Rezension “Emily Bones – Die Stadt der Geister” von Gesa Schwartz – Planet! Thienemann-Esslinger Verlag

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505654
ISBN-13: 978-3522505659
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
D: 14,99 Euro



Inhalt:

Ein Schmöker mit atmosphärischem Setting und eine Geschichte, die Tim Burton verfilmen würde

Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte …

Für Kinder ab 10 Jahren.

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Die Autorin:

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.

Quelle: Amazon

Rezension:

“Emily Bones – Die Stadt der Geister” ist eine phantasievolle und spannende Geschichte für Jugendliche. Aber auch mich konnte Gesa Schwartz begeistern und bis zur letzten Seite fesseln.

Dabei beginnt das Buch mit einem Schock für Emily, als sie feststellen muss, dass sie tot ist. Jedoch ist sie nicht einfach so gestorben, sondern wurde am Halloweenabend ermordet – von einem Toten. Hier fand ich die Unterscheidung von Toten und Untoten sehr interessant, da diese sich vom allgemeinen Mainstream absetzt.

Emily hat auf dieser Welt noch etwas zu erledigen bzw. will sie sich mit ihrem Tod nicht abfinden. Es muss doch einen Weg zurück geben, oder?

Vorerst muss sie sich aber in der Gemeinde der Geister, der Untoten des Pariser Friedhofs, zurechtfinden. Mit ihrer unbekümmerten und unkonventionellen Art, wirbelt sie das steife Refugium mächtig durcheinander und scheut sich nicht, die Mächtigen der Mächtigen herauszufordern. Ihre neuen Freunde bringt sie dabei immer wieder ungewollt in schwierige Situationen. Doch gute Freunde stehen einander bei, selbst wenn sie untot sind.

Es ist der alte Kampf Gut gegen Böse, dem wir hier begegnen. Dennoch steckt auch in denen, die für  die dunkle Seite stehen, ein Körnchen Licht. Dieses gilt es zu finden und die Sicherheit der Geister zu fundamentieren.

Auf uns warten abenteuerliche, mystische und schaurige Situationen. Dabei treffen wir auf liebevolle verschrobene Charaktere. Die locker witzigen Unterhaltungen sorgen für Heiterkeit und neben dem leichten Grusel für absolutes Wohlbefinden.
Überraschende Wendungen und einfallsreiche sowie bildhafte Szenen erschaffen eine einzigartige Welt in unseren Köpfen. 

Das ganze Buch ist zudem noch sehr liebevoll gestaltet. Das Cover ist bereits ein Hingucker, aber auch die Innenseiten wurden mit wunderbaren Zeichnungen ausgestattet. Alles harmoniert mit der Geschichte und schafft so die perfekte Grundlage für wunderbare Lesestunden.

Der Pariser Friedhof Pére Lachaise bietet eine tolle Hintergrundkulisse für die Handlung. Trotz gespenstischer Atmosphäre beschreibt Gesa Schwartz diesen Ort auch als wunderschön. Die fantasievolle Ausgestaltung der einzelnen Grabstätten und die spleenigen Ideen oder Verhaltensweisen der „Bewohner“ erschaffen ein buntes, warmes Bild, das sich gegensätzlich zum düsteren Friedhofsfeeling absetzt. Die Autorin schafft es immer wieder, Ihren Lesern den Atem zu rauben, aber trotz zum Teil schon blutiger Szenen, die Ereignisse nicht zu sehr abdriften zu lassen. Das empfohlene Lesealter von 10 Jahren empfinde ich jedoch etwas zu niedrig angesetzt und würde hier zu einer Freigabe ab frühestens 12 Jahren tendieren. 

Ich mochte mich von Emily und ihren Freunden gar nicht trennen. Das Buch versprüht einen ganz eigenen, besonderen Charme.
Mit Blick auf die Titelwahl und den losen Enden am Schluss der Geschichte, hoffe ich ja auf eine Fortsetzung der Abenteuer.
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1 Antwort zu Rezension “Emily Bones – Die Stadt der Geister” von Gesa Schwartz – Planet! Thienemann-Esslinger Verlag

  1. Eine schöne Rezension hast du da geschrieben. Mich hat das Buch so sehr begeistern können, dass es sogar mein Monats-Lesehighlight geworden ist.Liebe Grüße,Mo von httos://mounddiemachtderbuchstaben.de

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