Blogtour „Remember Ryan“ von Kim Henry – Schattenseiten des Ruhms

„Schattenseiten des Ruhms“

Herzlich Willkommen zu Tag 7 unserer Blogtour zu „Remember Ryan“.
Im Roman geht es ja auch um den Erfolg von „Purpel Raven“. Wir sehen, wie Abende der Band in Sexorgien ausarten oder ein Auftritt ohne vorherigen Drogenkonsum nicht denkbar ist…

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier: Remember Ryan

Werfen wir doch einmal einen kleinen Blick auf die nicht ganz so strahlenden Seiten des Ruhms.

Erfolgreich, berühmt, scheinbar sorglos und reich. So sehen wir Prominente im Fernsehen, auf der Bühne oder anderen Orten. Sie können sich fast alles leisten, in der Welt herum reisen, schwelgen im Luxus.
Doch ist die glamouröse Welt der Stars wirklich das, was sie scheint? Möchten wir wirklich so leben wie unsere Idole?

Einem gewissen Prozentsatz der sogenannten Promis gelingt es, ein halbwegs normales Leben abseits vom „Arbeitsalltag“ zu führen. Sie kommen ohne Affären aus und führen ein intaktes Familienleben. Meist gelingt dies nur, wenn so gut wie alles Private auch privat bleibt und die Familie aus den Medien herausgehalten wird.

Vielen gelingt dies aber nicht. Anfangs sonnen sie sich im Blitzlicht der allgemeinen Aufmerksamkeit, doch schon bald erlischt der Glanz – Stress, Frustration und die Sehnsucht nach anderen Werten macht sich breit. Mit Geld lässt sich nicht alles kaufen. Wer sind die wahren Freunde, die auch noch nach dem Starruhm da sind, wer möchte nur ein Häppchen von der Sahnetorte abbekommen? Freundschaften und Partnerschaften halten dem öffentlichen Druck oft nicht Stand.
Hinzu kommt, dass jede Handlung von der Presse öffentlich seziert wird.

Kinderstars ergeht es da oft noch schlimmer. Im Rampenlicht aufgewachsen, Erfolgsverwöhnt, kennen sie kein anderes Leben. Eine normale Kindheit ist nicht möglich. Aufgewachsen fern jeder Realität geht der Bezug zum Alltag verloren.
Einige schaffen den Absprung in die Normalität fern vom Starruhm, andere den Sprung in die höhere Liga, doch wieder andere gehen unter.

Die Sucht nach noch mehr Erfolg und Anerkennung führt viele Prominente in den Sog von Drogen, Alkohol und Depressionen. Sie leben selbstzerstörerisch. Der Druck wächst immer mehr und eskaliert in Orgien bis hin zum Exzess. Stress, Versagensängste und körperliche Erschöpfung treiben diesen Kreislauf voran. Ist dann kein Mensch in der Nähe, dem man vertrauen kann, der auf einen achtet, ist eine Umkehr oft nicht möglich.

Aber auch die Kinder dieser Stars leben nicht nur auf der Sonnenseite. Auch ihr Leben wird von klein auf fremdgesteuert und u. a. von den Medien bestimmt. Ein Beispiel, wie gleich zwei Generationen am Starruhm zerbrechen sind Withney Housten und ihre Tochter Bobbi Kristina.

Sich für ein Leben in der Öffentlichkeit und dem Focus der Medien zu entscheiden bedeutet für viele eine ständige Gratwanderung am Rande des Abgrundes. Man muss ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, innerlich gefestigt sein und vor allem vertrauenswürdige Menschen um sich herum haben, die wirklich an der Person hinter dem Promi interessiert sind. Nicht immer ist das, was wir uns erträumen auch das, was wir brauchen oder tief im Herzen wirklich wollen.

Gewinnspiel:

Wir haben ein ganz tolles Gewinnspiel für euch. Auf jedem der teilnehmenden Blogs habt ihr die Möglichkeit ein signiertes Taschenbuch von „Remember Ryan“ zu gewinnen. Insgesamt gibt es also 8 Printexemplare, die wir unter euch verlosen möchten.

Beantwortet einfach via Kommentarfeld die nachfolgende Frage, gebt eine Mailadresse an, unter der ihr im Gewinnfall erreichbar seid und schon hüpft ihr bei mir in den Lostopf.
Teilnehmen könnt ihr bis zum 14.10.15, 23:59 Uhr.


In die Haut welches Prominenten würdet ihr gern einmal für einen Tag schlüpfen?

Das notwendige Kleingedruckte:
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Der Gewinner oder die Gewinnerin erklärt sich im Gewinnfall bereit, dass sein oder ihr Name öffentlich genannt wird.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. 
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück!

Morgen findet unsere Blogtour ihren Abschluss bei Bianca von BJs Book Blog mit dem Finale.









Nachfolgend noch einmal alle Tourdaten, damit ihr euch die einzelnen Artikel einfacher aufrufen könnt.

05. Oktober bei Danni von booksline – Buchvorstellung
06. Oktober bei Desiree von Romantic Bookfan – Figurenvorstellung
07. Oktober bei Line von Lines Bücherwelt – Teenagerschwangerschaften
08. Oktober bei Beate von BeatesLovelyBooks – Die tickende Zeitbombe in den Genen  – Erbkrankheiten
09. Oktober bei Anja von Merlins Bücherkiste – Schauplätze
10. Oktober bei Corinna von Corinna´s world of books – Zitate
11. Oktober hier auf Zwiebelchens Plauderecke – Schattenseiten des Ruhms
12. Oktober bei Bianca von BJs Book Blog – Finale

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Rezension „Remember Ryan“ von Kim Henry – Sieben Verlag

Broschiert: 340 Seiten
Verlag: Sieben-Verlag (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864435277
ISBN-13: 978-3864435270
D: 12,90 Euro
e-Book 6,99 Euro

Inhalt:

Eine Gitarre, ein Rucksack und den Kopf voller Träume. Nach einer einzigen gemeinsamen Nacht stahl Ryan sich aus Graces Leben. Als er dreizehn Jahre später wieder vor ihr steht, fliegen die Funken zwischen ihnen noch immer hoch. Doch inzwischen ist er nicht mehr der schlaksige Achtzehnjährige mit einem großen Ziel, sondern der Leadgitarrist von Australiens erfolgreichster Rockband. All die Jahre hat sie sich bemüht, seinen kometenhaften Aufstieg zu ignorieren und ihn für das zu hassen, was er ihr damals angetan hat. Doch keiner von beiden kann sich gegen die neu aufflammende Leidenschaft wehren – denn manchmal steht Liebe nicht nur in den Sternen, sondern auch auf einem Notenblatt.

