Rezension “Die Schwestern vom Ku’damm: Ein neuer Morgen” von Brigitte Riebe – Wunderlich Verlag (Rowohlt)

  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
  • Herausgeber ‏ : ‎ Wunderlich; 1. Edition (14. September 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3805200676
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3805200677
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

Der vierte Teil der erfolgreichen Ku′damm-Reihe von Bestsellerautorin Brigitte Riebe

Berlin, 1966: Die geteilte Stadt ist ebenso im Umbruch wie das Modekaufhaus Thalheim am Ku′damm. Die Jugend rebelliert, die Röcke werden kürzer, doch Chef-Designerin Miriam Feldmann hat alle Mühe, Kaufhaus-Patriarch Friedrich davon zu überzeugen, dass die Frauen nun Knallfarben statt Pastell tragen wollen. Wenigstens ihr Privatleben läuft in gewohnt ruhigen Bahnen. Ihren Platz in der Familie Thalheim hat sie gefunden, Adoptivtochter Jenny wächst zu einer klugen jungen Frau heran. Als Miriam, die nie eigene Kinder bekommen konnte, mit Anfang vierzig schwanger wird, ist plötzlich auch ihr eigenes Leben im Umbruch. Dann begegnet sie einem Mann wieder, den sie im Krieg kennenlernte. Die Begegnung führt sie zu den dunkelsten Stunden ihres Lebens zurück …

Alles wird anders: die Thalheim-Schwestern und ihr Kaufhaus im Berlin der Swinging Sixties.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Quelle: Amazon

Rezension:

Wir sind in den vergangenen Jahren mit der Familie Thalheim durch viele Höhen und Tiefen geschlittert. Wir haben die Kriegswirren durstanden, uns durch die Nachkriegszeit geboxt und eiskalte Winter überstanden. All dieser Zeit gemein ist der feste Zusammenhalt der Schwestern und die Liebe, die, diese Familie verbindet.

Brigitte Riebe hat jeder einzelnen der Thalheimschwestern ein eigenes Buch gewidmet und da durfte zum Schluss natürlich auch nicht Miris Geschichte fehlen. Das auch sie eine Thalheim ist, erfuhren alle, wir Leser mit eingenommen, erst später. Dennoch war Miri immer ein Bestandteil dieser großen und bunten Gemeinschaft.

In „Die Schwestern vom Ku´damm – Ein neuer Morgen“ erfahren wir ein wenig mehr über ihre Vergangenheit als jüdisches U-Boot, die Menschen, die ihr zur Seite standen und ihre Träume. Miri war für mich immer die sensibelste, aber auch stärkste der Schwestern. Sie musste unheimliches Leid ertragen, durfte aber auch ganz viel Liebe und Zuwendung erfahren. Als sie glaubt, an ihren Grenzen angelangt zu sein, bietet sich doch immer wieder eine hilfreiche Hand aus den Reihen einer wunderbaren Familie.

Auch die neue Generation im Hause Thalheim rückt in den Focus und sorgt für einigen Wirbel. Ruhig und langweilig wird es hier nie. Nebenbei reisen wir durch die Zeit und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland, erleben politische Wendungen und wirtschaftlichen Aufschwung.

Dieses Mal heißt es wohl wirklich Abschied nehmen von den starken Frauen der Thalheims, aber auch von den Partnern an ihrer Seite. Einige Abschiede sind für immer, aber wer weiß, vielleicht lässt uns die Autorin ja irgendwo noch einmal auf die ein oder andere bekannte Figur aus „Die Schwestern vom Ku´damm“ stoßen.

Die Ära der Familie Thalheim hat mit diesem Buch einen würdigen und emotional aufgeladenen Abschluss erhalten. Ich kann Euch diese Reihe nur ganz fest an Euer Leserherz drücken.

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