Rezension „Spreewaldrache“ von Christiane Dieckerhoff – Ullstein Verlag

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (6. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548289517
ISBN-13: 978-3548289519
D: 10,00 Euro

Inhalt:

Tödliche Fehde im Spreewald

Ein junger Mann wird blutüberströmt auf einer kleinen Spreewald-Insel gefunden. Er überlebt nur knapp. Kurz darauf finden Anwohner einen toten Obdachlosen in einer Datsche. Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner steht vor einem Rätsel. Die beiden Männer kannten sich nicht, trotzdem hängen die beiden Fälle offenbar zusammen. Ihre Nachforschungen bringen Erstaunliches zutage: Eine alte Fehde zwischen den Fährleuten von Lübbenau führte schon zwanzig Jahre zuvor zu einem tödlichen Unfall. Oder war es Mord? Klaudia Wagner ermittelt unter Hochdruck, denn der Streit zwischen den Kahnführer-Familien ist neu entfacht und fordert weitere Opfer …

Liebe, Verrat, Mord: Auch im Spreewald tun sich menschliche Abgründe auf

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Christiane Dieckerhoff, Jahrgang 1960, machte zunächst eine Berufsausbildung zur Kinderkrankenschwester, ist Mutter zweier erwachsener Kinder und lebt in Datteln. Sie schreibt vor allem aktuelle und historische Krimis.

Quelle: Amazon

Rezension:

Es ist der dritte Fall rund um Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner. Jedoch lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Teile prima lesen.
Der Einstieg ist Christiane Dieckerhoff perfekt gelungen. Der Prolog entführt uns zu einem kurzen, aber heftigen Ereignis in der Vergangenheit. Sofort ist die detektivische Neugierde geweckt und als Leser möchte man unbedingt herausfinden, was damals geschah. 
Auch in der Gegenwart geschieht Merkwürdiges und ein Mord schreckt die Einwohner der Gegend auf. Bald stellt sich die Frage, was haben die aktuellen Vorkommnisse mit der Vergangenheit zu tun? 
Alte Liebe, jahrzehntelang gehütete Geheimnisse, Rivalitäten und zerbrochene Träume treffen aufeinander. Eine explosive Mischung liegt in der Luft. Umrahmt wird die Handlung von der malerischen Landschaft des Spreewaldes. Authentische Charaktere und bildhafte Beschreibungen der Handlungsorte schaffen eine geheimnisvolle und spannende Atmosphäre.
Auch wenn man schon frühzeitig passende Vermutungen anstellen kann und sich manche Theorie alsbald bestätigt, bleiben genügend Fragen im Dunkeln, um den Spannungsbogen zu halten. „Spreewaldrache“ verspricht Krimifans gute Unterhaltung. 
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Blogtour „Spreewaldrache“ – Spreewälder Wassersport

Hallo ihr Lieben. Noch einmal legt unsere Blogtour einen Halt auf Zwiebelchens Plauderecke ein.
„Spreewaldrache“ von Christiane Dieckerhoff aus dem Ullstein Verlag, ist ja, wie man rein vom Titel her schon ersehen kann, an der Spree angesiedelt. 

Die Spree ist auch ein beliebtes Gewässer für Wassersportfreunde. Sie ist ein Ort der Entspannung und Erholung. Über 1000 Kilometer lassen sich über die Wasserstraße der Spree befahren.
Um die einzigartige Naturlandschaft des Spreewaldes zu erkunden, kann man sich an vielen Stellen Paddelboote, Kajaks oder Kanadier ausleihen. Geführte Touren oder Entdeckungsfahrten auf eigene Faust sind möglich.


Ein Muss ist eigentlich immer eine Fahrt mit dem Spreewaldkahn. Diese Art der Fortbewegung gehört einer langen Tradition an und es ist wirkliche ein absolut tolles Erlebnis.  Nur so lässt sich die einzigartige Natur ringsherum bestaunen.
Mittlerweile werden Thementouren wie die Sagentour, eine romantische Wellnesstour oder die Lügenkahntour angeboten. Auch Schleusenfahrten, Hochwaldtouren oder eine Kernfahrt durch die Streusiedlung erfreuen sich großer Beliebtheit.

Mit der Zeit haben sich gerade im Kanusport neue Betätigungsfelder eröffnet. Vom Kanurennsport über Kanutouristik, Drachenboot, Kanupolo, Parakanau  bis hin zum Kanumarathon kann man auf der Spree ein breit gefächertes Sportprogramm ausleben.

Relativ neu ist das Standuppaddeling – Paddeln im Stehen. Dieses avanciert gerade zu einem regelrechten Trendsport an der Spree. Wer sich traut, bekommt noch einmal einen ganz neuen Blick auf seine Umgebung. Ein wenig Übung und Mut gehören allerdings schon dazu.