Quelle: Amazon

Die Autorinnen:

Das Pseudonym Kim Henry steht für Romantik und Spannung an außergewöhnlichen Schauplätzen.

Hinter Kim Henry verbergen sich:


Nicole Wellemin
1979 als echtes Münchner Kindl geboren, habe ich schon in der Grundschule mit Aufsätzen über den Tagesablauf von Schullöffeln und kleinen Wassermännern meine Freude am Schreiben entdeckt. Eine Leidenschaft, die mich nach meinem Abitur in England und der Teilnahme am Eastern und Central European Studies Programme an der Karlsuniversität, Prag, an die Bayerische Akademie für Werbung und Marketing führte, an der ich Kommunikationswirtschaft studierte.
Seit 10 Jahren arbeite ich, zunächst als PR-Redakteurin, mittlerweile als Presseleitung, bei einem unabhängigen DVD-Label, wo ich mich tagtäglich mit Geschichten auseinandersetze. Ich lebe mit meinen beiden Töchtern und meinem Mann in einem Reihenhausidyll östlich von München, und wenn ich nicht gerade schreibe, lese, oder Zeit mit meiner Familie verbringe, lasse ich mich gerne beim Balletttraining aus der Puste bringen

Corinna Vexborg
Geboren 1972 in Quedlinburg, teilte ich mein Kinderzimmer mit einer jüngeren Schwester, die weder ohne Gutenachtgeschichte noch bei Licht einschlafen konnte. Als Resultat verbrachte ich meine Kindheit damit, im finsteren Kinderzimmer Geschichten zu erfinden.
Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau hielt es mich für einige Jahre nirgendwo lange. Über Mecklenburg, den Taunus und den Ruhrpott verschlug es mich dann für eine ganze Weile nach Schottland, wo ich meinen Mann kennenlernte und ihn schließlich in seine Heimat Dänemark begleitete. In all den Jahren hat mich die Freude am Geschichtenerzählen nie verlassen. Wobei meine Freude am Wort nicht dort aufhört, ich bin auch begeisterter Fremdsprachenerlerner und -anwender. Zusammen mit meinem Mann und unseren vier Katzen lebe ich in einem kleinen Dorf auf der Insel Fünen, der Mitte Dänemarks.

Quelle: Webseite: http://www.kim-henry.com/

Rezension:

Was passiert, wenn sich zwei Menschen nach 13 Jahren plötzlich und unerwartet gegenüberstehen, die alten Gefühle in derselben Heftigkeit auflodern wie damals und Geheimnisse zwischen beiden überwunden werden müssen?
Genau dies passiert in „Remember Ryan“ und noch viel mehr…

Ryan, inzwischen Leadgitarrist der erfolgreichen australischen Rockband Purpel Raven trifft in einem verschlafen gelegenen Motel auf Grace. Beide haben sich verändert. Aus dem jungen lebenslustigen, ein wenig naiven Mädchen ist eine Frau geworden, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und ihren Sohn allein und ohne Hilfe großzieht. Ryan lebt sein Leben, als würde es jederzeit ein plötzliches Ende finden. Bindungen geht er erst gar keine ein. Nur Grace konnte in all den Jahren als einzige sein Herz nachhaltig berühren.
Damals waren beide unbedarfte Teenager. Sie sind reifer geworden, doch die Spannung zwischen beiden knistert und längst vergessen geglaubte Gefühle lodern von der ersten Sekunde des Wiedersehens an wieder auf. Und dann ist da noch Ethan…

Wie wir es von Kim Henry gewohnt sind gibt es natürlich auch ein paar sehr schöne erotische Szenen, doch eigentlich fesselt in „Remember Ryan“ die Story selbst von ganz allein. Es ist keine seichte Liebesschnulze sondern beleuchtet das nicht immer rosarote Leben hinter dem Ruhm. Drogensucht, Sexorgien und der Verlust des Privatlebens bestimmen den Alltag der Band.
Welche Hürden sie überwinden müssen, ob die beiden erneut zueinander finden und wie Ryan zu Ethan steht, das verrate ich natürlich nicht.

Fazit:

Kim Henry hat hier eine unterhaltsame spannende Rock-Star-Romanze mit erotischen Einschüben geschaffen. Mich hat „Remember Ryan“ jedenfalls begeistert.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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Rezension „Jeden Tag ein bisschen mehr“ von Louisa Reid – Fischer FJB

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
Übersetzung: Karin König
ISBN-10: 3841422292
ISBN-13: 978-3841422293
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: Lies Like Love
D: 16,99 Euro

Inhalt:

Audrey ist nicht wie andere Mädchen. Sie hat keine großen Träume, sondern wünscht sich einfach nur ein normales Leben. Als sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder in ein abgelegenes Haus zieht, nimmt sich der Nachbarsjunge Leo der Neuankömmlinge an. Doch mit Audreys Körper scheint irgendwas nicht zu stimmen. Audrey ist krank, ohne dass ihre Krankheit einen Namen hat. Ihre Mutter und ihr Bruder wollen ihr Bestes, doch was ist das Beste? Für sie? Für die Familie?

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Louisa Reid ist glückliche Mutter von zwei Töchtern, die sie jeden Tag zum Lachen bringen. Ihre Texte hingegen waren schon immer ungewöhnlich – so ungewöhnlich, dass ihre kleine Schwester manchmal bei der bloßen Beschreibung der Textideen zu schluchzen anfing. Für ihr Debüt ›In deinem Licht und Schatten‹ wurde die Autorin mit Lob überschüttet, und der Text rührte – wie könnte es anders sein – viele Leser zu Tränen. Louisa Reid lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Cambridge.

Quelle: Amazon

Rezension:

„Ich bin dreimal gestorben, bevor ich das Alter von fünf Jahren erreicht habe. Vielleicht ist ‚krank‘ mein gesund.“

Ein Satz, der eigentlich ganz viel zum Ausdruck bringt und dennoch bleibt der wahre Gehalt, der sich hinter diesen Worten verbirgt lange Zeit im Dunkeln.

