Kommentar beantworten:

Welcher Aberglaube ist heute noch vorherrschend bzw. welche kennt ihr außer den bereits genannten?

Teilnahmebedingungen

Für dieses Gewinnspiel gelten folgende Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern.
2. Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
4. Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
5. Der Versand der Gewinne erfolgt nur nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
6. Verwendet der Teilnehmer Bildmaterial, so bestätigt er mit der Teilnahme, dass er sämtlich Bildrechte innehat.
6. Der Gewinner ist im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf dem Verlagsblog “Bakerstreet Bibliothek” und Facebookseite des Dryas Verlags einverstanden.
7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollem Umfang akzeptiert.
Gewinnspielende: 30.April 2018 23.59 Uhr.

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Rezension „Drei Schwestern am Meer“ von Anne Barns – MIRA Taschenbuch

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (5. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956497929
ISBN-13: 978-3956497926
D: 9,99 Euro

Inhalt:

Das Weiß der Kreidefelsen und das Grün der Bäume spiegeln sich türkis im Meer – Rügen! Viel zu selten fährt Rina ihre Oma auf der Insel besuchen. Jetzt endlich liegen wieder einmal zwei ruhige Wochen voller Sonne, Strand und Karamellbonbons vor ihr. Doch dann bricht Oma bewusstlos zusammen, und Rina muss sie ins Krankenhaus begleiten. Plötzlich scheint nichts mehr, wie es war, und Rinas ganzes Leben steht auf dem Kopf.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.

Quelle: Amazon

Rezension:

Manchmal muss man nach Hause kommen, Altes hinter sich lassen und einen Neubeginn wagen.
In „Drei Schwestern am Meer“ warten viele sehr unterschiedliche Charaktere auf Euch, die sich dennoch wunderbar ergänzen. Drei Schwestern, die sich in Liebe verbunden sind und gemeinsam die Höhe und Tiefen des Lebens bewältigen. Immer an ihrer Seite eine Oma, wie man sie sich nur wünschen kann. In schwierigen Zeiten stehen die vier uneingeschränkt zueinander und irgendwie befinden sich alle auf einer Suche nach etwas, dass sie im Leben vermissen. Doch zuvor müssen sie einige Turbulenzen überwinden, ihre Gefühle ergründen und es gilt ein lang gehütetes Geheimnis zu lüften. Alter Groll, Halbwahrheiten und Sehnsüchte treten zu Tage. 
Begleitet die drei Schwestern und Oma Anni auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück.
Anne Barns Roman „Drei Schwestern am Meer“ hat etwas Heimeliges an sich und strahlt sehr viel Wärme aus. Dabei ist die Handlung sehr abwechslungsreich und humorvoll. 
Wir erleben mit den Protagonisten Freude, Trauer, Liebe, Verletzlichkeit, Sehnsüchte und lösen ganz nebenbei ein großes, lang gehütetes Geheimnis. 
Auch wenn man schon recht früh die ersten Vermutungen hegt und das Familiengeheimnis weit vor Schluss gelüftet wird, hat mich die Autorin bis zum Schluss gut unterhalten.
Es war wie ein Kurzurlaub auf Rügen, mit dem Wind des Meeres im Gesicht und in charmanter Gesellschaft.
Mein Highlight am Ende des Buches waren wieder die Rezepte, denn beim Lesen tropfte des Öfteren der Zahn und gerade die süßen Verführungen hatten es mir angetan. 
Ich hatte das Glück, Anne Barns auf der Buchmesse zu treffen und wollte Euch das Buch doch so gern umrahmt von ihren leckeren Karamellbonbons präsentieren. Leider haben es diese nicht bis nach Hause geschafft. Sie waren einfach zu lecker.
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Auslosung zu „Dumplin“ von Julie Murphy – FISCHER FJB

Ich schulde Euch noch die Gewinnbekanntgabe zu meinem Gewinnspiel anlässlich der Buchbotschafteraktion zu „Dumplin“ von Julie Murphy aus dem Verlag FISCHER FJB.
Ich hoffe, Willowdean hat unter Euch viele Freunde gefunden.