Gewinnspiel:

Und nun seid ihr wieder an der Reihe, denn auch heute könnt ihr Euch ein Los für unser  Gewinnspiel zur Blogtour sichern.
Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet mir einfach die folgende Frage: 
Habt ihr schon einmal eine Wassersportart ausgeübt? Wenn nicht, was würdet Ihr gern einmal ausprobieren?
Die Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 12. Juni 2018 
Ich drücke euch ganz fest die Daumen.

Welche Gewinne warten auf Euch?

Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff
Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 
Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dill-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 
Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 
Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann
Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente


Unser Blogtourfahrplan

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs
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Blogtour „Spreewaldrache“ – Teambuilding

Hallo ihr Lieben. Heute stoppt unsere Blogtour bei mir uns es dreht sich alles um Teambuilding.
Dies ist auch ein wichtiges Thema in „Spreewaldrache“ von Christiane Dieckerhoff.


Doch was bedeutet Teambuilding eigentlich?

Ganz einfach ausgedrückt, ist es die Zusammenstellung eines Teams. 
Hierbei gilt es zu beachten, dass sich die einzelnen Teammitglieder ergänzen und gut zusammenpassen. Dies bezieht sich auf Ebenen wie den Charakter, aber auch die berufliche Qualifikation. Sie sollten gemeinsam alle Bereiche für den angestrebten Tätigkeitsbereich abdecken.
Wofür ist Teambuildung gut?
Teambuilding ist schon lange kein Geheimfaktor für den Unternehmenserfolg mehr.
Das so erreichte Wir-Gefühl schafft einen stärkeren Zusammenhalt. Die gemeinsamen Ziele sind leichter erreichbar. Jeder Einzelne bekommt die notwendige Unterstützung bei der Entwicklung neuer Ideen. Fortschritte sind rascher erkennbar und der Wissensstand angehoben. Dadurch wird die innere Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht und die Fluktuation am Arbeitsplatz minimiert. 
Im Laufe unterschiedlicher Projekte können sich immer wieder Prioritäten verschieben. Kleinere Machtkämpfe und Konflikte werden durch stetige Analysen und Auswertungen sowie Gesprächsrunden zeitnah erkannt und gelöst. Wichtig ist ein harmonisches Miteinander aller Teammitglieder, sowie auch deren soziale Kompetenzen. Sie müssen sich mit den gesteckten Zielen und dem Unternehmen identifizieren, um Erfolge erreichen zu können.
Ein funktionierendes Team ist ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg.

Gewinnspiel:

Und nun seid ihr an der Reihe, denn es gibt auch ein Gewinnspiel zur Blogtour.
Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet mir einfach die folgende Frage: 
Welche Eigenschaft gehört für Euch zu einem guten Teamplayer.
Die Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 12. Juni 2018 
Ich drücke euch die Daumen.

Welche Gewinne warten auf Euch?

Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff
Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 
Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dill-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 
Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 
Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann
Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente


Unser Blogtourfahrplan

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs
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Rezension „Nova und Avon – Avons Rückkehr“ von Tanja Voosen – Carlsen Verlag

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Carlsen (30. April 2018)
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3551653828
ISBN-13: 978-3551653826
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 – 16 Jahre
D: 13,00 Euro

Inhalt:

Hier ist NOVA: unscheinbar, schüchtern, tollpatschig. Dort ist AVON: verflucht verhext. Und in der Mitte ein Amulett, das Wünsche erfüllt … ***

BAND 2: Alles ist perfekt: Nova hat jede Menge Spaß mit ihrer besten Freundin Fee, ihr Schwarm Fitz ist süßer denn je und die blöden Schulzicken lässt sie einfach links liegen. Doch dann sorgt ein sagenumwobenes Amulett für Wirbel. Und auf einmal verschwinden Novas Eltern – spurlos! Jetzt gibt es nur noch eine Rettung: Nova muss ihre böse Doppelgängerin Avon zurückhexen. Dafür braucht man die Eier einer Glimmerflimmerlibelle, Regentropfen aus einer Gewitternacht – vor allem aber eine Menge Mut … ***

NOVA UND AVON: Nova trifft Avon. Ihren bösen Zwilling. Verflucht gefährlich! Gute Laune dabei behalten? Zauberhaft! ***

Ein humorvolles Mädchenbuch ab 11 Jahren über zauberhafte Freundinnen und Feindinnen, mit Magie, Witz und Fantasy-Elementen – für gute Laune und Lesespaß pur!***

TEXTAUSZUG: „Fee nickte. ‚Da verwette ich meine Schlurfmurpsmunz-Eierschalen-Sammlung drauf! Und die ist sauwertvoll, weil Schlurfmurpsmunzlinge nur ganz selten Eier legen.‘“ ***

Quelle: Carlsen Verlag

Die Autorin:

Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.

