Rezension: “Worüber wir schweigen” von Michaela Kastel – Emons Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag (17. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3740806435
  • ISBN-13: 978-3740806439
  • D: 20,00 Euro

Inhalt:

Abgründige Charaktere, ein unverhofftes Wiedersehen und ein Schweigen, das tief in die Vergangenheit führt.

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat. Nun kehrt sie unerwartet zurück, und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn. Was treibt sie wieder an den Ort, den sie so lange gemieden hat? Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt in allen dunkle Erinnerungen an ein Ereignis, an dem ihre Freundschaft einst zerbrach. Und über das alle bisher geschwiegen haben …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Michaela Kastel wurde 1987 in Wien geboren. Nach ihrem Abschluss an einer katholischen Privatschule studierte sie sich quer durch das Angebot der Universität, ehe sie das Studentendasein an den Nagel hängte und in die Buchbranche einstieg. Nach einigen Jahren bei einem großen Buchhandelskonzern wechselte sie in eine kleine, private Buchhandlung im dritten Wiener Gemeindebezirk, wo sie seither mit Menschen über Literatur philosophiert. Sie lebt in Wien.

Für “So dunkel der Wald” wurde Michaela Kastel mit dem Viktor Crime Award 2018 ausgezeichnet. Die Filmrechte zu “So dunkel der Wald” wurden noch vor Erscheinen optioniert.

Quelle: Amazon

Rezension:

Nach „So dunkel der Wald“ habe ich dem neuen Thriller von Michaela Kastel entgegengefiebert.

Sie hat mich auch dieses Mal absolut begeistern können, nur über das Buch lässt es sich sehr schwer schreiben. Nicht, weil ich keine Worte finde, ich könnte ganz viel erzählen. Leider geht dies nicht, ohne zu spoilern und ihr sollt die Geschichte doch selbst lesen.

Freundschaft, Liebe, Neid, Eifersucht, Schuldgefühle und Rache spielen im zweiten Thriller von Michaela Kastel eine entscheidende Rolle. Ein Unglücksfall, der die drei Protagonisten auch zwölf Jahre später nicht loslässt, Schatten der Vergangenheit die erneut aufleben.

Wir bewegen uns zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie verschiedenen Perspektiven. So erschließen sich dem Leser nach und nach die Zusammenhänge aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Geheimnisse werden aufgedeckt und am Ende ist die Wahrheit zerstörerischer, als vermutet.

Auch wenn keiner der Protagonisten in mir wahre Sympathien entfachen konnte, hatte mich die Autorin bereits nach wenigen Seiten in den Bann dieses Thrillers gezogen. Sie spielt mit unserer Psyche. Beantwortete Fragen werfen neue Fragen auf. Am Ende bleibt manches ungesagt und genau das macht für mich den abschließenden Reiz dieser Geschichte aus.

Der Thriller kommt zu einem passenden und klärenden Abschluss und dennoch steht das Gedankenkarussell nach dem Schlusswort nicht still. Die wahre Tragik hinter der Geschichte offenbart uns Michaela Kastel nämlich erst mit den letzten Sätzen des Buches.

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