Rezension “Drei Schritte zu Dir” von von Rachael Lippincott, Mikki Daughtry und Tobias Iaconis – dtv Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • übersetzt von Nina Frey
  • ISBN-10: 3423762527
  • ISBN-13: 978-3423762526
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: Five Feet Apart
  • D: 16,95 Euro

Inhalt:

Das Buch zum neuen Blockbuster im Sommer 2019

»Ich habe die Bedeutung von menschlicher Berührung nie verstanden…bis ich sie nicht haben konnte.«

Stellas einzige Überlebenschance ist eine neue Lunge. Bis es soweit ist, muss sie sich von allem und jedem fernhalten, um ihr ohnehin schwaches Immunsystem nicht zu gefährden. Ohne Ausnahme.

Will ist ganz anders – er lässt sich nicht unterkriegen und ist bereit, auf volles Risiko zu gehen. Sobald er 18 ist, wird er dem Krankenhaus den Rücken kehren, um endlich mehr von der Welt zu sehen.

Vor allem aber ist Will jemand, von dem Stella sich fernhalten muss. Wenn er sie auch nur anpustet, könnte sie infiziert werden. Beide könnten sterben. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr fühlt sich der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen ihnen wie eine Strafe an. Wäre ein bisschen mehr Nähe wirklich so tödlich – vor allem, wenn sie verhindert, dass ihre Herzen brechen?

Quelle: Amazon

Die Autoren:

Rachael Lippincott wurde in Philadelphia geboren und wuchs in Pennsylvania auf. Sie absolvierte einen BA Studiengang in English Writing an der University of Pittsburgh. Zurzeit lebt sie in Pittsburgh, Pennsylvania, wo sie ihre Zeit zwischen dem Schreiben und dem Betrieb eines Foodtrucks aufsplittet.

Mikki Daughtry stammt aus Atlanta, Georgia. Sie hat einen Abschluss in Theaterwissenschaften von der Brenau University. Mikki Daughtry lebt in Los Angeles, wo sie als Drehbuchautorin arbeitet.

Tobias Iaconis wurde in Deutschland als Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen geboren. Er studierte Englische Literatur am Haverford College in Philadelphia und arbeitet nun als Drehbuchautor in Los Angeles, wo er mit seiner Familie lebt.

Nina Frey studierte Anglistik und Germanistik in Hamburg. Sie arbeitete lange im Kunsthandel, bevor sie sich als Übersetzerin selbstständig machte.

Quelle: Amazon

Rezension:

Über den Film hatte ich schon viel gehört. Leider fehlt uns meist die Zeit für einen schönen Kinoabend. Aber die Geschichte von Stella und Will wollte ich unbedingt lesen.

Mukoviszidose ist eine Krankheit über die wenig gesprochen wird. Sie entwickelt sich schleichend und eine Heilung gibt es bisher noch immer nicht. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist niedrig. Jede noch so harmlose Infektion kann tödlich enden und selbst die Transplantation einer neuen Lunge räumt nur den winzigen Lebenszeitraum von vielleicht fünf weiteren Jahren ein.

Es ist eine traurig schöne Geschichte über eine noch wenig erforschte und bislang unheilbare Krankheit, Verluste, Hoffnung und die erste Liebe. Im Mittelpunkt stehen drei Teenager, die bereits ihr gesamtes kurzes Leben gegen eine tödliche Krankheit ankämpfen. Dabei akzeptiert, ignoriert oder bekämpft diese jeder auf seine eigene Weise.

Neben Stella und Will hatte es mir Poe am meisten angetan. Er war für mich eine zentrale und wichtige Figur in dieser Geschichte.

Wer „Drei Schritte zu dir“ ohne Taschentücher übersteht muss wirklich hartgesotten sein. Mir liefen schon das eine oder andere Mal die Tränen. Diese Geschichte wird sensibel und sehr emotional erzählt. Vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, wurde der Konflikt zwischen Krankheit, Familie, erster Liebe, aber auch Schuldgefühlen, sehr gut gelöst. Trotz der Dramatik des Inhaltes, lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen.

Wir betrachten die Ereignisse aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und gewinnen so einen tiefen Einblick in das Seelenleben von Stella und Will. Dadurch lassen sich Handlungen der Protagonisten, die für den Leser auf den ersten Blick unlogisch wirken, besser verstehen. Neben aller Tragik gibt es aber auch viele humorvolle Einschübe und bei einigen Passagen darf man sogar lachen.

Das Schicksal der Jugendlichen bewegt, macht traurig und gibt dennoch Hoffnung. Mit jedem weiteren Tag wächst die Hoffnung auf ein Medikament, das Heilung verspricht.

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