Quelle: Carlsen Verlag

Rezension:

Band 1 um Nova und Avon „Mein böser böser Zwilling“ hat mich ja unheimlich begeistern können. Meine Rezension zu diesem Buch findet Ihr hier.
So fieberte ich der Fortsetzung ungeduldig entgegen und wurde auch nicht enttäuscht.

Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und fügt sich perfekt zum ersten Teil. Damit erhalten die Bücher der Nova und Avon Reihe einen hohen Wiedererkennungswert.

Tanja Voosen startet dieses Mal etwas verhaltener und ruhiger in die Story. Dafür wartet die zweite Hälfte wieder mit rasanten und spannenden Szenen auf. Die Charaktere haben eine positive Entwicklung vollzogen und wir lernen neue Personen kennen, welche die Handlung bereichern.
Die Freundschaft zwischen Nova und Fee wird intensiver wiedergespiegelt und auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Fitz treibt zarte Blüten. 
Dafür kommt Avon in der Geschichte eine wesentlich sympathischere Rolle zu. Zumindest mochte ich sie in diesem Teil ein wenig mehr. Aber keine Bange, sie bleibt sich schon treu und es muss sich erst herausstellen, inwieweit Avon zu trauen ist. 

Es wird wieder magisch und wir tauchen ein in die Mysterien rund um ein Amulett der Wünsche.
Seid vorsichtig mit dem, was Ihr euch wünscht! Es könnte in Erfüllung gehen!

Witzige Dialoge und Szenen sowie der mit vielen kleinen geheimnisvollen Ereignissen gespickte Plot bieten dem Leser eine gute und spannende Unterhaltung. So, mehr möchte ich auch gar nicht verraten. 
Ich habe mich auf jeden Fall erneut rundherum wohlgefühlt und würde mich über weitere Abenteuer mit den „Zwillingen“ und ihren Freunden freuen.

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Rezension „Mädchen in Scherben“ von Kathleen Glasgow – Fischer KJB

Taschenbuch
448 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Ab 14 Jahren
Originalsprache: Englisch
ISBN: 978-3-7335-0415-1
€ (D) 14,00 | € (A) 14,40



Inhalt:

»Ein eindringliches, schönes und notwendiges Buch, das nachhallt, lange nachdem du die letzte Seite gelesen hast.« Nicola Yoon, #1 New York Times Bestsellerautor von »Everything, Everything«

Charlotte ist zerbrochen. Mit nur siebzehn Jahren hat sie mehr verloren, als die meisten Menschen im Leben. Mehr als ein Mensch ertragen kann. Aber sie hat gelernt, wie man vergisst. Wie man seinen Körper gefühllos gegen Schmerz macht. Jede neue Narbe macht Charlottes Herz ein wenig härter, doch irgendwann begreift sie, dass sie mehr ist, als die Summe ihrer Verluste – und beginnt zu kämpfen!

Die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die stärker als ihr Schicksal ist

Quelle: S. Fischer Verlage

Die Autorin:

Kathleen Glasgow lebt und schreibt in Tucson, Arizona. »Mädchen in Scherben« ist ihr erstes Jugendbuch.

Quelle: S. Fischer Verlage

Rezension:

Trotz des sehr ernsten und belastenden Themas sowie der anfangs düster, beklemmende Atmosphäre, ist „Mädchen in Scherben“ ein positives Buch. Allerdings erwartet den Leser keine Heile-Welt-Geschichte und viele, die sich in diesem Bereich besser auskennen, warnen auch eindeutig vor der Triggerwirkung verschiedener Szenen. Es ist intensiv, beschreibt sehr authentisch die Gefühlswelt von Charlie und ihren Freunden, beleuchtet die Beweggründe und zeigt neben allen positiven Entwicklungen auch die negativen Seiten auf.
Wieviel Kraft und Charakterstärke notwendig ist, um den Schritt in ein neues, für andere normales, Leben zu wagen, können wir hautnah miterleben. Charlie ist noch sehr jung und steht ohne die Unterstützung ihrer Familie da. Auch ohne ihre psychischen Probleme, würden viele Jugendliche bereits an dieser Situation zerbrechen. Das Mädchen hat in ihrem Leben schon sehr viele Höhen und Tiefen erlebt. Sie ist genügsam und vorsichtig in ihren Forderungen. Tief in ihrem Inneren sehnt sie sich eigentlich nur nach einem sicheren Platz, nach einem Zuhause und ein wenig Zuneigung. Charlie hat nie wirklich gelernt, wie man anderen Menschen vertraut oder mit ihnen umgeht. Sie ist introvertiert und scheu. Nur langsam wagt sie sich hinaus ins Leben.
Dem Umfeld der Handlung geschuldet, ist das sprachliche Verhalten der Protagonisten recht derb und Worte wie „verfickt“ tauchen oft in den Dialogen auf. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber gerade so noch in den Rahmen. Vielleicht sehen dies Leser der eigentlichen Zielgruppe sogar entspannter.
NSSV und Drogenmissbrauch werden zum Kernthema rund um das Schicksal von Charlotte. Kathleen Glasgow zeigt, dass das Leben kein ebener Weg ist, welche Kraft und Willensstärke notwendig sind, um Lebensweisen zu ändern bzw. nicht in alte Muster zurück zu fallen. Aufzugeben ist oft wesentlich einfacher, als voran zu schreiten. 

