Rezension “Der Tod der Mrs. Westaway” von Ruth Ware – dtv Verlag

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (15. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Stefanie Ochel
  • ISBN-10: 3423262400
  • ISBN-13: 978-3423262408
  • Originaltitel: The Death of Mrs Westaway
  • D: 15,90 Euro

Inhalt:

Ein dunkles Haus. Ein mysteriöses Testament. Eine gefährliche Familie.

Abgebrannt, allein und ohne Job – mit gerade mal 22 Jahren ist Harriet Westaway, genannt Hal, am Tiefpunkt ihres Lebens. Da erhält sie den Brief eines Anwalts aus Cornwall: Sie ist im Testament ihrer Großmutter bedacht worden. Hals Großmutter ist allerdings schon lange tot – offenbar liegt eine Verwechslung vor. Aber Hal ist so verzweifelt, dass sie nach Cornwall fährt und sich als die verschollene Erbin ausgibt. Das Erbe entpuppt sich als riesiges altes Herrenhaus inmitten ausgedehnter Ländereien. Doch als Hal entdeckt, dass die Familie Westaway einige sehr dunkle Geheimnisse hat, wird ihr Plan zur tödlichen Gefahr: Denn sie kommt einem Mörder in die Quere, der sich jahrzehntelang in Sicherheit geglaubt hat.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in der Nähe von Brighton. Ihre raffinierten, atmosphärischen Thriller werden regelmäßig zu internationalen Bestsellern.

Quelle: Amazon

Rezension:

Es ist bereits der vierte Thriller aus der Feder von Ruth Ware, den ich Euch vorstellen möchte. Dabei würde ich dieses Buch eher in die Kategorie Spannungsromane einordnen.

Die Szenerie ist interessant und die düstere, leicht mystische Atmosphäre wird gut transportiert. Dennoch fehlt es an der nötigen Spannung für einen fesselnden Thriller.

Die Handlung beginnt recht schleppend und Ruth Ware verliert sich wieder einmal in ausschweifenden Beschreibungen. Es ist für mich schon wichtig, eine Beziehung zu den einzelnen Charakteren aufbauen zu können. Doch hier geht die Autorin einfach zu sehr ins Detail und verfängt sich in unwichtigen Nebensächlichkeiten. Die Rahmenhandlung überdeckt den eigentlichen Inhalt.

Die Charaktere sind lebendig und polarisieren. Dass Setting ist für die Grundidee perfekt und auch das Grundbild dieses Thrillers hatte großes Potential. Leider hat Ruth Ware ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft.
Die Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft finde ich immer wieder spannend. Doch die Autorin hat es hiermit lediglich geschafft, das Tempo wieder neu zu mobilisieren und das Lesen ein wenig aufzulockern.

Erst im letzten Viertel gewinnt der Spannungsbogen an Höhe und konnte mich noch einmal ein wenig fesseln. Dennoch wirkte der Abschluss recht konstruiert und zu bemüht, um zu überzeugen.

Leider konnte mich die Autorin mit ihrem aktuellen Buch nur bedingt überzeugen.

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