Ich habe das Buch bereits vor einigen Tagen gelesen, jedoch bis heute mit mir gehadert, wie ich diese Buchbesprechung aufbauen werde. „Jeden Tag ein bisschen mehr“ ist ein besonderes und wichtiges Buch. Mit der darin enthaltenen Grundthematik könnte ich Seiten füllen. Dennoch habe ich mich entschlossen, genau dies nicht zu tun und die Geschichte selbst fürs sich sprechen sowie auf euch wirken zu lassen. 

Nicht immer ist die Wahrheit das, was uns offen ins Auge blickt. Audreys Geschichte ist um einiges vielschichtiger, als ihr anfangs vermuten werdet. Dabei ist sie ein starkes tapferes Mädchen, das ihre Liebe zu ihrem kleinen Bruder fast über das eigene Leben und Glück stellt. 

Worauf der Plot hinaus will, habe ich zwar recht schnell vermutet, die Bestätigung bekommt der Leser aber erst weit zum Ende zu. Der Spannungsbogen ebbt bis zum Schluss nicht ab.
Oft habe ich eine unermessliche Wut verspürt, musste den Geschehnissen aber hilflos folgen.
„Jeden Tag ein bisschen mehr“ lässt uns aber auch auf die schönen Seiten des Lebens blicken, gibt Hoffnung und zeigt, wie starke Liebe und Freundschaft sein können. Es zeigt uns dunkle Seiten der menschlichen Psyche auf, die man kaum verstehen kann. 

Louisa Reid zieht uns in einen bunt gemischten Gefühlsstrudel von Hilflosigkeit, Trauer, Wut bis hin zu großer Hoffnung, Liebe und der Freude am Leben.
Die Autorin lässt uns die Ereignisse aus zwei Sichten betrachten, der von Audrey und aus der Sicht von Leo. So kann der Leser die Geschichte als großes Ganzes besser verstehen und bekommt einen 
kompletten Blick auf die Wirkung dieser Krankheit – sowohl auf die direkt Betroffenen als auch auf Außenstehende.
Leo wird zu Audreys Fels in der Brandung, ihr persönlicher Rettungsanker. Für mich ist er der starke Charakter neben Audrey. Das sich zwischen den beiden entwickelnde zarte Band der Liebe, geht zu Herzen und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack.

Fazit:

„Jeden Tag ein bisschen mehr“ ist poetisch, melancholisch und doch findet der Leser einen großen hellen Hoffnungsschimmer am Horizont.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
 

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Rezension „Glück ist eine Gleichung mit 7“ von Holly Goldberg Sloan – Carl Hanser Verlag


Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (27. Juli 2015)
Übersetzer: Wieland Freund
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446245537
ISBN-13: 978-3446245532
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Originaltitel: Counting by 7s
D: 16,90 Euro

Inhalt:

Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Als die Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin Holly Goldberg Sloan mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte bereits in Kalifornien, den Niederlanden, in Istanbul, Washington D.C. und Eugene, Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. „Glück ist eine Gleichung mit 7“ (2015) ist ihr erstes Jugendbuch bei Hanser.

Quelle: Amazon

Rezension:

Willow, ein eigenwilliges und ganz besonderes Mädchen, ist die Hautperson in „Glück ist eine Gleichung mit 7“. Alle positiven Ereignisse in ihrem Leben haben einen Bezug zu dieser Zahl. 

Zufall oder Bestimmung? Willow glaubt nicht an Zufälle und sieht das Leben aus einer Sicht, die an Reife weit über ihr Alter von 12 hinausreicht. Dennoch hatte sie es nie leicht, sich in der normalen Welt zurechtzufinden. 

„Wir sind alle bunt gemixte genetische Eintöpfe. Jeder Mensch besteht aus jeder Menge Zutaten, die ihn zu etwas machen, was einzigartig ist.“

Hochbegabung ist nicht immer ein Segen und bedeutet für Willow, allein zu sein. In ihrem Elternhaus findet sie Geborgenheit und uneingeschränkte Liebe, denn für diese beiden Menschen bedeutet sie pures Glück. Aber sie können ihr die Freundschaft zu Gleichaltrigen nicht ersetzen. Gerade als das Mädchen beginnt, sich Mai anzuschließen und die ersten zarten Bande einer Art Freundschaft geknüpft werden, schlägt das Schicksal brutal zu und verändert alles.

Auch Willow verändert sich und differenziert sich von lebenslangen für sie immer wichtig gewesenen Ritualen. Ihre Trauer geht dadurch noch tiefer zu Herzen und berührt ihre Umwelt ganz leise, aber nachhaltig.

„Für jemanden, der trauert, ist jede Vorwärtsbewegung ein Problem. Nach einem schweren Verlust will man eigentlich rückwärtsgehen.“

Trotz aller Schicksalsschläge verliert sie aber nie den Blick auf das Wesentliche und bezaubert mit einem ganz besonderen Charme. Dadurch beeinflusst sie nachträglich das Leben der Menschen um sich herum und rettet sogar ein Leben.
Holly Goldberg Sloan erschafft auf eine einzigartige Art und Weise facettenreiche Charaktere und fesselt durch einen besonderen Schreibstil. Perspektivwechsel und kurze prägnante Sätze lassen den Inhalt intensiver wirken, wodurch sich diese Geschichte für mich auch von anderen Büchern dieser Art hervorhebt.
Wir lernen einen Schulpsychologen kennen, der sich ziellos durchs Leben treiben lässt, aber als einer der wenigen das besondere Wesen von Willow erkennt. Für mich erfährt Dell Duke im Laufe der Geschichte die größte Entwicklung. Der unsympathischen Phlegmatiker gewinnt an Selbstvertrauen, integriert sich am Ende in eine bunte Gemeinschaft und übernimmt erstmals wirklich Verantwortung für sich und andere.

„Für mich sind diese Menschen die Farben meines Regenbogens. Sie sind lebendig und einzigartig. Und sie haben einen festen Platz in meinem Herzen.“ 

Patty, die Mutter von Mai und Quang-ha, hat das Herz auf dem rechten Fleck. Diese resolute, manchmal ein wenig undurchsichtig erscheinende Frau wird zu Willows Rettungsanker. Nicht immer kann man Patty´s Aktionen oder ihre Lebenseinstellung nachvollziehen, doch gerade aufgrund ihrer verschroben anmutenden Eigenarten erliegt man als Leser auch rasch ihrem Charme.