Ehrlich und ohne Beschönigung zeigt uns die Autorin, wie langwierig der Verarbeitungs- und Heilungsprozess, wie sehr Hilfe gerade in den USA auch von finanziellen Mitteln abhängig ist.
Bei „Mädchen in Scherben“ handelt es sich um ein Jugendbuch, das den emotionalen Zwiespalt sehr gut verdeutlicht, in dem sich Heranwachsende, aber auch Erwachsener in unserer Gesellschaft befinden. Der Verstand kann Richtig und Falsch meist recht gut unterscheiden oder Gefahren erkennen. Dennoch siegen Empfindungen oft über logische Denkweisen. Geurteilt ist schnell, nur nach den Ursachen fragen die wenigsten. Nicht alle Scherben lassen sich wieder zusammenfügen, doch die Hoffnung sollte man nie aufgeben.

Die Gefühlswelten der Protagonisten werden mit allen Höhen und Tiefen direkt zum Leser transportiert. Das Ende ist vielleicht ein wenig zu positiv gefärbt, doch im Leben ist eben alles möglich. So spendet es Hoffnung und zeigt, dass jeder im Leben eine Chance verdient hat. Wichtig ist es, die richtige Hilfe zu finden.


Kathleen Glasgow hat mit „Mädchen in Scherben“ mutig ein sehr komplexes Thema aufgegriffen und ein nachhaltig wirkendes Jugendbuch vorgelegt, das mich sehr berührt hat. 

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Rezension „Ines und die grasgrüne Liebe“ von Greta Niels – Tinte & Feder

Taschenbuch: 446 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (13. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503900878
ISBN-13: 978-1503900875
D: 9,99 Euro


Inhalt:

In ihrem gefühlvollen Roman erzählt Greta Niels mit Humor und Herz über Frühlingsgefühle, zweite Chancen und die Hoffnung auf Glück.

Ines hat eine quirlige Schwester, eine liebevolle, erwachsene Tochter und einen wortkargen Exmann. Außerdem hat sie einen Vogel. Einen chaotisch-kopflosen Kanarienvogel namens Hugo, der sich selbst und die Wohnungseinrichtung immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Was in ihrem Leben allerdings schon lange fehlt, ist eine neue Liebe.

Eines Nachts liegt Kanarienvogel Hugo leblos auf dem Teppich. In Panik rennt Ines morgens um drei Uhr mit ihm in die nächste Veterinär-Notaufnahme, wo Hugo auf wundersame Weise wieder erwacht. Und auch Ines’ Herz wird bei der Gelegenheit neues Leben eingehaucht: Mit ihr im Wartezimmer sitzt ein Mann mit Halbglatze und Hund – auf den ersten Blick gar nicht Ines’ Typ, aber auf den zweiten Blick kann sie seiner Charmeoffensive nicht lange widerstehen. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Greta Niels wurde 1972 in der Nähe von Wien geboren. Sie arbeitete als Journalistin und Werbetexterin, bevor sie ihren Werdegang als Autorin begann. Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in Köln. »Ines und die grasgrüne Liebe« ist ihr erster Roman.

Quelle: Amazon

Rezension:

Das Leben ist mit Ende 40 nicht zu Ende, es kann noch einmal ganz neu beginnen und hält viele Überraschungen bereit.
Wer sagt, dass einem die Liebe nur in jungen Jahren begegnen kann und die Hormone verrücktspielen? Greta Niels zeigt auf eine wunderbar humorvolle Art, wie man auch noch mit Ende 40 den Fallen des Liebestaumels erliegen kann. 