Dann mache ich es auch ganz kurz. Gewonnen hat:
myharz (Sandra)
Herzlichen Glückwunsch!
Damit ich Dir Dein Überraschungspaket zusenden kann, schicke mir bitte Deine Anschrift an: schmidt.anja73@gmail.com
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Rezension „Neues Zuhause gesucht!“ von John Chambers & Henrike Wilson — Carlsen Verlag

Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Carlsen (21. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551518556
ISBN-13: 978-3551518552
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 8 Jahre
D: 14,99 Euro

Inhalt:

Ankommen in einer anderen Welt: „Neues Zuhause gesucht!“ vermittelt Kindern auf anschauliche Weise, wie es sich anfühlt, seine Heimat verlassen zu müssen und auf der Flucht zu sein. Die Pinguine riskieren eine bedrohliche Reise, um in ein neues Land zu gelangen. Werden sie dort ankommen und sich wohlfühlen?

Quelle. Carlsen Verlag

Der Autor und weitere Mitwirkende


John Chambers ist 1968 in Irland geboren und dort zur Schule gegangen. Er ist Zeichner und Autor von Bilder- und Kinderbüchern. Als Drehbuchautor ist er an der Verwirklichung vieler Animationsserien beteiligt, für die er auch Auszeichnungen erhielt. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Die Illustratorin Henrike Wilson studierte in Washington D. C. und Köln Malerei und Grafikdesign und unternahm lange Reisen in die Karibik und nach Indien. Die intensiven Farben ihrer Reiseziele finden sich in ihren kraftvollen Illustrationen wieder. Henrike Wilson lebt in Berlin und hat sich als Kinderbuchillustratorin international einen Namen gemacht. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2007 wurde sie für ihre Illustrationskunst mit dem New York Times-Award ausgezeichnet.

Quelle: Carlsen Verlag

Rezension:

Wir fahren gern in den Urlaub, wohl wissend, dass wir zwar bedauernd wieder Abschied nehmen müssen, aber schöne Erinnerungen im Gepäck bald wieder in unseren eigenen vier Wänden ankommen werden. Nach Hause kommen, ein Zuhause zu haben, lernen wir erst schätzen, wenn es uns genommen wird. Die vertraute Umgebung vermittelt Sicherheit und Geborgenheit.
Die Pinguine sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, eine gefährliche Flucht zu wagen und ein neues Leben in einem fremden Land zu beginnen. Sie haben Angst, sind unsicher und voller Hoffnung.
Dieses Kinderbuch erklärt auf einfühlsame Weise, wie es sich anfühlt, die Heimat zu verlieren und in einem neuen Land anzukommen. Es zeigt, die Ängste die sich mit dem Umgang einer neuen Kultur, fremden Nachbarn und ohne die bekannten Freunde auftun. 
Man muss gar nicht erst in ein fremdes Land ziehen, um diese Gefühle nachempfinden zu können. Schon der Wechsel in eine neue Stadt, einen neuen Kindergarten oder eine andere Schule lassen erahnen, wie sich die Pinguine im Buch fühlen müssen. 
Mit Tieren haben mit oftmals eher Mitgefühl, als mit den Menschen rings um uns herum. Eine Tatsache, die nachdenklich stimmt. Warum ist das so? 
Aber auch genau aus diesem Grund kann man mit Hilfe von „Neues Zuhause gesucht!“ Kindern sehr gut das Verständnis für Flüchtlingskinder bzw. Flüchtlinge im Allgemeinen nahe bringen. 
Die kurzen prägnanten Sätze und eindringlichen Illustrationen sind kindgerecht und prägend. 
Ein warmherziges Kinderbuch für mehr Verständnis und ein besseres Miteinander. 
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Auslosung #Gewinnspiel zu Read & Speak #Blogtour von „Nachtwild“ von Gin Phillips – dtv Verlag

Wir haben uns über die rege Teilnahme an unserer Blogtour gefreut. Insgesamt durften 80 Lose in den Topf wandern und die Glücksfee hat drei Gewinner ermittelt.

Sabine Kettschau
Kathrin Hanke
Jacqueline Oestringer

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte teilt uns Eure Adressdaten über nachtwild@gmx.de mit. Die Bücher werden dann direkt vom Verlag aus vergeschickt.

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