„Wenn du dich um andere kümmerst, nimmst du das Scheinwerferlicht von deinem eigenen Leid.“

Fazit:

Ein Buch, das fasziniert, nicht jedem Leser überzeugen und Gemüter spalten wird.
Ein Buch voller Gefühl, Ernsthaftigkeit, tiefgründige Gedanken und einer Prise Humor.
Wer es zulässt, erfährt eine eigenwillige Sicht auf die Welt und entdeckt vielleicht ganz neue Sichtweisen.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Eine Buchhandlung auf Reisen“ von Christopher Morley – Atlantik Verlag (Hoffmann und Campe)

Gebundene Ausgabe
Verlag: Atlantik Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-455-60023-0
Seiten: 192
Erscheinungsdatum: 15.08.2015
Übersetzung: Felix Horst
D: 18,00 Euro

Inhalt:

Die Vorgeschichte zum Leserliebling „Das Haus der vergessenen Bücher“: Bevor Büchernarr Roger Mifflin sich dem stationären Buchhandel in Brooklyn zuwendet, ist er als fahrender Buchhändler mit seinem Planwagen in New England unterwegs. Dort trifft er auf die resolute Helen McGill, die gemeinsam mit ihrem Bruder eine Farm bewirtschaftet. Kurz entschlossen kauft sie Mifflin, der das Vagabundendasein gründlich satt hat, den Bücherwagen samt Pferd und Hund ab und entdeckt die wunderbare Welt der Literatur und die Liebe.

Quelle: Atlantik Verlag

Der Autor:

Christopher Morley (1890–1957), Amerikaner mit englischem Humor und englischen Wurzeln, war Mitbegründer der Saturday Review of Literature, die er von 1924 bis 1940 leitete, und schrieb für die New York Evening Post. Er ist Autor von mehr als 50 teils belletristischen, teils Sachbüchern und zahlreichen Essays.

Quelle: Atlantik Verlag

Rezension:


Man nehme ein treues Pferd, einen wachsamen Hund als Hüter und einen Parnassus voll mit buchigen Schätzen. Nun fahre man hinaus in die Welt, verkaufe Bücher, verschenke sie gar und verbreite eine ganz besondere Art von Glück. 
Kann dieses Rezept für ein erfülltes Leben so einfach sein?
Ich habe es ausprobiert und bin für eine Weile in die Haut von Helen McGill geschlüpft.
Ja, es war ein Abenteuer. Manche Nächte lagen romantisch in Mondlicht getaucht vor mir, andere waren bitterkalt. 
Auch mit Halunken und Wegelagerern musste ich mich herumschlagen.
Doch es hat sich gelohnt und ich konnte mit Hilfe eines einzigartigen Mannes allen Widrigkeiten trotzen. Allein die Gesellschaft dieses kauzigen kleinen Mannes, an dessen Belesenheit kaum einer von uns heranreichen mag, war es Wert, sich auf diese abenteuerliche Reise zu begeben. Roger Mifflin ist ein Wunder an Wissen und einem reichen Zitatenschatz aus allen Bereichen der Literaturwelt. Ja, was soll ich sagen, ich hatte das Vergnügen seiner einmaligen Gesellschaft.
Nebenbei durfte ich Zeuge einer wahrhaft wundervollen Liebesgeschichte werden.
Da stoßen zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Charaktere unverhofft aufeinander. Der erste spontane Gedanke ruft: „Das geht nicht gut.“, doch rasch wird man eines besseren belehrt. Es wird weder romantisch schnulzig, manchmal sogar eher ein wenig herb, doch ist es absolut rührend und geht zu Herzen. Vor allem, wenn man „Das Haus der vergessenen Bücher“ bereits gelesen hat und weiß, dass sich hier eine Liebe fürs Leben entwickelt.
Es gibt nicht viele Buchreihen, bei denen man das zweite Buch unbedingt vor dem ersten lesen sollte bzw. kann. Doch in diesem speziellen Fall finde ich diese umgekehrte Reihenfolge absolut richtig und vom Atlantik Verlag wohl bedacht ausgeführt. 
Meine Rezension zum Buch könnt ihr hier gern noch einmal nachlesen
http://zwiebelchens-plauderecke.blogspot.com/2014/09/rezension-das-haus-der-vergessenen.html
Mit „Das Haus der vergessenen Bücher“ zog Christopher Morley mich und viele andere in seinen Bann. In „Eine Buchhandlung auf Reisen“ tauchen wir in die Vorgeschichte ein und können diese nun wesentlich intensiver genießen. 
Mussten wir zuvor in einem merkwürdigen gefahrvollen Kriminalfall ermitteln und einen Bücherschatz beschützen, dürfen wir uns nun in ein ungefährlicheres, jedoch bilderreiches und zu Herzen gehendes Abenteuer stürzen.

Es gibt Bücher, die wurden eigens einfach nur für Büchermenschen geschrieben. 
Sie sind Balsam für die Seele und lassen ihre Leser mit einem wohlig warmen Gefühl der Zufriedenheit zurück. Wobei das nicht heißt, dass man nicht weiter zwischen den Zeilen verweilen möchte und mit dem Zuklappen des Buchdeckels ein Verlustgefühl verspürt.

Fazit:

Wer sich noch nicht von Christopher Morley oder Roger Mifflin hat einfangen lassen, sollte dies schleunigst zulassen. Also, hopp hopp in die nächste Buchhandlung mit euch!

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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Rezension „Und du bist nicht zurückgekommen“ von Marceline Loridan-Ivens – Insel Verlag

Gebundene Ausgabe: 111 Seiten
Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (6. September 2015)
Sprache: Deutschmit Judith Perrignon (Autor), Eva Moldenhauer (Übersetzer)
ISBN-10: 3458176608
ISBN-13: 978-3458176602
Originaltitel: Et tu n’es pas revenu
D: 15,00 Euro

Inhalt:

Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.

Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen.
Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«

Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.

Quelle: Amazon

Die Autorin und Übersetzerin

Marceline Loridan-Ivens, 1928 als Marceline Rozenberg geboren, wurde im März 1944 mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie lebt in Paris.

Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzt Literatur und wissenschaftliche Schriften französischsprachiger Autoren ins Deutsche, u.a. von Claude Simon, Jorge Semprún, Marcel Mauss, Mircea Eliade, Gilles Deleuze und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1982 »Helmut-M.-Braem-Preis«, 1991 »Celan-Preis«.

Quelle: Amazon

Rezension:

Ein schlichtes in Leinen gebundenes Büchlein hat mich am letzten Wochenende begleitet.
Der Inhalt wiegt dafür umso schwerer.

Dieses Buch ist ein Brief von Marceline an ihren im KZ ermordeten Vater, aber eigentlich ein Resümee ihres Lebens.
Sie zeigt offen, wie ein naives 15jähriges Mädchen durch Hilfe von Freundinnen und viele glückliche Zufälle die Schrecken der Judenverfolgung überlebt, aber dennoch den Weg zurück in ein normales Leben nicht wirklich finden kann. Trotz aller Erfolge und eingegangenen Bindungen, bleibt sie eine Suchende.

Sie verschweigt nicht, wie sich ihre Sicht auf das Leben und gegenüber ihren Leidensgenossinnen während der Zeit in Birkenau veränderte. Wie ihr einziger Gedanke dem eigenen Überleben galt und sie zu Handlungen zwang, für die sie sich noch viele Jahre später schämte. 
Ihre Wut auf den geliebten Vater, der prophezeite, dass nur das junge Mädchen die Torturen überleben würde.

„Du wirst vielleicht zurückkommen, weil du jung bist, aber ich werde nicht zurückkommen.“

Ein Brief ihres Vaters auf einem Fetzen Papier gab ihr zwar die Kraft weiter zu kämpfen und dennoch verblassten die Worte und kamen nie mehr zurück. Um nicht zu zerbrechen, lies sie diese erst gar nicht zu sich durchdringen. Einzig der Satz 

„Mein liebes kleines Mädchen…“

konnte eine Zeit lang ihr Herz erwärmen.

Doch wirklich bewegen und ein Leben lang begleiten wird sie eine Frage ihres Vaters:

„Was wünschst du dir am meisten auf der Welt, Marceline?“

Sie wird immer wieder durch ihre Gedanken schwirren, vielleicht auch, weil später niemand mehr ihr diese Frage stellte. Hat sie je eine Antwort darauf gefunden?

Wie groß muss der Schmerz sein, wenn man selbst der Meinung ist, das Überleben nicht verdient zu haben und spüren zu müssen, dass die eigene Familie lieber den Vater lebend in die Arme geschlossen hätte.

Marceline zeigt auf, dass das Überleben des Vernichtungslager und Leben nicht immer Hand in Hand gingen. Das auch die Familienmitglieder traumatisiert zurück blieben, die der Deportation in Vernichtungslager entgingen und den eigentlichen Krieg körperlich unversehrt überstanden. Psychisch scheiterten viele Jahre später zwei ihrer Geschwister an der Last des Wissen und des zu verarbeitenden Verlustes.

Marceline blieb stark, lebte ein ausgefülltes Leben und dennoch hat sie mit 87 Jahren die Antwort auf die Frage:

„Jetzt, da das Leben zu Ende geht, meinst du, dass wir gut daran taten, aus den Lagern zurückzukommen?“ 

noch immer nicht gefunden.

„…Aber ich hoffe, dass ich, wenn mir die Frage, kurz bevor ich abtrete, gestellt wird, werde sagen können, ja, es hat sich gelohnt.“

Ich wünsche ihr von Herzen, dass Marceline diese Worte am Ende ihres Lebens aussprechen wird und dies auch so empfindet.

Fazit:

Ein offenes ehrliches Buch, das nichts verschweigt und nichts verschönt. Zeilen, die aufzeigen, welche Traumata Menschen gezwungen waren zu durchleben und wie diese auch noch Jahre nach Kriegsende ihre Nachwirkungen zeigten.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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Rezension „Ein Lord mit Herz und Verstand“ von Julia Quinn – CORA Verlag

Historical Gold 

Bandnummer: 0284
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: CORA Verlag; Auflage: 03.02.2015
Sprache: Deutsch

Bestellnummer: 0871150284
D: 5,99 Euro

Inhalt:

„Ich muss dieses Jahr einfach heiraten. Sonst sterbe ich!“ Lady Sarah brennt darauf, endlich standesgemäß unter die Haube zu kommen. Stattdessen muss sie die glanzvolle Hochzeit ihrer Cousine über sich ergehen lassen – und ihr Tischherr ist ausgerechnet Lord Hugh, der einst durch ein Duell fast ihre Familie zerstört hätte. Aber nicht nur deshalb verabscheut die überschwängliche junge Dame den verschlossenen, mathematisch hochbegabten Adeligen. Kein Wunder: Sie ganz Gefühl, er ganz Verstand, das kann ja nur Streit geben, oder? Doch plötzlich fliegen Funken völlig anderer Art, und Sarah muss sich eingestehen, dass ihre Rechnung nicht aufgeht …

Quelle: Cora Verlag

Die Autorin:

Julia Quinn wollte nach ihrem Abschluss in Harvard ursprünglich Ärztin werden, überbrückte die Zeit bis zur Aufnahme in die medizinische Fakultät aber damit, einen historischen Liebesroman zu schreiben. Vier erfolgreiche Bücher und ein weniger erfolgreiches Semester später, entschied sie sich endgültig dazu, dem Schreiben dem Vorzug vor dem Studieren zu geben.

Schon bald fanden sich Julia Quinns Romane auf der Bestsellerliste der New York Times (der wichtigsten in den USA) regelmäßig auf den vorderen Plätzen, 2008 eroberte sie sogar mit „Verführt von einer Lady“ auf Anhieb Platz 1. Doch nicht nur das Lesepublikum konnte sie mit ihren romantischen Verwicklungen, den erfrischend witzigen Dialogen und hinreißenden Liebesszenen überzeugen, Kritiker und Kollegen waren ebenso begeistert. So widmete ihr 2003 das renommierte Politmagazin TIME Magazine einen anerkennenden Artikel, und 2010 stieg sie in die Romance Writers of America‘s Hall of Fame auf, nachdem sie dreimal hintereinander einen RITA Award gewonnen hatte, den Oscar der Liebesromanszene.