Ines ist eine gestandene Frau. Ihr Leben hat sie bisher recht gut gemeistert und viele Höhen und Tiefen überstanden. Die Begegnung mit „Piff“ – wer nennt sich denn selbst so – verdeutlicht ihr, wie sehr sie sich nach einem Partner für alle Lebenslagen sehnt. Bisher war ihr dieser Aspekt gar nicht bewusst. Im Taumel der Schmetterlingsgefühle – ja, die kann man auch als Ü40 noch haben – beginnen Herz und Verstand ein Tauziehen miteinander. Manchmal verhält sich Ines wie ein liebestrunkener Teenager und wirft ihr logisches Denken über Board. Dann ist sie wieder sehr rational und entscheidungsfreudig. 
Greta Niels zeigt uns auf eine wunderbare Art, wie blind Liebe machen kann, egal wie alt wir werden.
Neben dem kleinen Unglücksvogel Hugo schafft es auch Ines immer wieder mit Anlauf in ein Fettnäpfchen zu hüpfen. Wenn da nicht Tante Betty mit ihren 92 Jahren und umfassender Lebenserfahrung wäre, die Ines mit guten Ratschlägen zur Seite steht. So entdeckt unsere Protagonistin einige sehr berührende und erhellende Seiten an ihrer Tante.
Greta Niels verpackt die typischen Alltagssorgen von uns in einer amüsanten Geschichte. Ihre Charaktere werden so lebendig und charmant beschrieben, dass man sich ihnen als Leser sehr nahe fühlt. Leicht geschrieben, mal berührend und mit viel Herz, dann wieder nachdenklich oder zum Lachen komisch, ist „Ines und die Grasgrüne Liebe“ eine Geschichte direkt aus dem Leben.
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Rezension „Blue Note Girl“ von Bernd Richard Knospe – ProTalk Verlag

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Pro-Talk (15. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990469
ISBN-13: 978-3939990468
D: 14,90 Euro

Inhalt:

Ein Jazzkonzert mit fatalem Ausgang – Auf den Spuren einer Vermissten:

Die junge, aufstrebende Jazzsängerin Janina Nossak gibt in Hamburg ein fulminantes Konzert und verschwindet anschließend spurlos. 15 Jahre später stößt der Journalist Eric Teubner bei der Recherche für ein neues Buchprojekt auf einen alten Mitschnitt dieses Konzerts und glaubt, darauf einen entscheidenden Hinweis auf das mögliche Verbrechen entdeckt zu haben. Fasziniert, fast besessen von der Sängerin und ihren düsteren Songtexten, beginnt er, den alten Fall neu aufzurollen. Bald wird klar, dass der Journalist nicht der Einzige ist, der immer noch im Bann der zerbrechlichen Sängerin steht.

Unterstützung erhält Teubner unverhofft vom hartgesottenen Privatdetektiv Jensen, der damals erfolglos nach Janina gesucht hatte. Doch kann er dem kauzigen Eigenbrötler auch trauen? Und wer versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass alte Erinnerungen wieder freigesetzt werden?

Mit seinen Ermittlungen setzt Teubner eine verheerende Ereigniskette in Gang und am Ende muss nicht nur er einen hohen Preis dafür zahlen denn wenn man Staub aufwirbelt, bleibt manchmal nur verbrannte Erde zurück…

In seinem packend geschilderten, atmosphärisch dichten Kriminalroman legt Bernd Richard Knospe mit erzählerischer Bravour Schicht um Schicht den Kern einer schon verloren geglaubten Wahrheit frei. Auf kunstvolle Weise arrangiert er seine Figuren um die abwesende Protagonistin im Zentrum der Erzählung, lässt vergangene und gegenwärtige Dämonen ans Licht treten. Blue Note Girl überzeugt nicht nur durch brillante, pointierte Dialoge und markante, komplex gezeichnete Charaktere Knospes mehrstimmig erzählte Komposition ist auch eine Verbeugung vor der Macht der Musik.

Quelle: Amazon

Der Autor:

Geboren 1958 in Hamburg/Groß Borstel.

Die Leidenschaft für das Schreiben entwickelte sich schon während der frühen Schulzeit. Sie wuchs mit der Erkenntnis, wie wunderbar es ist, aus einer schier unerschöpflichen Fantasie heraus aus der Wirklichkeit etwas völlig Neues zu machen; Figuen erfinden und ihnen ein ganz besonderes Schicksal zu geben. Für sie das wahr werden zu lassen, was man sich selbst erträumte.

Diese Begeisterung wurde früh erkannt und sanft gefördert vom Erlanger Großvater Richard Knospe, der seinen Enkel mit aufmerksamen Interesse (und fünf Mark pro Geschichte) anzuspornen wusste.

Zuvor war die Lust auf das Erfinden von Geschichten bereits in jungen Jahren von der älteren Schwester Marion nachhaltig geweckt worden – weil sie ohne Gute-Nacht-Geschichte einfach nicht einschlafen wollte.

Erste literarische Fußspuren in Anthologien und Zeitschriften (Kurzgeschichten und Gedichte) in den Achtzigerjahren.

Veröffentlichung in Romanzeitschriften als freier Autor in den Neunzigerjahren.

2000 – 2003 Erstellung einer Familienchronik „Spuren“ auf Basis der Tagebücher Marga Meyer und der Lebenserinnerungen von Charlotte Rogall und Druck einer kleinen Auflage des Buches für Familie und Freunde.