Quelle: Cora Verlag

Rezension:

Man mag es zwar anhand der seit fast zwei Jahren hier auf dem Blog geposteten Rezensionen nicht unbedingt glauben, doch ich lese zwischendurch unheimlich gern historische Liebesromane. Diese füllen auch einen großen Teil meiner Bücherregale. 
Julia Quinn gehört in dieser Sparte zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Ich lasse mich gern von ihr in das England von vor fast 200 Jahren zurück entführen. Ihre Romane bauen aufeinander auf und wir begegnen lieb gewonnen Charakteren immer wieder oder dürfen uns auf turbulente Abenteuer mit bisher nur in „Nebenrollen“ aufgetauchten interessanten Persönlichkeiten freuen. Dabei kann jedes Buch unabhängig von vorherigen gelesen werden.
Ihr geistreich humorvoller leichter Schreibstil, die sympathischen, teils schrulligen Charaktere mochten mich bisher immer zu überzeugen und versprechen in der Regel spannende, witzige und gefühlvolle Lesemomente.
„Ein Lord mit Herz und Verstand“ ist der erste Roman aus ihrer Feder, der diese Kriterien nicht ganz erfüllen konnte.
Streckenweise ist die Handlung für mich nicht logisch aufgebaut und der Lesefluss recht stockend. Die an einigen Stellen zu langen Konservationen wirken ermüdend. Ich wurde von der Handlung nur ansatzweise gefangen genommen. Leider hat Julia Quinn in diesem dritten Band um die „Smythe Smith“-Familie das Potential der Geschichte nicht voll ausgeschöpft.

Fazit:

Trotz aller Kritik ist „Ein Lord mit Herz und Verstand“ eine leichte und humorvolle Lektüre für zwischendurch und ich freue mich auf weitere unterhaltsame Geschichten aus der Feder von Julia Quinn.
Kimmy vergibt 3,5 von 5 Käseecken
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Rezension „Wenn du jetzt bei mir wärst – Eine Annäherung an Anne Frank“ von Waldtraut Lewin – cbj Verlag

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: cbj (9. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570171086
ISBN-13: 978-3570171080
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
D: 16,99 Euro

Inhalt:

Längst ist das lebenslustige jüdische Mädchen, das sich zwei Jahre lang in der Prinsengracht zu Amsterdam vor den Nazis verstecken konnte und dort Tagebuch führte, zu einer Ikone erstarrt und geistert als Lernstoff durch die Klassenzimmer Deutschlands. Waldtraut Lewin wagt es, das Denkmal von seinem Sockel und Anne in unsere Welt zu holen, um sie besser kennenzulernen. Bei ihrer fiktiven Begegnung lässt sie Anne staunen über das, was sich in den siebzig Jahren seit ihrem Tod verändert hat. Und erzählt ihr vom Staat Israel oder vom neuen Deutschland, in dem Juden leben dürfen und Menschen gegen Rechtsradikalismus auf die Straße gehen. Zusammen wagen sie den Blick von heute auf das Gestern und das Morgen.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Waldtraut Lewin, geboren 1937, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin und arbeitete als Opernübersetzerin, Dramaturgin und Regisseurin zunächst am Landestheater Halle und dann am Volkstheater Rostock. Seit 1978 arbeitet sie als freischaffende Autorin von Romanen, Hörspielen und Drehbüchern, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Quelle: Amazon

Rezension:

Dieses Buch ist ein gewagtes Experiment. Es zeugt von Mut, Fantasie, ein wenig Naivität und dem großen Wunsch, Heranwachsenden die geschichtlichen Ereignisse des Holocausts und der Probleme der Juden im Staate Israel näher zu bringen. Sicher ein ungewöhnlicher Weg, doch ich denke, dass es Waldtraut Lewin mit ihrer ganz speziellen Art schafft, einen großen Teil der Leser von „Wenn du jetzt bei mir wärst“ zu erreichen. Und wenn nur ein wenig Interesse oder Neugierde geweckt wird, dann ist dies schon ein erster Schritt in die richtige Richtung.

An dem Namen Anne Frank kommt niemand vorbei und egal ob man das Buch gelesen hat oder nicht, „Das Tagebuch der Anne Frank“ ist jedem zumindest vom Namen her ein Begriff. Dennoch liegen die darin geschilderten Erlebnisse in der Vergangenheit. Nicht jeder möchte mit dieser Vergangenheit konfrontiert werden bzw. sich damit beschäftigen. Wie also kann man das sich so immer mehr sich einschleichende Vergessen verhindern?

In Situationen, in den denen wir unsere Handlungen und die daraus resultierenden Ereignisse nicht mehr ändern können, steht immer wieder eine Frage im Raum: „Was wäre wenn…?“
Genau an diesem Punkt greift Waldtraut Lewin an und versucht uns auf eine mystisch wirkende, warmherzige Art das Mädchen Anne Frank näher zu bringen. Eine Anne Frank mit den Hoffnungen und Wünschen eines heranwachsenden Mädchens, aber mit den Erfahrungen einer alten Frau. Dickköpfig, eigensinnig, voller Wissensdurst und Lebensfreude begibt sich dieses besondere Mädchen auf Entdeckungsreise.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine geschichtliche Reise. Wir wagen einen erneuten Blick auf die Situation der Juden zu Zeiten des Krieges, aber auch auf ihr Leben nach dem Krieg. Diese Einblicke fand ich sehr interessant. Die Reise nach Israel und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für den Ablauf der Geschichte barg recht viel Potential, sagte mir in der Gesamtheit betrachtet aber nicht hundertprozentig zu. Mir erfolgte an diesem Punkt die Betrachtung des Ganzen zu leicht und einseitig.

Ich hatte das Vergnügen einem Interview sowie einer kurzen Lesung von Waldtraut Lewin auf der Leipziger Buchmesse folgen zu dürfen. Mich hat ihre Art tief beeindruckt.
Die von ihr geschriebenen Zeilen, in der ihr eigenen Art und Weise vorgetragen zu hören, birgt einen besonderen Zauber. Ein von ihr eingelesenes Hörbuch würde seine Wirkung nicht verfehlen.