Von 2003 – 2013 intensive Aktivitäten in Kurzgeschichten-Foren (online-romane.de, kg.de später wortkrieger.de), was sich als wertvolle und wichtige Lehrzeit erwies, um den nächsten großen Schritt zu wagen: den ersten Roman!

2013 Beginn des ersten Kriminalromans „Blue Note Girl“, der im November 2016 zunächst im eBook Format bei hey! publishing erschien. Drei weitere bisher noch nicht veröffentlichte Kriminalromane/Thriller sind seitdem fertig gestellt. Der fünfte Roman ist in Arbeit.

Jenseits der Schriftstellerei seit langer Zeit glücklich verheiratet.
Mit Leib und Seele immer ein Hamburger Jung geblieben.
Seit vielen Jahren in einem Unternehmen der Medienbranche beschäftigt.
Wichtigste Erkenntnis, worauf es im Leben ankommt: TIMING!
Wichtigster Rat: Der beste Zeitpunkt für einen Beginn ist JETZT!

Quelle: Amazon

Rezension:

Ging es Euch schon einmal so, dass ihr über eine reale Person aus einem Buch bzw. Film mehr erfahren wolltet? In der Regel ist dies recht einfach. Über das Internet lassen sich sehr viele Daten recherchieren. 
Doch was, wenn diese Person seit 15 Jahren verschwunden ist. Ihre Persönlichkeit und ihr Charisma aber so nachhaltig wirken, dass Ihr euch dieser Sogwirkung nicht entziehen könnt? So ergeht es Eric Teubner. Allein die verwackelte Aufnahme eines einzigen Konzertes lässt ihn nicht mehr los. Die Suche nach der damals verschwundenen Sängerin wird für ihn zu einer Obsession. Hierfür setzt er sogar sein privates Glück aufs Spiel.
Im Fokus dieses Krimis steht das ungewisse Schicksal eines jungen Mädchens – Janina Nossak.
Nachdem die ursächlichen Zusammenhänge erklärt sind, wechseln die Sichtweisen auf diesen Fall. Als Leser bewegt man sich zwischen aktuellen Verwicklungen und der Vergangenheit. Die Zeitsprünge sind übersichtlich angelegt und die Perspektivwechsel leicht zu verfolgen. Die Spannung baut sich erst allmählich auf und hält am Ende den Bogen stetig aufrecht. 
Es sind vor allem die psychischen Abgründe, die den Leser in den Bann ziehen. Wie verändern uns Erlebnisse und Ereignisse? Der Autor zeigt verschiedene Obsessionen und ihre Ausmaße auf das Leben der betroffenen Personen und ihrer Umgebung. Aber auch, wie weit Menschen aus Liebe oder einfach reiner Zuneigung gehen können.
Leider werden recht viele Klischees herangezogen, so dass sich dieser Kriminalroman nicht wirklich aus der breiten Masse heraushebt. Da ist der alkoholkranke Expolizist, dessen Leben total verkorkst ist und der in der Lösung dieses einen letzten Falls seine Erlösung sieht. Oder der todkranke Privatdetektiv, Frank Jensen, der einige dunkle Geheimnisse verbirgt und die Grenzen der Gesetzmäßigkeiten ständig überschreitet. Selbst die weiblichen Protagonisten müssen sich dem Schubladensystem fügen. Hier hätte ich mir innovativere Ideen für die Ausgestaltung der Charaktere gewünscht. 
Dennoch bietet „Blue Note Girl“ interessante und unvorhersehbare Wendungen. Die Charaktere sind nicht darauf angelegt, Sympathien zu erzeugen. Sie sind facettenreich und bleiben auch nach dem Lesen im Kopf lebendig. Der Krimi lebt von dem Geheimnis rund um das Verschwinden von Janina Nossak. Die Aufklärung dessen, was vor 15 Jahren geschah, offenbart sich in seinem ganzen Ausmaß wirklich erst am Ende. Bis dahin schickt uns der Autor immer wieder auf falsche Fährten.
Bernd Richard Knospe hat hier einen soliden Krimi geschaffen, der trotz einiger Kritikpunkte gute Unterhaltung verspricht.
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Rezension „Kalter Sand“ – Küsten Krimi von Anja Behn – Emons Verlag

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Emons Verlag (15. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740802812
ISBN-13: 978-3740802813
D: 10,90 Euro

Inhalt:

Düster und eiskalt – Die Ostsse offenbart eine unheilvolle Vergangenheit.

Kunsthistoriker Richard Gruben reist an die Ostsee, um die Vernissage seines Freundes Philipp Stöbsand zu besuchen. Kaum angekommen, erfährt er von einem ungeklärten Verbrechen, das den kleinen Küstenort vor Jahren erschütterte. Ein junges Mädchen war erdrosselt worden, der einzige Verdächtige damals: Philipp. Immer tiefer taucht Gruben in dessen verstörende Vergangenheit ein, ohne zu ahnen, wie nah ihm das Grauen gekommen ist.