Fazit:

Ein gewagter ungewöhnlicher Blick zurück auf den Holocaust, der hoffentlich dem ein oder anderen mehr die Augen öffnet.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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Rezension „Aussicht auf Sternschnuppen“ von Katrin Koppold – Rowohlt Verlag (rororo)

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: rororo (31. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499269856
ISBN-13: 978-3499269851
D: 9,99 Euro

Inhalt:

Helga hat es nicht leicht, und das nicht nur wegen ihres altmodischen Namens: Sie findet eine verdächtige SMS auf dem Handy ihres Freundes Giuseppe, der kurz darauf gen Italien aufbricht – angeblich beruflich. Helga reicht es. Hals über Kopf folgt sie ihm zum Flughafen, aber alle Flüge sind gestrichen. Mit Mühe kann sie noch einen Mietwagen ergattern, den sie sich allerdings teilen muss. Mit Nils – Schauspieler, Kettenraucher, Nervensäge. Ihr Weg führt die unfreiwillige Fahrgemeinschaft von Verona über den Gardasee bis in die Hügel der Toskana. Und alles läuft gründlich anders, als Helga es geplant hat.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

„Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu“.

Dieses Zitat aus dem Film „360°“, das die Autorin ihrem Debutroman „Aussicht auf Sternschnuppen“ vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München.
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris …

Unter dem Pseudonym Jade McQueen schreibt Katrin Koppold mit vier befreundeten Autorinnen die Reihe „The Diamond Guys“.

Quelle: Amazon

Rezension:

Was erwartet euch bei „Aussicht auf Sternschnuppen“? Jedenfalls nicht nur das, was der Titel und das Genre vermuten lassen. Katrin Koppold hat für ihre Leser einen unterhaltsamen Roman mit vielen humorvollen Einschüben und einem unerwarteten Tiefgang geschaffen.

Helga ist für mich die perfekte Protagonistin. Sie ist auf ihre Art zurückhaltend und doch entwickelt sie nach und nach immer mehr Selbstbewusstsein. Dabei lässt sie kein Fettnäpfchen aus.
Manche Situationen erscheinen leicht überspannt, doch wer sagt, dass wir uns ab einem bestimmten Alter logisch und gesetzt verhalten müssen und nicht auch einmal unseren kindisch anmutenden Ambitionen freien Lauf lassen dürfen. Genau diese Verhaltensweisen machen Helga so sympathisch. Am Ende beweist sie Rückgrat, lässt sich nicht in eine ungewollte Zukunft treiben und geht ihren eigenen Weg.

Nils dagegen weckt anfangs zwiespältige Gefühle, schleicht sich aber nach und nach in die Herzen der Leser. Helga rüttelt ihn auf und es gelingt ihm, nicht mehr nur über Dinge nachzudenken, von einer anderen Zukunft zu träumen, sondern zu handeln, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mutig neue Wege zu beschreiten.

Aber auch Guiseppe zeigt eine ganz besondere Großherzigkeit. Er ist derjenige, den ich zu Beginn nicht wirklich einschätzen konnte und dem man leicht unlautere Beweggründe für sein Handeln unterstellen möchte. Doch am Ende ist alles anders, als der Anschein vermuten lässt.

Begleitet einfach Helga und Nils auf ihrer abenteuerlichen Reise nach Italien und in einen neuen Lebensabschnitt. Die ungewollte Gesellschaft des jeweils anderen erweist sich rasch für beide als Glücksfall und wir Leser haben das Vergnügen erfrischenden Dialogen zu folgen und an amüsanten spritzigen Wortwechseln teilzuhaben.

Nebenbei dürfen wir an einer Lebensgeschichte teilhaben, die mich unheimlich berührt hat und zu Herzen geht.

Mit mal mehr oder weniger unvorhergesehenen Wendungen, turbulenten Szenen und einer großen Portion Humor nimmt uns Katrin Koppold mit auf eine witzige abenteuerliche Reise. Die Tiefe zwischen den Zeilen gibt der Geschichte das besondere etwas.

Und das Beste am Buch ist, wir können die beiden weiter begleiten, auch wenn die Hauptakteure im Folgeband wechseln.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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Rezension „Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ von Sarah Moore Fitzgerald – Fischer KJB

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (20. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737351961
ISBN-13: 978-3737351966
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Apple Tart of Hope
D: 14,99 Euro

Inhalt:

Ein wunderbares Buch über das Anderssein, über wahre und falsche Freundschaft und darüber, dass die Rettung manchmal von unerwarteter Seite kommt

Oscar ist Megs bester Freund. Er hat ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und ist mit seinem Apfelkuchen stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Doch als er selbst Hilfe braucht, ist Meg am anderen Ende der Welt. Und auch sonst ist niemand für ihn da. Oscar verschwindet spurlos – und alle befürchten das Schlimmste. Alle, bis auf Meg. Sie ist fest entschlossen, herauszufinden, was wirklich passiert ist …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Sarah Moore Fitzgerald, geboren 1965 in New York, USA, ist Professorin für Psychologie. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Limerick, Irland, und glaubt ganz fest an die magische Wirkung von Apfelkuchen. Und daran, dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf.

Quelle: Amazon

Rezension:

Eisbären faszinieren und begeistern fast alle Zoobesucher. Harmlos, knuddelig und lieb schauen Eisbären hinter den schützenden Gitterstäben oder Mauern aus. Doch wehe, man kommt ihnen zu nahe oder reizt sie, dann regiert der Instinkt, der Jagdttrieb erwacht und das vermeintliche Kuscheltier wird zu einem gefährlichen unberechenbaren Raubtier…
Ihr fragt euch sicher, was dies alles mit „Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ zu tun hat. 
Jede Aktion oder Reaktion bedarf eines Auslöser. In diesem Buch ist der Auslöser ein hübsches, freundlich und hilfsbereit wirkendes Mädchen, eine vermeintliche Freundin, die eine Lawine von Ereignissen in Gang setzt, deren Ausgang auch ganz anders hätte aussehen können.
Hinter der Fassade von Normalität verbergen sich eine Bösartigkeit, ein Egoismus und eine Niedertracht, die wir bei einer 14jährigen so nicht vermuten würden. 
Bei Eisbären täuscht das Äußere die Umwelt auch über das wahre Wesen dieser Tiere hinweg, jedoch mit einem Unterschied – Bären handeln ihrem Instinkt gemäß und dieser dient dem Überleben in der freien Natur. 
Paloma allerdings handelt überlegt, ihr Verstand diktiert ihre Vorgehensweise. Mit wohlgesetzten kleinen Andeutungen, Gesten und psychologisch klug angelegten Aktionen gelingt es ihr fast, ein Leben auszulöschen, einen beliebten sensiblen Jungen in die Rolle des Außenseiters zu drängen und das Leben mehrerer Menschen zu zerstören. Ihre Art des Mobbings ist wohl strukturiert. 
Niemand bemerkt dies. Ihre Mitschüler werden zu Marionetten, gedankenlosen Mitläufern. 
Erschreckend ist, dass Paloma die Ereignisse, die sie ins Leben gerufen hat, nichts ausmachen, dass ihr alle Menschen außer ihrer eigenen Person schlichtweg egal sind. Sie nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und im Mittelpunkt zu stehen.
Hier frage ich mich, wie kann ein Kind bereits so kalt sein, so gefühllos. 
Doch eine Andeutung hierfür liefert uns Sarah Moore Fitzgerald fast nebenbei. Eltern prägen ihre Kinder und in diesem Fall ist es Pamelas Mutter, deren Hobby darin zu bestehen scheint, die Geheimnisse der Menschen in ihrer Umgebung herauszufinden und diese dann direkt der Öffentlichkeit, so auch ihrer Tochter direkt weiterzugeben. Die eigene Wichtigkeit tritt so für sie hervor und sie weidet sich am Leid anderer.
Pamela und ihre Mutter machten mich wütend und doch musste ich hilflos zusehen, wie die Dinge in Gang gesetzt wurden, erahnte die Wege die wenig später beschritten wurden und konnte doch nicht eingreifen…
Doch dieses Buch gibt natürlich auch sehr viele positive leuchtende Einblicke auf das Leben. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Hoffnung, Stärke und den sensiblen Umgang mit unseren Mitmenschen.
Kann ein einfacher Apfelkuchen magisch sein, ein Leben retten, glücklich machen? Ein paar einfache Zutaten, ein wenig Gefühl und der Sonnenschein kehrt in das Leben zurück?
Kann diese Gleichung so einfach aufgehen?

Es muss wahrscheinlich nicht unbedingt ein Apfelkuchen sein. Ich denke, die Geste selbst bzw. die Art, in der dieser Kuchen gebacken und weitergereicht wird, ist entscheidend für die Wirkung. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind, die eine tiefe Bedeutung haben können und Freude schenken. 
Oscar ist gerade einmal 14, als seine beste Freundin wegzieht, er sich einem anderen Mädchen öffnet, sein größtes Geheimnis offenbart, erfährt, wie tief Verrat verletzen kann und erleben muss, wie Schritt für Schritt seine bis dahin relativ heile Welt zusammenbricht. Unerwartet hat er eine unheimlich schwere Last zu tragen. Der einzige Halt, Meg, ist für ihn in dieser Zeit unerreichbar und er muss seine Probleme allein bewältigen. 

Oscar ist empathisch veranlagt. Einfühlsam und mit Unterstützung seines Apfelkuchens gelingt es ihm immer wieder, die Welt für andere ein Stückchen besser zu machen. 

Als er am Tiefpunkt seiner Gefühlswelt angelangt ist, erfährt er unerwartet selbst Hilfe. Barney, dessen Leben er nur mit Hilfe eines Stückchen Apfelkuchens und einer Unterhaltung rettete erweist sich in letzter Sekunde als Anker. Zuhören und gegenseitig für einander da sein, kann bestimmend für den Fortgang vieler Ereignisse sein.

Setzt euch einfach einmal zusammen an einem Tisch, genießt ein Kuchenstückchen und sprecht euch aus. In dem Moment, in dem ihr den Kuchen esst, hört ihr vielleicht den anderen intensiver zu und gute Ratschläge verfehlen ihre Wirkung nicht.

Im Buch lernt ihr auch Meg – Oscars beste Freundin und seinen Bruder Stevie kennen. Die beiden sind neben dem Vater der Jungen die einzigen im ganzen Ort, die die Hoffnung, dass Oscar noch am Leben ist, nicht aufgeben. Sie akzeptieren nicht einfach eine Situation, sie hinterfragen. Hier erleben wir, was Liebe und wahre Freundschaft bedeuten. Aber auch, wie schnell ein Missverständnis entstehen und Menschen trennen kann. Wie viel Reue und Schuld man empfinden kann, ohne etwas verbrochen zu haben.
„Das Apfelkuchenwunder“ ist ein wichtiges, jedoch kein einfaches Buch für Jugendliche und Erwachsene. Der Klappentext täuscht eine Leichtigkeit vor, die der schwer wiegende Inhalt nicht zulässt. Dennoch ist es immer wieder wundervoll, wenn eine Inhaltsbeschreibung neugierig macht, die eigenen Erwartungen jedoch um Längen übertroffen werden. Allerdings sollten potentielle Leser ein wenig mehr auf das, was dieses Buch von ihnen abverlangen wird vorbereitet werden.

„Ich habe es nicht geschafft, mich umzubringen. Und als mir klar wurde, dass ich nicht einmal das richtig hinkriege, beschloss ich, das Zweitbeste zu tun: fortzubleiben und so zu tun, als wäre ich tot. Ein Teil von mir sehnte sich allerdings nach einer Weile danach, dass jemand kommen und mich finden würde.“

Das Buch liest sich dennoch irgendwie leicht, man ist durch die insgesamt 256 Seiten rasch durch, doch es lässt einen nicht so einfach wieder los. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven eröffnen dem Leser ein umfassendes Gesamtbild und tieferes Verständnis der einzelnen Situationen. Der feine Humor zwischen den Zeilen lockert die entstehenden Spannungen auf eine positive Art.
Die Geschichte macht unheimlich wütend, gibt Hoffnung und lässt den Leser in einer nachdenklichen Stimmung zurück.
Mit diesem Buch habe ich mich trotz der ernsten Thematik unheimlich wohl gefühlt.
Ich wäre am Schluss gern noch ein wenig bei Oscar, Meg, Stevie und Barney verweilt, doch der Abschied von ihnen kam viel zu rasch. Im Kopf und meinen Gedanken verweilen sie dagegen noch immer.
Ich hoffe, dieses Buch bekommt die Anerkennung, die es verdient.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken
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