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Anja Behn, geboren 1972 in Rostock, studierte Bauingenieurwesen und arbeitet in einer Rostocker Baufirma. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg.

Quelle: Amazon

Rezension:

Richard Gruben gerät erneut in einen geheimnisvollen Kriminalfall. Dieses Mal ist er persönlich betroffen, denn bei dem Verdächtigen, Philipp Stöbsand, handelt es sich um einen langjährigen Freund. Der Exzentrische Künstler konnte sich auch sechs Jahre nach dem Mord nicht von den Verdachtsmomenten befreien. Diese Belastung hat sein Leben extrem beeinflusst.
Warum hat der Freund sich ihm nicht anvertraut? Kann man einen Menschen ein Leben lang kennen und kennt ihn doch nicht? Kann man sich so in einer Person täuschen? Trotz aller augenscheinlichen Beweise, regen sich in Richard Gruben die Zweifel.
Als auch noch die mysteriöse Jette in sein Leben tritt, wird es kompliziert. Was verbindet Jette mit Philipp?

Lebendige, vielschichtige und vor allem authentische Charaktere nehmen uns mit auf kriminalistische Spurensuche. Bereits der Prolog erzeugt eine nachhaltige Spannung. Diese setzt sich geschickt unterschwellig angelegt fort und nimmt im Laufe der Handlung immer mehr an Fahrt auf. 

Gut platzierte Cliffhanger mit harmonischen Perspektivwechseln, geben der Handlung immer wieder neuen Aufschwung und überraschende Wendungen schicken den Leser in die Irre. Vorhersehbare erscheinende Entwicklungen täuschen, gewonnene Erkenntnisse müssen neu überdacht und gefasste Theorien verworfen werden. 
Dazu erzeugt die von Anja Behn beschriebene Kulisse der stürmischen Ostseelandschaft eine besondere düstere und geheimnisvolle Stimmung.

„Kalter Sand“ schafft es, uns auch ohne blutige Gemetzel in Atem zu halten. Anja Bahn setzt auf die durch ihren eindringlichen Schreibstil hervorgerufenen Emotionen und die Vorstellungskraft ihrer Leser. Ich kann Euch diesen Küstenkrimi wärmstens empfehlen.

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Rezension „Mörderische Teatime“ – Ein Irland-Krimi (Britcrime) von Ivy Paul – Dryas Verlag

Taschenbuch: 246 Seiten
Verlag: Dryas Verlag (20. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940258830
ISBN-13: 978-3940258830
D: 11,00 Euro

Inhalt:

Anne Cleary, Moderatorin der berühmten Vorabendshow „Teatime with Annie“, wird bei der Vorbereitung der Dreharbeiten im B&B „Tae agus Ceapaire“ ermordet. Am Abend zuvor hatte sie sich mit ihrer Jugendfreundin Mae Pennywether gestritten, worauf diese ihr wutentbrannt einen qualvollen Tod gewünscht hatte. Mae gerät daher unter Tatverdacht und beginnt zu ermitteln, um den wahren Täter zu finden.

Als kurz darauf jemand versucht, Annes Co-Moderator zu vergiften, verdichten sich die Hinweise, dass die Tearoom-Besitzerin Clarissa Nelson nicht nur Gelegenheit, sondern auch Motive für beide Verbrechen hatte. Schließlich kannte auch sie Anne aus Jugendtagen und war von ihr für eine Karriere beim Fernsehen aufs Übelste im Stich gelassen worden.

Doch wie soll Mae Clarissas und ihre eigene Unschuld beweisen?

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Ivy Paul lebt und arbeitet in Augsburg, als begeisterte Do-it-yourself-Anhängerin frönt sie der Seifensiedekunst und dem Kosmetik rühren.

Irland übt seit je her eine große Faszination auf sie aus und so hat sie einige Roman geschrieben, die genau dort spielen. Im Februar 2018 erschien ihr zweiter Cozy-Krimi „Mörderische Teatime“ beim Dryas Verlag.

Obwohl ihre große Leidenschaft Romance und Liebesromane gehört, hat sie auch Fantasy (unter dem Pseudonym Lynn Carver) und einen humorvollen Augsburg-Krimi (Jo Stephan) geschrieben.

Man findet Ivy Paul auf Facebook, Instagram und unter ihrer Website.

Quelle: Amazon

Rezension:


Lasst Euch in einen kleinen, typisch irischen Ort entführen. Man kennt sich untereinander gut und doch verbergen sich auch hier hinter den zugezogenen Gardinen die ein oder anderen Geheimnisse. 
Alter Groll tritt zu Tage, als Anne Cleary nach Jahren der Abwesenheit mit ihrem Fernsehteam in ihrem Heimatort auftaucht. Übrigens eine recht unsympathische Zeitgenossin. 

Doch haben die alten Geschichten wirklich so tiefe Wunden geschlagen, dass es zu einem Mord reicht? Oder sind Tatmotiv und Mörder an ganz anderer Stelle zu suchen?

Ivy Paul hat mit Mae Pennywether bereits in „Der Tote in Whiskey-Fass“ mein Leserherz erobert. 
Ein wenig wie Miss Marple agiert diese neugierige alte Lady und schafft es mit irischem Humor und Scharfsinn, die komplizierten Zusammenhänge zu entwirren. Wer kann da schon widerstehen. So ist auch der junge Inspektor machtlos gegen ihren Charme und nach kurzer Zeit sogar auf ihre unkonventionelle Hilfe angewiesen.

Kurzweilig, mit hintergründigem Humor und viel Liebe zum Detail, konnte mich Ivy Paul erneut fesseln. Man sollte diesen Krimi gemütlich mit einer passenden Tasse Tee genießen.

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Rezension „Tödliches Serum“ (Jessica-Wolf-Krimi 2) von Katrin Rodeit – Independently published

Taschenbuch: 318 Seiten
Verlag: Independently published (4. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1980982872
ISBN-13: 978-1980982876
D: 9,99 Euro

Inhalt:

Der beliebte und renommierte Kinderarzt Dr. Harald Fechner wird tot in seinem Haus aufgefunden. Während Kriminalhauptkommissarin Jessica Wolf und ihr neu zusammengewürfeltes Team noch aufzuklären versuchen, ob es ein Mord war, wird eine Erzieherin auf heimtückische Art erschossen. Als unabhängig davon auch noch ein Erpresserschreiben eingeht, wird das beschauliche Ulm in Angst und Schrecken versetzt. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und kommen doch in keinem der Fälle weiter. Bis sie plötzlich einem unglaublichen Skandal auf der Spur sind …

Quelle: Amazon

Die Autorin:

Katrin Rodeit wurde 1977 am Rande der Schwäbischen Alb in Ulm geboren und ist dort aufgewachsen. Nach dem Abitur mit Schwerpunkt BWL hat sie eine Ausbildung zur Diplombetriebswirtin Fachrichtung Bank (BA) absolviert. Bis 2008 hat sie als Kundenberaterin bei Leasinggesellschaften gearbeitet.
Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von Ulm und arbeitet seit 2015 ausschließlich als freie Autorin.

Quelle: Amazon

Rezension:

Was verbindet einen Kinderarzt, eine Kindergärtnerin und eine Mitarbeiterin des staatlichen Gesundheitsamtes miteinander? Oder stehen diese Fälle in gar keinem Zusammenhang? Die Ulmer Polizei ermittelt auf Hochtouren. 
„Tödliches Serum“ ist ein Krimi, der bis zum Ende Spannung verspricht. Der Täter und auch sein Motiv bleiben bis kurz vor Schluss im Dunkeln. Dabei sind die Beweggründe erschreckend nah am wahren Leben. Am Ende empfand ich sogar so etwas wie Sympathie und Mitleid mit dem Mörder. Warum, versteht Ihr erst, wenn Ihr das Buch gelesen habt.
Katrin Rodeit hat einen etwas verschnörkelten Schreibstil, wodurch sich immer wieder kleinere Längen in die Handlung einschleichen. Mir fiel dies sehr ins Auge, da auch ich gern beim Schreiben dieser Versuchung erliege. Trotzdem wurde der Spannungsbogen immer wieder aufgegriffen und nimmt gegen Ende noch einmal richtig Fahrt auf. 
Katrin Rodeit hält die Leser über 318 Seiten hinweg in Atem. Ihre Figuren und die Handlungsorte werden gerade aufgrund dessen auch so bildlich und authentisch dargestellt. Die Autorin beleuchtet die polizeiliche Ermittlungsarbeit und das private Umfeld gleichermaßen. Dadurch bekommt man ein gutes Gefühl für die Menschen hinter den Kulissen der Polizeiarbeit. Mit der Ermittlerin Jessica Wolf wurde ich recht schnell warm. Aber auch Nebenfiguren werden perfekt in Szene gesetzt. Hier bietet sich viel Potential für weitere Teile.
Da mir erst im Laufe des Lesens bewusst wurde, dass es sich bereits um den zweiten Teil einer Reihe handelt, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich „Tödliches Serum“ auch ohne Kenntnis des ersten Bandes problemlos lesen lässt. Jedoch bin ich nun infiziert und möchte unbedingt noch den ersten Teil „Lauernde Schatten“ lesen.

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